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"File-Sharing-Netzwerken"

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  1. "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: Bruce Wayne 14.07.17 - 14:52

    Was mag hiermit gemeint sein?
    Das können doch nur Torrents sein, oder?

    Werde nie verstehen, waru, man 1.) dort runterlädt und 2.) noch bescheuerter ist und dort hochlädt.

    Falls es über Filehoster lief (was dem Uploader ja glaube in Form von Punkten am Ende Geld bringt, oder?), wüsste ich schon gern wie diejenige aufgeflogen ist.

  2. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: throgh 14.07.17 - 16:04

    Ähm, um beispielsweise die neuste ISO-Datei für meine Lieblingsdistribution von Linux vollkommen legal zu bekommen und auch weiter zu verteilen? An sich ist die Handhabung von TORRENT-Dateien überhaupt kein Problem. Aber wie so oft: Es sind dann die Entscheidungen der jeweiligen Nutzer WAS sie konkret verteilen oder herunterladen - respektive gleichzeitig wieder anbieten. Und die Verallgemeinerungen natürlich, die dann damit gleichzeitig getätigt werden. So ist dann jeder Nutzer von TORRENT-Dateien gleichzeitig auch ein potenzieller "Raubkopierer" - obgleich etliche Angebote seitens der Hersteller und Gruppen legal auch bestehen, beispielsweise kann man auch im Humble-Store Dateien via TORRENT bekommen.

    Aber ich weiß ja, dass ich mich da gerne bei den Rechteinhabern, deren Vertretern, den Gerichten und unzähligen Anwälten dafür bedanken kann, dass hier immer ein Geschmäckle nachgesagt wird. :)
    Ich finde ja immer die Forderungen "lustig" TORRENT-Netzwerke und Knotenpunkte abschalten zu wollen. Der Vergleich hinkt immer wieder! Was kommt dann als Steigerung? Verbrecher haben Brot gegessen, lasst uns also Brot verbieten? Überspitzt, ich weiß. Aber die latenten Forderungen sind schon immer wieder interessant, nebenbei auch natürlich die Tatsache, dass man das nur als Vorwand nimmt. Defakto sichert der unüberlegte Einsatz solcher Möglichkeiten eine komplette industrielle Verwertung und den Umgang mit Abmahnungen. Also besteht hier gar kein Interesse an (A) Aufklärung, (B) Erklärung und (C) Verbesserung der Urheberrechtslage, vielleicht etwas freier zum Beispiel? Nichts derlei wird jemals ohne Weiteres geschehen, weil es einfacher ist Menschen in eine "Falle" tappen zu lassen und sie mit dem "Will ich aber haben!"-Kontext bei der Stange zu halten. So kommt man natürlich immer auch an sein "Geld", egal wie.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.17 16:12 durch throgh.

  3. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: nille02 15.07.17 - 09:51

    Bruce Wayne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mag hiermit gemeint sein?
    > Das können doch nur Torrents sein, oder?

    Vermutlich, aber es gibt ja auch andere P2P Systeme, z.B. Emule

    > Werde nie verstehen, warum, man 1.) dort runterlädt und 2.) noch
    > bescheuerter ist und dort hochlädt.

    Einige wiegen sich in der Sicherheit von den Anti-Leech Trackern oder Closed Communitys. Ich war auch schon mal in so einem Netzwerk bis Post kam.

    Das Hochladen passiert automatisch und ist nun mal ein Kernbestandteil eines P2P Netzes. Du kannst dir zwar einen Clienten besorgen der keine Chunks hochlädt, aber auf den Anti-Leech Trackern und Closed Communitys fliegt man dann wieder raus.

    > Falls es über Filehoster lief (was dem Uploader ja glaube in Form von
    > Punkten am Ende Geld bringt, oder?), wüsste ich schon gern wie diejenige
    > aufgeflogen ist.

    Da gab es mal eine Panik als Boerse "geschlossen" wurde. Da ist wohl auch ein Datenbank Dump kopiert worden. Dabei sollen auch einige Uploader aufgeflogen sein. Nicht direkt über die IP Adresse (Die Uploader haben vermutlich ein VPN benutzt oder die IPs wurden nicht gespeichert) sondern über die Mail. Man hat dann bei den Mailanbietern die IP Adressen der Zugriffe angefragt und dann damit zum Gericht für die Auskunft.

  4. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 15.07.17 - 17:24

    Bruce Wayne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mag hiermit gemeint sein?
    > Das können doch nur Torrents sein, oder?

