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Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

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  1. der ÖR ist angezählt.

    Autor: postb1 06.12.17 - 18:27

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Über kurz oder
    > lang würde das Programm für diejenigen gemacht werden, die an der Macht
    > bzw. zahlungskräftig sind und das verfassungsmäßige Neutralitätsgebot wäre
    > verletzt.


    Also entschuldige mal, das Programm WIRD für diejenigen gemacht, die in Berlin an der Macht sind.
    Neutrale Berichterstattung: Fehlanzeige.
    Stattdessen SCHIEBUNG wohin man schaut.
    Da wird gelogen, getrickst, gebogen. Da werden Tatsachen verdreht oder unterschlagen, wenn sie der aktuellen Politeska nicht passen.

    Das wird ganz ähnlich durchgezogen wie im ehem. DDR-Fernsehen. In den dortigen Nachrichtensendungen hat man eigentlich auch nicht gelogen....zumindest bei der Hälfte der Tatsachen - die andere Hälfte hat man einfach unter den Tisch fallen lassen.
    Was bitte macht der ÖR anders? garnix! Außer vielleicht, dass die Zensur nicht vom Politkommisar kommt sondern vom sog. Medienrat.

    Der ÖR ist angezählt! Da kann im GG stehen, was will.....das GG interessiert diese gewählten (der folgende Ausdruck ist noch freundlich) Rechtsbeuger im Bundestag/in den Landtagen doch anderweitig auch nicht



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.17 18:29 durch postb1.

  2. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 06.12.17 - 18:50

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also entschuldige mal, das Programm WIRD für
    > diejenigen gemacht, die in Berlin an der Macht sind.
    > [...]
    > Da wird gelogen, getrickst, gebogen. Da werden
    > Tatsachen verdreht oder unterschlagen, wenn sie
    > der aktuellen Politeska nicht passen.

    Ich habe ganz im Gegenteil den Eindruck, dass die Handlungen und Entscheidungen der regierenden Parteien in etlichen Sendungen unter die Lupe genommen, kritisiert, teilweise scharf angegriffen und nicht selten auch veralbert werden.
    Könntest du vielleicht ein, zwei anschauliche Beispiele für deine Behauptung liefern?

  3. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: KlugKacka 06.12.17 - 19:20

    lgo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrige Abgabe" ist gesetzlich
    > verankert. Kannst ja beim nächsten Strafzettel auch argumentieren, er sei
    > "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrig". Dann kriegst Du genau das
    > gleiche Problem, wenn du nicht zahlst. Meine Fresse, dann geh halt in die
    > Politik und engagier Dich gegen die Verhältnisse - und ändere was. Immer
    > nur dieses Gegreine: oje, ich muss ein paar Euro für den Staatsfunk
    > bezahlen, wir leben in einer Diktatur! Und allen ständig aufs Brot
    > schmieren, wie fies man die BRD findet... vielleicht sollte Deutschland
    > einen neuen Zwangsdienst einführen: alle BürgerInnen müssen vor Ablauf des
    > 21. Lebensjahres in einem Drittweltland für ein Jahr gemeinnützige Arbeit
    > leisten. Das sollte ein paar Verhältnismäßigkeiten herstellen.
    >
    > Sorry für den Rant, aber ich kanns echt nicht mehr hören.

    Doppelplusgut. Aber nur, wenn die auch wie die Einheimischen Leben müssen, keine Bevorzugung, und auch kein von Mama (Papa wär ja Frauenfeindlich) bezahltes Hotel.

  4. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Anonymer Nutzer 06.12.17 - 22:05

    > Was heißt denn bitte "muss" - beim Hauskauf oder selbst Neuwagenkauf können
    > die Wenigsten sechs oder fünfstellige Summen bar auf die Theke knallen,
    > auch Megareiche benutzen Kreditkarten, Konzerne finanzieren strukturelles
    > Wachstum oder neue Entwicklungen mit Fremdkapital usw. usw. - unsere
    > gesamte Gesellschaft ist auf Pump errichtet.

    Was an dem Fakt, dass jeder Kreditnehmer ein Ausfallrisiko für den Kreditgeber darstellt, nichts ändert.

