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Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

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  1. Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: /mecki78 29.08.17 - 13:10

    Die AfD hat ja bis heute nicht verstanden, was der Unterschied zwischen Einwanderung (Immigration) und Asyl ist. Die AfD auch in diesem Jahr wieder mit einem Plakat mit Flüchtlingen darauf, auf dem steht: "Einwanderung ist ein Privileg und kein Recht!" Ich hab kein Foto online gefunden, aber ich habe diese Plakat zweimal am Wochenende mit eigenen Augen gesehen.

    Abgesehen davon, dass sie den Satz geklaut haben, der kommt nämlich von Donald Trump:
    https://www.heise.de/tp/features/Trump-Einwanderung-ist-ein-Privileg-kein-Recht-3658309.html

    Es handelt sich bei den Flüchtlingen nicht um Einwanderer, sondern um Flüchtlinge, die bei uns Asyl beantragen wollen. Und Asyl, liebe AfD, ist ein Grundrecht:

    Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Art. 16a
    (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

    Einwandern, das ist wenn mal einfach mal so sagt "Komm, ich zieh jetzt mal nach ..." weil man einfach Lust dazu hat. Wenn man hingegen aus dem eigenen Land fliehen muss, weil man dort seines eigenes Lebens nicht mehr sicher ist und sich quasi in einem fremden Landen verstecken muss, wenn man am Leben bleiben will, dann hat das gar nichts mit Einwanderung zu tun.

    Und das die zu uns kommen, das hat einen ganz einfachen Grund: Laut deutschem Recht ist es nur in Deutschland selber möglich Asyl zu beantragen. Ob sie Asyl bekommen oder nicht, das wissen diese Menschen nicht, aber es gibt nur eine Weg, wie sie es heraus finden können: Sie müssen zu uns kommen und es beantragen. Wir zwingen sie quasi dazu zu uns zu kommen, dann dürfen wir uns aber bitte auch nicht beklagen, wenn sie kommen und versuchen von dem Recht Gebrauch zu machen, dass ihnen unser Grundgesetz selber zugesteht.

    Dabei könnte man diese Umstand ganz einfach aus der Welt schaffen: Man müsste nur das Recht ändern und es erlauben, dass jemand bereits in seinem Heimatland Asyl bei uns beantragen kann. Weil wenn er dort dann schon abgelehnt wird, dann muss er sich gar nicht erst auf den Weg machen. Er kann es dann irgendwann vielleicht nochmal probieren. Die Kosten derartige Anträge abzuarbeiten dürften nicht einmal 1% der Kosten sein, wenn man diese Leute hier beherbergen muss, um dann ihre Anträge zu bearbeiten, nur um ihnen dann neue Papiere von der Botschaft zu beschaffen und sie auf unsere Kosten wieder auszufliegen, weil der Antrag abgelehnt wurde.

    Und wer eine Zusage bekommt, der weiß, dass es sich führ ihn lohnt diese beschwerliche und gefährliche Reise aufzunehmen. Und auch dann ist der bürokratische Aufwand viel geringer, weil sein Antrag wurde ja bereits geprüft. Er geht nur mit der Zusage zum Amt und dort bekommt er dann sofort alles weitere, was er an Papieren so braucht, ergo entstehen auch dann weniger Kosten.

    Und das wäre so eine einfache Gesetzesänderung. Wer dann Asyl beantragen will, der kann das direkt per Brief machen, entweder direkt nach Deutschland oder an eine deutsche Botschaft (die leitet das dann weiter) bzw. eine deutsche Botschaft aufsuchen, wenn er nicht lesen/schreiben kann. Gut, das geht natürlich nicht in einem Kriegsgebiet (wer bitte liefert dort noch Post aus? Und die Botschaft dürfte dort auch schon lange verlassen sein), aber die Flüchtlinge kommen ja nicht direkt aus dem Krieg zu uns. Die durchqueren alleine in Afrika oft schon zig Länder oder leben erst einmal in Auffanglagern für Flüchtlinge bevor sie sich auf den Weg machen. Und in diesen Ländern gibt es eine funktionierende Post und eine besetze deutsche Botschaft.

