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Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

    Autor: Gryphon 17.06.21 - 10:46

    Ich stimme dem OP 100% zu!
    Und es ist schön, mal wieder so eine gesittete und konstruktive Diskussion zu lesen.

  2. Re: Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

    Autor: Gryphon 17.06.21 - 11:02

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, das kann man vermutlich nicht direkt verordnen, aber man kann
    > Rahmenbedingungen schaffen… Ein erster Schritt wäre, die Klöckner aus
    > dem Amt zu jagen.

    Bin ich sehr dafür! Deren Lobbypolitik gegen so viele offensichtliche Bürgerinteressen ist unerträglich!

  3. Re: Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

    Autor: Zim 17.06.21 - 11:13

    Carl Ranseier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zim schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da bin ich bei allen Punkten bei dir.
    > >
    > > Dazu noch eine konsequentere Plastikvermeidung.
    >
    > Oh ja, voll vergessen, danke. Mehr lose Produkte in Supermärkten! Ich fülle
    > den Kram daheim doch eh um, beispielsweise Nudeln oder Reis, dann kann man
    > das auch im Markt lose anbieten, natürlich mit entsprechenden Einrichtungen
    > um die Hygiene des Produkts zu garantieren. Einige Märkte bieten kostenlose
    > Papiertüten anstelle der Plastikbeutel für Gemüse oder Obst an, was schon
    > mal nicht schlecht ist. Generell sind aber viele Verpackungen noch immer
    > idiotisch gestaltet, hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Produktmenge
    > und Verpackungsmenge.

    Es muss nicht lose sein. Habe letztens Haferflocken in einer Plastikverpackung gesehen die nicht dicht war. Da hätte es Papier genauso getan. Davon mal abgesehen, dass man nicht jede "Portion" in Plastik verpacken muss. Aber so war es ultimativ sinnlos.

    > > Ein Recht auf Updates bzw. die Pflicht der Hersteller nach der
    > Updatedauer
    > > ihre Spezifikationen offenzulegen und eine Möglichkeit den Bootloader
    > legal
    > > zu entsperren. (wie z.B. Sony das macht) So könnte man sich einfacher
    > das
    > > OS selber für das Gerät basteln.
    >
    > Auch das wäre gut, ja. Ich selbst habe auf nem alten Nexus 6p Ubuntu Touch
    > laufen, weil ich mal sehen wollte, wie das so ist. (Es ist gar nicht
    > schlecht, aber die Akkulaufzeit ist mies, leider. Wird aber noch, hoffe
    > ich). Auf nem weiteren Gerät läuft LineageOS. Das bringt aber nichts, wenn
    > Leute aus der Technik ihre Geräte so modifizieren können. Was wir brauchen
    > sind einfache Lösungen für die Masse.

    Das stimmt. Ich habe auch Lineage auf nem S5. Aber leider bekomme ich zu oft mit, dass Updates (Systemupdates) nicht installiert werden, da nicht verstanden wird wozu bzw. die Updates auch mal Dinge verstellen.
    [Meine Frau zum Beispiel hat sich schon oft geärgert, dass nach nem Systemupdate die Dinge nicht mehr dort waren wo sie vorher waren bzw. man plötzlich nen Telefonanruf anders annehmen muss. Nicht mehr nach oben wischen, sondern nach rechts. Sie ist da leider nicht so affin, hat sich aber gemerkt, dass Updates "böse" sein können. {Sie macht sie trotzdem wenn ich sie genügend nerve}]
    Das sehe ich als großes Problem an und habe das schon aus diversen Gründen erlebt, dass Updates nicht gemacht werden. (Mein Liebling war, dass jemand mit Androidtelefon verunsichert war, weil nach einem iOS-Update die Kontakte von einer Bekannten weg waren)

    Ich sehe da nicht nur die Updates als ein Problem, sondern dass häufig das Bedürfnis verursacht wird, etwas Neues zu brauchen. Nicht, dass man nie etwas Neues braucht.

