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Die CDU will nie etwas ändern

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  1. Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: unbuntu 23.06.21 - 10:02

    Die CDU ist ne reine Bewahrungspartei. Alles bleibt wie es ist. "Sicherheit und Stabilität geht vor".

    Und wenn es Probleme gibt sind Verbote die einzige Lösung, die denen einfällt. Bei der 1. Coronawelle hat das funktioniert, da es keine anderen Möglichkeiten gab. Aber bei der 3. war auch das das bewährte Prinzip. Verbieten und Abwarten, evtl. geht das Problem ja weg. Intelligentere Lösungen will man nicht.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  2. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: theFiend 23.06.21 - 10:22

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die CDU ist ne reine Bewahrungspartei.

    Wenn sie wenigstens das wären, hätten sie uns Sozialsysteme, Renten und Umwelt bewahrt...

  3. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Sharra 23.06.21 - 10:29

    Tja, aber genau das sind sie eben nicht. Sie behaupten sie würden bewahren. Aber in Wahrheit zementieren sie Fakten, die sich aber dringend weiterentwickeln müssten.

    Stabilität funktioniert eben nich, wenn man ignoriert, dass sich die Grundlagen geändert haben.

    Die Union ist einzig dafür gut, dass sich nichts ändern kann, obwohl es dringend muss.
    Die Union hockt vor einem Block Roheisen, und schaut ihm beim Rosten zu. Aber zu etwas sinnvollem darf der Block auch nicht verarbeitet werden. Der bleibt wie er ist, nur jedes Jahr mehr und mehr zerfressen.

  4. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Quantium40 23.06.21 - 10:44

    unbuntu schrieb:
    > Die CDU ist ne reine Bewahrungspartei.

    Das einzige, was die CDU bewahrt, sind die Vermögen der Superreichen.

  5. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Niaxa 23.06.21 - 11:59

    Und wie hättest du es besser gemacht?

    Die Renten sind nie sicher gewesen. Der Durchschnittsverdienst der Deutschen lag im Jahr 2019 bei 3.994 Brutto. Kein Gemecker jetzt. Jeder weis, dass da viele davon träumen. Dennoch war es der Durchschnitt. Rente empfangen in DE über 21 Millionen Menschen. 83 Millionen Menschen leben hier. Rentenbeitrag liegt bei 18,6% des Bruttolohns (AG und AN je 9,3%) was im Schnitt 743¤ ausmacht. Wir haben knapp 45 Millionen Erwerbstätige. 320 Miliarden an Rente ging 2019 raus.

    Einfache Rechnung: 45 Millionen Bürger mal 743¤ Rentenbeitrag ergibt gerundet 33,5 Milliarden ¤. Das bedeutet... 10% der Ausgezahlten Rente, wurde wieder eingezahlt. Der Anteil des AN ist davon 372¤ ca. pro Monat. Um alleine die Zahlungen auszugleichen, die wir aktuell für die Rente haben, müssen wir schon locker das 10 Fache einzahlen. Das wären dann 3720¤

    In der Rechnung fehlen natürlich die Einnahmen aus Krankenversicherungen, von Arbeitslosen etc. Aber sie lässt erahnen, dass keine Regierung es schaffen wird, uns eine Rente zu stellen, die dann auch ohne sich selbst noch mal privat abzusichern, reichen wird.

    Dazu kommen dann auch noch die Zahlungen, die wir für unser Sozialsystem leisten müssen. Man merkt also recht schnell, dass das Sozialsystem und das Rentensystem einfach abartig überlastet ist und wir es uns mit unserer Arbeitsleistung einfach nicht mehr in der Form leisten können. Da kann keine Regierung egal wie gut oder dumm sie ist, auch nur ansatzweise was tun. Zaubern kann eben keiner. Deshalb benötigen wir weiter eine starke Wirtschaft, die unsere Steuerkassen füllt und Auffüllzahlungen ermöglicht.

    Jeder sieht ALG und Sozialleistungen und Rente immer als selbstverständlich und gottgegebenes Recht an. Schön... bezahlen müssen es die Leute dennoch können. Und das ist defacto nicht so.

