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Irgendwie find ich Teile der Idee gut

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  1. Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: Schattenwerk 05.12.17 - 09:46

    Also wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, dass diese Transparenz gefährlich und zu verhindern ist. Auch sind diese negativen Auswirkungen etwas, was ich nicht haben wollen würde.

    Aber (tm) ich finde ein positives Belohnungs-System eigentlich ganz schön von der Idee, sofern es den Rest nicht negativ beeinflusst. Es muss in sich rein Personenbezogen sein. So find ich die Sache mit einem günstigen Kredit oder besseren Krankenversicherungen gut. Ein Vorzug beim Studienplatz für die Kinder hingegen nicht.

    Der Mensch funktioniert nur mit Belohnungen. So ist das Gehirn leider großteils strukturiert. Ein solches System wird sich leider nie anonym realisieren lassen aber wenn doch, dann fände ich es gut.

    Sobald jedoch diese Daten irgendwie von anderen angesehen werden können und nicht nur der Score, dann kann man es sofort vergessen. Und so wird es sein. Selbst wenn die Daten anonym für eine ID erhoben werden, lässt sich irgendwann irgendwie die ID einem Mensch zuweisen.

    Und wie will man kontrollieren, dass man wirklich nur für sich positive Vorteile erhält, welche die anderen Mitmenschen nicht direkt negativ beeinflussen? Demnächst gibts beim Mietvertrag nicht nur Schufa sondern den "Life-Score" als Pflichtangabe: "Gesetzlich nicht erlaubt? Tjo, dann bekommen sie die Wohnung halt nicht, wenn sie es nicht ausrücken wollen."

    Womit die, in meinen Augen, an sich schöne Idee, direkt verdorben ist.

  2. Re: Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: ypsilon 05.12.17 - 09:48

    Da hast du recht - alles ist besser als das Schufa-System, wo du schon schlecht gescored wirst falls du unglücklich wohnst.

  3. Re: Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: yoyoyo 05.12.17 - 10:49

    Nicht ohne Grund gibt es seit tausenden von Jahren diverse Karmasysteme. Das Problem, die Menschen gemachten sind nicht integer. Es gibt kaum eine Gesellschaft die korrupter ist als die chinesische. Da braucht man nicht viel Fantasie um zu vermuten wo das hinführt.

  4. Es ist aber kein positives Belohnungssystem

    Autor: dabbes 05.12.17 - 14:10

    Im Opitmalfall zahlst mit maximalen Punkten den normalen Betrag, alle anderen Zahlen drauf, es ist ein Bestrafungssystem.

    Es führt auch zu einem Kastensystem, das wird wohl hier auch niemand wollen.

    Nur weil in deiner Gegen viele mit geringem Score leben, bekommst du auch einen geringeren Score, ist das Gerecht?
    Auch hat nicht jeder die Möglichkeit in eine Gegend mit besserem Score zu ziehen.

  5. Re: Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: Anonymer Nutzer 05.12.17 - 17:26

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber (tm) ich finde ein positives Belohnungs-System eigentlich ganz schön
    > von der Idee, sofern es den Rest nicht negativ beeinflusst. Es muss in sich
    > rein Personenbezogen sein. So find ich die Sache mit einem günstigen Kredit
    > oder besseren Krankenversicherungen gut. Ein Vorzug beim Studienplatz für
    > die Kinder hingegen nicht.
    Ein derartiges Belohnungssystem klappt aber leider nicht, ohne den Rest negativ zu belasten. Desto mehr Leute dort mitmachen, desto teurer würde der "Grundtarif" wo erstmal alle drin sind. Dann bezahlt man sich als jemand der keine Daten preisgeben will den höchstsatz. Nun gibt der Nachbar an, nicht zu rauchen, keine Drogen zu nehmen und keinen Alkohol zu trinken und bekommt dadurch eine günstige Versicherung. Muss man das nur beim Eintritt nachweisen oder muss man das Regelmäßig nachweisen? Muss man dann einmal im Jahr einen Termin machen (wo man dann mal etwas auf die Sachen verzichtet) oder kommt unangekündigt ein Kontrollör vorbei und nimmt eine Urin, Blut und Haarprobe?
    Muss man schon angeben, dass man Raucher ist wenn man mal in eine Raucherkneipe geht (weil da evtl. die Band eines Freundes auftritt, die man super findet) oder erst wenn man selber aktiv raucht? Muss man für die Zigarette die man mal mit 14 auf einer Party geraucht hat sein Leben lang hörere Beiträge zahlen oder nur in dem einen Monat?
    Zählt das Bier beim monatlichen Vereinstreffen schon als "Alkoholismus" oder erst ab 2 Flaschen am Tag?
    Was passiert, wenn man irgendwas bei der Versicherung falsch angibt (egal ob wissentlich oder unwissentlich)? Verweigert die Versicherung dann die Zahlung oder muss man dann den Tarif nachträglich über Jahre anpassen lassen, ggf. sogar mit Streafgebühr?
    Reicht bei einer Erkrankung schon die Vermutung dass es an etwas lag oder muss es klinisch nachgewiesen werden? Beispielsweise raucht man als Kind insgesamt 5 Schachteln Zigaretten und bekommt im Alter dann Lungenkrebs. Waren dass nun die Zigaretten in der Kindheit oder waren das die DieselPKW mit ihrem Feinstaub?

