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Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

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  1. Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: jack56 02.01.17 - 12:45

    Die "alteingesessenen" Parteien sprechen heute kaum noch Wähler in meiner Altersgruppe (~20) an, wie ich immer wieder durch Gespräche an Uni, Schule oder Freundeskreis festgestellt habe.
    Zu sehr hat sich in den letzten Jahren das Bild festgefahren, das grade die CDU/ CSU, aber auch die SDP eine politische Schiene fahren, die auf ihre Wählerschicht, ältere Menschen/ Rentner und gemäßigt Konservative, geschnitten ist, und sich die jüngeren Menschen von der Politik ausgeschlossen und nicht beachtet fühlen.
    Das führt zum einem zu dem gefährlichen "Meine Stimme bringt nichts", also Wahlverweigerung, aber zum anderen sind es grade die jüngeren Parteien, Die Linke, Die Grünen, kleine Splitterparteien, wo sich die Stimmen jener jungen Leute wiederfinden. Sicherlich auch einige bei der AfD, aber davon bekomme ich in meinem Freundeskreis, oder Umkreis nichts mit, da ist eine eher linke Grundeinstellung zu erkennen, und an der Uni mit vielen Nationalitäten ist auch von der AfD keine Rede, ohne den Zusammenhang mit Angst vor eben jener.
    Sicherlich, ich denke dies behauptet jede Generation, sie sei die Genaration, die die Politik verändert, sich gegen das alteingesessene durchsetzt, doch ich denke, durch Internet, Globalisierung, und einem doch merkbaren Generationswandel, bei dem die "Aus-Prinzip" Wähler das zeitliche segnen, und immer mehr Menschen sich weigern sich an eine Partei zu binden, und eine offenere und flexiblere Weltanschauung haben, sowie die Linken nicht mehr mit der SED assoziieren, wird ganz langsam aber stetig das dicke Prozenteis der "alten" Parteien schmelzen.
    Schäuble wird sich sicher noch wundern, wenn sein "erwartetes Wahlergebnis von über 40%" ihn direkt in die Opposition befördert, ich würde trotz aller Umfragen mich nicht über Rot-Rot-Grün wundern.

  2. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: moeppel 02.01.17 - 13:11

    jack56 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schäuble wird sich sicher noch wundern, wenn sein "erwartetes Wahlergebnis
    > von über 40%" ihn direkt in die Opposition befördert, ich würde trotz aller
    > Umfragen mich nicht über Rot-Rot-Grün wundern.

    Im politischen Elend Deutschland würde ich einer der Roten (und die Grünen ;) ) eigentlich schon zu CDU Ehrenmitgliedern zählen.

    So breit gefächert ist die politische Diversität in diesem Land.

    Vermutlich alternativlos :)

  3. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: goto10 02.01.17 - 13:19

    jack56 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "alteingesessenen" Parteien sprechen heute kaum noch Wähler in meiner
    > Altersgruppe (~20) an, wie ich immer wieder durch Gespräche an Uni, Schule
    > oder Freundeskreis festgestellt habe.

    Ich zitiere mal aus der Wahlanalyse lt. Spiegel zur Bundestagswahl 2013: "Die Union war in allen Altersgruppen eindeutig stärkste Partei - und konnte zudem im Vergleich zu 2009 in jeder Gruppe zulegen."

    Das passt jetzt aber gar nicht zu deinen Beobachtungen. Dies ist wohl eine der berühmten Filterblasen. Jeder Mensch umgibt sich gerne mit Menschen die gleich ticken. Dabei wird dann die eigene Überzeugung reflektiert und auch verstärkt.

    > jungen Leute wiederfinden. Sicherlich auch einige bei der AfD, aber davon
    > bekomme ich in meinem Freundeskreis, oder Umkreis nichts mit, da ist eine
    > eher linke Grundeinstellung zu erkennen, und an der Uni mit vielen

    Geh mal raus aus dem Freundeskreis und schon ergibt sich eine andere Welt.

    > nicht mehr mit der SED assoziieren, wird ganz langsam aber stetig das dicke
    > Prozenteis der "alten" Parteien schmelzen.

