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Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

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  1. Re: Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

    Autor: Emulex 27.09.21 - 11:10

    Deine ganze Argumentation ist in sich unschlüssig, weil entweder hatte Baerbock durch die Umfragen die Chance Kanzlerin zu werden oder Scholz (die lagen damals etwas über 10%).
    Da beide eingeladen wurden, ist es selbstverständlich eine Bevorteilung, die du durch deine linksideologische Brille einfach nicht sehen kannst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.21 11:13 durch Emulex.

  2. Re: Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

    Autor: Trollversteher 27.09.21 - 11:21

    >Deine ganze Argumentation ist in sich unschlüssig, weil entweder hatte Baerbock durch die Umfragen die Chance Kanzlerin zu werden oder Scholz (die lagen damals etwas über 10%).
    >Da beide eingeladen wurden, ist es selbstverständlich eine Bevorteilung, die du durch deine linksideologische Brille einfach nicht sehen kannst.

    Ich besitze keine solche "Brille", und hätte es ebenso akzeptiert, wenn zB die FDP in den Umfragen vor der Wahlauf über 20% gekommen wäre, und auch wenn es mich sicherlich schockiert hätte, hätte ich auch einer AfD mit bundesweit deutlich über 20% in den Umfragen dieses Recht zugestanden - also mal nicht von sich auf andere schließen, und völlig grundlos ideologische Brillen unterstellen wo es definitiv keine gibt. Wie ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben habe: Geladen werden die Kandidaten der letzten Regierung, sowie solche, die im Vorfeld laut Umfragewerte eine realistische Chance auf eine Kanzlerschaft haben - und damit haben sowohl Scholz als auch Baerbock völlig zu Recht an den "Triellen" teilgenommen.

  3. Re: Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

    Autor: Emulex 27.09.21 - 11:27

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und völlig grundlos
    > ideologische Brillen unterstellen wo es definitiv keine gibt.

    Das ist ja sonst auch deine Vorgehensweise, ich hab das nur kopiert.

  4. Re: Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

    Autor: Trollversteher 27.09.21 - 11:58

    >Es geht um die Gewichtung der Ergebnisse, also um das "Daten verstehen". Schön wäre mal die Rohdaten zu sehen im Vergleich, aber die kriegt man nicht (warum?).

    Dafür haben wir eine Vielzahl an Meinungsforschungsinstituten, die alle unterschiedlich gewichten und denen man durchaus Tendenzen nachsagen kann, dass bei den einen die Konservativen immer etwas besser abschneiden und bei anderen die Linken/Liberalen - die interpretationsbedingten Unterschiede zwischen den einzelnen Insituten bewegen sich aber in Regel im Bereich von wenigen Prozentpunkten - und bei den Grünen haben *alle* Institute, auch die traditionell eher konservativ Geneigten, über einen längeren Zeitraum hinweg Zahlen genannt, die eine Kanzlerschaft zumindest für realistisch erscheinen ließen - und es ist ja auch nicht so, dass die Zahlen der Grünen nach dem Hoch völlig unbegründet einfach wieder abgesunken wären - das alles konnte man ja an den Reaktionen auf die zahlreichen Pleiten, Pech und Pannen der Kandidatin und ihres Wahlkampfteams nachvollziehen.

    >Natürlich noch weniger, darum geht es aber auch nicht.

    Worum denn dann?

    > Also 2017 haben sie die Prognosen vor der Wahl sogar übertroffen - da lagen
    > die Umfragewerte in den letzten Wochen vor der Wahl bei den Instituten
    > zwischen 6% und 8% und erreicht haben sie 8,9%...

    >In Sachsen-Anhalt lagen sie deutlich darunter und bei der Wahl jetzt auch.
    Vom Umfragehoch kilometerweit entfernt.

    Wir reden hier aber nicht über Landagswahlen sondern über die Bundestagswahl. Und auch da bilden die Prognosen vor der Wahl eine stetige kontinuierliche Entwicklung ab, und nicht etwa einen "plötzlichen Sprung", der auf eine inkorrektheit der Erhebung hindeuten würde.

    https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/sonntagsfrage/

    Tatsächlich lagen die Grünen über beinahe das ganze letzte halbe Jahr deutlich über der SPD, und phasenweise sogar über der CDU - erst in den letzten Wochen vor der Wahl hat Scholz deutlich aufholen und am Ende dann überholen können. Trotzdem ist deutlich zu sehen, dass es mit den Grünen ab ca Mai/Juni stetig in den Umfragen bergab ging - wobei sie aber *trotzdem* bis ca 1.5 Monate vor der Wahl *immer* konstant vor der SPD gelegen haben und damit zweiter waren - und somit auch *völlig* gerechtfertigt zu den "Kandidatenduellen" eingeladen wurden.

    >Spätestens beim zweiten oder dritten Triell war das aber nichtmehr so.

    Beim dritten Triell hat die SPD dann überholt, aber wenn man danach gegangen wäre, hätte man zeitweise auch Laschet wieder ausladen müssen - es wird aber nicht für jedes Triell einzeln entschieden, wer gerade Favorit wird, man hat sich einige Monate vor der Wahl anhand der damaligen Tendenzen entschieden und das dann konsequent bis zum Ende durchgezogen.

    >Welche Chance hatte denn Scholz auf die Kanzlerschaft zum Zeitpunkt der Umfragen?

    Wie bereits erwähnt, ist es *ebenfalls* Usus, dass man die Vertreter der aktuell regierenden Parteien einlädt.

