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BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

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  1. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: eidolon 08.01.19 - 19:47

    Was hat dieser Zeuge denn straffälliges in dieser Sache gemacht?

  2. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: quineloe 08.01.19 - 20:16

    zacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich werden Beweismittel auch bei Zeugen beschlagnahmt. Wenn sie
    > freiwillig herausgegeben werden, sind sie hingegen sichergestellt. Der
    > Unterschied ist, dass man gegen eine Beschlagnahme Rechtsmittel einlegen
    > kann. Und warum bitte sollten Beweismittel nicht auch bei Zeugen
    > beschlagnahmt werden dürfen? Ob man das ,gut' findet, ist dabei völlig
    > unerheblich. Es wäre aber hingegen völlig widersinnig, wenn man eine Sache
    > der Beschlagnahme entziehen könnte, nur indem man sie in die Obhut eines
    > dritten gibt.

    Das Problem ist, dass Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Zeugen exakt genau so durchgeführt werden wie bei Beschuldigten. Das heißt mit maximaler Gewalt durch die Polizei, bei größter Verachtung gegenüber dem Zeugen. Es hätte komplett anders laufen können, aber wenn man der Meinung ist, dass die Bevölkerung des Landes nur aus Polizisten und Abschaum besteht, dann geht man gegen Zeugen nun mal so vor.

    und die Folge ist klar. Ich persönlich werde von mir aus nie der Polizei irgend etwas sagen. Wenn ich nicht gerade ein persönliches Interesse an dem Verfahren habe, habe ich nichts gesehen, nichts gehört, weiß nichts. Und wenn ich was sehe, höre oder mitbekomme, dann verpiss ich mich, bevor die Polizei da ist um zu schauen wer so alles da ist.

    Der Bürger ist der Justiz scheißegal. Es juckt sie überhaupt nicht, wie die Maßnahme auf den Bürger wirkt. Sie machen einfach das, worauf sie gerade Lust haben.

    Das zeigt sich allein schon an diesem Fall: Das, was hier passiert ist, ist entgegen zu den Clickbaitern in der Mainstreampresse kein gewaltiger Angriff auf die Demokratie, sondern eine ganz banale Alltagsstraftat, die den Bürgern dieses Landes seit Jahrzehnten angetan wird. Und wer das versucht, bei der Polizei anzuzeigen, wird auf der Wache ausgelacht oder solange verständnislos angeglotzt, bis er aufgibt. Aber wehe es passiert einen Bundestagsabgeordneten. Da wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt.

  3. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: zacha 08.01.19 - 21:00

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zacha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Natürlich werden Beweismittel auch bei Zeugen beschlagnahmt. Wenn sie
    > > freiwillig herausgegeben werden, sind sie hingegen sichergestellt. Der
    > > Unterschied ist, dass man gegen eine Beschlagnahme Rechtsmittel einlegen
    > > kann. Und warum bitte sollten Beweismittel nicht auch bei Zeugen
    > > beschlagnahmt werden dürfen? Ob man das ,gut' findet, ist dabei völlig
    > > unerheblich. Es wäre aber hingegen völlig widersinnig, wenn man eine
    > Sache
    > > der Beschlagnahme entziehen könnte, nur indem man sie in die Obhut eines
    > > dritten gibt.
    >
    > Das Problem ist, dass Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Zeugen
    > exakt genau so durchgeführt werden wie bei Beschuldigten. Das heißt mit
    > maximaler Gewalt durch die Polizei, bei größter Verachtung gegenüber dem
    > Zeugen.

    1Bei anderen Personen sind Durchsuchungen nur zur Ergreifung des Beschuldigten oder zur Verfolgung von Spuren einer Straftat oder zur Beschlagnahme bestimmter Gegenstände und nur dann zulässig, wenn Tatsachen vorliegen, aus denen zu schließen ist, daß die gesuchte Person, Spur oder Sache sich in den zu durchsuchenden Räumen befindet. [...]

    Bei Dritten gelten zumindest wesentlich strengere Maßstäbe hinsichtlich der Genehmigungsvoraussetzungen für eine Durchsuchung. Es müssen TATSACHEN vorliegen (und nicht nur ein begründeter Verdacht). Zudem gibt es natürlich immer einen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, an dem die Qualität des Vorgehens zu bemessen ist. Wenn also mit der Kooperation des Zeugen gerechnet werden kann, ist die Durchsuchung eigentlich schon rechtswidrig. Natürlich ist Verhältnismäßigkeit immer subjektiv und nicht wenige Maßnahmen werden am Ende auch als unverhältnismäßig beurteilt. Auch bei Verdächtigen. Aber objektive Maßstäbe sind halt schwer festzulegen. Die Fälle sind eben vielfältig.

    Die genauen Umstände dieses Falles sind ja nun auch nicht bekannt. Also sicherlich schwer zu beurteilen, ob hier am Ende mit Augenmaß gehandelt wurde. Der politische Druck wird sicher auch dazu geführt haben, dass die Staatsanwaltschaft nicht unbedingt mit dem größten Fingerspitzengefühl vorgeht.

  4. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: quineloe 08.01.19 - 21:02

    Rechtswidrige Hausdurchsuchungen - aka das große Scheißegal bei unseren Sicherheitsorganen.

    Es wird regelmäßig festgestellt, dass HDs rechtswidrig waren, Konsequenzen für den Richter, der unterschrieben hat, für den StA, der beantragt hat, für die Polizisten, die durchgeführt haben? Gar keine.

    Folgen für das Verfahren wie ein Beweisverwertungsverbot? Nein, natürlich nicht.

