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Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

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  1. Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: n0m 26.09.13 - 13:56

    ... und die GEMA dann nachweisen muss, dass die Künstler bei ihnen sind.

  2. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 26.09.13 - 14:30

    n0m schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... und die GEMA dann nachweisen muss, dass die Künstler bei ihnen sind.

    Muss sie nicht. Die GEMA Vertritt 99,99% der Kommerzwelt. Die C3S müsste mindesten 10% der selben Künstler vertreten damit überhaupt ein Zweifel aufkommt.

    Für die Clubbetreiber wird es dagegen hässlich: die GEMA will Geld und die Leute die sich für Geld von der C3S vertreten lassen, wollen dann auch Geld. Zwei Listen statt eine in der Zukunft.

    Hier schiebt man der C3S irgendwelche Attribute unter, die sie nicht haben. Die wollen, wenn der Musiker das will, genauso Geld eintreiben wie die Gema. In den USA gibt es zehn bis dreißig verschiedene Organisationen, die dann auf einen Club einprügeln. Superspassig für die Betreiber.

  3. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: GodsBoss 26.09.13 - 17:21

    > > ... und die GEMA dann nachweisen muss, dass die Künstler bei ihnen sind.
    >
    > Muss sie nicht. Die GEMA Vertritt 99,99% der Kommerzwelt. Die C3S müsste
    > mindesten 10% der selben Künstler vertreten damit überhaupt ein Zweifel
    > aufkommt.

    Gibt das Gesetz nicht her. Allerdings habe ich keinen Zweifel daran, dass es trotzdem so kommen wird. Richter in Deutschland sind ja unabhängig von Gesetz und gesundem Menschenverstand.

    > Für die Clubbetreiber wird es dagegen hässlich: die GEMA will Geld und die
    > Leute die sich für Geld von der C3S vertreten lassen, wollen dann auch
    > Geld. Zwei Listen statt eine in der Zukunft.
    >
    > Hier schiebt man der C3S irgendwelche Attribute unter, die sie nicht haben.
    > Die wollen, wenn der Musiker das will, genauso Geld eintreiben wie die
    > Gema. In den USA gibt es zehn bis dreißig verschiedene Organisationen, die
    > dann auf einen Club einprügeln. Superspassig für die Betreiber.

    Nur dass sie dann schön selbst nachweisen müssen, wofür sie die Rechte haben.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  4. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: Wechselgänger 26.09.13 - 21:56

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für die Clubbetreiber wird es dagegen hässlich: die GEMA will Geld und die
    > Leute die sich für Geld von der C3S vertreten lassen, wollen dann auch
    > Geld. Zwei Listen statt eine in der Zukunft.

    Wieso?
    Als Clubbetreiber machst du eine Liste mit allen Titeln und verschickst die an beide VGs. Die können die Listen dann durschauen und dir mitteilen, für welche Titel sie Gebühren wollen.
    Wenn es keine Überschneidungen gibt ist alles schick, andernfalls lehnst du dich zurück und sagst GEMA und C3S, daß die das unter sich ausmachen sollen und du dann an den "Sieger" zahlst.
    Nach 3 oder 4 Gerichtsverfahren wird es dann vermutlich auf einmal keine Überschneidungen mehr geben...

  5. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: barforbarfoo 26.09.13 - 22:20

    Trockenobst schrieb:

    > Für die Clubbetreiber wird es dagegen hässlich: die GEMA will Geld und die
    > Leute die sich für Geld von der C3S vertreten lassen, wollen dann auch
    > Geld. Zwei Listen statt eine in der Zukunft.
    >
    > Hier schiebt man der C3S irgendwelche Attribute unter, die sie nicht haben.
    > Die wollen, wenn der Musiker das will, genauso Geld eintreiben wie die
    > Gema. In den USA gibt es zehn bis dreißig verschiedene Organisationen, die
    > dann auf einen Club einprügeln. Superspassig für die Betreiber.