    Bei der Umwelt haben alle zu spät angefangen. Purer Aktionismus bringt hier aber keinen weiter, da auch das für die Menschen bedeutet, mehr zahlen zu müssen. Und allein vom bezahlen, wird auch nicht das geringste besser. Das wissen auch alle... bis auf die Grünen. Die meinen mit 25% mehr Steuereinnahmen, ist der Drops gelutscht, da sich die Ärmeren dann keine Umweltverschmutzung mehr leisten können. Was man mit den Mehreinnahmen dann sinnvoll vor hat? Bleibt wohl ein Geheimnis. Umweltschutz braucht keine Besteuerung, sondern Ideen und Forschung.

  6. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Niaxa 23.06.21 - 12:08

    Wir können die Superreichen auch vernichten. Bedeutet halt dann einen Steuereinbruch von xx%, da keiner Bereit ist das gleiche zu leisten für nur einen Bruchteil des Ertrags. Danach gibt es noch weniger Rente, noch weniger Sozialzuschüsse und noch weniger Lebensqualität für alle.

  7. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Tantalus 23.06.21 - 12:17

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie hättest du es besser gemacht?
    >
    > Die Renten sind nie sicher gewesen. Der Durchschnittsverdienst der
    > Deutschen lag im Jahr 2019 bei 3.994 Brutto. Kein Gemecker jetzt. Jeder
    > weis, dass da viele davon träumen. Dennoch war es der Durchschnitt. Rente
    > empfangen in DE über 21 Millionen Menschen. 83 Millionen Menschen leben
    > hier. Rentenbeitrag liegt bei 18,6% des Bruttolohns (AG und AN je 9,3%) was
    > im Schnitt 743¤ ausmacht. Wir haben knapp 45 Millionen Erwerbstätige. 320
    > Miliarden an Rente ging 2019 raus.
    >
    > Einfache Rechnung: 45 Millionen Bürger mal 743¤ Rentenbeitrag ergibt
    > gerundet 33,5 Milliarden ¤. Das bedeutet... 10% der Ausgezahlten Rente,
    > wurde wieder eingezahlt. Der Anteil des AN ist davon 372¤ ca. pro Monat. Um
    > alleine die Zahlungen auszugleichen, die wir aktuell für die Rente haben,
    > müssen wir schon locker das 10 Fache einzahlen. Das wären dann 3720¤

    Stop, Du rechnest die Auszahlungen pro Jahr gegen die Beiträge pro Monat, das kann natürlich nicht passen.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  8. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: theFiend 23.06.21 - 12:34

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie hättest du es besser gemacht?

    Es gäbe diverse Möglichkeiten, z.B. ähnlich der Schweiz die Rentenversicherung in den Wohnungsbau investieren zu lassen. Sichere Anlage, gute Rendite und gleichzeitig wird der ach so knappe Wohnraum geschaffen.

    Nur eine von vielen, vielen Möglichkeiten. Man hat bei der CDU aber nicht mal den Ansatz gemacht hier etwas zu erhalten, sondern eher das ganze noch an die Versicherer zu verhökern, die Verantwortung an die Bürger abzuschieben mittels Menschen die sich daran noch bereichern....

  9. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Niaxa 23.06.21 - 14:03

    Ups stimmt, mein Fehler sry Schande über mich, hab wohl auf halben weg das Denken vergessen ^^. Das schönt die 10 Fach Zahl :-). Dennoch selbst ohne die katastrophale Verzehnfachung (Danke für den Hinweis) erkennt man, dass es sehr sehr knapp ist. Und die nächsten Jahre wird es ja auch nicht besser. Wir sind jetzt knapp im Saft und das auch nur, wenn keine Katastrophen kommen, wie Flüchtlingswellen, Corona und co. Die Renten um zig % zu erhöhen schaffen wir so nicht.

  10. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Tantalus 23.06.21 - 14:13

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dennoch selbst ohne
    > die katastrophale Verzehnfachung (Danke für den Hinweis) erkennt man, dass
    > es sehr sehr knapp ist.

    Knapp ist vermutlich Ansichtssache. Wenn ich Deine Zahlen zugrundlege (kann sie gerade nicht verifizieren), dann sind das aufs Jahr gerechnet Beiträge von 402 Mrd gegen Auszahlungen von 320 Mrd. Also pro Jahr ein Überschuss von 82 Mrd oder rund 20%.
    Ja, der demgrafische Wandel wird da einiges verschieben, aber ganz so dramatisch wie Du es darstellst ist es IMHO bei weitem nicht.

    > Und die nächsten Jahre wird es ja auch nicht
    > besser. Wir sind jetzt knapp im Saft und das auch nur, wenn keine
    > Katastrophen kommen, wie Flüchtlingswellen, Corona und co. Die Renten um
    > zig % zu erhöhen schaffen wir so nicht.

