1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bundestagswahl 2021…

Und bei jeder neuen Wahl...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: demon driver 26.09.21 - 20:55

    ... straft das Ergebnis die von so vielen Figuren und Institutionen immer wieder als höchstes irdisches Gut proklamierte "Demokratie" noch deutlicher als zuvor als Farce ab, bei der die einzige Frage am Ende lautet, ob denn nun Pest oder Cholera herausgekommen ist.

    Eine Wahl, in der es nur darum geht, wer das Land und seine Menschen mit welchen Nuancen in die eine oder die andere Richtung weiter den Zwängen des Wirtschaftssystems unterwirft, eine Wahl, in der das alles Entscheidende niemals zur Wahl steht, eben dieses Wirtschaftssystem, ist im Ganzen so überflüssig wie die Frage, ob die Ampelkoalition nun von Schwarz oder von Rot "geführt" wird. Allenfalls die Möglichkeit, durch Wahl von irgendetwas den Einfluss von Faschisten und anderen Menschenfeinden zu begrenzen, macht das Wählen noch zur Pflicht.

  2. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: smonkey 26.09.21 - 21:02

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nun Pest oder Cholera herausgekommen ist.

    Das nennt sich nun mal Demokratie:



    Wobei ich gegen ein wenig mehr direkte Mitbestimmung wie in der Schweiz nichts einzuwenden hätte.

  3. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: demon driver 26.09.21 - 21:30

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wobei ich gegen ein wenig mehr direkte Mitbestimmung wie in der Schweiz
    > nichts einzuwenden hätte.

    Nein, würde aber auch nichts großartig ändern... Und in Einzelfällen auch schon mal die Lebensrealität bestimmter Bevölkerungsminderheiten noch weiter erschlechtern, wovor sie die üblichen Mehrheiten im parlamentarischen Apparat immerhin noch schützen würden.

  4. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Hotohori 27.09.21 - 02:48

    Demokratie funktioniert eben nicht, es scheitert an den Wählern, denen Korruption, unsere Zukunft und die Wahrheit egal ist und darum korrupte/lügende Parteien/Politiker wählen.

  5. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Kakiss 27.09.21 - 04:30

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > nun Pest oder Cholera herausgekommen ist.
    >
    > Das nennt sich nun mal Demokratie:
    >
    > Wobei ich gegen ein wenig mehr direkte Mitbestimmung wie in der Schweiz
    > nichts einzuwenden hätte.

    Haha so ist es leider wirklich :)

    Zum Glück haben wir hier aber mehr Wahl als in den USA, da kann man zumindest eine Kleinpartei wählen.
    Kann man sich wenigstens nichts vorwerfen lassen.

  6. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Emulex 27.09.21 - 05:45

    Kommst du nicht drüber hinweg, dass die Linke - als einzige Partei die ernsthaft am "Wirtschaftssystem" rütteln will - fast die Hälfte ihrer Stimmen verloren hat und nur durch die Direktmandat-Regelung überhaupt in den Bundestag kommt?
    Ist es für dich nicht möglich zu begreifen, dass diesen sozialistischen Unsinn - abgesehen von Berlin - niemand will?

    Es standen so viele Parteien wie noch nie zur Wahl - man hätte sie nur wählen müssen.
    Die meisten haben das nicht getan - komm damit klar.

  7. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Eheran 27.09.21 - 05:53

    Die kannst du da auch wählen. Genau wie hier gehen die aber einfach unter, weil zu viele eben genau so denken: "Die kann man nicht wählen, die Stimme wäre verschenkt. Also wähle ich von den anderen die am wenigsten schlimme Partei".

  8. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Emulex 27.09.21 - 06:36

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > smonkey schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wobei ich gegen ein wenig mehr direkte Mitbestimmung wie in der Schweiz
    > > nichts einzuwenden hätte.
    >
    > Nein, würde aber auch nichts großartig ändern... Und in Einzelfällen auch
    > schon mal die Lebensrealität bestimmter Bevölkerungsminderheiten noch
    > weiter erschlechtern, wovor sie die üblichen Mehrheiten im
    > parlamentarischen Apparat immerhin noch schützen würden.

    In deinen Augen funktioniert also weder repräsentative noch direkte Demokratie, weil diese Deppen nicht wählen was du gut findest.
    Möchtest du dich nicht einfach zum König ausrufen?

  9. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: demon driver 27.09.21 - 09:17

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > smonkey schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > Wobei ich gegen ein wenig mehr direkte Mitbestimmung wie in der
    > Schweiz
    > > > nichts einzuwenden hätte.
    > >
    > > Nein, würde aber auch nichts großartig ändern... Und in Einzelfällen
    > auch
    > > schon mal die Lebensrealität bestimmter Bevölkerungsminderheiten noch
    > > weiter erschlechtern, wovor sie die üblichen Mehrheiten im
    > > parlamentarischen Apparat immerhin noch schützen würden.
    >
    > In deinen Augen funktioniert also weder repräsentative noch direkte
    > Demokratie, weil diese Deppen nicht wählen was du gut findest.