    Hoffnung oder Wahrheit? Das ist hier die Frage. ;-)

    Unabhängig von dem Wahrheitsgehalt glaubt der Mensch leichter dem denjenigen, dessen vermeintliche Meinung der eigenen näher ist, als demjenigen dessen Meinung sich von der eigenen unterscheidet.

    Vor einiger Zeit gab es mal ein Experiment, leider finde ich die Quelle nicht mehr. Dort ist ein Team von Wissenschaftlern zu Parteiveranstaltungen gegangen und hat die Meinung abgefragt, aber dabei geschummelt. Positionen der CDU wurden als SPD Positionen ausgegeben und umgekehrt. Dabei stellte sich heraus: Auf dem CDU Event bekamen die vermeintlichen Meinungen der CDU, welche eigentlich Forderungen der SPD waren die Mehrheit. Bei der SPD wurden dafür die vermeintlichen Meinungen der SPD gewählt, obwohl es Forderungen der CDU waren. Sprich nicht der Inhalt war tatsächlich wichtig, sondern fast nur "von wem" die Meinung war. Genau das sind die Filterblasen, sie sind keine neue Erscheinung die durch das Internet erst aufgekommen sind. Sie gab es schon immer.

  4. Was erwartetst Du?

    Autor: Palerider 02.01.17 - 13:21

    Es liegt doch in der Natur der Sache, dass sich die Ziele einer Partei nach der Parteibasis richten. Wenn sich in der Partei aber niemand < 30 befindet, ist es nur logisch, dass deren Bedürfnisse nicht oder nur unterproportional bedient werden. Da hilft nur eine eigene Partei gründen oder in den entsprechenden Jugendorganisationen der 'alten' Parteien mitarbeiten und Einfluss nehmen.
    Wer nicht mitspielt kann nicht gewinnen...

  5. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: Weltschneise 02.01.17 - 13:23

    Die Sicht, dass die Politik nichts für deine Altersstufe macht, ist eines der verbindenden Elemente aller Altersschicht. Denn diese Aussage treffen wirklich Leute jeden Alters. Du vertrittst die 20-jährigen. Die 30-jährigen beschweren sich weil bei der Vereinigung von Beruf und Familie nichts für sie gemacht wird. Die 40-jährigen beschweren sich weil sie sehenden Auges in die Altersarmut laufen. Die 50-jährigen sind die tragende Schicht der AfD, deutlicher können sie es wohl nicht formulieren dass sie mit der Politik unzufrieden sind. Ab dem Rentenalter ziehen sich die Leute meist eher ins Private zurück und wollen nur noch, dass es nicht schlechter wird.

    Das Internet ist bei Weitem nicht das Spielfeld der 20-jährigen, der Durchbruch des Internets in der Breite ist länger als 20 Jahre her, digital natives erreichen damit teilweise schon die 40. Trotzdem ist es genau diese Altersklasse, die politisch nichts bewegt.

    Durch die AfD verändern aktuell tatsächlich die 50-jährigen die Politik stärker als die 20-jährigen, die sich nicht organisieren. Eigentlich verrückt, oder?

  6. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: Palerider 02.01.17 - 13:24

    >
    > Vor einiger Zeit gab es mal ein Experiment, leider finde ich die Quelle
    > nicht mehr. Dort ist ein Team von Wissenschaftlern zu Parteiveranstaltungen
    > gegangen und hat die Meinung abgefragt, aber dabei geschummelt. Positionen
    > der CDU wurden als SPD Positionen ausgegeben und umgekehrt. Dabei stellte
    > sich heraus: Auf dem CDU Event bekamen die vermeintlichen Meinungen der
    > CDU, welche eigentlich Forderungen der SPD waren die Mehrheit. Bei der SPD
    > wurden dafür die vermeintlichen Meinungen der SPD gewählt, obwohl es
    > Forderungen der CDU waren.

    Das könnte aber (auch) dafür sprechen, dass sich SPD und CDU immer weiter annähern. Ich finde eh, die sollten fusionieren und die CSU ausbooten... passt programmatisch deutlich besser zusammen.

