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Die Diskussion um die Corona-App wird unentwegt schlechter.

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  1. Die Diskussion um die Corona-App wird unentwegt schlechter.

    Autor: Hantilles 25.05.20 - 09:37

    Ich beobachte das Thema seit zwei Monaten.

    Anfangs drehte sich die Debatte um technische Machbarkeit, Schwierigkeiten, Nützlichkeit, Datenschutz. Alles relevante Fragen, viele Auseinandersetzungen auf unglaublich hohem Niveau.

    Seit ein paar Wochen jedoch flacht diese Debatte ab. Menschen beklagen überall im Internet eine Totalüberwachung – die mit dem aktuellen technologischen Konzept quasi ausgeschlossen ist – und verbreiten Fehlinformationen und Ängste über die App. Sie beklagen, dass nicht ausreichend über die App diskutiert werde, tragen jedoch nicht wirklich zur Diskussion bei. In den besseren Fällen wird noch darüber geklagt, dass die Möglichkeiten der App ja begrenzt seien – und dann wird irgendjemandem vorgeworfen, die Möglichkeiten der App vollkommen zu überschätzen, während alle, die sich ernsthaft damit auseinandergesetzt haben sich völlig im Klaren über den nur kleinen Effekt sind – aber dass auch dieser eben eine Wirkung haben kann.

    Mir scheint, nur wenige Fragen sind im Grunde noch unberührt und undiskutiert geblieben. Wenn nun der Eindruck herrscht, dass diese Debatte nicht stattfindet – oder besser: nicht stattgefunden hat – dann mag es vielleicht auch mit der Verflachung des Diskurses zusammenhängen und der Neigung, bei angeblich so breit angelegten Debatten den Menschen keine Komplexität mehr zumuten zu wollen. Weil ja: Dann wird die Debatte eben unterkomplex und so vereinfachend, dass eine differenzierte Auseinandersetzung meist nicht mehr stattfindet.

    Die Debatte um die rechtlichen Rahmenbedingungen ist jedenfalls auch alles andere als neu. Allerdings ist sie womöglich durch die Technik entkernt worden. Wenn jetzt eifrig danach gerufen wird, juristisch zu verhindern, dass die App missbraucht werden kann, dann frage ich mich: auf welcher technischen Grundlage würde dieser Missbrauch denn stattfinden? Die Nutzung der App kann prinzipbedingt nicht vorgeschrieben werden, denn im Zweifel entscheide ich mich auch nach einem positiven Test noch gegen den Upload meiner Daten – und niemand kann mich daran hindern. Jegliche "Verpflichtung", die App zu benutzen hat keinerlei relevante Bedeutung, niemand kann jemand anderem gegenüber nachweisen, die App "wirklich zu benutzen", niemand kann wirksam Vorteile damit verbinden. Das ist nämlich bereits das Ergebnis der Architektur-Debatte von Anfang April!

    Dann kann man sich eben noch die Frage stellen, ob man derzeit in der Debatte noch zum Erkenntnisgewinn beiträgt, oder ob man sich nur darum bemüht, diese Lösung tot zu reden. Alles was jetzt diskutiert wird, muss jedenfalls den Stand der Technik mitberücksichtigen. Ich halte es für falsch, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu fordern ohne darauf zu verweisen, welche technologischen Limitierungen bereits bestehen. Denn auch so verbreitet man wiederum Verunsicherung, die aus technischer Perspektive nicht wirklich zu rechtfertigen ist.

    So ehrlich muss man dann eben sein, wenn man "Transparenz und Klarheit" von allen anderen einfordert!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.20 09:40 durch Hantilles.

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