    Und es spricht auch nichts dagegen, dass wir in großen, offiziellen Flüchtlingslagern auch Botschaftsvertreter vor Ort haben. Dadurch werden diese Lager "attraktiver" für Flüchtlinge, die dort erst einmal Zwischenstopp machen können und dann eben dort ihren Antrag stellen können. Wir der abgelehnt, dann sind sie wenigstens aus dem Kriegsgebiet raus. Ja, diese Lager sind teilweise schrecklich, aber alles ist besser als täglich bombardiert und beschossen zu werden, oder? Und Hilfsorganisationen versuchen wirklich ihr Bestes, können aber eben nur so gut helfen, wie sie freiwillige Helfer haben und Spenden bekommen. Dennoch ist es leichter für Hilfsorganisationen, wenn möglichst viele Flüchtlinge sich auf möglichst wenige zentrale Lager verteilen, weil das die Organisation deutlich einfacher macht und somit am Ende mehr bei den Flüchtlingen ankommen kann.

    Und es löst noch ein Problem: Wer Asyl schon vorab beantragt und auch zugesprochen bekommen hat, der sollte keine Probleme an irgend einer EU Grenzen mehr bekommen, weil mit der Asylbestätigung sollte man ihn dann einfach durchlassen und ihm natürlich auch den Weg in das Land ermöglichen, dass sich bereit erklärt hat ihn Asyl zu gewähren.

    Aus meiner Sicht hätte es also nur Vorteile: Es würde den großen Ayslansturm in deutlich geordneter Bahnen lenken, es würde uns viel Geld ersparen, es müssten weniger Menschen Gefahren für Leib und Leben auf sich nehmen, nur um dann bei uns eine Absage zu erhalten, es würde zu weniger toten Flüchtlingen kommen und, und das ist natürlich auch wichtig, es würde das Asylrecht bei uns nicht abschwächen, es bliebe im vollen Umfang erhalten. Wird es dann mehr Anträge geben? Davon gehe ich aus, aber lieber erreichen uns pro Jahr 5 Mio Asylgesuche als 1 Mio Menschen, die so eine beschwerliche Reise hinter sich haben und die wir dann aber doch mehrheitlich wieder nach Hause schicken müssen; wo sie jetzt gar nichts mehr haben, denn jeden Cent Geld, den diese Menschen besessen haben, der ging auf der Reise drauf bzw. gehört jetzt einer Schlepperbande.

    Ach ja, ein anderes Wahlplakat von der AfD fordert "Einwanderung braucht klare Regeln". Liebe AfD: Einwanderung (also Immigration, nicht Asyl) hat klare Regeln. Schade, dass ihr die nicht kennt oder nicht versteht, aber wenn ihr so tut als gäbe es keine klaren Regeln, dann verarscht ihre eure Wähler.

    /Mecki

  2. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: Muhaha 29.08.17 - 13:52

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ach ja, ein anderes Wahlplakat von der AfD fordert "Einwanderung braucht
    > klare Regeln". Liebe AfD: Einwanderung (also Immigration, nicht Asyl) hat
    > klare Regeln. Schade, dass ihr die nicht kennt oder nicht versteht, aber
    > wenn ihr so tut als gäbe es keine klaren Regeln, dann verarscht ihre eure
    > Wähler.

    erm ... in der Sache ist da aber einiges zu tun. Deutschland hat eben KEINE klaren Einwanderungsregelungen, kein Einwanderungsgesetz, sondern ein aufgeblähtes Asylgesetz, in dem alles wüst durcheinandergemischt ist und mitverantwortlich für den bürokratischen Dünnschiß ist, der Ursache für viele hausgemachte Probleme ist.

    Der AFD ist nur vorzuwerfen, dass sie zwischen "guten" Einwanderern und "schlechten" Flüchtlingen werten (!) will, dass sie ihre rassistische, kleinkarierte Schneeflocken- und Scheuklappenmoral als Grundlage für solche Regelungen verwenden will.

  3. Die AfD (OT)

    Autor: Phantom 29.08.17 - 14:10

    Die Afd denkt ja auch die Burka wäre ein Badeanzug.
    Anders kann ich mir nicht erklären wie man auf den Spruch: ,,Burka? Wir stehen auf Bikini (s)",kommt.

     Seid ihr oft im Wolkenbezirk?