  7. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: goto10 02.01.17 - 13:27

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >
    > > Vor einiger Zeit gab es mal ein Experiment, leider finde ich die Quelle
    > > nicht mehr. Dort ist ein Team von Wissenschaftlern zu
    > Parteiveranstaltungen
    > > gegangen und hat die Meinung abgefragt, aber dabei geschummelt.
    > Positionen
    > > der CDU wurden als SPD Positionen ausgegeben und umgekehrt. Dabei
    > stellte
    > > sich heraus: Auf dem CDU Event bekamen die vermeintlichen Meinungen der
    > > CDU, welche eigentlich Forderungen der SPD waren die Mehrheit. Bei der
    > SPD
    > > wurden dafür die vermeintlichen Meinungen der SPD gewählt, obwohl es
    > > Forderungen der CDU waren.
    >
    > Das könnte aber (auch) dafür sprechen, dass sich SPD und CDU immer weiter
    > annähern. Ich finde eh, die sollten fusionieren und die CSU ausbooten...
    > passt programmatisch deutlich besser zusammen.

    Grundsätzlich ja, aber das Experiment war zu einer Zeit, in der die Parteiprogramme noch unterschiedlich waren. ;-)

  8. Re: Was erwartetst Du?

    Autor: FattyPatty 02.01.17 - 13:31

    Man merkt schon, dass an den Unis mittlerweile alles zugelassen wird.

    Ein Student sollte realisieren können, dass junge Leute in diesem Land eine Minderheit sind und demzufolge ihre Interessen Makulatur sind. Daran wird sich auch absehbar nichts ändern. Ist so.

    Das die derzeitige angepasste Teflongeneration nicht vertreten wird, liegt auch daran, dass sie nichts will. Was will denn die Jugend? Eben!
    Shoppen, Selfies, Multikulti und Sojawurst ist so entfernt von der Wirklichkeit, das es regelrecht egal ist.

  9. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: helgebruhn 02.01.17 - 13:34

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jack56 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die "alteingesessenen" Parteien sprechen heute kaum noch Wähler in
    > meiner
    > > Altersgruppe (~20) an, wie ich immer wieder durch Gespräche an Uni,
    > Schule
    > > oder Freundeskreis festgestellt habe.
    >
    > Ich zitiere mal aus der Wahlanalyse lt. Spiegel zur Bundestagswahl 2013:
    > "Die Union war in allen Altersgruppen eindeutig stärkste Partei - und
    > konnte zudem im Vergleich zu 2009 in jeder Gruppe zulegen."
    >
    > Das passt jetzt aber gar nicht zu deinen Beobachtungen. Dies ist wohl eine
    > der berühmten Filterblasen. Jeder Mensch umgibt sich gerne mit Menschen die
    > gleich ticken. Dabei wird dann die eigene Überzeugung reflektiert und auch
    > verstärkt.

    Ich zitiere: "Trump hat keine Chance, Präsident zu werden, Clinton liegt mit über 60% ganz klar in Führung" oder "Brexit hast keine Chance". Wenn man inzwischen eins weiß, dann das, dass Umfragen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln wert sind :D
    Auch hierzulande irrten sich die Meinungsforscher ohne Ende, bei fast allen Wahlen im Vorfeld. Das einzige, was bisher meist stimmte, waren die Hochrechnungen nach Schließung der Wahllokale, aber ansonten glaube ich keinen Statistiken, die ich nicht selbst gefälscht hab :)

    > > jungen Leute wiederfinden. Sicherlich auch einige bei der AfD, aber
    > davon
    > > bekomme ich in meinem Freundeskreis, oder Umkreis nichts mit, da ist
    > eine
    > > eher linke Grundeinstellung zu erkennen, und an der Uni mit vielen
    >
    > Geh mal raus aus dem Freundeskreis und schon ergibt sich eine andere Welt.

