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Irgendwie paradox

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  1. Irgendwie paradox

    Autor: dabbes 19.06.15 - 09:22

    jeder zahlt über die Haushaltsabgabe für das Hören von Musik.

    Wieso muss dann nochmal bezahlt werden, wenn Leute, die eh schon bezahlen, irgendwo Musik hören ?

  2. Re: Irgendwie paradox

    Autor: ghandmann 19.06.15 - 09:27

    Haushaltsabgabe = Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ).
    GEMA = Rechteverwerter/Urheberrechtsansprüche von Rechteinhabern.

    // Nice to know: Die Rundfunkanstalten zahlen ihrerseits wiederum GEMA-Gebühren für das öffentliche Aufführen von Musik im Radio und Fernsehen. ;)

    Zwei unterschiedliche Branchen. Wenn auch beide etwas zwielichtig sind... ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 09:28 durch ghandmann.

  3. Re: Irgendwie paradox

    Autor: zork0815 19.06.15 - 09:29

    - GEMA fordert Gebühren für Musiker ein
    - GEZ finanziert öffentlich rechtliche Radio und TV Sendungen

    Zwei unterschiedliche Dinge

  4. Re: Irgendwie paradox

    Autor: dabbes 19.06.15 - 09:38

    Ja, aber jeder Bürger hat doch schon bezahlt.

    Wenn die GEZ an die GEMA abführt, dann sollte doch alles erledigt sein?

  5. Re: Irgendwie paradox

    Autor: Tannenzapfen 19.06.15 - 09:41

    Als Privatbürger musst Du doch auch keine GEMA bezahlen. Nur, wenn Du deren Musik öffentlich aufführst.

  6. Re: Irgendwie paradox

    Autor: Eve666 19.06.15 - 09:42

    Unsere öffentlich rechtlichen zahlen natürlich nur für das was sie selbst senden nicht was irgendwer irgendwo sonst öffentlich ausstrahlt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 09:42 durch Eve666.

  7. Re: Irgendwie paradox

    Autor: M.P. 19.06.15 - 09:50

    Aber im Gerichtsurteil ging es doch gerade um ein Radio in einem Zahnarztwartezimmern.

    Abgewiesen wurde die GEMA-Klage wegen Nicht-Öffentlichkeit des Wartezimmers und nicht, weil die Rundfunksender bereits GEMA-Gebühren bezahlen...

  8. Re: Irgendwie paradox

    Autor: katzenpisse 19.06.15 - 09:52

    zork0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - GEMA fordert Gebühren für Musiker ein
    > - GEZ finanziert öffentlich rechtliche Radio und TV Sendungen
    >
    > Zwei unterschiedliche Dinge

    Und der Radiosender zahlt auch schon an die GEMA. Warum muss man dann noch mal zahlen?

  9. Re: Irgendwie paradox

    Autor: M.P. 19.06.15 - 09:55

    Hmm,
    Auf fast allem, was irgendwie mit Aufführung Wiedergabe, Vervielfältigung und Speicherung von Musik zu tun hat, liegen GEMA-Gebühren. Also zahlt man doch (verborgen) jede Menge Geld an die GEMA.

    Egal ob man Speichermedien, Konzertkarten, Unterhaltungselektronik, Computer, oder Laufwerke kauft....

    Man könnte natürlich die Sachen alle ausschließlich im Ausland beziehen...

  10. Re: Irgendwie paradox

    Autor: katzenpisse 19.06.15 - 09:57

    Eve666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unsere öffentlich rechtlichen zahlen natürlich nur für das was sie selbst
    > senden nicht was irgendwer irgendwo sonst öffentlich ausstrahlt.

    Wie? Sie zahlen für die Funkwellen und wenn man die in Töne umwandelt muss man noch mal zahlen?

  11. Re: Irgendwie paradox

    Autor: M.P. 19.06.15 - 09:58

    Die Joghurt-Hersteller bezahlen auch an die Einzelhandelsketten dafür, daß die deren Joghurt ins Regal stellen, und Du bekommst ihn trotzdem nicht umsonst ;-)

    Und die Kabelnetzbetreiber verlangen auch vom Kabelkunden Geld und wollen von den Rundfunksendern Einspeisegebühren haben...

  12. Re: Irgendwie paradox

    Autor: katzenpisse 19.06.15 - 10:01

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Joghurt-Hersteller bezahlen auch an die Einzelhandelsketten dafür, daß
    > die deren Joghurt ins Regal stellen, und Du bekommst ihn trotzdem nicht
    > umsonst ;-)
    >
    > Und die Kabelnetzbetreiber verlangen auch vom Kabelkunden Geld und wollen
    > von den Rundfunksendern Einspeisegebühren haben...

    Ist für mich irgendwie beides nicht vergleichbar.
    Da müsste ja der Radiosender Geld von der GEMA verlangen, dass er ihre Musik spielt und die GEMA dadurch den Arzt abkassieren kann ;-)

  13. Re: Irgendwie paradox

    Autor: M.P. 19.06.15 - 10:03

    Bei den Sendern läuft sogar u. A. für den Fall daß die GEMA den elektronisch übermittelten Playlists der Sender musstraut ein bis zum Anschlag komprimierter 24/7 Mitschnitt des gesamten Programmes...
    Motivation ist natürlich auch die Beweissicherung, falls irgendein Sprecher wegen Äußerungen verklagt wird usw...

