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Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

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  1. Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: Anonymer Nutzer 25.05.20 - 13:34

    Ein Reality Check:
    Wir haben Ende Mai. Erkältungskrankheiten - und zwar egal ob durch Corona oder andere Viren ausgelöst - sind vorbei. Einfach die offiziellen Statistiken ansehen. WICHTIG: Genesene immer abziehen, sonst sind die Statistiken zur Einschätzung der aktuellen Lage unbrauchbar.

    Immer mehr Studien ordnen die Gefährlichkeit von Corona im Bereich der Influenza ein - und JA, die ist gefährlich. Das ist wichtig, denn alle Maßnahmen sollten ja verhältnismäßig sein - es wäre ja dumm wegen Corona besondere Schutzmaßnahmen einzuführen während man die Gefahr von Influenza völlig ignoriert.

    So, und nun möchte man also eine App auf möglichst alle Smartphones bekommen, um zu tracken wer wen getroffen hat. Das ist für die einen eine nette technische Spielerei, für die anderen ein Datenschutzdesaster - aber WOZU?

    Es gibt sinnvolle Maßnahmen um während der Virensaison (die ist im Herbst/Winter!) Menschen zu schützen. Allen voran: KRANKE Menschen sollten möglichst zuhause bleiben, und sich nicht hustend zum Arzt oder zur Arbeit schleppen.

    Aber eine App die mal ALLE Kontakte zwischen Menschen erfasst - noch dazu im SOMMER - ist so ziemlich das Dämlichste was man zur Virenbekämpfung machen kann.

  2. Re: Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: sevenacids 25.05.20 - 18:17

    Sehe ich genauso. Immer mehr deutet mittlerweile darauf hin, dass mit COVID-19 unnötig Angst- und Panikmache betrieben wird - die für andere Krankheiten, u.a. Influenza, in der Form nie zur Debatte stand. Viele der Maßnahmen sind zudem höchst fragwürdig, etwa das Desinfizieren der Einkaufswagen nach jedem Kunden. Wer weiß, was man sich auf die Weise alles an Resistenzen heranzüchtet. Zumal Schmierinfektionen ohnehin als unwahrscheinlich gelten (dazu gibt es eine Studie). Oder die Mundschutzpflicht, von der selbst die WHO abrät. Aber der Mensch denkt ja immer, er hätte alles unter Kontrolle und Technik wäre die Lösung aller Probleme.

    Die Frage bei den Apps ist zudem: COVID-19 ist irgendwann vorbei. Die Schnittstellen sind da. Wer weiß, für welche Zwecke die in Zukunft weiterentwickelt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Worüber ich am meisten entsetzt bin: dass ein großer Teil der Bevölkerung so leichtgläubig zu sein scheint und alles mit sich machen lässt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.20 18:19 durch sevenacids.

  3. Re: Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: Peter V. 26.05.20 - 10:14

    fox82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Reality Check:
    > Wir haben Ende Mai. Erkältungskrankheiten - und zwar egal ob durch Corona
    > oder andere Viren ausgelöst - sind vorbei.
    Komisch, hat doch gerade erst die Arbeitsgruppe von dem Prof der die Folgen von Corona geleugnet hatte nachgewiesen, dass es sich bei Corona um einen Multiorgan-Virus handelt.

    > Einfach die offiziellen
    > Statistiken ansehen. WICHTIG: Genesene immer abziehen, sonst sind die
    > Statistiken zur Einschätzung der aktuellen Lage unbrauchbar.
    https://coronavirus.jhu.edu/map.html

    Nö, steigt noch wunderbar weiter.