    Also ich kenne auch außerhalb niemanden, zumindest nicht Städten wie Berlin, die ernsthaft die AfD wählen würden, wenn überhaupt dann nur paar Protestwähler. Die bekommen nur von eher dummen und ländlichen Menschen ihre Stimmen, denn wer sich mal ernsthaft mit dem Wahlprogramm und den Äußerungen der AfD-FÜhrung auseinandersetzen würde, der weiß sofort, daß schlicht nichts dahinter und nichts davon umsetzbar ist.
    Dummes Zeug reden und alles negative auf Ausländer zu schieben ist nicht nur faktisch falsch, sondern hilft niemandem :)

    > > nicht mehr mit der SED assoziieren, wird ganz langsam aber stetig das
    > dicke
    > > Prozenteis der "alten" Parteien schmelzen.
    >
    > Hoffnung oder Wahrheit? Das ist hier die Frage. ;-)

    Das ist so, sieht man ja an den Wahlen der letzten Jahre :)

    > Unabhängig von dem Wahrheitsgehalt glaubt der Mensch leichter dem
    > denjenigen, dessen vermeintliche Meinung der eigenen näher ist, als
    > demjenigen dessen Meinung sich von der eigenen unterscheidet.
    >
    > Vor einiger Zeit gab es mal ein Experiment, leider finde ich die Quelle
    > nicht mehr. Dort ist ein Team von Wissenschaftlern zu Parteiveranstaltungen
    > gegangen und hat die Meinung abgefragt, aber dabei geschummelt. Positionen
    > der CDU wurden als SPD Positionen ausgegeben und umgekehrt. Dabei stellte
    > sich heraus: Auf dem CDU Event bekamen die vermeintlichen Meinungen der
    > CDU, welche eigentlich Forderungen der SPD waren die Mehrheit. Bei der SPD
    > wurden dafür die vermeintlichen Meinungen der SPD gewählt, obwohl es
    > Forderungen der CDU waren. Sprich nicht der Inhalt war tatsächlich wichtig,
    > sondern fast nur "von wem" die Meinung war. Genau das sind die
    > Filterblasen, sie sind keine neue Erscheinung die durch das Internet erst
    > aufgekommen sind. Sie gab es schon immer.

    Das stimmt, dieses Experiment lief mein ich mal in einem EInspieler bei Hart aber fair :) Das sind halt alles Prinzipwähler, wie viele ältere Menschen, meine Eltern und deren ALtersgenossen gehören samt und sonders dazu. Haben immer CDU gewählt und das bleibt auch so, egal, was Merkel & Co. für einen Mist verzapfen.

    Das ändert sich aber schon behaupte ich mal, die Schicht der Wechselwähler steigt offenbar rasant, auch ich habe schon FDP, SPD, Grüne und Linke gewählt, einmal sogar die Piraten, als die noch gute Vorschläge machte und sowas wie eine Partei darstellte :D

  10. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: jack56 02.01.17 - 13:45

    Das mit der Filterblase stimmt natürlich, grade an Universitäten herscht ja, wegen verschiedenster Menschen verschiedenster Länder, ein sehr weltoffenes Politikbild.
    Im Freundeskreis eher schwierig, ich frage Menschen beim kennen lernen nicht nach deren Partei, das stellt sich später heraus.

    Das die Union überall die stärkste Partei ist wundert mich, allerdings ist dies denke ich stark Regionsabhänhig, also Nord/ Süd/ West/ Ostdeutschland, dazu wo man lebt, ländlich oder Großstadt und so weiter, ich denke das da bei mir die Fehlertoleranz zu finden ist.

    Ja, natürlich ist es so, das man gleichgesinnten zustimmt, desto wichtiger ist es, statt dem Urheber die Überschneidung zu seiner Meinung zu prüfen, und genauso wichtig ist es, vor jeder Wahl die Grundlagen der Partei zu prüfen, oder falls man in einer Partei ist, diese nach seinen Grundsätzen zu beeinflussen.

    Das man die Politik macht, die die Wähler fordern ist gut, nur ist es schlecht wenn dieser Wählerkreis immer kleiner wird.

    Das die 50 Jährigen mit der AfD die lauteste politische Revolte abgeben, liegt wohl leider am Populismus, da kann man nur schwer gegensteuern, außer immer wieder wiederlegen. Das sich die jüngeren nicht politsch engagieren stimmt nicht, nur kommt man schwer gegen die AfD an.

    Nein, auf das Internet will ich auch nichts schieben, jedoch sind die sozialen Netzwerke dennoch so stark wie nie zuvor, und können ganz anders genutzt werden, von jeder Altersschicht.

    Auch verbinden die meisten Altersgruppen einige Ängste, die Angst vor der Altersarmut betrifft jeden, und auch die Karriere mit der Familie gründen im Einklang ist für jeden von 20-40 wichtig.