    Warum sollten Flüchtlingswellen (kommen denn da überwiegend Rentner?) oder Corona Auswirkungen auf die Rentenkassen haben?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  11. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Niaxa 23.06.21 - 14:32

    Du musst natürlich mit einberechnen, dass wir auch andere Kosten haben und diese eben mit allen Töpfen bedienen. Nicht nur mit der Rentenkasse.

  12. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Termuellinator 23.06.21 - 14:36

    Ich sehe nix davon, dass die CDU Grundrechte, Datenschutz, Privatsphäre etc pp bewahrt, ganz im Gegenteil...

  13. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Tantalus 23.06.21 - 14:37

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du musst natürlich mit einberechnen, dass wir auch andere Kosten haben und
    > diese eben mit allen Töpfen bedienen. Nicht nur mit der Rentenkasse.

    Die Rentenkasse ist aber AFAIK ein autarker Topf, andere Kosten darfst Du da also nicht gegenrechnen. Die werden i.d.R. aus Steuergeldern (welche eben nicht zweckgebunden sind) oder ihren jeweiligen Sozialversicherungstöpfen bedient (z.B. Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung) bedient.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.21 14:54 durch Tantalus.

  14. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: unbuntu 23.06.21 - 15:44

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stabilität funktioniert eben nich, wenn man ignoriert, dass sich die
    > Grundlagen geändert haben.

    Ja, das ist eben das Problem. Sie wollen die Stabilität von früher bewahren, wollen sich aber nicht an ein heute anpassen.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  15. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: stan__lemur 23.06.21 - 15:53

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Rentenkasse ist aber AFAIK ein autarker Topf, andere Kosten darfst Du
    > da also nicht gegenrechnen. Die werden i.d.R. aus Steuergeldern (welche
    > eben nicht zweckgebunden sind) oder ihren jeweiligen
    > Sozialversicherungstöpfen bedient (z.B. Pflegeversicherung,
    > Arbeitslosenversicherung) bedient.

    Nein, die Rentenkasse bedient auch Leistungen, denen keine (adäquate) Einzahlung gegenüberstand:
    Fremd-, Waisen-, Witwen-, Erwerbsminderungs-, Mütterrenten usw. Dafür ist der Zuschuss aus Steuermitteln gedacht, je nach Berechnung deckt der aber die "Geschenke" nicht.

  16. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Tantalus 23.06.21 - 17:01

    stan__lemur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, die Rentenkasse bedient auch Leistungen, denen keine (adäquate)
    > Einzahlung gegenüberstand:
    > Fremd-, Waisen-, Witwen-, Erwerbsminderungs-, Mütterrenten usw.

    Richtig, aber auch das sind alles Rentenzahlungen. Was ich meinte ist, dass aus dem Rententopf nicht plötzlich Straßenbau oder Arbeitslosenhilfe bezahlt werden. Ausserdem sollten diese Renten ja in den 320 Mrd, die Niaxa genannt hat, enthalten sein, oder irre ich mich da?

    > Dafür ist
    > der Zuschuss aus Steuermitteln gedacht, je nach Berechnung deckt der aber
    > die "Geschenke" nicht.

    Mag stimmen, ist aber ein eigenes Thema.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  17. Rot Grün hat 2004 beschlossen, das Rentenniveau...

    Autor: Knuspermaus 23.06.21 - 17:41

    ... bis zum Jahr 2030 kontinuierlich abzusenken, damit die Rentner ab diesem Datum mit Glorreichen 43% des letzten Nettoeinkommens neu in Rente gehen dürfen...
    ... und wenn de Grusi bekommst, wird deine Riesterrente darauf angerechnet, Rot Grün machts möglich... Riester? Der bekommt seine Rente von den Österreichern... der wusste schon warum er Floh!
    ... Leiharbeiter, ebenfalls von Rot Grün etabliert, bekommen die hälfte von dem Lohn, der ihnen für die gemachte Arbeit regulär zustünde wären sie fest angestellt, die haben keinen Arbeitgeber, die haben "Zuhälter"...
    ... Rot Grün hat den Finanzmarkt so liberalisiert das die FDP über Jahre überflüssig wurde.
    ... und Hartz IV + Leiharbeiter wurden eingeführt, um das entstandene Finanzloch zu schließen.