    Was ist mit Sport? man sagt ja immer, dass Sport das Leben verlängert. Aber was ist mit dem erhöhten Verletzungsrisiko bzw. dem übernatürlichen "Verschleiß" von Gelenken usw.?

  6. Re: Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: scrumdideldu 06.12.17 - 10:59

    ypsilon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da hast du recht - alles ist besser als das Schufa-System, wo du schon
    > schlecht gescored wirst falls du unglücklich wohnst.

    Das ist doch Mumpitz und das weißt du hoffentlich auch. Du bekommst wegen Deiner Wohngegend keinen schlechten Score sondern einen der nicht ganz so gut ist als würdest Du in einer besseren Gegend wohnen.

    Der Schufa Score geht nicht von 100 auf 0 nur weil Du woanders wohnst. Zudem wird das ganze Thema Schufa sowieso maßlos übertrieben. Wenn bei Dir alles sonst i.O. ist (Du also keine Titel usw. hast) dann wird eine Kreditfinanzierung nicht abgelehnt weil Du schlecht wohnst und auch kein Handyvertrag. Dafür ist schon etwas mehr notwendig.

    Fraglich ist ob die Anbieter (egal ob Bank, Versicherung, Versandhaus,...) überhaupt die Schufa oder eine andere Auskunftei anfragt.

    Ich habe mir zwecks mehrerer Hausfinanzierungen schon vor über 10 Jahren einen Onlinezugang zur Schufa geholt weil ich auch dachte Gott weiß was die an Daten über mich haben und dass da bei jedem Klick auf "Kaufen" im Internet eine Bonitätsanfrage eingeht.

    Von wegen! Meine Bank hat trotz Gesamtdarlehen von weit über 1/2 Million gar nicht bei der Schufa angefragt (und auch bei keiner der anderen Auskunfteien) und meine Darlehen sind weder der Schufa noch einem der anderen namhaften Anbieter gemeldet!

    Auch bei Interneteinkäufen wird dort zu 99% nicht angefragt.

    Autohaus bei dem ich einen Neuwagen auf Rechnung gekauft habe? Fehlanzeige. Keine Anfrage an die Schufa.

    Was die letzten über 10 Jahre tatsächlich an Bonitätsanfragen kam:

    - Eine Versicherung bei der ich ein Angebot für eine PKV wollte (wohlgemerkt: 1 Versicherung, alle anderen auch die bei der ich letztendlich abgeschlossen habe haben gar nicht angefragt)
    - Eine Versicherung bei Abschluss einer Risiko-LV
    - Handy-Pseudo-Prepaid Klarmobil

    Und ich habe in den 10 Jahren:

    - 2 Neuwagen auf Rechnung gekauft
    - 2 Häuser gekauft und finanziert, 1 Wohnung refinanziert
    - DSL-Anbieter gewechselt
    - Internetkäufe bei Amazon, Otto, Post, Apple und wahrscheinlich 50 oder mehr anderen Versandhäusern

    Meine aktuelle Schufaauskunft ist 99,66 und dort ist außer Adresse, Geburtsdatum und Girokonten und Kreditkarten NICHTS weiter gemeldet trotz reger Kaufaktivität.

  7. Re: Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: Lemo 06.12.17 - 14:37

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von wegen! Meine Bank hat trotz Gesamtdarlehen von weit über 1/2 Million
    > gar nicht bei der Schufa angefragt (und auch bei keiner der anderen
    > Auskunfteien) und meine Darlehen sind weder der Schufa noch einem der
    > anderen namhaften Anbieter gemeldet!

    Das kann ich so nicht glauben, deutsche Banken sind vor der Vergabe eines Kredites, gemäß §509 BGB, dazu verpflichtet, die Bonität eines Verbrauchers vor dem Abschluss eines Kreditvertrages anhand der Informationen einer öffentlichen Stelle, beispielsweise einer Auskunftei, wie der SCHUFA, zu prüfen.

    Was sein kann ist aber, dass die Bank ein anderes Verzeichnis als die Schufa oder ähnliche Anbieter kontaktiert hat, also öffentlich geführte Verzeichnisse.

  8. Re: Irgendwie find ich Teile der Idee gut

    Autor: mainframe 06.12.17 - 15:39

    Wir verifizieren bei jedem Online Kauf über unsere Portale zumindest die Adresse + Bankdaten wenn Kauf auf Rechnung gewünscht ist.

    Läuft voll automatisiert im Hintergrund. Wir nutzen hier verschiedene Anbieter... aber nicht die Schufa.

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