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Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

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  1. Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: AllDayPiano 02.09.20 - 13:33

    Beispiel Deutschland: Viel zu wenige nutzen die App, wenn sie sie nutzen, werden Testergebnisse nicht automatisch kommuniziert, sondern müssen durch den Nutzer eingepflegt werden. Und wenn das geschieht, scheitert man immernoch am enormen blinden Fleck des Frameworks, der beim ersten Kontakt sozusagen blockiert ist, und weitere Kontakte gar nicht wahrnimmt.

    Es bräuchte fundamentale Änderungen an der Durchführung; nämlich dahingehend, dass *alle* Begegnungen entpsrechender Dauer und Nähe als Kontakt gelten (und nicht der erste, der antwortet) und die App verpflichtend wird.

    Dann kann man die Situation ein paar Wochen beobachten, und kann abgleichen, wieviel Unterschied zwischen Gesundheitsamt und App-Erhebung existiert, und Aussagen über die Wirksamkeit treffen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  2. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: Steven Lake 02.09.20 - 14:15

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und die App verpflichtend wird

    Klar wenn die mir ein Smartphone ohne China und USA Verbindung kaufen.

    Man kann nicht erwarten dass jeder ein Smartphone hat bzw. ein aktuelles wo die App funktioniert. Was will der Staat machen? Jeden anhalten und gucken ob die die App haben? Dann kann man direkt mit einem Bus vor Altersheimen und Obdachlosenheimen vor fahren und die mal einkassieren. Ich werde mir auch nicht vorschreiben lassen, was ich auf meinem Smartphone zu installieren habe und was nicht.
    Wenn die mir ein Smartphone geben, dann will ich auch aus Prinzip nichts mit Verbindung in die USA oder China.

    Die App ersetzt nicht die AHA Regel.

  3. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: d1m1 02.09.20 - 14:17

    Absolut, geht leider nur über Bestrafung oder Belohnung.
    Wenn man eine Prämie bekommt, wenn man die App 14 Tage nutzt und einen Test nach mindestens 5 Tagen Nutzung einreicht, würden bestimmt weit mehr Leute die App benutzen.

    Auf der anderen Seite könnte man vielleicht auch eine Art "Smartphoneführerschein" einführen und zur Nutzung der App verpflichten. Dann haben wir ein System, vor dem man definitiv warnen sollte.

  4. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: nicoledos 02.09.20 - 14:29

    Ein anderer Blick.

    Es gab in der Region am Wochenende 2 neu Infizierte (Reiserückkehrer). Bei ca. 300.000 Einwohnern ist die Wahrscheinlichkeit genau diesen über den Weg zu laufen doch gering, wenn man nicht aus dem gleichen Stadtteil ist.

    Dann muss die App diesen Kontakt noch entsprechend qualifiziert erkennen. Die Wahrscheinlichkeit steigt natürlich bei entsprechenden öffentlichen Aktivitäten. Bei Einhaltung der Abstände ist immer noch eine qualifizierte Erkennung gering. Selbst unter der Bedingung, dass jeder die App installiert hat.

    Nur wird diese dadurch nicht gleich sinnlos. Schon ein erkannter Fall durch die App kann sich lohnen, da dieser ein "Superspreader" werden könnte.

  5. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: Gastbeitrag 02.09.20 - 14:35

    Jaja, aber wozu soll das alles gut sein? Derzeit besteht doch garnicht die Notwendigkeit. Statistische und epidemiologische Erkenntnisse sind mit dieser App nahezu unmöglich, weil wir nur so das sehr hohe Datenschutzniveau erreichen konnten.

    Die Funktion der App zielt darauf ab, die mit Contact Tracing beauftragten Ämter zu entlasten. Solange die nicht aufschreien, dass Sie dem Druck nicht mehr standhalten, solange braucht man weder Incentives setzen noch Marketing für die App betreiben - geschweige denn mit Verboten hantieren.

  6. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: nicoledos 02.09.20 - 14:36

    Eine Belohnung für Testeinreichung könnte wieder Leute auf die Idee kommen lassen sich mutwillig zu infizieren bzw. vermehrt unnötige Tests zu veranlassen.

    Gamification könnte nützlich zur Akzeptanz sein. Nur darf dies weder zur Manipulation ermuntern, noch ein "Nutzungszwang" daraus entstehen.

  7. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: bombinho 02.09.20 - 14:42

    nicoledos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur wird diese dadurch nicht gleich sinnlos. Schon ein erkannter Fall durch
    > die App kann sich lohnen, da dieser ein "Superspreader" werden könnte.

    Unguenstiges Argument, mit der gleichen Begruendung koennte man am Ende jedes Regenbogens nach Gold graben. Irgendwann wird man schon fuendig. Das hat dann aber nichts mehr mit der App zu tun, sondern mit Wahrscheinlichkeit. Und fuer einen Nutzen sollte die App dann schon in der Lage sein, gewuerfelte Ergebnisse deutlich erkennbar zu uebertreffen.

    Dies ist weder derzeit, noch absehbar, zu erkennen, schon aufgrund der Funktionsweise und Datenbasis.

    Dafuer ist die Gefahr, die von diesen Entwicklungen ausgeht, sehr real.
    Besonders die Verlagerung von der App ins OS entzieht die bisher schon rudimentaere Kontrolle ueber die Daten. Die Backupfunktion fuer die Daten konnte bei diversen Apps ja noch abgebogen werden. Sauber in das OS integriert, hilft mehr oder weniger nur noch Beten.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 02.09.20 14:50 durch bombinho.