    (viele ältere Links sind mittels Leerzeichen deaktiviert, da ich bis vor kurzem noch keine Posten durfte)
    Alles was ich schreibe ist meine persönliche Meinung. Nicht immer gebe ich dem Leser genehme Quellen an.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.21 17:44 durch Knuspermaus.

  18. Re: Die CDU will nie etwas ändern

    Autor: Gryphon 23.06.21 - 17:52

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie hättest du es besser gemacht? [...]
    > Man merkt also recht schnell, dass das Sozialsystem und das
    > Rentensystem einfach abartig überlastet ist und wir es uns mit unserer
    > Arbeitsleistung einfach nicht mehr in der Form leisten können. Da kann
    > keine Regierung egal wie gut oder dumm sie ist, auch nur ansatzweise was
    > tun. Zaubern kann eben keiner.
    Wenn man selber keine Idee hat, würde ich von kompetenter politischer Führung erwarten, sich mal bei diversen europäischen Nachbarn umzusehen. Es gibt mehrere Länder, die mit schlechterer Wirtschaftsleistung bessere Renten für die Bürger hinbekommen. Mit Sicherheit könnte man sich da gute Ideen abschauen und unser bestehendes System schrittweise umbauen/verbessern.
    Leider kommt die Union und diverse Wirtschaftsinstitute seit Jahren zu keinem anderen Ansatz als "Renteneintrittsalter erhöhen" und "Rentenniveau absenken"...
    Ich persönlich finde das deutlich zu eindimensional.

    > Bei der Umwelt haben alle zu spät angefangen. Purer Aktionismus bringt hier
    > aber keinen weiter, da auch das für die Menschen bedeutet, mehr zahlen zu
    > müssen. Und allein vom bezahlen, wird auch nicht das geringste besser. Das
    > wissen auch alle... bis auf die Grünen. Die meinen mit 25% mehr
    > Steuereinnahmen, ist der Drops gelutscht, da sich die Ärmeren dann keine
    > Umweltverschmutzung mehr leisten können. Was man mit den Mehreinnahmen dann
    > sinnvoll vor hat? Bleibt wohl ein Geheimnis.
    Pssssst, hier ist das "Geheimnis" versteckt:
    https://cms.gruene.de/uploads/documents/Vorlaeufiges-Wahlprogramm_GRUENE-Bundestagswahl-2021.pdf

    > Umweltschutz braucht keine Besteuerung, sondern Ideen und Forschung.
    Mal davon ab, dass das beides (Steuer-)Geld kostet, welches erst mal eingenommen werden muss... Ideen und Forschung läuft schon seit Jahren bzw. Jahrzehnten. Langsam wäre es mal Zeit, diese Ideen auch konkret umzusetzen und nicht nur Jahr um Jahr die selbstgesteckten Ziele zu verfehlen.
    Und auch wenn sie im Moment alles tun, um es zu kaschieren... Im Grunde weiß jeder, dass die Union beim Thema Klimaschutz die letzten Jahre nur auf der Bremse stand. Wie glaubwürdig ihre plötzliche Kehrtwende im Wahljahr ist, nachdem die politische Konkurrenz das Thema sehr gut für sich nutzt, muss jeder für sich selbst einschätzen.