    Wenn die sich die GEMA nicht so scheiße aufführen würde, würde es das Problem nicht geben. Bitte nicht aus dem Täter das Opfer machen, das ist zu billig.

  6. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: wmayer 27.09.13 - 08:58

    Eine offene Schnittstelle an die alle Gesellschaften angeschlossen sind wäre auch denkbar, sodass der Veranstalter sich immer nur an eine Stelle richten muss.

  7. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 27.09.13 - 15:33

    barforbarfoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die sich die GEMA nicht so scheiße aufführen würde, würde es das
    > Problem nicht geben. Bitte nicht aus dem Täter das Opfer machen, das ist zu
    > billig.

    Der Clubbetreiber ist das Opfer. Der muss sich ggf. mit zwei Forderungen und Listen auseinandersetzen. Auch ohne "GEMA-Vermutung" ist er Angabepflichtig. Die GEMA braucht nur 10 oder 20 Musterprozesse führen und wenn es billiger ist eine Liste zu führen oder die Pauschale zu zahlen, werden die meisten das machen. Weil sich der Widerstand einfach nicht rechnet.

    Und wer glaubt die C3S würde dass am Ende nicht auch machen, der Lügt sich in die Tasche. Wenn man jemanden beauftragt er soll einen Job machen, dann macht er den Job, notfalls auch hässlich. Sonst zahlt man den ja nicht. Will der Veranstalter nicht zahlen werden die genauso klagen. Die Behauptung sie würden dann einfach mit den Schultern zucken ist schon arg naiv.

  8. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: nille02 27.09.13 - 17:46

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine offene Schnittstelle an die alle Gesellschaften angeschlossen sind
    > wäre auch denkbar, sodass der Veranstalter sich immer nur an eine Stelle
    > richten muss.

    Leider hat die Gema nichts mit Pseudonymen am Hut. Nehmen wir an du gehst zu der Gema, weil du was öffentlich von Jason Derulo gespielt hast (War gerade das erste was in den Charts stand). Die können dir dann möglicherweise nicht helfen, da sie den Namen des Autors brauchen, zum Beispiel Jason Joel Desrouleaux, Martin Bennett Johnson oder Joshua Coleman.

    Ich frage mich wie das wird, wenn ein Musiker bei der GEMA ist und ein Lied von der C3S Verwalten lässt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.13 17:53 durch nille02.

  9. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: nille02 27.09.13 - 17:48

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > barforbarfoo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn die sich die GEMA nicht so scheiße aufführen würde, würde es das
    > > Problem nicht geben. Bitte nicht aus dem Täter das Opfer machen, das ist
    > zu
    > > billig.
    >
    > Der Clubbetreiber ist das Opfer. Der muss sich ggf. mit zwei Forderungen
    > und Listen auseinandersetzen.

    Bisher gibt es dafür Pauschal Tarife. Wäre aber schön wenn es eine einheitliche API geben würde um seine Playlisten mit der Gema oder mit den Verwaltern Abgleichen zu lassen.

  10. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: GodsBoss 28.09.13 - 08:35

    > > Wenn die sich die GEMA nicht so scheiße aufführen würde, würde es das
    > > Problem nicht geben. Bitte nicht aus dem Täter das Opfer machen, das ist
    > zu
    > > billig.
    >
    > Der Clubbetreiber ist das Opfer. Der muss sich ggf. mit zwei Forderungen
    > und Listen auseinandersetzen. Auch ohne "GEMA-Vermutung" ist er
    > Angabepflichtig. Die GEMA braucht nur 10 oder 20 Musterprozesse führen und
    > wenn es billiger ist eine Liste zu führen oder die Pauschale zu zahlen,
    > werden die meisten das machen. Weil sich der Widerstand einfach nicht
    > rechnet.
    >
    > Und wer glaubt die C3S würde dass am Ende nicht auch machen, der Lügt sich
    > in die Tasche. Wenn man jemanden beauftragt er soll einen Job machen, dann
    > macht er den Job, notfalls auch hässlich. Sonst zahlt man den ja nicht.
    > Will der Veranstalter nicht zahlen werden die genauso klagen. Die
    > Behauptung sie würden dann einfach mit den Schultern zucken ist schon arg
    > naiv.