  14. Re: Irgendwie paradox

    Autor: windermeer 19.06.15 - 10:04

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Joghurt-Hersteller bezahlen auch an die Einzelhandelsketten dafür, daß
    > die deren Joghurt ins Regal stellen, und Du bekommst ihn trotzdem nicht
    > umsonst ;-)

    Ja, aber nicht weil der Joghurt-Hersteller Geld von dir will, sondern der Supermarkt.
    Der Hersteller bekommt das Geld vom Supermarkt. Solange der Hersteller das Geld bekommt ist ihm egal, ob du als Kunde dem Supermarkt dafür Geld gibst.


    > Und die Kabelnetzbetreiber verlangen auch vom Kabelkunden Geld und wollen
    > von den Rundfunksendern Einspeisegebühren haben...

    Darüber wird ja derzeit auch gestritten, es ist also kein gutes Gegenbeispiel.

  15. Re: Irgendwie paradox

    Autor: M.P. 19.06.15 - 10:08

    Wie man als Arzt bei ausreichender Verschreibung schon mal zu einem Kongress nach Hawaii eingeladen wird, könnte ich mir vorstellen, daß es auch für Radio-DJs Musik-Redakteuere entsprechende Belohnungen gibt, wenn sie entsprechend oft die "richtigen" Platten auflegen ;-)

    Wobei wohl kaum ein Musikredakteur die Sendungen ausreichend frei gestalten kann...

  16. Re: Irgendwie paradox

    Autor: M.P. 19.06.15 - 10:13

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ja, aber nicht weil der Joghurt-Hersteller Geld von dir will, sondern der
    > Supermarkt.
    > Der Hersteller bekommt das Geld vom Supermarkt. Solange der Hersteller das
    > Geld bekommt ist ihm egal, ob du als Kunde dem Supermarkt dafür Geld
    > gibst.
    >
    In Summe wird der Hersteller wohl mehr Geld von der Einzelhandelskette bekommen als umgekehrt, sonst würde er keine Ware Liefern... Aber inzwichen gibt es "Listungsgebühren" die die Hersteller alleine dafür bezahlen, daß ihre Produkte in den Regalen der Supermarktkette auftauchen...

    http://www.supermarktmacht.de/marktmacht/

  17. Re: Irgendwie paradox

    Autor: NaruHina 19.06.15 - 10:45

    Der weitaus größte betrqflg als die GEMA gebuhr , sind die abgaben an die GVL ... Zumindest für Rundfunk und Fernsehen...


    Hier geht es aber darum ob es eine offentliche oder nicht ordentliche Nutzung der Musik ist.

  18. Re: Irgendwie paradox

    Autor: violator 19.06.15 - 11:55

    Aber der Radiosender zahlt GEMA-Steuern, der Bürger zahlt an den Radiosender GEZ-Steuern. Und der soll dann nochmal an die GEMA zahlen? Das ist so als wenn du nen Joghurt kaufen willst und einmal dem Supermarkt und dann dem Hersteller nochmal extra Geld geben musst.

  19. Re: Irgendwie paradox

    Autor: NaruHina 19.06.15 - 15:11

    das ist ein trugschluss, der radiosender zahlt dafür das er die songs verbreiten darf, hiuerfür zahlt dieser an GEMA und GVL.
    der radiosender strahlt nun das programm, zu PRIVAT nutzung aus.

    nun möchtest du allerdings dieses programm ÖFFENTLICH abspielen, und hier möchte die GEMA zu recht geld haben, aber gilt dsa eben nur wenn es öffentlich ist (einkaufsläden, öffentliche plätze, straße....) und somit im öffentlichen raum vielen personen zugänglich gemacht wird...



    "§ 15 Abs. 3 UrhG:
    Die Wiedergabe ist öffentlich, wenn sie für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt ist. Zur Öffentlichkeit gehört jeder, der nicht mit demjenigen, der das Werk verwertet, oder mit den anderen Personen, denen das Werk in unkörperlicher Form wahrnehmbar oder zugänglich gemacht wird, durch persönliche Beziehungen verbunden ist.

    "Dem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 15. März 2012 ist zu entnehmen, dass eine öffentliche Wiedergabe [...] voraussetzt, dass die Wiedergabe gegenüber einer unbestimmten Zahl potentieller Adressaten und recht vielen Personen erfolgt. Der Gerichtshof der Europäischen Union hat mit diesem Urteil ferner entschieden, dass diese Voraussetzungen im Allgemeinen nicht erfüllt sind, wenn ein Zahnarzt in seiner Praxis für seine Patienten Hörfunksendungen als Hintergrundmusik wiedergibt. "
    http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2015&Sort=3&nr=71368&pos=0&anz=102



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.15 15:13 durch NaruHina.

  20. Re: Irgendwie paradox

    Autor: crazypsycho 19.06.15 - 18:03

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das ist ein trugschluss, der radiosender zahlt dafür das er die songs
    > verbreiten darf, hiuerfür zahlt dieser an GEMA und GVL.
    > der radiosender strahlt nun das programm, zu PRIVAT nutzung aus.

    Der Radiosender strahlt das Programm bereits öffentlich aus. Jeder kann es empfangen.
    Es ist ein Unding das die Gema hier doppelt kassieren kann.

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