  19. Re: Rot Grün hat 2004 beschlossen, das Rentenniveau...

    Autor: Gryphon 23.06.21 - 18:57

    Knuspermaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... bis zum Jahr 2030 kontinuierlich abzusenken, damit die Rentner ab
    > diesem Datum mit Glorreichen 43% des letzten Nettoeinkommens neu in Rente
    > gehen dürfen...
    Kohl hat 1997 die schrittweise Absenkung des Rentenniveaus von 70% auf 63% eingeführt. Schröder hat das 1998 zusammen mit anderen Rentenkürzungen erst wieder rückgängig gemacht, 2001 dann aber die Absenkung von 70% auf 67% eingeführt (und versucht, das mit Riester aufzufangen). 2004 hat er dann die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre eingeführt. 2006 (Merkel) wurde eine weitere Erhöhung auf 67 Jahre beschlossen. In den 15 darauffolgenden Jahren unter Merkel wurde das nicht mehr geändert.
    [https://www.stern.de/familie/rente-die-wichtigsten-reformen-seit-1957-3223096.html]
    > ... und wenn de Grusi bekommst, wird deine Riesterrente darauf angerechnet,
    > Rot Grün machts möglich... Riester? Der bekommt seine Rente von den
    > Österreichern... der wusste schon warum er Floh!
    > ... Leiharbeiter, ebenfalls von Rot Grün etabliert, bekommen die hälfte von
    > dem Lohn, der ihnen für die gemachte Arbeit regulär zustünde wären sie fest
    > angestellt, die haben keinen Arbeitgeber, die haben "Zuhälter"...
    Aus der Wiki:
    "Leiharbeit wurde in der Bundesrepublik Deutschland erstmals mit dem "Gesetz zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung" (AÜG) vom 7. August 1972 gesetzlichen Einschränkungen unterworfen." Das war weit vor Schröder.... Der hat aber 2003 Folgendes geändert:
    "Zu Gunsten der Leiharbeitnehmer wurde der so genannte Gleichstellungsgrundsatz im Gesetz verankert. Dieser besagt, dass Leiharbeitnehmer zu denselben Bedingungen beschäftigt werden müssen wie die Stammarbeitnehmer des entleihenden Unternehmens: Gleiche Arbeitszeit, gleiches Arbeitsentgelt, gleiche Urlaubsansprüche (sog. equal pay und equal treatment). Ein Tarifvertrag kann jedoch abweichende Regelungen zulassen [...]".
    Weitere Änderungen 2011 und 2017, also unter Merkel.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmer%C3%BCberlassungsgesetz
    > ... Rot Grün hat den Finanzmarkt so liberalisiert das die FDP über Jahre
    > überflüssig wurde.
    > ... und Hartz IV + Leiharbeiter wurden eingeführt, um das entstandene
    > Finanzloch zu schließen.

    Also ich stimme dir ja zu, dass Rot-Grün unter Schröder viele sozialdemokratischen Ideen und Prinzipien mit Füßen getreten hat. Teilweise müssen wir das heute noch ausbaden. Die SPD hat dafür zu Recht ziemlich Federn gelassen und sich im Prinzip bis heute nicht von dem Mitglieder- und Wählerschwund erholt.
    Allerdings muss man fairerweise auch feststellen, dass das jetzt 16 Jahre her ist... Die SPD hat scheinbar bis heute nicht kapiert, dass Schröder die Partei demontiert hat, und sich in den ganzen GroKos völlig zerreiben lassen.
    Die Grünen haben sich seitdem personell praktisch komplett erneuert. Wer aus der Bundestagsfraktion 1998-2005 ist denn noch da, bzw. hat bei den heutigen Grünen was zu sagen?
    Und: Warum hat die Union in den letzten 16 Jahren nichts davon grundlegend verbessert??
    Ja, Rot-Grün hat damals viel kaputt gemacht. Aber sie als Sündenbock "für alles" hinzustellen und der Union gleichzeitig kritiklos nachzusehen, es nicht besser gemacht zu haben, find ich zu einfach.

  20. Re: Rot Grün hat 2004 beschlossen, das Rentenniveau...

    Autor: Knuspermaus 23.06.21 - 21:30

    Mal echt jetzt?
    https //www vdk de/ov-schopfheim/ID126800?dscc=essenc
    Da stehen die Zahlen bis 2019 (47,6 Prozent), der link zur deutschen Rentenversicherung ist auch auf der Seite.

    Warum hat die Union nix geändert? Sie hätten die Steuern erhöhen, oder noch schlimmer die Steuerschlupflöcher für ihre Lieben schließen müssen, auf ca. 17 Milliarden Euro verzichten?
    Das geht mal gar nicht!
    https //www tagesschau de/wirtschaft/steuerschaeden-paradise-papers-101.html

    Ich würde ja noch auf "Die Anstalt" verweisen, die ist immer recht lustig, aber wahr, die stellen den Familienklüngel ziemlich gut dar.

    Zu den Grünen, die setzen Konzernen die Pistole auf die Brust und dann wird der Ablass verhandelt... es ist nicht zu erwarten, das diese Leute etwas ändern, die AFD?
    Die wird was verändern, da werden wir uns noch umgucken!
    ... und ja, das meinte ich in böser Art!
    Sobald sie hier https //www gesetze-im-internet de/bverfschg/__3.html ihre Finger drin haben, geht es rund.
    Die Union hatte in Sachsen wenig Skrupel Amtskollegen abhören zu lassen... die AFD lässt sich nicht abhören.
    Suchmaschine Suchstring "deutschland/2020-07/lfv-sachsen-afd-beobachtung-affaere-datenspeicherung" eingeben

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    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.21 21:37 durch Knuspermaus.

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