    > Immer mehr Studien ordnen die Gefährlichkeit von Corona im Bereich der
    > Influenza ein - und JA, die ist gefährlich. Das ist wichtig, denn alle
    > Maßnahmen sollten ja verhältnismäßig sein - es wäre ja dumm wegen Corona
    > besondere Schutzmaßnahmen einzuführen während man die Gefahr von Influenza
    > völlig ignoriert.
    Lustig. Also in der schlimmsten Grippesaison seit Jahrzehnten gab es ~1800 positiv getestete Todesopfer in ~7 Monaten (Grippesaison eben). Beim Coronavirus habe wir mit massiven Maßnahmen in 3 Monaten etwas über 8000 positiv getestete Todesopfer. Bei der Grippe kommt es in seltenen Fällen bei schweren verläufen auch mal zu Langzeitschäden, bei Corona gibt es diese relativ häufig auch bei sehr milden Verläufen.

    > So, und nun möchte man also eine App auf möglichst alle Smartphones
    > bekommen, um zu tracken wer wen getroffen hat. Das ist für die einen eine
    > nette technische Spielerei, für die anderen ein Datenschutzdesaster - aber
    > WOZU?
    Um Infektionsketten zu verfolgen. Damit hätte man bei konsequenter Nutzung vermutlich über 100000 Opfer allein in Europa verhindern können.

    > Es gibt sinnvolle Maßnahmen um während der Virensaison (die ist im
    > Herbst/Winter!) Menschen zu schützen. Allen voran: KRANKE Menschen sollten
    > möglichst zuhause bleiben, und sich nicht hustend zum Arzt oder zur Arbeit
    > schleppen.
    Blöd, wenn man Corona schon verbreitet, ohne an Symptomen zu leiden. Die Dame, die es vermutlich nach Europa gebracht hat, hatte erst auf dem Rückweg Symptome, da war die Sachen schon gegessen.

    > Aber eine App die mal ALLE Kontakte zwischen Menschen erfasst - noch dazu
    > im SOMMER - ist so ziemlich das Dämlichste was man zur Virenbekämpfung
    > machen kann.
    Das ist eigentlich mit das cleverste, weil de facto keine negativen Folgen dafür ein hohes Potential um die Verbreitung zu verhindern.

  4. Re: Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: Schnopsi 26.05.20 - 12:19

    Ihre Aussprüche sind nicht belegbar.
    Es stellt Ihre Meinung da, die ich schlecht begründet und nicht richtig finde.

    Der Erfinder von Bluetooth Haartsen sagt das Bluetooth nicht geeignet ist Abstände zu ermittlen.
    Es gibt ein Sicherheitslücke in Bluetooth (BIAS).
    Das deutsche Ministerium hat ein 93-seitiges PDF geleakt wo klar ist dass mit Corona überreagiert war.

    Bei ein Prävalenz von momentan 1 infizierte auf 70.000 Einwohner (Oberösterreich) ist ein App vollkommen sinnbefreit.

  5. Re: Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: Peter V. 26.05.20 - 13:13

    Schnopsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihre Aussprüche sind nicht belegbar.
    > Es stellt Ihre Meinung da, die ich schlecht begründet und nicht richtig
    > finde.
    Welche? Die Über Corona sind alles belegte Fakten.

    > Der Erfinder von Bluetooth Haartsen sagt das Bluetooth nicht geeignet ist
    > Abstände zu ermittlen.
    > Es gibt ein Sicherheitslücke in Bluetooth (BIAS).
    Bluetooth ist durchaus geeignet Abstände zu ermitteln, die Genauigkeit dürfte für diese Zwecke ausreichen.

    > Das deutsche Ministerium hat ein 93-seitiges PDF geleakt wo klar ist dass
    > mit Corona überreagiert war.
    Welches deutsche Ministerium? Sie meinen nicht den Herrn, der Verschwörungstheorien auf das offizielle Briefpapier gebracht hat und dann entsprechend entlassen wurde?

    > Bei ein Prävalenz von momentan 1 infizierte auf 70.000 Einwohner
    > (Oberösterreich) ist ein App vollkommen sinnbefreit.
    Und das wird so bleiben? Eine zweite Welle ist äußerst wahrscheinlich. Gerade Österreich war ja durchaus ein Seuchenherd. Hätte man die Infektionsketten in Ischgl nachverfolgen können, wäre die Nummer in Europa ganz anders ausgegangen.

