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"Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Djinto 19.06.15 - 09:10
Hmm... Ja? Welche?
Danke Golem für die Ausführung.
Zum Thema: ich begrüsse es ja das die Gema keine weiteren Bereich zugesprochen bekommen hat in dem sie Geld schneiden kann. Auf der aneren Seite ist die Aufführung im Wartezimmer NATÜRLICH öffentlich da der Unternehmer (Arzt) seinen Kunden hiermit unterhält und damit die Musik ein Teil seiner kostenpflichtigen Dienstleisung ist.
Wieder ein Lobbyurteil? -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: DasGuteA 19.06.15 - 09:14
Djinto schrieb:
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> Hmm... Ja? Welche?
>
> Danke Golem für die Ausführung.
>
> Zum Thema: ich begrüsse es ja das die Gema keine weiteren Bereich
> zugesprochen bekommen hat in dem sie Geld schneiden kann. Auf der aneren
> Seite ist die Aufführung im Wartezimmer NATÜRLICH öffentlich da der
> Unternehmer (Arzt) seinen Kunden hiermit unterhält und damit die Musik ein
> Teil seiner kostenpflichtigen Dienstleisung ist.
>
> Wieder ein Lobbyurteil?
Wer dort auf eine Wurzelbehandlung wartet zahlt doch auch sowieso schon GEZ... -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Its_Me 19.06.15 - 09:17
Also GEZ dürfte der Arzt auch weiterhin bezahlen müssen. Hier ist von GEMA die Rede.
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Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: DasGuteA 19.06.15 - 09:18
Its_Me schrieb:
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> Also GEZ dürfte der Arzt auch weiterhin bezahlen müssen. Hier ist von GEMA
> die Rede.
hmm... alles das gleiche :-P -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: MikeMan 19.06.15 - 09:24
Djinto schrieb:
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> Auf der aneren
> Seite ist die Aufführung im Wartezimmer NATÜRLICH öffentlich da der
> Unternehmer (Arzt) seinen Kunden hiermit unterhält und damit die Musik ein
> Teil seiner kostenpflichtigen Dienstleisung ist.
>
> Wieder ein Lobbyurteil?
WIe kommst Du darauf, dass selbst wenn es Teil seiner kostenpflichtigen Dienstleistung ist, es damit auch öffentlich ist? Logik? -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Djinto 19.06.15 - 09:29
Weil der Arzt indirekt damit Geld verdient. Auszug aus den Bestimmungen der GEMA:
- bei Musikwiedergabe in einer Gaststätte, einer Bar, einer Diskothek, einem Hotel, einer Boutique, einem Friseur, etc.
- bei der Musikwiedergabe auf einer öffentlich zugänglichen Veranstaltung unabhängig davon ob live oder vom Tonträger gespielt wird, etc.
Der Arzt ist vergleichbar mit dem Friseur, rein vom Erscheinungsbild (Wartebereich & "Behandlungsbereich" + Kommezieller Anlass.) Warum wird nun der Arzt begünstigt, und der Friseur benachteiligt?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 09:30 durch Djinto. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Schnarchnase 19.06.15 - 09:34
Djinto schrieb:
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> Weil der Arzt indirekt damit Geld verdient.
Das interessiert nicht, die Frage ist, ob der Raum öffentlich zugänglich ist und das ist beim Wartezimmer nicht gegeben.
> - bei Musikwiedergabe in einer Gaststätte, einer Bar, einer Diskothek,
> einem Hotel, einer Boutique, einem Friseur, etc.
In die Gaststätte, Bar, Disko, Hotellounge, Boutique kann in der Regel jeder rein, somit ist es ein öffentlicher Raum. Beim Arzt oder ähnlichem, wo du Patient sein oder einen Termin haben musst, kann man wohl kaum von öffentlich reden. Der Friseur ist meiner Meinung nach ein Grenzfall, bei den meisten kann man ohne Termin hin und einfach reinspazieren, damit wäre es wie bei der Boutique öffentlich, andernfalls wäre die Lage wohl wie beim Arzt.
> - bei der Musikwiedergabe auf einer öffentlich zugänglichen
> Veranstaltung unabhängig davon ob live oder vom Tonträger gespielt wird,
> etc.