  11. Re: Was erwartetst Du?

    Autor: jack56 02.01.17 - 13:52

    FattyPatty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man merkt schon, dass an den Unis mittlerweile alles zugelassen wird.
    >
    > Ein Student sollte realisieren können, dass junge Leute in diesem Land eine
    > Minderheit sind und demzufolge ihre Interessen Makulatur sind. Daran wird
    > sich auch absehbar nichts ändern. Ist so.
    >
    > Das die derzeitige angepasste Teflongeneration nicht vertreten wird, liegt
    > auch daran, dass sie nichts will. Was will denn die Jugend? Eben!
    > Shoppen, Selfies, Multikulti und Sojawurst ist so entfernt von der
    > Wirklichkeit, das es regelrecht egal ist.


    Ein gebildeter Mensch könnte auch realisieren, das es wichtig ist, junge Menschen zu stärken, die, die später die Wirtschaft weiter tragen, den Wohlstand weiter sichern, für alle, nicht für Minderheiten.

    Was will die Jugend?
    Toleranz, gegenüber allen, Weltoffenheit.
    Zukunftsorientiertes Denken, Handeln, wie sieht es mit dem Klima aus, mit den Rohstoffen.
    Stabilität, weg von der Dualität, wo die USA den Ton angeben, sich halb Europa ankuschelt, und sich danach alle mit Russland zoffen.
    Sowas zum Beispiel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.17 13:53 durch jack56.

  12. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: FattyPatty 02.01.17 - 13:53

    Unis sind eben nicht weltoffen. Nur weil viele Nationalitäten vertreten sind, bedeutet das eben nicht Offenheit.

    Weltweit und ja, auch in Deutschland rekrutieren sich Studenten aus wohlhabenden Akademikerfamilien. Den Foxconnbandarbeiter trifft man nicht in der Mensa, auch nicht Schakeline aus Neu-Kölln.

    Unis spiegeln einen derart isolierten Mikrokosmos wieder, dass von Vielfalt und Offenheit keine Rede sein kann.

  13. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: jack56 02.01.17 - 13:56

    helgebruhn schrieb:

    > Also ich kenne auch außerhalb niemanden, zumindest nicht Städten wie
    > Berlin, die ernsthaft die AfD wählen würden, wenn überhaupt dann nur paar
    > Protestwähler. Die bekommen nur von eher dummen und ländlichen Menschen
    > ihre Stimmen,

    Hey, nur weil wir auf dem Land wohnen sind wir noch lange keine Hinterwäldler, auch hier kommt es selbst bei den alten langsam durch das Ausländer nichts böses sind, mal abgesehen von einigen wenigen Rentnern, die immer noch dem verlorenen Kriegen nachtrauern, aber die gibt es sicher auch in Städten.

  14. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: jack56 02.01.17 - 14:00

    Sind sie aktuell an einer Universität, wenn ja an welcher?

    Also in Hamburg an der TUHH ist die Stimmung durchaus als Weltoffen zu bezeichnen, und bei vielen ist der Gedanke verwurzelt, oft zu hinterfragen, und dazu gehört auch wo Dinge herkommen und wie sie produziert werden, also wie es den Arbeitern geht, und so kann langfristig der Foxconn Mitarbeiter profitieren, indem man die Konkurrenz die Menschenrechte bewahrt stärkt.

  15. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: Lazer 02.01.17 - 14:06

    helgebruhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich kenne auch außerhalb niemanden, zumindest nicht Städten wie
    > Berlin, die ernsthaft die AfD wählen würden, wenn überhaupt dann nur paar
    > Protestwähler. Die bekommen nur von eher dummen und ländlichen Menschen
    > ihre Stimmen

    Um mal deine Filterblase etwas anzupieksen:
    Eine Woche vor den Wahlen in Berlin ging ich die Wilmersdorfer Straße entlang. Dort fand sich ein buntes Publikum wie eh und je. Vor den Propagandaständen von Schwarz, Rot & Grün tummelten sich maximal 2 Bürger, um sich über die Ziele der Parteien zu informieren. Ein ähnliches Aufgebot bei den Kleinstparteien wie Piraten und Tierschutzpartei...
    Etwas abgelegen entdeckte ich dann den Stand der AfD, drum herum bestimmt 20 Bürger, ein reges Kommen und Gehen. Ich beobachtete das Treiben eine Weile und es war mir unmöglich, diese Bürger in Schubladen wie jung/alt, arm/reich oder dumm/gebildet einzuteilen.
    Wer also behauptet, diese AfD-Wähler gibt es doch gar nicht, die wählen alle nur aus Protest oder Langeweile und die hausen alle nur in Höhlen, der irrt gewaltig.

