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nein,

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  1. nein,

    Autor: frnz 16.10.19 - 16:09

    so sollte das nicht sein. Das ist doch nicht euer Ernst! Ein Unternehmen, welches jeden Henkerauftrag annimmt, kann ich nur als bodenlos verkommen bezeichnen. Aufschlussreich auch, wie hier *Moral* hin- und her-relativiert wird. Moral ist flexibel, das stimmt. Es gibt aber immer noch eine menschliche Ethik. Wer nicht weiß, was Verantwortung bedeutet, ist nicht Erwachsen.

    Aber sei's drum: Wenn vollkommen ohne Rückenmark agiert werden muss, dann voll transparenzpflichtig: Wer verkauft wem welchen Sch***, wer ist an welchem Krieg am verdienen, wer produziert wie hohe externe Kosten zu ungunsten der Allgemeinheit. Auf jeder Packung, auf jeder Website, auf jeder Anzeige.

  2. Re: nein,

    Autor: DerDudeDerAndere 16.10.19 - 16:15

    Das würde mir auch gefallen. Leider wurden derartige Projekte (oder im Entferntesten ähnliche wie z.B. LobbyRadar) ganz schnell eingestellt.

  3. Re: nein,

    Autor: Anonymer Nutzer 16.10.19 - 16:57

    Also ich relativere nicht hin und her. Ich behaupte klipp und klar, dass sich eine feste Moral oder Ethik beim Homo Sapiens noch nicht herausgebildet hat, also nicht existiert.

    Das was jetzt auch von dir "Menschliche Ethik", praktisch wie ein Naturgesetz, formuliert wird, sind aktuell gültige Vorstellung von Gut und Böse, Richtig und Falsch. Das kann schon nächsten Monat oder morgen früh oder in einer Stunde ganz anders aussehen, je nachdem worum es geht.

    Oder hast du einen Fall, eine Regel der Ethik, welche allgemeingültig ohne Ausnahme ist?
    Ich kenne keine.

  4. Re: nein,

    Autor: frnz 16.10.19 - 17:08

    ... ist das nicht ein bisschen dünn? Kein innerer Kompass, oder etwa ein Trollversuch?
    Wie wär's wenigstens mit "Hinterlasse diese/n Toilette/Zimmer/Land/Planeten, wie Du sie vorzufinden wünscht"?

  5. Re: nein,

    Autor: AynRandHatteRecht 16.10.19 - 17:29

    Es wird vergessen, dass der freie Handel (wie auch Geld als Währung), Menschen friedlich zusammenbringt ohne gegenseitig Vorschriften zu machen. Das gilt auch für diverse unterschiedliche Glaubensrichtungen, die sich selbst Einschränkungen zB bei Lebensmitteln oder bestimmte Lebensweisen vorschreiben.

    Verweigert man das Recht auf Handel, bleibt am Ende nur Gewalt übrig.

    Das ist natürlich in dem Falle einer austauschbaren Software/IT-Dienstleistung sehr weit hergeholt, aber auch das Unterstellen der "Waffenfähigkeit" dieser. Dazu kommt, dass die ICE-Behörde nicht per se "schlecht" ist, so wie es zB auch die Bundespolizei bei uns nicht ist, auch wenn es Abschiebungen und Fälle gibt, die starke Bauchschmerzen erregen, aber politisch so gewollt wurden.

    Man muss also politisch ein Zeichen setzen. Man "hungert" solche staatlichen Kunden nicht aus, insbesondere wenn es zig Alternativen gibt. Die PR-Wirkung ist minimal und der Umsatz fehlt, damit auch der Ertrag und die Möglichkeit durch Spenden und zeitlichen Einsatz "für das Gute" zu kämpfen oder zB oppositionelle Parteien/Kampagnen zu unterstützen.

    In diesem Falle dreht es sich um inländische, staatliche Einrichtungen.

    Nicht um Waffenhersteller oder Unternehmen aus Drittstaaten, die explizit die Software, Bauteile oder Dienste dafür einsetzen wollen um Menschenrechte zu verletzten. So gesehen sind Anbieter von Firewall- und Proxy-Hardware/-Services viel näher dran.

  6. Re: nein,

    Autor: Yash 17.10.19 - 01:18

    con2art schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich relativere nicht hin und her. Ich behaupte klipp und klar, dass
    > sich eine feste Moral oder Ethik beim Homo Sapiens noch nicht
    > herausgebildet hat, also nicht existiert.
    Aber du hast doch sicherlich eine Moral oder? Und deine Familienmitglieder und Freunde auch, richtig? Und jeder entscheidet doch gemeinsam und alle entscheiden in ihrer Gruppe, mit wem sie ihre Freizeit verbringen und von wem sie Produkte kaufen.
    (Gut es gibt auch Leute, die auf alles scheißen, aber um die paar Leute geht es mir nicht)

    Und warum sollte man das nicht auch in Unternehmen festlegen? Man definiert einfach in einem längeren Prozess allgemeine Regeln, mit wem Geschäfte gemacht werden bzw. mit wem nicht. Das mache ich in meinem Unternehmen auch (2 Leute, ja das ist natürlich was anderes weil viel einfacher) und das hat mein ehemaliger Arbeitgeber auch gemacht (wenn auch eher oberflächlich und mehr aus Imagegründen nach innen - aber immerhin)

  7. Re: nein,

    Autor: Anonymer Nutzer 17.10.19 - 08:50

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > con2art schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ich relativere nicht hin und her. Ich behaupte klipp und klar, dass
    > > sich eine feste Moral oder Ethik beim Homo Sapiens noch nicht
    > > herausgebildet hat, also nicht existiert.
    > Aber du hast doch sicherlich eine Moral oder? Und deine Familienmitglieder
    > und Freunde auch, richtig? Und jeder entscheidet doch gemeinsam und alle

    Ja, und die Moral meiner Freunde unterscheidet sich schon teils von mir. Mit meinem Vater gehe ich gar nicht mehr einher.