>
> Der Arzt ist vergleichbar mit dem Friseur, rein vom Erscheinungsbild
> (Wartebereich & "Behandlungsbereich" + Kommezieller Anlass.) Warum wird nun
> der Arzt begünstigt, und der Friseur benachteiligt? -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: thecrew 19.06.15 - 09:35
"Der Arzt ist vergleichbar mit dem Friseur, rein vom Erscheinungsbild (Wartebereich & "Behandlungsbereich" + Kommezieller Anlass.) Warum wird nun der Arzt begünstigt, und der Friseur benachteiligt?"
Das ist eine gute Frage. Verstehe den zusammenhing da auch nicht wirklich.
"wo du Patient sein oder einen Termin haben musst, kann man wohl kaum von öffentlich reden. "
Also bei einem normalen Allgemeinmediziner kann jeder ohne Termin rein. Dann muss man halt warten bis er frei ist. Normal holt man sich zwar einen Termin aber bei uns geht das zur Not auch ohne.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 09:37 durch thecrew. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Djinto 19.06.15 - 09:38
Ein Arztzimmer ist öffentlicher Raum, es ist der Platz in dem gewartet wird bis die Dienstleistung erfolgt, wie oben aufgezeit exact wie beim Friseur.
Und warum ist ein Arzt unöffentlicher als ein Friseur? Hieße das, der Friseur kommt um die Gebühren herum, wenn er nur Kunden mit Termin nimmt? Das ist doch Käse (sry :) )
Oder muss nun der Doc die GEMA Zahlen wenn ich ohne Termin da vorbei kann?
Edit meint: mehr Kaffee.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 09:42 durch Djinto. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Schnarchnase 19.06.15 - 09:43
Djinto schrieb:
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> Ein Arztzimmer ist öffenlkicher Raum, es ist der Platz in dem gewartet wird
> bis die Dienstleistung erfolgt, wie oben aufgezeit exact wie beim Friseur.
Das ist falsch, ein Wartezimmer ist nicht für jeden zugänglich. Vorne sitzt jemand am Empfang und fragt nach deiner Karte und/oder Termin. Bist du kein Patient, wird man dich nicht rein lassen.
> Das ist doch Käse (sry :) )
Nein, es kommt auch nicht auf den Termin an, sondern ob einfach jeder hereinspazieren kann oder eben nicht. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Tannenzapfen 19.06.15 - 09:46
Ein öffentlicher Raum ist weder die Arztpraxis noch der Friseursalon noch eine Gaststätte, usw.. Von daher ist das Urteil sinnvoll. Die Frage bleibt, wo dann genau der Unterschied zwischen der Arztpraxis und dem Friseursalon ist...
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Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: katzenpisse 19.06.15 - 09:50
thecrew schrieb:
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> "wo du Patient sein oder einen Termin haben musst, kann man wohl kaum von
> öffentlich reden. "
>
> Also bei einem normalen Allgemeinmediziner kann jeder ohne Termin rein.
> Dann muss man halt warten bis er frei ist. Normal holt man sich zwar einen
> Termin aber bei uns geht das zur Not auch ohne.
Auch da muss man sich vorher am Empfang anmelden. Und der kann dich auch wieder weg schicken. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Djinto 19.06.15 - 09:51
OK, ich dreh das mal um. Also ist eine Disse mit Gesichtskontrolle nicht öffentlich?
- Ein Flughafenbereich, den man nur mit Ticket betritt?
- Ein "Smokersclub" (Raucherkneipe mit Ausweis)?
Der "öffentliche" Begriff wird meist dann angelegt wenn Geld damit verdient wird.
Was beim Arzt der Fall ist. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: nykiel.marek 19.06.15 - 09:56
Denkst du nicht, das ein Bundesgerichtshof Urteil ein wenig mehr Gewicht haben sollte als die Bestimmungen der GEMA?
LG, MN -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Tannenzapfen 19.06.15 - 09:59
Schnarchnase schrieb:
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> Nein, es kommt auch nicht auf den Termin an, sondern ob einfach jeder
> hereinspazieren kann oder eben nicht.
Nein, die Definition eines öffentlichen Raumes ist, dass er in öffentlicher Hand ist.
