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Kann mir jemand die Wahl erklären? (unterschiedliche Stimmzettel)

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  1. Kann mir jemand die Wahl erklären? (unterschiedliche Stimmzettel)

    Autor: win.ini 26.09.17 - 14:43

    Ich dachte eigentlich immer ich würde mich auskennen.
    Ich war zutiefst erschrocken, als ich in der Wahlkabiene stand und auf dem Stimmzettel weder die Piratenpartei noch eine andere -laut Wahlomat meinen Interessen wiederspiegelnden- Partei gefunden habe.
    Ich war kurz davor meine Stimme ungültig zu machen.
    Die Wahlhelfer konnten mir nicht beantworten warum nicht alle Parteien aufgelistet waren.
    In den sozialen Medien habe ich kurz darauf Fotos gesehen von Wahlzetteln die teilweise 2-seitig waren.

    Das ist doch eine Bundestagswahl und keine Landtagswahl. Wie kann es dann sein, dass je nach Wohnort unterschiedliche Parteien gewählt werden können?!
    Kein Wunder das die Piratenpartei Verluste macht, wenn XX% überhaupt nicht die Möglichkeit haben sie zu wählen?!

    Ich danke für Aufklärung.

  2. Re: Kann mir jemand die Wahl erklären? (unterschiedliche Stimmzettel)

    Autor: Xar 26.09.17 - 14:59

    Kurze Analyse sagt mir, du wohnst in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsenanhalt, Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern.
    In diesen 5 Bundesländern haben die Piraten keine Landesliste eingereicht. Die Gründe dafür kann man sicher auch irgendwo erfahren.

    Jede Partei kann eine bis 16 Landeslisten einreichen und kann entsprechend über die Zweitstimme nur dort gewählt werden. Am Bekanntesten, wo das nicht in allen 16 Ländern ist dürfte die Union sein.
    CDU kannst du nicht in Bayern wählen, die CSU nicht außerhalb von Bayern.
    Und Wieso sollte die "Bayernpartei" (ja die heißt wirklich so und ist was anderes als die CSU) in Hamburg eine Landesliste einreichen?
    Daher können sich die jeweils rechten Seiten der Wahlzettel unterscheiden, je nachdem in welchem Bundesland du bist.

    Daneben kann jede Partei - oder auch parteilose Einzelbewerber - pro Wahlkreis einen Vorschlag für ein Direktmandat einreichen.
    Wenn nun eine Partei für einen Wahlkreis keinen freiwilligen findet, unterschieden sich auch die Auswahlmöglichkeiten auf der linken Seite, trotz gleichem Bundesland.
    Die Familien-Partei Deutschlands hatte laut Wikipedia genau einen einzigen Wahlkreisvorschlag, also gab es die Möglichkeit für die Erststimme für diese Partei auch nur in genau einem Wahlkreis.

  3. Re: Kann mir jemand die Wahl erklären? (unterschiedliche Stimmzettel)

    Autor: win.ini 26.09.17 - 15:15

    Herzlichen Dank für die schnelle Beantwortung der Frage!
    Du hast recht, ich wohne in S-H.

    Aber ist das ganze dann noch fair?

    Jede Stimme ist gleich viel wert, wieso gibt es diese "Landeslisten"?

    Ich suche parallel mal nach Gründen, warum man so eine Landesliste nicht einfach überall einreichen sollte.

    Ich kann nicht nachvollziehen wie eine Führung für das ganze Land gewählt werden kann, wenn sich die Auswahlmöglichkeiten unterscheiden.

  4. Re: Kann mir jemand die Wahl erklären? (unterschiedliche Stimmzettel)

    Autor: mnementh 27.09.17 - 09:42

    win.ini schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich dachte eigentlich immer ich würde mich auskennen.
    > Ich war zutiefst erschrocken, als ich in der Wahlkabiene stand und auf dem
    > Stimmzettel weder die Piratenpartei noch eine andere -laut Wahlomat meinen
    > Interessen wiederspiegelnden- Partei gefunden habe.
    > Ich war kurz davor meine Stimme ungültig zu machen.
    > Die Wahlhelfer konnten mir nicht beantworten warum nicht alle Parteien
    > aufgelistet waren.
    > In den sozialen Medien habe ich kurz darauf Fotos gesehen von Wahlzetteln
    > die teilweise 2-seitig waren.
    >
    > Das ist doch eine Bundestagswahl und keine Landtagswahl. Wie kann es dann
    > sein, dass je nach Wohnort unterschiedliche Parteien gewählt werden
    > können?!
    > Kein Wunder das die Piratenpartei Verluste macht, wenn XX% überhaupt nicht
    > die Möglichkeit haben sie zu wählen?!
    >
    > Ich danke für Aufklärung.

    Bei der Bundestagswahl werden die Direktkandidaten (Erststimme) im jeweilgen Wahlkreis aufgestellt. Dass heißt dort muss man eine formell richtige Nominierungsveranstaltung machen und anschließend ausreichend Unterstützerunterschriften sammeln, um den Vorschlag auf dne Wahlzettel zu bekommen. Bei Parteien die bereits im Parlament sitzen entfallen die Unterstützerunterschriften, eine formell korrekte Nominierung muss dennoch stattfinden.

    Noch schwieriger ist die Liste (Zweitstimme). Bei Bundestagswahlen werden Landeslisten aufgestellt. Das heißt, wenn Du SPD in NRW wählst, dann wählst Du andere Kandidaten als wenn Du SPD in Brandenburg wählst. Auch hier muss eine Nominierungsveranstaltung formell korrekt die Liste aufstellen. Zudem müssen Unterstützerunterschriften gesammelt werden.

    Sowohl der Bundeswahlleiter als auch wahlrecht.de hatten im Vorfeld Listen, welche Parteien wo eine Liste aufgestellt haben (Zweitstimme):
    http://www.wahlrecht.de/bundestag/2017/parteien-landeslisten.html

    Die Piraten haben es in einer Reihe von Bundesländern verkackt. Wegen ihrer letzten Wahlerfolge standen sie aber dann in den Ländern wo sie sich qualifizierten recht weit oben auf dem Wahlzettel (also für eine 'weitere' Partei).

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