  8. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: chefin 02.09.20 - 15:28

    Es gibt immer zwei Seiten dieser Medallie

    Die eine ist die, welche Angst vor Überwachung haben, sicherlich auch nicht ganz unberechtigt. Die andere ist die, die Angst vor Ansteckung haben. Genausowenig Unberechtigt.

    Es gilt nun, die welche Angst vor einer Kranheit haben und die welche Angst vor Überwachung haben, zusammen in einer Gesellschaft agieren zu lassen. Das wird dann aber zwangsläufig dazu führen, das Überwachungsphobiker und Krankheitsphobiker jeweils getrennte Bereiche haben, in denen sie unterwegs sind.

    Zu Deutsch: wer sich nicht kontrollieren lassen will, muss dann halt dort hin wo die anderen unkontrollierten sind. Also kann dann jeder Wirt für sich entscheiden, wen er rein lässt. Da aktuell wohl die Mehrheit mit den Kontrollen klar kommt, aber nicht unbedingt dort sein will wo eher sorglose oder verantwortungslose Menschen, wird es wohl mehr Lokale und Bereiche geben wo nur Kontrollierte unterwegs sein dürfen.

    Über das WIE dieser Kontrollen muss man sicherlich noch Diskuttieren. Aber das es welche geben muss, steht für mich ausser Frage. Die Natur ist kein Friedensengel. Die Natur schert sich einen Scheissdreck um uns, wir sind eher ein Störfaktor geworden. Die Natur hat sich noch nie wirklich ums Leben gekümmert, sie nimmt es einfach hin. Das einfach mal ein Meteorit auf die Erde knallt und 90% des Lebens auslöscht, juckt die Natur nicht. Und wenn wir pech haben wird ein unheilbarer tödlicher Virus sich bilden, der uns Menschen einfach auslöscht. Wir werden dann durch andere heute noch mässig intelligente Arten ersetzt.

    Wärend wir uns also drüber streiten, ob wir diese Kontrollen brauchen oder nicht und welche Missbrauchsmöglichkeiten existieren (die aber nur innerhalb der Rasse Mensch von Bedeutung sind), mutiert die Natur fleisig weiter an ihren Lebewesen. Wir haben Angst, das uns ein Politiker vieleicht aus Selbstsucht Freiheiten beschneidet, während die Natur einen Virus verbreitet der Schwache und Kranke aussortiert.

  9. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: schap23 02.09.20 - 17:04

    Wenn man wollte, könnte man erfassen, wieviele Menschen sich mit einer Warnung beim Gesundheitsamt für einen Test melden. Aber das will man lieber nicht wissen. Könnte sein, daß die Anzahl bislang im einstelligen Bereich liegt - da klingen 16 Millionen Downloads doch besser.

  10. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: smonkey 03.09.20 - 06:17

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn das geschieht, scheitert man
    > immernoch am enormen blinden Fleck des Frameworks, der beim ersten Kontakt
    > sozusagen blockiert ist, und weitere Kontakte gar nicht wahrnimmt.

    Was meinst Du damit?

  11. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: bombinho 03.09.20 - 15:55

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Wärend wir uns also drüber streiten, ob wir diese Kontrollen brauchen oder
    > nicht und welche Missbrauchsmöglichkeiten existieren (die aber nur
    > innerhalb der Rasse Mensch von Bedeutung sind), mutiert die Natur fleisig
    > weiter an ihren Lebewesen. Wir haben Angst, das uns ein Politiker vieleicht
    > aus Selbstsucht Freiheiten beschneidet, während die Natur einen Virus
    > verbreitet der Schwache und Kranke aussortiert.

    Ziemlich viel Tiefgang in deinem Beitrag. Gefaellt mir. Zwar vermisse ich eine klare Positionsbeziehung, kann mir aber viele Gruende vorstellen, warum die wegblieb.

    Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass unsere sozialen Strukturen schon seit einiger Zeit nicht mehr "rein natuerlich" sind sondern zunehmend in gelenkten bzw. vorgefertigten Bahnen verlaufen.
    Diese sozialen Strukturen sind nicht zuletzt der Motor der Verbreitung und auch ueberwiegend ausschlaggebend, wer "natuerlich" aussortiert wird und wer nicht.

  12. Re: Wie soll der Nutzen auch belegbar sein?

    Autor: bombinho 03.09.20 - 16:01

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man wollte, könnte man erfassen, wieviele Menschen sich mit einer
    > Warnung beim Gesundheitsamt für einen Test melden. Aber das will man lieber
    > nicht wissen. Könnte sein, daß die Anzahl bislang im einstelligen Bereich
    > liegt - da klingen 16 Millionen Downloads doch besser.

    Soweit ich das ueberblicke, sind bisher ausschliesslich Faelle bekannt, wo Nichtinfizierte von der App davor gewarnt worden, dass sie potentielle Kontakte zu Infizierten hatten.
    Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Nicht-Infizierten die Ansteckung weiterreichen, auf ein absolut vertretbares Masz gesenkt worden.

    Aber fuer die Infektionserkennung ist die App ja ohnehin nicht zustaendig. Die erfolgt selbstverstaendlich konventionell.

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