    >Wenn man schon nicht die Grünen bevorteilt hat, dann zumindest das linke Lager insgesamt.

    Das ist doch totaler Schwachsinn - wie bereits gesagt, lagen Grüne und zeitweise auch die SPD, zT auch vor Laschet - hätte man den dann nach Deiner "Logik" auch ausladen müssen?

    >Da klar war, dass Stimmen der Grünen und Roten untereinander wandern.

    Nö, denn den mit Abstand größten Teil der dazugewonnen Stimmen hat die SPD von der CDU bekommen und nicht von anderen "Roten". Und auch die Grünen gewinnen zunehmend Wähler aus dem traditionellen konservativen Lager - dieses "Lagerdenken", bei dem jede Seite seine traditionellen Stammwähler hat und nur ein paar Wechsel- und Protestwähler noch hin und wieder das Zünglein an der Wage spielen sind seit einigen Jahrzehnten vorbei.

    >Also entweder hätte man sich für Scholz oder für Baerbock entscheiden müssen, objektiv betrachtet.

    Das ist doch wirklich totaler Quatsch - das gleiche könnte man dann ja auch zu den Kandidaten der großen Koalition sagen, da beide die letzten acht Jahre eine gemeinsame Regierung gebildet haben, hätte es ja dann gereicht, wenn man entweder Scholz oder Laschet eingeladen hätte, eins111drölf!1!

    >Wie gesagt, ich hätte gerne die Rohdaten.

    Kann man die nicht beantragen? Ich habe zumindest im Netz die Rohdaten von anderen Erhebungen finden können - aber unabhöng davon reicht es mit persönlich schon aus, die verschiedenen Interpretationen der unterschiedlichen Institute zu sehen und daraus dann auf die Rohdaten als "gemeinsamen Nenner" zurück zu schließen.

    >Wäre schon spannend zu sehen wie diese sich ggü. den Umfrageergebnissen entwickelt haben im Laufe des letzten halben Jahres.
    >Da es das nicht gibt: Intransparent.

    Da hätte ich auch nichts dagegen - weißt Du, ob es da offizielle Gründe für gibt, bzw. die Institute sich generell weigern, diese Daten rauszurücken, oder ist das einfach nur nicht "Usus"?

    >Bereits 2018 - als noch keine Sau die Grünen in der Nähe des Kanzleramts gesehen hat - bekam die kleinste Oppositionspartei so viele Auftritte wie FDP, Linke und AfD zusammen.
    Mehr muss man zu dem Thema eigentlich nicht wissen oder sagen.

    Zumindest in der zweiten Hälfte 2018 hatten die Grünen bei der "Sonntagsfrage" auch eine höhere Zusimmung als AfD und FDP zusammengenommen.

  5. Re: Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

    Autor: Trollversteher 27.09.21 - 12:01

    >Das ist ja sonst auch deine Vorgehensweise, ich hab das nur kopiert.

    Nein, Du hast da nix "kopiert" sondern bist von Anfang bei Deiner unsachlichen Argumentation geblieben - das einzige was Du vorzuweisen hattest, waren unbelegbare Vorwürfe gegen *sämtliche* Umfrageinstitute (egal ob traditionell eher konservativ oder links/liberal geneigt). Es schimmert zumindest durch all Deine Kommentare durch, dass das einzige was Dich wirklich stört die Tatsache ist, dass die Grüne zeitweise bessere Umfragewerte als die alten Volksparteien CDU und SPD erreichen konnten, und daher die ihnen zustehende Aufmerksamkeit in den Medien bekommen haben.

  6. Re: Wenn mir das jemand vor 10...15 Jahren erzählt hätte

    Autor: Emulex 27.09.21 - 14:37

    Ich fasse mal mein Argument zusammen, sonst werden wir hier im "Klein-klein" nie fertig.

    SPD und Grüne haben sich in den Umfragen praktisch ergänzt/abgewechselt.
    Einer von beiden war immer deutlich abgeschlagen.
    Die Stärke des einen war die Schwäche des anderen - von zwei Phasen (Grünen-Höhenflug und SPD kurz vor der Wahl) abgesehen, wo nicht nur der Wunschpartner, sondern auch die CDU verloren hat.
    Diese beiden Parteien stehen einander politisch sehr nahe, das hat sich auch in den Triellen deutlich gezeigt. Es gab geradezu eine 2 gegen 1 Front.

    Wenn wir jetzt mal von dem vermeintlichen "Usus" absehen, dass Regierungsparteien unabhängig ihrer Umfragen immer ins Kanzlerduell dürften, dann ist doch objektiv betrachtet eine klare Bevorteilung des linken Spektrums zu erkennen.

    In Summe immer ähnliche Zustimmungswerte, individuell stark schwankend, aber dürfen zwei von drei Kanzlerkandidaten stellen und Laschet in die Zange nehmen.

    Zurück zu dem Usus:
    Wie kann etwas Usus sein, das so noch nie eingetreten ist?
    Was berechtigte die SPD denn diesmal genau? Die Regierungsbeteiligung?
    Was war dann mit der FDP 2017? Hätten die nicht als Regierungspartei auch da rein dürfen, unabhängig ihrer Umfragewerte - genau wie die SPD jetzt?
    Dann hätte man eine 2:1 Front gegen die SPD gehabt und einen riesen Aufschrei.
    Du siehst das Problem?

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