    > Und zu den "Kleinkrediten" für Konsumartikel: Wenn ich den neuen 2000¤
    > Fernseher über einen 0%-Kredit in kleinen monatlichen Häppchen abbezahle,
    > belastet das mein Konto deutlich weniger als wenn ich den Betrag in einer
    > Summe abhebe und dadurch riskiere, vielleicht bei der nächsten größeren
    > Ausgabe ins Minus zu rutschen und Dispo-Zinsen zu bezahlen.

    Dafür geht man aber das Risiko ein, bei plötzlicher Arbeitsunfähigkeit diesen Kleinkredit nicht mehr bedienen zu können. Insbesondere wenn dann Miete, Heizung und Essen wichtiger sind als eine Rate für einen 2.000-Euro-Fernseher. Welcher Posten fällt der Endlichkeit eines Budgets als erstes zum Opfer?
    Finanzierungen heißen immer: das Geld ist eigentlich nicht da, aber morgen ganz bestimmt. Und da liegt der Knackpunkt: im Morgen. Der einzige ausfallsichere Kredit ist nun mal der, den man gar nicht erst nimmt.

  5. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: plutoniumsulfat 07.12.17 - 00:57

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > postb1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also entschuldige mal, das Programm WIRD für
    > > diejenigen gemacht, die in Berlin an der Macht sind.
    > > [...]
    > > Da wird gelogen, getrickst, gebogen. Da werden
    > > Tatsachen verdreht oder unterschlagen, wenn sie
    > > der aktuellen Politeska nicht passen.
    >
    > Ich habe ganz im Gegenteil den Eindruck, dass die Handlungen und
    > Entscheidungen der regierenden Parteien in etlichen Sendungen unter die
    > Lupe genommen, kritisiert, teilweise scharf angegriffen und nicht selten
    > auch veralbert werden.
    > Könntest du vielleicht ein, zwei anschauliche Beispiele für deine
    > Behauptung liefern?

    Werden sie. Aber diese Sendungen laufen ja nicht gerade immer in der Primetime. Also die meistgesehenen Sachen wie Tagesschau etc. sind leider alles andere als neutral. Von den ganzen Talkshows haben wir da noch nicht gesprochen :D

  6. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: plutoniumsulfat 07.12.17 - 00:59

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsache ist aber, daß mein Beispiel, der ÖR,in den letzten Jahrzehnten zum
    > verfetteten, feudalen und selbstgefälligen Selbstbedienungsladen mutiert
    > ist, dessen Aufgeblähtheit und Kostenhunger durch nichts mehr zu
    > rechtfertigen ist.
    > Wer sowas auch noch gutheißt, dem ist nicht mehr zu helfen.
    > Die Bekämpfung eines solchen Systems sollte demokratische Pflicht sein.

    Das ganze ließe sich auch auf die Politik übertragen. Ob du da dein Statement so stehen lässt? ;)

  7. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: plutoniumsulfat 07.12.17 - 01:02

    crack_monkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber frage dich mal warum das Finanzsystem in den USA so schlecht ist? Da
    > bekommt fast jeder irgendwie irgendwo Geld und keiner macht sich einen Kopf
    > ob er davon überhaupt was wieder sieht (stark vereinfacht runtergebrochen).

    Muss er ja auch nicht. Erst wird Geld aus dem Nichts erschaffen, dann wird es verliehen. Wenn man es zurückbekommt, toll. Jemand hat dir das Geld erarbeitet, wofür du nichts weiter machen musstest. Bringt er es nciht zurück, ist dir logisch gesehen gar kein Schaden entstanden. Real darfst du es aber als Verlust in deine Bücher schreiben. Da liegt der Fehler.

    Es verleiht doch keiner Geld, dass er verlieren könnte, nicht zu diesen Zinsen. Und die Zinsen der Zentralbank kann man auch nicht weiterreichen, wie soll man sonst seine Drittyacht finanzieren?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.17 01:03 durch plutoniumsulfat.

  8. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: NMN 07.12.17 - 09:12

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht umgehen kann und
    > darum eine negative Schufa-Auskunft hat, noch Geld leihen?
    >
    > Klar, es gibt auch in dem Bereich Raum für Mißbrauch, aber gerade die
    > Kreditwürdigkeit und somit das Vertrauen in die Zahlungsmoral eines
    > Geschäftspartners, sind ja nicht ganz unwichtig.