    Es kann jedes Netzwerk / Protokoll sein, dass beim Download auch einen Upload heruntergeladener Teile vornimmt. Gnutella, Gnutella 2 und eD2k mögen ja alt wie Steinkohle sein, sind aber immer noch aktiv.

    > Werde nie verstehen, waru, man 1.) dort runterlädt

    Deine Ahnungslosigkeit rührt mich, daher will ich dich erhellen: Man lädt etwas herunter, weil man es haben möchte. ;-)

    Spaß beiseite: Das, was man haben möchte, kann legal oder illegal sein. Ist es legal, gibt es kein Problem. Ist es illegal, gibt es zumindest kein erstliches Problem, weil der reine Download sich nicht zu einer zusammenfantasierten Schadenshöhe aufbauschen lässt, sondern diese dem Kaufpreis des Produkts entspricht und wegen ein paar Euro weder Anwalt aus dem Waffenschrank geholt wird noch eine Strafanzeige lohnt.

    > und 2.) noch bescheuerter ist und dort hochlädt.

    Viele Nutzer von Tauschbörsen verstehen überhaupt nicht, wie diese technisch funktionieren. Deshalb wird da auch nicht bewusst etwas hochgeladen, sondern es passiert einfach. Kurz, es ist einfach Unwissenheit, die aber bekanntlich nicht vor Strafe schützt.
    Bescheuert wäre es, wenn man es bewusst und wider besseren Wissens macht und damit ein Risiko eingeht, ohne sich einen erheblichen Nutzen davon zu versprechen. Verspricht man sich einen Nutzen, ist es ebenfalls nicht nicht bescheuert, sondern vorsätzlich kriminell.

    Und wer Bescheid weiß, kann auch Bittorrent und P2P-Netzwerke gefahrlos nutzen. Es gibt haufenweise VPN-Anbieter und Proxies, mit denen man unerkannt bleibt oder Leecher-Clients, mit denen man nichts hochlädt.

  5. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: das_mav 16.07.17 - 02:15

    Darüber hinaus sei noch einmal erwähnt, dass Torrents durchaus eine gute Alternative gegen geizige Firmen sind, welche nur ein absolutes Minimum an Servern/Bandbreite für Pflichtupdates bereit stellen. Außerdem entlastet es Knoten - kommt also wiederum vielen gar nicht beteiligten zugute.

  6. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 16.07.17 - 10:21

    das_mav schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darüber hinaus sei noch einmal erwähnt, dass Torrents
    > durchaus eine gute Alternative gegen geizige Firmen sind,
    > welche nur ein absolutes Minimum an Servern/Bandbreite
    > für Pflichtupdates bereit stellen. Außerdem entlastet es
    > Knoten - kommt also wiederum vielen gar nicht beteiligten
    > zugute.

    Jepp. Ich hab's jetzt nicht extra erwähnt, weil es bereits geschrieben wurde und ich ehrlich gesagt auch etwas müde bin immer wieder zu betonen, dass man Filesharing erst einmal nur ein Werkzeug ist, dass man legal und illegal verwenden kann. Nun mache ich mir zwar keine Illusionen, dass es (derzeit!) überwiegend illegal verwendet wird, aber das ist ja auch bei vielen anderen Dingen kein Argument.

    Mir fällt gerade ein: Sogar die Updatefunktion von Microsoft ist inzwischen ein Filesharing-Network, wenn man diese Option setzt. Etliche andere Firmen haben das Prinzip schon lange vorher eingesetzt gemacht und ich würde noch nicht einmal Geiz als Grund sehen: Bandbreite kostet nun einmal, und die Kosten eines Unternehmens landen immer irgendwie beim Kunden; geteilte Bandbreitenbereitstellung spart also Kosten für jedermann. Ganz zu schweigen davon, dass die Zuverlässigkeit / Verfügbarkeit bei dezentraler Bereitstellung enorm zunimmt.

  7. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: Tet 16.07.17 - 22:48

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ist dann jeder Nutzer von TORRENT-Dateien
    > gleichzeitig auch ein potenzieller "Raubkopierer"

    Das ist keine Verallgemeinerung, das ist ein Fakt. Es wurden schon Leute abgemahnt, die Bittorrent ausschließlich zu legalen Zwecken nutzen. Deine IP ist im Netz, das reicht doch schon für eine Abmahnung. Schließlich kann sich die hochgelobte Software der Abmahner niemals irren, weil das in einem bezahlten Gutachten so steht. Im Endeffekt bist du dann der Dumme, weil du nicht belegen kannst, dass du zum entsprechenden Zeitpunkt nicht die neueste Single von Justin Bieber sondern eine Linux Distribution hochgeladen hast.