    > > Ich hätte auch kein Problem damit für Softwareupdates bzw. für ein OS
    > auf
    > > dem Handy zu zahlen, wenn dafür der Werbewahnsinn zurück ginge. (Auch
    > > etwas, das einen Haufen Energie kostet)
    >
    > 9.95¤ für ein Major Update? Ja, wäre ich auch dabei. Gerade bei günstigeren
    > Telefonen wäre das für den Hersteller eigentlich ein gutes Geschäft, da die
    > Telefone selbst ja kaum Gewinn abwerfen.
    >
    > > Ich nehme die Punkte mal und schicke die meinen Abgeordneten hier in
    > meinem
    > > Wahlbezirk.
    >
    > Oh, guter Gedanke. Werde ich den Abend auch machen:)

    Dann sind wir schon zwei.

  4. Re: Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

    Autor: minnime 17.06.21 - 12:59

    > Rapid Fashion müsste aussterben. Aber das wirst Du kaum regulativ erreichen
    > können. Eine Möglichkeit wäre, den CO2-Preis auf Kleidung zu erweitern.
    > Dann sind wir aber beim berühmten Effekt der Diskriminierung eines
    > Marktsegmentes.

    Ist denn Rapid Fashion so ein großer Effekt? Ich kenne nicht so viele Leute die immer der neuesten Mode nachjagen. Das mit den billigen Klamotten ist auch so eine Sache, bloß weil die Sachen teuer sind müssen sie nicht besser produziert worden sein. Ich hab bspw. mal in einer Boutique ein tolles Poloshirt von irgendeiner Designermarke gesehen. Dafür wollten die 60¤ haben und das war, bei genauerem Hinsehen, auch nur Made in Bangladesch. War mir dann zu teuer und ich bin aus trotz in den C&A gegangen und habe mir dort ein T-Shirt für 7¤ gekauft, von dem ich natürlich weiß, dass es unter üblen Bedingungen hergestellt sein muss. Aber die Geschichte ist jetzt 6 Jahre her und das 7¤-Shirt ziehe ich immer noch regelmäßig an. Ich habe auch mal ein anderes Marken T-Shirt für 30¤ gekauft, das hat sich genauso schnell verzogen wie alle anderen.
    Noch schlimmer ist es bei Schuhen. Früher hab ich ein Paar pro Jahr gekauft, weil sie dann einfach nicht mehr gut aussahen. Inzwischen kann ich froh sein wenn bei den Schuhen nicht nach 6 Monaten die Sohle undicht ist, und das schaffen die immer seltener.

    > Allerdings muss man bei diesen ganzen Forderungen halt auch die Menschen
    > mitnehmen. Das Tempolimit ist dafür ein Beispiel. Studien gehen davon aus,
    > dass es lediglich 0,5% der Emissionen einsparen wird. Das sind
    > Einsparbereiche, bei denen wir eigentlich gar nicht anfangen sollten. Die
    > Effekte sind viel zu gering, aber die Symbolwirkung viel zu groß. Nicht nur
    > für Befürworter, sondern auch für Gegner. Wir brauchen keine verhärteten
    > Fronten von Prinzip-Ablehnern. Wir - d.h. unsere Regierungen - müssen
    > aufpassen, dass wir da nicht in ein gefährliches Fahrwasser geraten.

    Genau, man kann auch Umweltschutz machen ohne den Leuten auf den Keks zu gehen oder alles nur noch teurer zu machen.
    Man könnte z.B. mal beim Thema Verpackung ansetzen, dass da weniger Müll erzeugt wird. Anders als immer behauptet hat der Verbraucher eben doch nicht den riesen Einfluss auf die Produktgestaltung.