  4. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: GregorMaier 29.08.17 - 14:15

    Eigentlich beschreibt du genau das was die AfD fordert. Das du das nicht erkennst ist das Schlimme, die AfD hat dazu erst vor kurzem ein Konzept vorgestellt. Vor Ort den Antrag stellen, entweder man bekommt dann den Asylstatus ausgestellt oder nicht, ist zudem fairer für alle, aktuell kommen nur die zu uns, die Kohle haben um den Schlepper zu bezahlen. Für jeden Toten im Mittelmeer ist Merkel direkt verantwortlich.

    Bezüglich Einwanderung und Asyl. In der öffentliche Debatte findet keine Unterscheidung statt. Jeder wird in den Flüchtlingstopf geworden, wirklich bedürftig sind nur 1%, knapp 1/3 ist lediglich geduldet, der Rest ist hier illegal. Ich verstehe die vielen Glücksritter, es sind aber in der Mehrzahl nur Wirtschaftsmigranten. Ständig reden wir dann auch noch von Integration, ich dachte jedoch das Flüchtlinge nur temporären Schutz genießen und irgendwann zurückkehren? Die ganze "Flüchtlingsdiskussion" ist einfach nur noch billig und um von den Verfehlungen abzulenken, wird auf den eingeschlagen der darauf hinweist. Weder halten wir uns an unsere Asylgesetze noch an Dublin II, aber Hauptsache eines weiß man, die AfD ist Nazi und ganz pöhse rächtz.

  5. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: Whitey 29.08.17 - 14:35

    GregorMaier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich beschreibt du genau das was die AfD fordert. Das du das nicht
    > erkennst ist das Schlimme, die AfD hat dazu erst vor kurzem ein Konzept
    > vorgestellt. Vor Ort den Antrag stellen, entweder man bekommt dann den
    > Asylstatus ausgestellt oder nicht, ist zudem fairer für alle, aktuell
    > kommen nur die zu uns, die Kohle haben um den Schlepper zu bezahlen. Für
    > jeden Toten im Mittelmeer ist Merkel direkt verantwortlich.
    >
    > Bezüglich Einwanderung und Asyl. In der öffentliche Debatte findet keine
    > Unterscheidung statt. Jeder wird in den Flüchtlingstopf geworden, wirklich
    > bedürftig sind nur 1%, knapp 1/3 ist lediglich geduldet, der Rest ist hier
    > illegal. Ich verstehe die vielen Glücksritter, es sind aber in der Mehrzahl
    > nur Wirtschaftsmigranten. Ständig reden wir dann auch noch von Integration,
    > ich dachte jedoch das Flüchtlinge nur temporären Schutz genießen und
    > irgendwann zurückkehren? Die ganze "Flüchtlingsdiskussion" ist einfach nur
    > noch billig und um von den Verfehlungen abzulenken, wird auf den
    > eingeschlagen der darauf hinweist. Weder halten wir uns an unsere
    > Asylgesetze noch an Dublin II, aber Hauptsache eines weiß man, die AfD ist
    > Nazi und ganz pöhse rächtz.

    Genau und du kennst die ALLE, du hast für deine waghalsigen Behauptungen auch seriöse, d.h. wissenschaftlich (!) belastbare Quellen?! Oder plapperst du nur das nach, was du bei der AfD und in vergleichbaren Organen aufgeschnappt hast?

  6. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: lainio 29.08.17 - 15:23

    typisches afd mimimi



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.17 15:28 durch lainio.

  7. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: Palerider 29.08.17 - 15:38

    Wenn Herr Gauland Sprüche macht wie 'in Anatolien entsorgen' und auch nach längerem Überlegen meint, dass man sich dafür nicht entschuldigen muss, darf sich niemand beschweren wenn seine Partei einen Nazi-Stempel aufgedrückt bekommt.

  8. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: GregorMaier 29.08.17 - 16:28

    @Whitey
    Worauf bezieht sich "ALLE" nun? Ich vermute mal ich brauchte hier keine Quellen anzugeben, da du mich sofort mit deinen Quellen erschlagen wirst. Dann mal her damit, ich bin gespannt.

    @lainio
    Lese ich heute schon öfters, keine Ahnung ob das von dir alles kam. Ist das wirklich alles was du substantiell beitragen kannst? Langweilig.