    Nein.

    > Möchtest du dich nicht einfach zum König ausrufen?

    Nein.

    Sonst noch "Argumente" gegen meine Aussagen?

  10. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: BlindSeer 27.09.21 - 09:20

    Dank 5% Hürde werden diese Stimmen aber wieder den Großen zugeordnet. Bei dieser Wahl werden 8% der Stimmen ignoriert und entgegen ihres Votums den großen Parteien zugeschlagen.

  11. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: BlindSeer 27.09.21 - 09:21

    Wenn ich mich recht erinnere hatte ich schonmal einen längeren Wahlzettel vor mir, mit Schätzen wie der APPD, der Autofahrerpartei, der Bietrinkerpartei...

  12. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: demon driver 27.09.21 - 09:24

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Demokratie funktioniert eben nicht, es scheitert an den Wählern, denen
    > Korruption, unsere Zukunft und die Wahrheit egal ist und darum
    > korrupte/lügende Parteien/Politiker wählen.

    Nein, Demokratie scheitert nicht allein und nicht zuvorderst an den Wähler/inne/n, sondern an der Auswahl. Eine Option, die die Lebensrealität für große Mehrheiten wirklich verbessern könnte, was eine grundlegende Änderung des Wirtschaftssystems erfordern würde, steht nirgends wirklich zur Wahl.

  13. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: smonkey 27.09.21 - 09:28

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein.
    >
    > > Möchtest du dich nicht einfach zum König ausrufen?
    >
    > Nein.
    >
    > Sonst noch "Argumente" gegen meine Aussagen?

    Ich finde er hat ganz gute und passende Argumente geliefert. Leider sehe ich keine Gegenargumente von Dir. Wie er schon geschrieben hat, lehnst Du eine repräsentative wie auch eine direkte Demokratie ab. Auf was läuft das dann anderes hinaus als ein Umsturz, eine Revolution?

  14. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Trollversteher 27.09.21 - 09:33

    >Die kannst du da auch wählen. Genau wie hier gehen die aber einfach unter, weil zu viele eben genau so denken: "Die kann man nicht wählen, die Stimme wäre verschenkt. Also wähle ich von den anderen die am wenigsten schlimme Partei".

    Nicht wirklich, Grüne und FDP haben diesmal zusammen mehr Stimmen abbekommen als eine der alten "Volksparteien" und auch wenn es mich persönlich schmerzt, auch die AfD scheint sich auf ein zweistelliges Ergebnis einzupendeln - die Linke musste auf der anderen politischen Seite zwar herbe Verlusste einstecken, ist aber allem Anschein nach trotzdem im Bundestag - somit hat man hier deutlich mehr "Nuancen", die auch eine Chance auf eine Regierungsbeteiligung oder zumindest einen Platz in der Opposition haben, als in den USA, wo es in der Tat immer nur zwei halbwegs realistische Optionen gibt, zwischen denen man sich entscheiden muss.

  15. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: smonkey 27.09.21 - 09:36

    Die Problematik an den Kleinstparteien ist, dass sie ihre Wohlprogramme nahezu eins zu eins von einer großen Partei kopieren. Es gibt leider keine eine Kleinpartei die sich mal über dieses links-rechts Schubladenprinzip hinwegsetzt.

  16. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Trollversteher 27.09.21 - 09:39

    >Nein, Demokratie scheitert nicht allein und nicht zuvorderst an den Wähler/inne/n, sondern an der Auswahl. Eine Option, die die Lebensrealität für große Mehrheiten wirklich verbessern könnte, was eine grundlegende Änderung des Wirtschaftssystems erfordern würde, steht nirgends wirklich zur Wahl.

    Das ist doch auch eine Frage von Angebot und Nachfrage - offenbar ist die grundlegende Änderung des Wirtschaftssystems entweder kein wichtiges Anliegen, das eine relevante Anzahl an Wählern mobilisieren kann, weil im Grunde dann eben doch alle, alles in allem, mit dem Wirtschaftssystem zufrieden sind, oder es gibt einfach keine wirklich überzeugende Alternative zum bestehenden System - ich meine, es steht ja jedem, der eine überzeugende und praxistaugliche Alternative anzubieten hat frei, entweder in einer der bestehenden Parteien dafür zu kämpfen, oder eine eigene Partei zu gründen, falls sich das mit den bestehenden Parteien nicht realisieren lässt.

  17. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: unbuntu 27.09.21 - 09:49

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es standen so viele Parteien wie noch nie zur Wahl - man hätte sie nur
    > wählen müssen.
    > Die meisten haben das nicht getan - komm damit klar.