    Moment: Solange GEMA und C3S ihre Forderungen nicht gemeinsam (in Form von Zusammenarbeit, nicht in der Form, dass einfach beide was fordern) geltend machen, kann der Club-Betreiber aber darauf pochen, dass die Gesellschaften nachweisen müssen, dass die Forderungen berechtigt sind.

    Es ist doch so: Was der C3S weder leisten können soll noch kann, ist, dass Musiker und Komponisten, die bei der GEMA sind, nicht mehr das Geld erhalten, dass ihnen gemäß GEMA-Tarifen zusteht. Es geht erstens darum, für die Künstler eine Alternative zu schaffen (derzeit kann man nur bei der GEMA sein oder bei keiner Verwertungsgesellschaft) und zweitens darum, dass für Nicht-GEMA-Musik eben nicht mehr nachgewiesen werden muss, dass es Nicht-GEMA-Musik ist, um sich von der Zahlungspflicht zu befreien. Wobei das Zweite wohl eher ein „Kollateralschaden“ ist.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 28.09.13 - 10:37

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > für Nicht-GEMA-Musik eben nicht mehr nachgewiesen werden muss, dass es
    > Nicht-GEMA-Musik ist, um sich von der Zahlungspflicht zu befreien. Wobei
    > das Zweite wohl eher ein „Kollateralschaden“ ist.

    Das halte ich eben für eine naive Weltsicht. Die GEMA wird auch bei 10.000 Künstler bei der C3S immer noch massig "Vertretungs"-Lücken finden. Es gab genügend Vorfälle wo jemand die Vermutung vor Gericht "prüfen" wollte - und am Ende hat die GEMA aus vielen Gründen immer gewonnen. Da müsste man schon politisch ihren Auftrag neu definieren, sonst klagt sie einfach weiter. Die meisten zahlen ja, weil es günstiger ist als vor Gericht zu gehen. Das hat da wenig mit der Vermutung zu tun, sondern weil man genervt ist und das Thema "weg haben will".

    Ich tippe eher darauf, dass die GEMA einfach 2015 selber CC-Ausnahmen erlaubt, um somit die Abwanderung gerade bei den unteren 10.000 zu verhindern. Die Pilotprojekte, etwa in den Niederlanden, waren jetzt nicht mega-erfolgreich, haber aber zu interessanten Fakten geführt: http://wiki.creativecommons.org/Collecting_Society_Projects

  12. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: GodsBoss 28.09.13 - 16:17

    > > für Nicht-GEMA-Musik eben nicht mehr nachgewiesen werden muss, dass es
    > > Nicht-GEMA-Musik ist, um sich von der Zahlungspflicht zu befreien. Wobei
    > > das Zweite wohl eher ein „Kollateralschaden“ ist.
    >
    > Das halte ich eben für eine naive Weltsicht. Die GEMA wird auch bei 10.000
    > Künstler bei der C3S immer noch massig "Vertretungs"-Lücken finden. Es gab
    > genügend Vorfälle wo jemand die Vermutung vor Gericht "prüfen" wollte - und
    > am Ende hat die GEMA aus vielen Gründen immer gewonnen. Da müsste man schon
    > politisch ihren Auftrag neu definieren, sonst klagt sie einfach weiter. Die
    > meisten zahlen ja, weil es günstiger ist als vor Gericht zu gehen. Das hat
    > da wenig mit der Vermutung zu tun, sondern weil man genervt ist und das
    > Thema "weg haben will".

    Das ist ganz und gar keine naive Weltsicht, sondern die logische Folgerung aus der gesetzlichen Situation, informiere dich über Urheberrechtswahrnehmungsgesetz § 13c.

    Natürlich gewinnt die GEMA vor Gericht mit der bloßen Behauptung, dass sie die Rechte für Stücke verträte, weil das Gesetz ist. Das sind keine „Vertretungs-Lücken“, da braucht es keinen „politischen Auftrag“, das ist einfach aktuelle Gesetzeslage.