  16. Re: Was erwartetst Du?

    Autor: blauerninja 02.01.17 - 15:07

    FattyPatty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man merkt schon, dass an den Unis mittlerweile alles zugelassen wird.
    >
    > Ein Student sollte realisieren können, dass junge Leute in diesem Land eine
    > Minderheit sind und demzufolge ihre Interessen Makulatur sind. Daran wird
    > sich auch absehbar nichts ändern. Ist so.
    >
    > Das die derzeitige angepasste Teflongeneration nicht vertreten wird, liegt
    > auch daran, dass sie nichts will. Was will denn die Jugend? Eben!
    > Shoppen, Selfies, Multikulti und Sojawurst ist so entfernt von der
    > Wirklichkeit, das es regelrecht egal ist.

    Einwand. Unsere Generation wurde von der vorherigen erzogen. Wir leben in der von euch kreierten Welt und die schaut momentan Scheiße aus. Danke erstmal dafür. Desweiteren, wo ist die Flower Power, die damals den Umschwung erreichte? Das waren doch auch sexgeile, saufende, kiffende, weltfremde Pazifisten. Wo sind sie hin? Bzw. warum seid ihr damals Hippies gewesen und jetzt nicht mehr? Warum macht ihr da mit, wogegen ihr früher wart? Habt ihr aufgegeben?

    Ihr wart damals nicht besser als wir heute. Die Jugend ist sauer, sehr sauer, aber resigniert. Manche machen lieber Party, andere zocken lieber - ist besser als in Depressionen zu verfallen angesichts des Bullshits auf dieser Welt. Wir sind politisch, aber für keine Partei, sondern mehr gegen das System als Ganzes, denn dort liegt das Problem und keine Partei kann das ändern. Außerdem geht mir das ständige Gegeneinander auf den Sack, wo ist das Miteinander?

  17. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: DeathMD 02.01.17 - 15:26

    Die Frage hättest du dir sparen können, denn du wirst mit ziemlicher Sicherheit keine Antwort erhalten. Sein Wissen über Unis dürfte in etwa so alt sein wie sein politisches, also ungefähr 90 Jahre alt und außerdem hat er bestimmt Wichtigeres zu tun, wie sich bspw. bei "neutral berichtenden Amateurquellen" zu informieren.

    https://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/bundestagswahlkampf-2017-die-grosse-angst-vor-dem-internet/meinungsvergewaltigung/106131,4697257,4697257,read.html#msg-4697257

  18. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: DieReformer 02.01.17 - 15:50

    Zuerst einmal ein herzliches Hallo an alle! Ich war sonst immer nur stummer Mitleser, muss mich aber jetzt einfach dazu äußern.

    @Jack
    > Die "alteingesessenen" Parteien sprechen heute kaum noch Wähler in meiner
    > Altersgruppe (~20) an, wie ich immer wieder durch Gespräche an Uni, Schule
    > oder Freundeskreis festgestellt habe.

    Das ist ein riesengroßes Problem. Dabei geht es nicht nur um die Inhalte, sondern auch darum, wie sie vermittelt werden. Das haben die etablierten Parteien versäumt und tun sich schwer damit, dahingehend aufzuholen. Oder es ist ihnen einfach egal.

    Zugegeben, es ist nicht so einfach:
    Selbst in der recht neuen Partei, in der ich mich engagiere, muss ich häufig darauf pochen, dass in den sozialen Medien komplexe Themen einfach und ansprechend gehalten werden, damit sich jeder in den politischen Diskurs einbringen kann. Häufig besteht die Sorge, dass man als Partei dann nicht ernst genommen wird, aber gerade der Politik würde etwas weniger Steifheit gut tun - solange trotzdem vorausschauend gedacht und gehandelt wird (momentan ist es ja bei den etablierten Parteien leider umgekehrt..).