    Tja, die meisten haben halt gewählt, was sie immer wählen. Daher ist Bayern bis auf einen einzigen Wahlkreis rein CSU-Land.

    Gibts eigentlich einen Grund, warum die Stimmzettel eine feste Reihenfolge haben? Wenn da CDU immer oben steht, dann ist das finde ich schon beeinflussend. So bleiben die Kleinen halt klein.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.21 09:51 durch unbuntu.

  18. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: Emulex 27.09.21 - 09:57

    Na, du willst keine direkte Demokratie weil man da was "falsches" wählen könnte und die repräsentative Demokratie ist laut Eingangspost auch Mist, weil man nur das kleinste Übel wählen kann.

    Was willst du dann? Maoam?

  19. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: demon driver 27.09.21 - 09:59

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommst du nicht drüber hinweg, dass die Linke - als einzige Partei die
    > ernsthaft am "Wirtschaftssystem" rütteln will - fast die Hälfte ihrer
    > Stimmen verloren hat und nur durch die Direktmandat-Regelung überhaupt in
    > den Bundestag kommt?

    "Die Linke"? Nein, das ist nicht der Punkt. Keine deutsche Partei, egal wie sie sich nennt, kann die Änderungen, die für die Verbesserung der Lebenswirklichkeit für große Bevölkerungsmehrheiten erforderlich wären, durchsetzen, selbst wenn sie wollte, denn die müssten nahezu weltweit stattfinden, bevor sie wirksam werden könnten.

    Aber gerade "die Linke" will das auch nicht. Ein bisschen Vergesellschaftung unter Beibehaltung des Marktprinzips und des Profit- und Wachstumszwangs für Unternehmen und Volkswirtschaften macht kein anderes Wirtschaftssystem, nur weil bei ein paar größeren Unternehmen und Banken die Eigentümer ausgewechselt würden. "Die Linke" ist spätestens seit dem noch unter Gysi vollzogenen, offiziellen Glaubensbekenntnis zur heiligen Marktwirtschaft nur noch eine sozialdemokratische Partei – mit Positionen, die in ihrer Ausprägung als "links" mitunter hinter das Nachkriegsprogramm der CDU zurückfallen.

    Und für die Einbußen bei "der Linken" sind viele Gründe zusammengekommen – die reichen von dem Genannten, und zusammen mit einer SPD, die ihren Rechtsruck unter Schröder wieder ein wenig zurückzunehmen versucht, wird eine bloß noch sozialdemokratische "Linke" tendenziell zunehmend überflüssig, über das Wegsterben der noch aus der SED übernommenen Ost-Wähler*innen und -mitglieder und taktische Wahlentscheidungen von Linken-Sympathisant*innen für SPD oder Grüne zur Verhinderung einer neuen CDU-geführten Regierung bis hin zu der innerparteilichen Zerrüttung, zu der die Figur Wagenknecht gehört und ein in jüngerer Zeit innerhalb "der Linken" entstandener rechter bis rechtsesoterischer, verschwörungsideologischer Flügel, den man in manchen Punkten kaum noch von der AfD unterscheiden kann.

    Natürlich müsste eine Partei, die die notwendige Systemänderung, ohne sonstige Anlässe für die Nichtwählbarkeit zu geben, im Programm hätte (gesetzt den Fall, sie würde nicht, wie seinerzeit die KPD, deswegen gleich verboten, während man das bei Voll- und Halbnaziparteien bis heute nicht schafft), erst mal gewählt werden, und dann kann man auch gerne über das Wahlverhalten reden. Aber dazu müsste es erst mal kommen.

  20. Re: Und bei jeder neuen Wahl...

    Autor: demon driver 27.09.21 - 10:01

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein.
    > >
    > > > Möchtest du dich nicht einfach zum König ausrufen?
    > >
    > > Nein.
    > >
    > > Sonst noch "Argumente" gegen meine Aussagen?
    >
    > Ich finde er hat ganz gute und passende Argumente geliefert.

    Nein, er hat nur Unterstellungen geliefert.

    > Leider sehe
    > ich keine Gegenargumente von Dir. Wie er schon geschrieben hat, lehnst Du
    > eine repräsentative wie auch eine direkte Demokratie ab [...]

    Daran erinnere ich mich nicht; hast du mal ein Zitat?

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Managing Director Produktentwicklung (m/w/d)
    über Dr. Maier & Partner GmbH Executive Search, Frankfurt am Main
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Stadt Nürtingen, Nürtingen
  3. IT-Netzwerkadministrator (m/w/d)
    DRK Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Mainz
  4. IT-Systemelektroniker/-in / Systeminformatiker/-in / Kommunikationselektroniker/-- in für ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de