    @Palerider
    War mir klar. Nur ist die AfD doch nicht erst seit paar Tagen rächtz und ganz pöhse. Unter Lucke 2013 war man es doch auch schon und nun ist man noch rechter als rechts, kommt man nun links wieder raus oder was? Das aufhängen an Worten zeigt mir nur die Doppelmoral und die Hilflosigkeit die man hat, bis heute hab ich vom Stellen der AfD noch nichts gelesen, dafür wird ständig nach Skandalen gesucht. Wenn Stegner schreibt, das man das Personal der AfD angreifen soll ist alles gut, hätte es z.B ein Höcke geschrieben, hätte man wieder die Sau durchs Dorf getrieben. Haben wir nicht wichtigere Probleme zu lösen?

  9. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: falkum 29.08.17 - 17:05

    @GregorMeier

    Natürlich vertritt die AFD teilweise auch Positionen, die nicht völlig abstrus sind oder völlig aus der Luft gegriffen. In vielen Fällen erinnert mich die Argumentation in diesen Details doch mehr an Sprüchen wie: "In der DDR war auch nicht alles schlecht" - das kann man gut ummünzen in: "Auch die AFD fordert nicht nur blödsinn".

    Aber genau das Bsp. des Breitbandausbaus zeigt halt sehr gut, dass sich die AFD selbst als Volkspartei sieht und deswegen alle Themen abdecken will, aber eigentlich überhaupt keine Kompetenz in der Sache besitzt und deswegen halt nur Blödsinn bei rum kommt. So sieht es auch bei vielen anderen Forderungen der AFD aus. (Ich bleibe hier mal angreifbar und vage und verweise auf den Grundkonsens der Partei und das Parteiprogramm).

    Beim Thema Migration, DEM Thema der AFD zeigt sich das doch ganz ähnlich. In jeder öffentlichen Mitteilung der Partei zeigt sich immer, dass sie Migration gleich Asyl setzt. Unabhängig das z.B. auch die Union dabei bleibt, dass es kein Migrationsgesetzt bedarf, das dann Asyl und Einwanderung (von außerhalb der EU -> von innerhalb ist es ja geregelt) festschreibt, ist es doch erst einmal der blanke Wahnsinn, wenn die AFD nicht einmal eine konkrete, differenzierte und richtige Wortwahl bei ihrem Kernthema findet. Ich finde das sehr erschreckend und es zeigt mMn, wie wenig Inhalt und wie viel Populismus diese Partei antreibt.

  10. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: GregorMaier 29.08.17 - 17:41

    Hallo falkum,

    eine konstruktive Antwort hatte ich hier nicht mehr erwartet :) Kannst du mir paar Beispiele nennen in welchen Mitteilungen die AfD Asly und Migration gleichsetzt? Mich würde das nun interessieren. Meine Wahrnehmung ist nämlich eine andere und evtl. muss ich ja meinen Filter justieren, who knows?

    Bzgl. Themen, die Frage ist halt was Kompetenz nun ausmacht. Zu jedem Thema gibt es Fachausschüsse, aber es stimmt schon, Breitbandausbau ist jetzt keine Kernkompetenz. Es gibt einige Punkte die ich auch nicht gut finde, z.B. die Senkung der MWST um 7%, aber die Basis hat das nun mal entschlossen. Mir würde es schon reichen wenn die versprochenen Volksabstimmungen durchgesetzt werden und die EZB wieder gemaßregelt wird, 2008 haben wir alle Schulden solidarisiert, die Eurokrise ist immer noch nicht gelöst, auch wenn die Medien ein anderen Eindruck vermitteln.

  11. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: sneaker 29.08.17 - 18:58

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es handelt sich bei den Flüchtlingen nicht um Einwanderer, sondern um
    > Flüchtlinge, die bei uns Asyl beantragen wollen. Und Asyl, liebe AfD, ist
    > ein Grundrecht:
    [...]
    > Einwandern, das ist wenn mal einfach mal so sagt "Komm, ich zieh jetzt mal
    > nach ..." weil man einfach Lust dazu hat. Wenn man hingegen aus dem eigenen
    > Land fliehen muss, weil man dort seines eigenes Lebens nicht mehr sicher
    > ist und sich quasi in einem fremden Landen verstecken muss, wenn man am
    > Leben bleiben will, dann hat das gar nichts mit Einwanderung zu tun.
    Das ist erst mal nur Deine ganz private Definition. Auch Asylbewerber sind in aller Regel Einwanderer. Das ist schlicht eine Untermenge.