    Bei der Schufa bekommst du schon negative Einträge, wenn du in der falschen Gegend wohnst.

  9. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Hello_World 07.12.17 - 12:07

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie gesagt, rein sachlich gesehen ist eine0%finanzierung eine
    > Risikosteigerung weil du Schulden machst.
    Blödsinn, der einzige Einfluss einer 0%-Finanzierung auf meine finanzielle Lage ist, dass ich danach jeden Monat einen bestimmten Betrag an den Anbieter abführen muss. Genauso gut könntest du argumentieren, dass jemand ein höheres Risiko darstellt nur weil er 100 ¤ mehr Miete zahlt...

  10. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 07.12.17 - 17:41

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der einzige ausfallsichere Kredit ist nun mal der, den
    > man gar nicht erst nimmt.

    Ausgangspunkt war ja die Behauptung, die Kreditwürdigkeit würde bereits dadurch leiden, dass man sich überhaupt Geld leihen muss, und das stimmt ganz einfach nicht. Man kann bekanntlich nur Kredite vergeben, wenn sie auch jemand aufnimmt. Jemand, der keinen Kredit braucht bzw. will ist weder würdig noch unwürdig, sondern steht einfach nur außerhalb dieses Geschäfts. Kreditwürdig ist, wer Kredite aufnehmen und die Raten bedienen kann.

    Das Risiko skaliert zudem viel stärker mit der vergebene Summe als mit der eingeschätzten (!) Zahlungsmoral des Kreditnehmers. Da wir hier schon explizit über Kleinkredite sprechen: Hierbei ist die Hürde ziemlich niedrig und man kommt sogar mit einem nicht einwandfreien Rating durchaus noch in Frage. Da macht's die Masse.

    Aus Sicht des Kreditgebers ist ohnehin jeder *nicht vergebene* Kredit ein Verlust - das ruhende Kapital verliert immerhin erbarmungslos an Wert. Hingegen ist ein vergebener Kredit erst dann ein auch nur annähernd vergleichbarer Verlust, wenn er niemals zurückgezahlt wird. Säumnisse, Stundungen und Teilabschreibungen hingegen gehören für Geldverleiher seit Beginn der Zunft dazu.

  11. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 07.12.17 - 19:16

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also die meistgesehenen Sachen wie Tagesschau etc.
    > sind leider alles andere als neutral.

    Auch dafür hätte ich gerne ein, zwei Beispiele. :-)

    Mir geht es einfach darum, eine Vorstellung davon zu bekommen, was wer als "nicht neutral" betrachtet.

  12. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 07.12.17 - 19:33

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Zinsen der Zentralbank kann man auch nicht
    > weiterreichen, wie soll man sonst seine Drittyacht
    > finanzieren?

    Das geht schon, wenn man beim vierten Domizil und der fünften Geliebten ein wenig kürzer tritt. Ich weiß, es ist hart, aber in schlechten Zeiten trifft es nun einmal auch die Stützen der Gesellschaft. ;-)

  13. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: quineloe 08.12.17 - 00:18

    Hello_World schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie gesagt, rein sachlich gesehen ist eine0%finanzierung eine
    > > Risikosteigerung weil du Schulden machst.
    > Blödsinn, der einzige Einfluss einer 0%-Finanzierung auf meine finanzielle
    > Lage ist, dass ich danach jeden Monat einen bestimmten Betrag an den
    > Anbieter abführen muss.

    Und worin unterscheidet sich das von Schulden, bei denen eine monatliche Tilgung vertraglich verlangt wird?

    Du hast da genau das definiert: Schulden.

    Überleg doch mal, wie hoch ist das Risiko, jemandem per Finanzierung, 0% oder nicht, das ist völlig irrelevant, etwas zu verkaufen, wenn der bereits jeden Monat 1000¤ abdrücken müss, weil er jede Menge Zeug auf Finanzierung gekauft hat, und wie hoch ist dieses Risiko bei jemandem, der derzeit keine andere Finanzierung am Laufen hat?

    Beide haben ein monatliches Budget von 1000¤.