  8. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 17.07.17 - 08:37

    Tet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist keine Verallgemeinerung, das ist ein Fakt. Es
    > wurden schon Leute abgemahnt, die Bittorrent
    > ausschließlich zu legalen Zwecken nutzen.
    > Deine IP ist im Netz, das reicht doch schon für eine
    > Abmahnung.

    Es wurden auch schon Leute abgemahnt, die gar kein Bittorrent nutzen, denn dafür genügt es schon, einen Internetanschluss zu haben. Somit ist die Gefahr, ohne tatsächliches Verschulden wegen illegalen Filesharings abgemahnt zu werden, de facto vom legalen Filesharing entkoppelt. Es ist quasi egal, was du im Internet machst: Wenn deine IP als eine vor dem Kadi landet, über die vermeintlich Material verbreitet wurde, ist dein Entlastungsaufwand immer gleich groß - das Argument, du würdest kein Filesharing nutzen ist genauso viel oder wenig wert wie das Argument, du würdest nur legales Filesharing nutzen.

    Inzwischen ist jedoch - aufgrund einiger prominenter Fälle missbräuchlicher Abmahnungen - ganz allmählich ein Umdenken an deutschen Gerichten eingetreten. Sie sind eher geneigt der Argumentation zu folgen, es wäre bei der Erfassung der IP bzw. bei deren Übermittlung zur Identifizierung des Anschlussinhabers zu einem Fehler gekommen. Manche Urteilsbegründung zugunsten der Beklagten geben an, es sei von einer Fehlerquote von 50% auszugehen.

    Sprich, man nähert sich allmählich wieder der Waffengleichheit, die eigentlich im Zivilrecht herrschen sollte. Wenn man heute als Beklagter - egal ob zu Recht oder zu Unrecht - die Nerven behält, eine schlüssige Argumentation aufbaut und keinen komplett inkompetenten Rechtsbeistand hat, geht man mit hoher Wahrscheinlichkeit als Sieger aus dem Gerichtssaal. Ganz zu schweigen davon, dass es meistens gar nicht erst vor Gericht geht, wenn man die Nerven behält, seine Sinne beisammen hat und den Abmahner eine klare Kante zeigt. Die haben kein Interesse daran, dass die Sache verhandelt wird, sondern sie wollen, dass du zahlst, ohne dass die Sache näher beleuchtet wird.

    Ich werde jetzt nicht aufzählen, welche Argumentationsketten es gibt, die vor Gericht gute Chancen auf Erfolg haben, denn es sind inzwischen wahnsinnig viele.

    > Im Endeffekt bist du dann der Dumme, weil du
    > nicht belegen kannst, dass du zum entsprechenden
    > Zeitpunkt nicht die neueste Single von Justin Bieber
    > sondern eine Linux Distribution hochgeladen hast.

    Technisch gesehen wird für jedes Torrent ein eigenes Netzwerk aufgebaut und deine IP kann nur in diesem spezifischen Netzwerk des jeweiligen Torrents auftauchen, wenn du mindestens einen Scrape durchführst. Die Logger-Buden, die im Auftrag von Rechteinhabern bzw. deren Kanzleien nach Leuten suchen, die mit offener IP hochladen, können also deine IP nur erfassen, wenn du tatsächlich das Torrent der neuesten Single von von Justin Bieber aufgerufen hast.

    Das schließt natürlich nicht den oben genannten Fall ein, dass eine IP erfasst wurde, die (zu diesem Zeitpunkt) gar nicht dir zugeordnet war, die aber aufgrund von Erfassung, Übermittlungs- oder Zuordnungsfehlern deinem Anschluss zugeordnet wurde. Das ist aber 1.) selten und 2.) wie oben dargelegt inzwischen sehr leicht in Frage zu stellen. Die Beweislast der Klägerin ist längst deutlich höher als nur zu behaupten, ein unfehlbare Software hätte das so erfasst. Du bist da auf den Stand, der schon vor drei bis vier Jahren ins Schwanken geraten ist.

  9. Re: "File-Sharing-Netzwerken"

    Autor: ML82 17.07.17 - 22:11

    jup, ms word kann man auch nutzen um erpresserbriefe zu schreiben, ms word ist deswegen noch lange nicht illegal, oder?

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