    Auch ein Thema in Sachen Mobilität ist Dezentralisierung. Muss denn die Wirtschaft unbedingt immer in die ohnehin schon vollen Großstädte gehen, wo dann die Mieten steigen und die Leute deshalb pendeln müssen oder weil sie nicht in der Großstadtplatte wohnen wollen?

  5. Re: Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

    Autor: Bonarewitz 17.06.21 - 18:58

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es gibt nicht "die eine Lösung", die die Welt rettet.
    > > Es ist die Summe aus vielen Kleinen Dingen (und dazu gehören auch
    > > 0,5%-Häppchen).
    >
    > Schlussendlich muss auch das angegriffen werden. Aber wenn Dein Keller
    > unter Wasser steht, fängst Du nicht mit dem Zahnputzbecher an zu schaufeln.
    > Du schaust, dass so schnell, wie möglich, so viel rauskommt, wie es nur
    > geht. Und dann fängst Du an, wenn die große Pumpe nichts mehr ansaugen
    > kann, mit Lumpen den Rest aufzuwischen.
    Wenn die Pumpe aber nur genausoviel rauspumpt wie reinkommt, hilfst du mit dem Zahnputzbecher nach, damit es weniger wird.
    Wenn mehr reinfließt, als die Pumpe pumpen kann, hilft vielleicht die Nachbarschaft mit 100 Personen und Zahnputzbechern.

    Dass 0,5% (der Zahnputzbecher) alleine nicht viel bringen, passt ja zu meiner Aussage.
    Daher der Hinweis auf die Summe der kleinen Maßnahmen.

    > D.h.: Verkehrssektor muss insgesamt sparsamer werden. Aber vor allem die
    > Wohnraumbeheizung.
    > Hier ist das mit weitem Abstand größte Einsparpotential.
    Das schöne an gesetzlichen Regelungen:
    Man kann auch welche parallel verabschieden.
    Ergo: Einsparungen im Verkehrssektor verhindern keine parallele Einsparung im Gebäudesektor.


    > Und damit das gelingt, brauchen wir ganz dringen viel mehr EE. Also wäre
    > Schritt Nr. 1 ein massiver Zubau an EE. Und nicht seine Zeit mit
    > Symbolpolitik zu verplempern.
    Absolute Zustimmung.
    Paralleler Ausbau von EE forcieren!

    > > Und auch hier gilt:
    > > Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Auch die, wo man sich selbst
    > betroffen
    > > sieht.
    >
    > Ja. Richtig. Ausbaden wird es jeder müssen, dass man seit Jahrzehnten nicht
    > auf die Kritiker gehört hat.
    So ist es.
    Daher haben wir auch nicht allzuviel Wahlfreiheit, sondern müssen umsetzen, was geht.

  6. Re: Würde man Klimaschutz ernst meinen, wären viele andere Dinge auf der Agenda

    Autor: Bonarewitz 17.06.21 - 19:29

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, man kann auch Umweltschutz machen ohne den Leuten auf den Keks zu
    > gehen oder alles nur noch teurer zu machen.
    > Man könnte z.B. mal beim Thema Verpackung ansetzen, dass da weniger Müll
    > erzeugt wird. Anders als immer behauptet hat der Verbraucher eben doch
    > nicht den riesen Einfluss auf die Produktgestaltung.

    Das sehe ich ganz anders.
    Ich übe meinen Einfluss auf die Produktgestaltung insofern aus, als dass ich alles im Regal lasse, was ich nicht als nachhaltig erachte.
    Das funktioniert freilich nicht in [hier beliebigen Discounter einfügen], da es da keine Alternativen Produkte gibt.

    Und ganz wichtig: Ich informiere Hersteller, die mich als Kunden verloren haben, welche Alternativen ich nutze und warum.

    Wenn der Bedarf an Plastikfreien Produkten steigt, stellen zunehmend Hersteller um.

    Selbst in Discountern findet man zunehmend Verpackungsfreies Gemüse. Der Bedarf war halt da.

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