  14. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: Lemo 08.12.17 - 10:01

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werden sie. Aber diese Sendungen laufen ja nicht gerade immer in der
    > Primetime. Also die meistgesehenen Sachen wie Tagesschau etc. sind leider
    > alles andere als neutral. Von den ganzen Talkshows haben wir da noch nicht
    > gesprochen :D

    Die Tagesschau ist meiner Meinung nach sehr neutral, es wird ohne Wertung und Meinung berichtet.
    Die Talkshows laufen zudem alle zu besten Sendezeiten und werden ja auch gesehen und dort werden ständig Regierungsparteien kritisch hinterfragt.

  15. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 08.12.17 - 11:34

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Überleg doch mal, wie hoch ist das Risiko, jemandem
    > per Finanzierung, 0% oder nicht, das ist völlig irrelevant,
    > etwas zu verkaufen, wenn der bereits jeden Monat
    > 1000¤ abdrücken müss, weil er jede Menge Zeug auf
    > Finanzierung gekauft hat, und wie hoch ist dieses
    > Risiko bei jemandem, der derzeit keine andere
    > Finanzierung am Laufen hat?

    So einfach funktioniert Risikobewertung nicht.

    Einerseits, wer bereits viele Verbindlichkeiten hat, *könnte* ein unsicherer Kandidat für weitere Verbindlichkeiten sein. Wer jedoch diesen zahlreichen Verbindlichkeiten seit geraumer Zeit vorbildlich nachkommt, ist wiederum ein nachweislich guter Kreditnehmer, da er sowohl bereit als auch Willens ist.
    Bestes Beispiel: Die Bundesrepublik Deutschland: Höhere Schulden als manches Entwicklungsland, aber trotzdem bekommt die BRD jederzeit Kredit, weil sie ihre laufenden Kredite vorbildlich bedient und ihr "Einkommen" vermuten lässt, dass dies auch bei weiteren Krediten der Fall sein wird.

    Andererseits ist jemand mit wenigen oder gar keinen Verbindlichkeiten *womöglich* ein guter Kreditnehmer. Allerdings könnte der Grund für die fehlenden oder wenigen Verbindlichkeiten auch sein, dass der Betreffende entweder andernorts aus gutem Grund keinen Kredit bekommen hat oder mit den wenigen Verbindlichkeiten bereits an seinem Limit agiert - was eine schlechte Voraussetzung für weitere Kredite wäre.

  16. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: quineloe 08.12.17 - 15:28

    Trotzdem wirst du skeptisch sein, jemandem einen Kredit zu gewähren, wenn du weißt dass er schon an seinem Limit ist bei der Bedienung seiner aktuellen Kredite.

    Also modifizieren wir die beiden Beispiele:

    Beide haben in der Vergangenheit mehrere Kredite abbezahlt
    A hat derzeit keinen Kredit
    B drückt schon sein gesamtes Einkommen für andere Kredite ab.

  17. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 08.12.17 - 16:57

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also modifizieren wir die beiden Beispiele:
    > Beide haben in der Vergangenheit mehrere Kredite
    > abbezahlt
    > A hat derzeit keinen Kredit
    > B drückt schon sein gesamtes Einkommen für andere
    > Kredite ab.

    Wir könne es jetzt immer weiter modifizieren und in jedem neuen Setting prüfen, wie aussieht - das ändert aber nichts an der unzutreffenden ursprünglichen Aussage.

    Auch in diesem Fall ließe sich Einiges kritisieren:

    Erste einmal sind den Kreditrating- und Auskunftsagenturen schwerlich alle Einkünfte jedes potentiellen (privaten) Kreditnehmers bekannt, da dieser dem direkten Gläubiger maximal den Nachweis einer deckenden Einkommensquelle vorlegen müssen und der Gläubiger selbst diese Information nicht in jedem Fall an Agenturen weitergibt oder auch nur weitergeben darf. Die Agenturen können also gar nicht in jedem Fall einschätzen, wie viel von den Gesamteinkünften bereits in die Tilgung von Krediten fließt.
    Daher müssen sie schätzen. Und bei jemandem, der gerade problemlos etliche oder hohe Kredite bedient, schätzen sie natürlich höher als bei jemandem, der gar keine oder nur wenige/niedrige Kredite bedient.