    @Lazer:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > helgebruhn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ich kenne auch außerhalb niemanden, zumindest nicht Städten wie
    > > Berlin, die ernsthaft die AfD wählen würden, wenn überhaupt dann nur
    > paar
    > > Protestwähler. Die bekommen nur von eher dummen und ländlichen Menschen
    > > ihre Stimmen
    >
    > Um mal deine Filterblase etwas anzupieksen:
    > Eine Woche vor den Wahlen in Berlin ging ich die Wilmersdorfer Straße
    > entlang. Dort fand sich ein buntes Publikum wie eh und je. Vor den
    > Propagandaständen von Schwarz, Rot & Grün tummelten sich maximal 2 Bürger,
    > um sich über die Ziele der Parteien zu informieren. Ein ähnliches Aufgebot
    > bei den Kleinstparteien wie Piraten und Tierschutzpartei...
    > Etwas abgelegen entdeckte ich dann den Stand der AfD, drum herum bestimmt
    > 20 Bürger, ein reges Kommen und Gehen. Ich beobachtete das Treiben eine
    > Weile und es war mir unmöglich, diese Bürger in Schubladen wie jung/alt,
    > arm/reich oder dumm/gebildet einzuteilen.
    > Wer also behauptet, diese AfD-Wähler gibt es doch gar nicht, die wählen
    > alle nur aus Protest oder Langeweile und die hausen alle nur in Höhlen, der
    > irrt gewaltig.

    Völlig richtig. Das haben wir gerade erst letztens wieder gemerkt. Um an der Landtagswahl im Saarland teilnehmen zu können, müssen wir Unterstützerunterschriften sammeln. Als wir vor ein paar Tagen auf der Straße waren, haben wir sehr oft gehört, dass wir nicht radikal genug seien / die Menschen sich bereits auf die AFD festgelegt hätten. Irgendwo verständlich - immerhin sind viele Leute frustriert von den etablierten Parteien und ihrer Politik. Aber eine bedenkliche Entwicklung ist es allemal. Das ist einer der Gründe, warum die Reformer gegründet wurden und warum ich mich ihnen angeschlossen habe.

    Wer keine Werbung lesen möchte, kann hier aufhören (was aber schade wäre!).

    DIE REFORMER suchen noch gute Leute, die etwas verändern möchten. Insbesondere brauchen wir jene, die technikaffin sind und sich etwas mehr Bewegung in Richtung Digitales / Innovation wünschen. Ich fände es super, hätte ich ein paar Sparringspartner in diesem Bereich. Wir haben viele gute Leute, sind aber in diesem Feld leider noch unterbesetzt.

    Wer Interesse hat, kann uns gerne auf Facebook besuchen oder auf unserer Page.

    Viele Grüße
    Magnus Deßloch
    Bundesvorstand DIE REFORMER

  19. Re: Die CDU und SPD haben ganz andere Probleme

    Autor: Midian 02.01.17 - 16:26

    DieReformer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wer Interesse hat, kann uns gerne auf Facebook besuchen oder auf unserer
    > Page.
    >
    Gibt es euch auch im Reformhaus? - Tut mir leid, aber der Name stinkt (unabhängig von euren Absichten o.Ä.)!

  20. Re: Was erwartetst Du?

    Autor: DeathMD 02.01.17 - 17:11

    Ach... lass sie doch bitte in dem Glauben, die Wahl einer anderen Partei würde an den eigentlichen Problemen etwas ändern. Die Menschen wollen nur Symptombehandlungen, denn für diese müssen sie ihr eigenes Verhalten nicht ändern und können sich kurze Zeit der Illusion hingeben, die "Krankheit" wäre dadurch besiegt. Sie schreien zwar alle nach Veränderung, doch die Wirklichkeit ist eine andere. Es soll doch möglichst alles beim Alten bleiben, nur unterm Strich wollen sie ein wenig mehr für sich selbst.

