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Der Mastercode anyone?

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  1. Der Mastercode anyone?

    Autor: GeroflterCopter 05.12.17 - 12:45

    Kennt jemand hier noch das Buch "der Mastercode" von Scott McBrian? (inspiriert von Orwells 1984, aber ich hasse dessen Schreibstil) - zwar kein literarisches Meisterwerk, aber das Szenario des Buches fasziniert mich so sehr wie es mich bestürzt.

    Ich bin ja eigentlich nicht so dieser "totale Überwachtung wird uns vernichten"-Typ, aber die Entwicklungen der letzten Jahre deuten immer mehr dahin.

    In diesem Buch werden die Menschen primär nach ihrem Einkommen in Klassen unterteilt, in der sie verschiedene Vergünstigungen bekommen, was darin endet dass die Menschen in den unteren Klassen aus ihrem Hamsterrad nicht mehr herauskommen, weil sie ihre Kinder auf die schlechten Schulen der Unterklasse schicken müssen, welche dann wieder schlechte Jobs bekommen, somit in der unteren Klasse bleiben, usw. - genauso klingt das chinesische System für mich. 600 Punkte und man muss bangen seinen Job zu verlieren? Wie will man dann wieder in den Punkten aufsteigen wenn man kein Geld hat, Biogemüse zu bestellen?

  2. Re: Der Mastercode anyone?

    Autor: DreiChinesenMitDemKontrabass 05.12.17 - 15:19

    Ist ja hier und in vielen anderen Ländern bereits so. Wenn du keine reichen Eltern hast, hast du quasi schon verloren. Abi und Studium haben hier vorwiegend leute aus ober und mittelschicht.

  3. Re: Der Mastercode anyone?

    Autor: oldathen 05.12.17 - 16:12

    gibt noch ein besseres Buch: Super Sad True Love Story

    oder ALLE Bücher von P.K. Dick

    bzgl FB und Social Wahnsinn "Die Maschine steht still " von e.m.forster aus dem Jahr 1909

  4. Re: Der Mastercode anyone?

    Autor: GeroflterCopter 05.12.17 - 16:43

    DreiChinesenMitDemKontrabass schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ja hier und in vielen anderen Ländern bereits so. Wenn du keine reichen
    > Eltern hast, hast du quasi schon verloren. Abi und Studium haben hier
    > vorwiegend leute aus ober und mittelschicht.

    Das halte ich für ein Gerücht. Ich selbst stamme aus der Unter-Mittelschicht (Vater: Produktionshelfer, Mutter: Hausfrau), habe mittlere Reife, Ausbildung, Fachwirt und studiere jetzt berufsbegleitend, bei überdurchschnittlichem Gehalt.

    Noch ein Beispiel? Habe einen Jugendfreund, der gerade so die Hauptschule geschafft hat, konnte in der 7. Klasse noch nichtmal flüssig lesen. Vater arbeitet bei der Gemeinde als Mann für Alles, Mutter Hausfrau. Also niedrigster Abschluss, und auch nicht gerade Geld zum rauswerfen. Der Kerl hat eine Dachdeckerlehre gemacht, Meister, und jetzt seine eigene Dachdeckerfirma, vom 1 Mann Betrieb auf mittlerweile 3 Leute hochgezogen. Tendenziell werden es in 2 Jahren 6 oder 10 Leute sein.

    In westlichen Ländern kann man sehr wohl aus dem Hamsterrad ausbrechen - du hast Recht, dass es Kinder aus wohlhabenden Haus einfacher haben, da sie einfach auf den Faktor Geld nicht schauen müssen - aber auch hier gibt es genug Fälle in denen aus den Kindern nichts wird, weil sie sich zu sehr auf ihr Elternhaus verlassen haben, einfach stinkfaul sind und nicht in der Lage sind irgendwann mal Papas Firma zu übernehmen weil sie zu blöd sind eine Bilanz zu ordnen.

    Aber man kann durchaus etwas aus seinem Leben machen - aber das ist _immer_ sei es mit reichem als auch mit armen Elternhaus, mit harter Arbeit verbunden.

  5. Re: Der Mastercode anyone?

    Autor: GodsBoss 05.12.17 - 21:19

    > > Ist ja hier und in vielen anderen Ländern bereits so. Wenn du keine
    > reichen
    > > Eltern hast, hast du quasi schon verloren. Abi und Studium haben hier
    > > vorwiegend leute aus ober und mittelschicht.
    >
    > Das halte ich für ein Gerücht. Ich selbst stamme aus der
    > Unter-Mittelschicht (Vater: Produktionshelfer, Mutter: Hausfrau), habe
    > mittlere Reife, Ausbildung, Fachwirt und studiere jetzt berufsbegleitend,
    > bei überdurchschnittlichem Gehalt.
    >
    > Noch ein Beispiel? Habe einen Jugendfreund, der gerade so die Hauptschule
    > geschafft hat, konnte in der 7. Klasse noch nichtmal flüssig lesen. Vater
    > arbeitet bei der Gemeinde als Mann für Alles, Mutter Hausfrau. Also
    > niedrigster Abschluss, und auch nicht gerade Geld zum rauswerfen. Der Kerl
    > hat eine Dachdeckerlehre gemacht, Meister, und jetzt seine eigene
    > Dachdeckerfirma, vom 1 Mann Betrieb auf mittlerweile 3 Leute hochgezogen.
    > Tendenziell werden es in 2 Jahren 6 oder 10 Leute sein.
    >
    > In westlichen Ländern kann man sehr wohl aus dem Hamsterrad ausbrechen - du
    > hast Recht, dass es Kinder aus wohlhabenden Haus einfacher haben, da sie
    > einfach auf den Faktor Geld nicht schauen müssen - aber auch hier gibt es
    > genug Fälle in denen aus den Kindern nichts wird, weil sie sich zu sehr auf
    > ihr Elternhaus verlassen haben, einfach stinkfaul sind und nicht in der
    > Lage sind irgendwann mal Papas Firma zu übernehmen weil sie zu blöd sind
    > eine Bilanz zu ordnen.
    >
    > Aber man kann durchaus etwas aus seinem Leben machen - aber das ist _immer_
    > sei es mit reichem als auch mit armen Elternhaus, mit harter Arbeit
    > verbunden.

    Anekdoten sind keine Daten. Richtig ist natürlich, dass es kein Absolutum ist, jemand aus einer niedrigen Schicht kann nach oben gelangen und umgekehrt. Es ist aber wesentlich einfacher, von oben aus oben zu bleiben als von unten aus nach oben zu kommen. Eine Firma zu gründen ist beispielsweise immer ein Risiko, so sehr man sich auch anstrengt (und jedes Risiko vermeiden kann man schlicht nicht), da kann es sehr helfen, über mehrere Versuche zu verfügen, die von der Familie finanziert werden, statt nach dem ersten Fehlschlag prompt in der Privat-Insolvenz zu landen und dann erst mal gar keine Firma mehr führen zu dürfen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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