    Kurz: Agenturen gehen nach dem, was sie haben bzw. daraus abschätzen können. Je weniger sie haben, desto konservativer werden sie schätzen. Und die ganze Geldbranche geht tendenziell davon aus, dass dort wo Kapital war und Kapital jetzt immer noch ist auch weiterhin Kapital sein wird. Wo es nur früher Geld gab, kann es jetzt weg sein - gestützt durch die Beobachtung, das aktuell nicht viel davon bewegt wird.

    Das wiederum kann natürlich glorios nach hinten losgehen, insbesondere wenn windige Kreditbetrüger durch geschicktes Manövrieren von (teilweise gar nicht realen) Beträgen ein vorhandenes Kapital vortäuschen.
    Allerdings wird dieses Risiko eingegangen, denn wie schon geschrieben: Die zahlenden Kunden der Agenturen sind die Kreditgeber und die Kreditgeber wollen und müssen Kredite vergeben. Eine allzu vorsichtige Agentur, die zu viele potentielle Kreditnehmer abwertet und damit die Vergabequote senkt, wäre ruckzuck weg vom Fenster.
    Im Privatbereich ist das Risiko zudem überschaubar. Die Höhe der einzelnen Kredite ist (aus Sicht der Geber) harmlos und selbst ein Totalausfall (Der übrigens per se selten vorkommt, und selbst dann gibt zumeist noch immer noch etwas zu liquidieren oder ist versichert ...) dann und wann ist leichter zu verschmerzen als die fehlenden Zinsen aus Krediten, die man wegen zu strenger Kriterien nicht vergeben hat.

    Nicht die Kreditgeber sind die Haie, sondern das Geld selbst ist ein Hai: Wenn es aufhört zu schwimmen, ist es erledigt.

  18. Reichsbürger, AfD, Chemtrail Müll

    Autor: deus-ex 10.12.17 - 14:02

    Mehr lese ich in solchen Schrottposts nicht mehr.

  19. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: S-Talker 11.12.17 - 10:27

    Zazu42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht glaube ich eher darum das du z.B. keine "normale" Wohnung mehr
    > bekommst wenn du verschuldet bist selbst bei Verhältnissen zu denen man
    > selber noch motiviert und fähig ist sie zu erwirtschaften und selbst
    > abzuzahlen.

    Als Immobilienbesitzer kann ich das gut verstehen. Wenn das Geld alle ist, ist das erste was nicht mehr gezahlt wird die Miete, weil alle wissen, wie schwer es in DE ist aus einer Wohnung geworfen zu werden.

    Da wird oft die Miete nicht gezahlt, aber pro Tag eine Schachtel Kippen geraucht und im Wohnzimmer steht ein neuer 65" TV. Klischee? Ja, aber leider zu oft war.

    > Fall ist. Aber grade wenn man versucht selber etwas auf die Beine zu
    > stellen, eine eigene Firma, neudeutsch "Startup", gründen, kann man sehr
    > schnell einen Berg an schulden anhäufen wenn es nicht ganz so funktioniert
    > wie man es sich vorstellt.

    Dafür gibt es geeignete Gesellschaftsformen, bei denen man nicht persönlich haftet.

  20. Re: Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 11.12.17 - 15:36

    S-Talker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür gibt es geeignete Gesellschaftsformen, bei denen
    > man nicht persönlich haftet.

    Alle Gesellschaftsformen, bei denen dies der Fall ist, erfordern eine Einlage nicht unbeträchtlicher Höhe, die man als Startup-Unternehmer in aller Regel nicht hat - es sei denn, man findet Investoren für die bloße Idee, hat geerbt, bekommt es als zinsloses Darlehen wohlmeinender Verwandter oder ... nun ja, man nimmt einen Kredit auf.

    Zumindest bei seriösen Varianten. Man kann natürlich auch eine ausländische Gesellschaft (z.B. eine Ltd.) als Briefkastenfirma gründen, womit man zumindest formal nicht persönlich haftbar ist. Allerdings dürfte man damit nicht gerade unbegrenztes Vertrauen bei informierten Geschäftspartnern genießen und wenn's den Bach runtergeht, hängt es allein vom Elan und Arbeitsaufkommen der Ermittler ab, ob deren Arbeit beim Briefkasten endet oder sie nicht doch verfolgen, welcher teutonische Windhund sich dahinter verbirgt.

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