  6. Re: Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: h31nz 26.05.20 - 14:05

    Schnopsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihre Aussprüche sind nicht belegbar.

    Hat mich jetzt mal interessiert, ob das so ist. Also mal schauen.

    1) Der Name der Arbeitsgruppe oder des Professors hätte natürlich geholfen. Kann ich jetzt so auch nicht nachvollziehen.

    2) Infektionen steigen immer noch: Kann man direkt sehen, wenn man den Link anklickt.

    3) 1800 Tote in einer Grippesaison und 8000 Corona-Tote in 3 Monaten.

    8.302 Corona-Tote laut
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

    1.674 gemeldete Grippe-Tote innerhalb eines Jahrs:
    https://correctiv.org/faktencheck/2020/04/16/grippetote-in-deutschland-2018-und-2020-warum-man-diese-zahlen-nicht-miteinander-vergleichen-kann

    4) App würde 100.000 Opfer in Europa verhindern: Weiß ich jetzt auch nicht, wie er darauf kommt.


    > Der Erfinder von Bluetooth Haartsen sagt das Bluetooth nicht geeignet ist
    > Abstände zu ermittlen.

    Geht ja auch nicht darum, Abstände zu ermitteln, sondern Kontakte aufzuzeichnen. Abstände sind ein Teil davon. Das heißt ja nicht, dass die Methode gar nicht funktioniert, wenn der Abstand nicht ganz genau ermittelt werden kann. Vergleiche dies mal mit dem Vorgehen der Gesundheitsämter, wenn von Hand versucht wird, eine Infektionskette nachzuverfolgen.

    > Das deutsche Ministerium hat ein 93-seitiges PDF geleakt wo klar ist dass
    > mit Corona überreagiert war.

    Aber wo sind denn jetzt deine Belege?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.20 14:17 durch h31nz.

  7. Re: Warum wird über Tracking Apps diskutiert?

    Autor: Schnopsi 26.05.20 - 23:05

    normale Links darf ich nicht posten, deswegen muss euch suchen

    nachdenkseiten (dot) de und p=61193
    fast am Ende - verlinkt auf nachdenkseiten (dot) de und p=60944
    Zusammen geben diese Artikel ein guter Eindruck.

    holländisch
    computable (dot) nl
    uitvinder-vindt-bluetooth-ongeschikt-voor-corona-app
    übersetztes Teil:
    Laut dem Bluetooth-Erfinder Jaap Haartsen ist Bluetooth für die Coronakontaktforschung nicht genau genug. Er betont, dass die Reichweite des Signals, die in der aktuellen Generation der drahtlosen Technologie zwischen einem und zwanzig Metern variiert, keine ausreichende präzise Angabe über die Entfernung bietet. Die Ergebnisse seien unzuverlässig.
    „Mit Bluetooth können Sie verfolgen, wer sich in Funkreichweite befunden hat. Reichweite ist nicht dasselbe wie Entfernung. Die Reichweite wird durch die Sendeleistung, die Empfangsempfindlichkeit, die Entfernung (ja) und die Umgebung (Wände, Hindernisse, Reflektoren usw.) bestimmt. Außerhalb der Reichweite kann man die Entfernung ableiten, aber das ist nicht sehr genau".

    Sicherheitslücke in Bluetooth
    heise (dot) de
    Bluetooth-Sicherheitsluecke-ermoeglicht-unerkannte-Angriffe

    Coronaviren und SARS 2005 - erklärt was das Virus damals verursacht hat
    "Coronavirus Pathogenesis and the Emerging Pathogen Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus" von PMC US National Library of Medicine National Institutes of Health

    Viel Spaß beim suchen.
    Miserabeles Forum.

    MfG

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