    [de.wikipedia.org]
    [www.tagesschau.de]

    Die ausländische Presse schreibt auch häufig "migrants" statt "refugees" o.ä. Das ist schlicht genauer, als alle als "Flüchtlinge" in einen Topf zu schmeißen, wie die deutsche Presse es gerne macht(e).
    Ich denke, die AfD hat hier also nicht nur keinen Fehler gemacht, sondern hier absichtlich deutlich gemacht, für was sie diese Menschen hält.


    Und um Dein Grundrecht auf Asyl auszuhölen brauchen wir keine AfD. Das haben Union, SPD und FDP bereits in den Neunzigern mit dem "Asylkompromiß" gemacht. Über 99% der Asylbewerber sind durch EU- oder anderweitig sicheren Staaten nach Deutschland eingereist und können sich daher nicht auf das Grundrecht berufen. Zudem gilt es nur für politisch Verfolgte, nicht für Kriegsflüchtlinge.
    [www.welt.de]


    > Und das die zu uns kommen, das hat einen ganz einfachen Grund: Laut
    > deutschem Recht ist es nur in Deutschland selber möglich Asyl zu
    > beantragen. Ob sie Asyl bekommen oder nicht, das wissen diese Menschen
    > nicht, aber es gibt nur eine Weg, wie sie es heraus finden können: Sie
    > müssen zu uns kommen und es beantragen. Wir zwingen sie quasi dazu zu uns
    > zu kommen, dann dürfen wir uns aber bitte auch nicht beklagen, wenn sie
    > kommen und versuchen von dem Recht Gebrauch zu machen, dass ihnen unser
    > Grundgesetz selber zugesteht.
    Nur daß viele genau wissen, daß sie kein Recht auf Asyl bei uns haben. Sie versuchen sich den Behörden z.B. Italiens zu entziehen, weil sie wissen, daß sie eigentlich nicht nach Deutschland weiter dürfen. Und sie wissen, daß sie mit ihrer wahren Identität keine Chance auf Asyl haben und entledigen sich ihrer Pässe bzw. wissen, daß sie dann kaum abgeschoben werden können.
    Ob die Schaffung zusätzlicher legaler Einwanderung durch Asylanträge im Ausland verringert werden kann, ist deshalb fraglich. Denn wenn sie sich bisher nicht um die Regeln geschert haben, ist nicht anzunehmen, daß sie dies in Zukunft tun werden.

  12. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: /mecki78 31.08.17 - 14:07

    GregorMaier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich beschreibt du genau das was die AfD fordert.

    Nein, die AfD fordert das Einwanderung kein Recht, sondern ein Privileg zu sein hat, weil genau das schreibt sie auf ihr Plakat. Nur nochmal, es geht nicht um Einwanderung und Einwanderung ist und war auch nie ein Recht. Ein Plakat auf dem steht "Flüchtlinge sollten von ihrem Heimatland aus Asyl beantragen können" habe ich hingegen nicht gesehen.

    Und mein Vorschlag man sollte Asyl auch im Ausland beantragen können ist älter als die AfD als Partei, also wenn überhaupt hat sich die AfD hier nur meiner Forderung angeschlossen.

    /Mecki

  13. Re: Die AfD ist doch sowieso merkbefreit

    Autor: /mecki78 31.08.17 - 14:15

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erm ... in der Sache ist da aber einiges zu tun. Deutschland hat eben KEINE
    > klaren Einwanderungsregelungen, kein Einwanderungsgesetz,

    Nein, weil wir Gesetze haben, die regeln, wer wann unter welchen Umständen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht bekommt, wer unter welchen Umständen eine Arbeitserlaubnis bekommt und welche Voraussetzung man erfüllen muss, um die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen zu können. Alles das ist geregelt und das ist vollkommen ausreichen. Es gibt kein Grund diese drei Dinge wild durcheinander in ein zentrales Einwanderungsgesetz zu vermischen, vor allem da es eben drei völlig unterschiedliche Dinge sind (nicht jeder will hier arbeiten, nicht jeder will deutscher Staatsbürger werden).

    /Mecki

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