    Ich bestreite nicht, dass jeder seine Art von Moral hat. Selbst Psychopathen kennen Grenzen, auch wenn sie dabei nur an dich selber denken.

    Aber es gibt keine Allgemeingültigkeit lang von moralischen Regeln.

    > Und warum sollte man das nicht auch in Unternehmen festlegen? Man definiert

    Weil das schon in der Familie nicht funktioniert? Der eine hat Apple, der andere Schnüffelsoftware. Der eine wählt SPD, der andere Sozialdemokraten. Der eine gibt been verletzt Geld, der andere hält Obdachlose grundsätzlich für einen Betrüger.

    Ja, ich habe absichtlich provozierende Vergleiche konstruiert, um zu zeigen, wie schon bei solchen Begriffen Moral und Vorstellung auseinandergehen.

    > einfach in einem längeren Prozess allgemeine Regeln, mit wem Geschäfte
    > gemacht werden bzw. mit wem nicht. Das mache ich in meinem Unternehmen auch
    > (2 Leute, ja das ist natürlich was anderes weil viel einfacher) und das hat

    Kann ich mir nicht vorstellen. Spätestens wenn du eine schlechte Zeit hast, musst du dich entscheiden, ob du den ungeliebten aber gut bezahlenden Kunden nimmst oder einen Mitarbeiter kündigst.

    Aber ich freue mich über ein Beispiel ohne Ausnahme.

  8. Re: nein,

    Autor: Anonymer Nutzer 17.10.19 - 09:06

    frnz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... ist das nicht ein bisschen dünn? Kein innerer Kompass, oder etwa ein
    > Trollversuch?

    Ich kann mich nur wiederholen: Ich habe eine Moral, du hast eine, jeder hat eine. Aber die sympathisieren nicht mit einander.

    Du machst an deinen Worten doch schon klar, dass du die Welt in gut und böse einteilst: Henkerauftrag, verkommen, Ethik, Verantwortung und Rückgratlos
    Oder anders formuliert: „Wer nicht meiner Meinung ist, ist rückgratlos verkommen“.
    Ist das die erwachsene Haltung, von der du sprichst?

    Ich sehe das so: erwachsen bedeutet, dass man sich aussucht, mit wenn man lebt. Ich muss in meinen Job mit tausend christlichen Gläubigen und Anhängern der Komplementärmethodik arbeiten. Tue ich notgedrungen, weil ich das Geld brauche. Aber ich würde mich nie persönlich mit denen treffen. Wir können zusammen arbeiten, weil die Moral eben keinen Rolle spielt.

    Arbeit oder Geschäft bedeutet, dass man seine Moral außen vor lässt, weil man sonst keinen zum arbeiten hat. Im privaten sieht das anders aus.

    > Wie wär's wenigstens mit "Hinterlasse diese/n
    > Toilette/Zimmer/Land/Planeten, wie Du sie vorzufinden wünscht"?

    Nehmen wir bitte mal die „einfache“ Toilette.
    Der eine will die Brille oben, der andere unten. Der eine die Rolle nach vorne, der andere nach hinten. Ich spüle immer, andere nur bei Kotausscheidungen.

    Wer ist nun moralisch auf der richtigen Seite? Eben weil das schon zu kompliziert ist, hat man sich auf hygienische Regeln geeinigt und der Rest muss dann mit Kompromissen gelöst werden, zum Beispiel: „wenn ich auf Klo gehe, drehe ich die Rolle anders rum, die anderen machen das für sich auch, aber keiner beschwert sich mehr.“

  9. Re: nein,

    Autor: mxcd 17.10.19 - 09:36

    > Oder hast du einen Fall, eine Regel der Ethik, welche allgemeingültig ohne
    > Ausnahme ist?
    > Ich kenne keine.

    Es geht ja auch nicht darum ein gemeingültiges moralisches Prinzip zu postulieren, sondern es zu kritisieren, dass eine Firma es grundsätzlich ausschließt, aus moralischen Gründen Kunden abzuweisen.
    Das ist ein Geschäftsmodell, dass von vornherein jede ethische Verantwortung von sich weißt.
    Und das ist wiederum von vornherein schlecht.

  10. Re: nein,

    Autor: Eheran 17.10.19 - 10:33

    >Aber ich freue mich über ein Beispiel ohne Ausnahme.
    Ich übrigens auch.

  11. Re: nein,

    Autor: frnz 17.10.19 - 13:20

    > Ich kann mich nur wiederholen: Ich habe eine Moral, du hast eine, jeder hat eine.

    Moral interessiert mich nicht, nur Ethik.

    > Du machst an deinen Worten doch schon klar, dass du die Welt in gut und böse einteilst:

    Mache ich nicht, sei unbesorgt. Nur in einigermaßen verträglich und klar asozial. Gründe für Verhaltensweisen bleiben auch mir überwiegend unbekannt.

    > Nehmen wir bitte mal die „einfache“ Toilette.
    > Der eine will die Brille oben, der andere unten. Der eine ...

    Das Wichtigste muss einem zum Glück niemand erklären. Bei übersteigerter Klodeckelmoral: Wer sich intensiv mit derlei beschäftigt, dem geht's gut. Allerdings denke ich manchmal, künstliche Komplexität zu erzeugen, ist für die Gesellschaft fast schlimmer, als nicht zu spülen.

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