    Die angesprochene 60er Jahre Generation ist mMn. die schlimmste von allen. In wirtschaftlichen Boomjahren groß geworden und von Pro-Kapitalismus Propaganda manipuliert, glauben sie auch heute noch an dieses bröckelnde System. Sie wollen sich nicht eingestehen, dass diese Boomjahre vorbei sind, wir in einer wirtschaftlich schwierigeren Zeit leben und man nicht mit einem einfachen Fingerschnipp plötzlich hunderttausende Arbeitsplätze schaffen kann. Das ewige Wirtschaftswachstum war eine Illusion - Propaganda erster Güte - die unreflektiert so aufgenommen wurde und nach wie vor geglaubt wird. Der Rest der 60er Generation hat sich gekonnt ins andere Extrem entwickelt, als Hippies durch die Weltgeschichte ziehend, um die Botschaft von Love, Peace und freier Liebe zu verbreiten, anstatt im eigenen Land etwas konstruktiv zum Positiven zu verändern.

    In diesen Boomjahren kamen dann auch die vielen Versprechungen in Form von Sozialleistungen. Damals kein Problem, weil sie zu der Zeit finanzierbar waren, fallen uns diese langsam auf den Kopf. Anstatt sie den wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen, wird weiter versprochen und abgelenkt um der Wahrheit nicht ins Auge sehen zu müssen. Doch seien wir einmal ehrlich... welche andere Wahl haben die Politiker denn?

    Die Menschen wollen belogen werden, denn sie wollen nicht hören, dass wir uns das Pensionssystem in der Form schon lange nicht mehr leisten können. Sie wollen nicht hören, dass wir auch in Zukunft so viele Arbeitslose oder mehr haben werden, sollte die Wirtschaft nicht wieder einen Aufschwung bekommen. Sie wollen nicht hören, dass Kapitalismus prinzipiell kein schlechtes System ist aber eben noch nicht fehlerfrei funktioniert und manchmal eben angepasst werden muss, vor allem für Gesellschaften die eine Art von Zenit erreicht haben. Sie wollen keine Problemlöser als Politiker sondern Dampfplauderer, die ihnen das Paradies auf Erden versprechen und dann machen eben alle Parteien bei diesem Spiel mit. AfD, FPÖ, Trump etc. sind nur Kinder dieses Systems, die die modernen Sprachrohre wie Facebook und Twitter besser verstehen als die Altparteien.

    Die Wähler müssen sich endlich einmal eingestehen, dass Staaten nicht überleben können, wenn sie immer nur austeilen sollen und Politiker immer mehr versprechen sollen. Volkswirtschaften können nur überleben, wenn sie sich den aktuellen Gegebenheiten anpassen und das möglichst schnell, dazu gehört auch, dass man auf ehemals leistbare Sozialleistungen verzichten muss. Dazu gehört, dass wir in wirtschaftlich schlechteren Zeiten mal auf gewissen Luxus verzichten müssen und nicht der Illusion hinterherrennen, es müsse immer weiter nach oben gehen. Dazu gehört, dass wir schwierige Entscheidungen treffen müssen, die nicht unmittelbar zum Vorteil von uns sind, sondern sich erst auf längere Sicht rentieren.

    So lässt sich aber keine Wahl gewinnen und deshalb läuft dieses Spiel einfach weiter. Wir rasen mit 200 km/h auf eine Wand zu, tauschen hin und wieder den Fahrer aus, doch egal welcher, alle zielen direkt darauf zu und beschleunigen. Solange der Beifahrer mit Zuckerln beglückt wird, jubelt er diesem Aufprall voll Vorfreude entgegen, immerhin hat er dafür 50.000 Arbeitsplätze mehr versprochen bekommen, die auch nur ein paar Millionen an Subventionen jährlich kosten. Bis der Beifahrer kapiert, dass diese Subventionen aus dem nicht gefüllten Steuertopf bezahlt werden müssen und dazu der Fahrer wieder die Hand in Richtung Beifahrer ausstreckt, hofft der Fahrer die Radieschen bereits von unten zu besichtigen und diese Aufgabe einem neuen Fahrer übergeben zu haben. Ähnlich agiert irgendwann auch der Beifahrer und frei nach dem Motto: "Hinter mir die Sintflut!", hoffen sie nicht die Generation zu sein, die das alles ausbaden darf...

    ... irgendeine wird aber die Rechnung dafür quittiert bekommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.17 17:19 durch DeathMD.

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