Edit: Eine Gaststätte ist auch kein öffentlicher Raum. Es ist Privatbesitz.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 10:00 durch Tannenzapfen. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: wizzla 19.06.15 - 10:02
Tannenzapfen schrieb:
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> Die Frage bleibt, wo dann genau der Unterschied zwischen der Arztpraxis und dem Friseursalon ist...
ich kenne keinen Arzt bei dem sich die Tür nicht erst öffnet, nachdem sie mit einem Summer nach dem klingeln entriegelt wird. In einen Friseursalon kann man ja meist so hineinspazieren. Evtl ist das ja ein Unterschied zwischen öffentlich und nicht :) -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Tannenzapfen 19.06.15 - 10:03
Djinto schrieb:
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> OK, ich dreh das mal um. Also ist eine Disse mit Gesichtskontrolle nicht
> öffentlich?
> - Ein Flughafenbereich, den man nur mit Ticket betritt?
> - Ein "Smokersclub" (Raucherkneipe mit Ausweis)?
>
> Der "öffentliche" Begriff wird meist dann angelegt wenn Geld damit verdient
> wird.
> Was beim Arzt der Fall ist.
Eine Disko ist ein Privatbetrieb. Der Flughafen meist öffentlich, weil in öffentlicher Hand. Eine Raucherkneipe privat. Geld verdient wird eher im privaten Bereich als im öffentlichen Bereich. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Anonymster Benutzer 19.06.15 - 10:07
Djinto schrieb:
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> Hmm... Ja? Welche?
>
> Danke Golem für die Ausführung.
>
> Zum Thema: ich begrüsse es ja das die Gema keine weiteren Bereich
> zugesprochen bekommen hat in dem sie Geld schneiden kann. Auf der aneren
> Seite ist die Aufführung im Wartezimmer NATÜRLICH öffentlich da der
> Unternehmer (Arzt) seinen Kunden hiermit unterhält und damit die Musik ein
> Teil seiner kostenpflichtigen Dienstleisung ist.
>
> Wieder ein Lobbyurteil?
Wenn's nach mir ginge, müsste weder ein Arzt, noch ein Frisör, noch ein Wirt zahlen, wenn Musik aus dem Radio läuft. Der Radiosender zahlt ja schon für die Ausstrahlungsrechte oder etwa nicht ?
Anders verhält es sich, wenn der Wirt einen DJ beschäftigt und Eintritt für die Party verlangt, also selbst an der Musik verdient, dann muss er ran.
Abgesehen davon wäre für mich als Arzt das Problem schnell erledigt. Dann müssten die Patienten halt im stillen Wartezimmer warten. Und wenn die Presse Abgaben für ihre Yellow-Press verlangt, dann gäb's auch keine Zeitschriften mehr.
Heutzutage liest eh niemand mehr die Blättchen, sondern fummelt am Handy rum. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Rababer 19.06.15 - 10:15
katzenpisse schrieb:
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> thecrew schrieb:
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> > "wo du Patient sein oder einen Termin haben musst, kann man wohl kaum
> von
> > öffentlich reden. "
> >
> > Also bei einem normalen Allgemeinmediziner kann jeder ohne Termin rein.
> > Dann muss man halt warten bis er frei ist. Normal holt man sich zwar
> einen
> > Termin aber bei uns geht das zur Not auch ohne.
>
> Auch da muss man sich vorher am Empfang anmelden. Und der kann dich auch
> wieder weg schicken.
http://nullbarriere.de/din18040-1.htm
Aufklärung ?!
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 10:20 durch Rababer. -
Re: "Das hat weitreichende Folgen für alle Wartezimmer"
Autor: Tannenzapfen 19.06.15 - 10:16
wizzla schrieb:
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> Tannenzapfen schrieb:
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> > Die Frage bleibt, wo dann genau der Unterschied zwischen der Arztpraxis
> und dem Friseursalon ist...
>
> ich kenne keinen Arzt bei dem sich die Tür nicht erst öffnet, nachdem sie
> mit einem Summer nach dem klingeln entriegelt wird. In einen Friseursalon
> kann man ja meist so hineinspazieren. Evtl ist das ja ein Unterschied
> zwischen öffentlich und nicht :)
Nein, ist es nicht. Öffentlich ist alles, was in öffentlicher Hand ist, privat, was in privater Hand ist. So einfach. Jeder kann seinen Privatbesitz auch offen stehen lassen, was bei Dienstleistungen durchaus Sinn macht ;-)