    Hier der zugehörige Absatz:
    „(2) Macht die Verwertungsgesellschaft einen Vergütungsanspruch (…) geltend, so wird vermutet, daß sie die Rechte aller Berechtigten wahrnimmt. Sind mehr als eine Verwertungsgesellschaft zur Geltendmachung des Anspruchs berechtigt, so gilt die Vermutung nur, wenn der Anspruch von allen berechtigten Verwertungsgesellschaften gemeinsam geltend gemacht wird.“

    Das ist die GEMA-Vermutung. Der von mir markierte Teil ist die Formulierung, die greifen wird, wenn es eine weitere Verwertungsgesellschaft gibt.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  13. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: Trockenobst 28.09.13 - 17:18

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wahrnimmt. Sind mehr als eine Verwertungsgesellschaft zur Geltendmachung
    > des Anspruchs berechtigt, so gilt die Vermutung nur, wenn der Anspruch von
    > allen berechtigten Verwertungsgesellschaften gemeinsam geltend gemacht

    Das wichtige Wort ist hier "berechtigt".

    Die GEMA empfindet sich bei 99,99% der kommerziellen Künstler rein durch die Zahlen "berechtigt". Die "Betroffenen" können sich ja nur auf zwei Wegen einer Auskunftspflicht wehren: sie verweisen auf den C3S-Vertretungsanspruch (was sie nur können wenn der Künstler tatsächlich dort einen Vertrag hat) oder sie gehen vor Gericht. Und dort werden sie wieder auf eine 30 Jahre lange politisch geschützte Urteile treffen, die sie erst in mehreren Instanzen umkippen müssten.

    Einfach nichts machen und glauben man kommt damit durch, *dass* ist der naive Teil.

    Aber über wen reden wir hier? 0.001% der ganzen Auftritte in einem Jahr in Deutschland. Hier wird eine Thematik aufgeblasen die in der Praxis keinerlei signifikante Bedeutung hat.

  14. Re: Ich freu mich schon auf die C3S-Vermutung ...

    Autor: GodsBoss 28.09.13 - 17:39

    > > wahrnimmt. Sind mehr als eine Verwertungsgesellschaft zur Geltendmachung
    > > des Anspruchs berechtigt, so gilt die Vermutung nur, wenn der Anspruch
    > von
    > > allen berechtigten Verwertungsgesellschaften gemeinsam geltend gemacht
    >
    > Das wichtige Wort ist hier "berechtigt".

    Ja, aber nicht so, wie du denkst.

    > Die GEMA empfindet sich bei 99,99% der kommerziellen Künstler rein durch
    > die Zahlen "berechtigt". Die "Betroffenen" können sich ja nur auf zwei
    > Wegen einer Auskunftspflicht wehren: sie verweisen auf den
    > C3S-Vertretungsanspruch (was sie nur können wenn der Künstler tatsächlich
    > dort einen Vertrag hat) oder sie gehen vor Gericht. Und dort werden sie
    > wieder auf eine 30 Jahre lange politisch geschützte Urteile treffen, die
    > sie erst in mehreren Instanzen umkippen müssten.

    Es ist egal, ob sich die GEMA als berechtigt empfindet. Wenn es eine zweite Verwertungsgesellschaft gibt, die berechtigt sein könnte, muss die GEMA nachweisen, dass sie auch tatsächlich den Anspruch vertritt. Was sollen denn politisch geschützte Urteile sein? Die GEMA-Vermutung ist schlicht und ergreifend Gesetz! Wäre ich Richter und müsste in entsprechenden Fällen urteilen, würde ich auch der GEMA Recht geben.

    > Einfach nichts machen und glauben man kommt damit durch, *dass* ist der
    > naive Teil.

    Bei was durchkommen? Konstruiere doch bitte einen konkreten Fall, ich weiß nämlich nicht, was du meinst.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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