    Und weil das seit Jahrzehnten so geht hat sich längst eine Kultur in Deutschlands Strafverfolgungsbehörden etabliert, wo für den kleinsten Scheiß eine HD beantragt wird. Im schlimmsten Fall hat man ja wenigstens Beifang, genannt "Zufallsfunde"

    Und ganz abgesehen davon, wir reden hier ja nur vom Anordnungsprozess. Ab dem Zeitpunkt, wo der Polizeichef den Befehl in der Hand hat und umsetzen muss, gibt es keine Unterschiede mehr zwischen Zeugen und Beschuldigten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.19 21:03 durch quineloe.

  5. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: zacha 08.01.19 - 21:09

    Dafür, dass nicht jeder Staatsanwalt Konsequenzen zu befürchten hat, wenn am Ende eine Maßnahme rechtswidrig war, gibt es aber auch genauso gute Gründe, wie dafür die Froot of the Poison Trees Doktrin nicht anzuwenden. Da kann man sicher über beides diskutieren, aber so einfach ist die Welt auch nicht. Kannst Du schon glauben, da haben auch andere Menschen schon Mal vorher drüber nachgedacht.

    Wie oft im Übrigen festgestellt wird, dass eine Hausdurchsuchung rechtswidrig war, dazu kenne ich keine belastbaren Zahlen, da kannst Du ja gerne nachhelfen. Natürlich ist das Gemecker größer, wenn sich jemand ungerecht behandelt fühlt. Und dass Du vielleicht 10, 50 oder 100 Fälle kennst, wo am Ende die Rechtswidrigkeit festgestellt wurde, heißt am Ende im Verhältnis zur Gesamtheit der Fälle auch nichts. Und wenn man den Beschuldigten fragt, ist der sowieso immer unschuldig in Verdacht geraten. Also mit solchen pauschalen Aussagen muss man immer vorsichtig sein, wenn man keine echten Zahlen hat.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.19 21:18 durch zacha.

  6. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: quineloe 08.01.19 - 21:22

    zacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür, dass nicht jeder Staatsanwalt Konsequenzen zu befürchten hat, wenn
    > am Ende eine Maßnahme rechtswidrig war, gibt es aber auch genauso gute
    > Gründe, wie dafür die Froot of the Poison Trees Doktrin nicht anzuwenden.
    > Da kann man sicher über beides diskutieren, aber so einfach ist die Welt
    > auch nicht. Kannst Du schon glauben, da haben auch andere Menschen schon
    > Mal vorher drüber nachgedacht.
    >
    > Wie oft im Übrigen festgestellt wird, dass eine Hausdurchsuchung
    > rechtswidrig war, dazu kenne ich keine belastbaren Zahlen, da kannst Du ja
    > gerne nachhelfen. Natürlich ist das Gemecker größer, wenn sich jemand
    > ungerecht behandelt fühlt. Und dass Du vielleicht 10, 50 oder 100 Fälle
    > kennst, wo am Ende die Rechtswidrigkeit festgestellt wurde, heißt am Ende
    > im Verhältnis zur Gesamtheit der Fälle auch nichts. Und wenn man den
    > Beschuldigten fragt, ist der sowieso immer unschuldig in Verdacht geraten.
    > Also mit solchen pauschalen Aussagen muss man immer vorsichtig sein, wenn
    > man keine echten Zahlen hat.

    Die Durchsuchung bei Netzpolitik.org wegen Landesverrat war deiner Meinung nach also eine Sternenstunde des Rechtsstaats?

  7. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: Seismoid 08.01.19 - 21:47

    eidolon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat dieser Zeuge denn straffälliges in dieser Sache gemacht?
    Wohl nichts. Er hätte vielleicht trotzdem besser sein vorlautes Mundwerk halten sollen, dann wär ihm das ganze erspart gebliebe. Aber da hate er wohl kein Interesse daran, er gibt nun fleißig Interviews für Spiegel.de und andere. Vielleicht findet die PoLiZei auch noch n par illegale MP3 auf sein PC ...

  8. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: freebyte 08.01.19 - 21:59

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > - verhalten sich einige wie Heise-Trolle und werden bockig.
    > "Bockig" ist kein Straftatbestand,

    Die Polizisten haben auf frühmorgentliche Durchsuchungsaktion genauso viel Lust wie Du und gehen aus Erfahrung (weil es halt viele Leute gibt, die "Bockig ist kein Straftatbestand" als Lebenseinstellung haben) eher mit Vorsicht an die Sache ran.

    Bei einem netten "kommt mal rein, fasst nichts an und geht ins Wohnzimmer" mit Tee, Kaffee und Gebäck merkst Du, wie bei den Damen und Herren die Anspannung zurück geht und ab da gehen die Verhandlungen los.

    > - Beugehaft wird wirklich nur sehr, sehr selten verhängt (kostet den Staat ja auch
    > Geld), und selbst wenn kommt vorher erstmal das formale Zwangsgeld.

    Gibt ja noch die Untersuchungshaft wenn man sich ganz bockig anstellt ^^

    Je nach Bundesland wird die in einer JVA durchgeführt (diese komischen Häuser mit einer Rot-Grün Ampel jeweils am Aussen- und Innentor).

    fb

  9. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: quineloe 08.01.19 - 22:08

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Bei einem netten "kommt mal rein, fasst nichts an und geht ins Wohnzimmer"
    > mit Tee, Kaffee und Gebäck merkst Du, wie bei den Damen und Herren die
    > Anspannung zurück geht und ab da gehen die Verhandlungen los.

    Oder man bekommt ein "Sie haben uns gar nichts zu sagen" ins Gesicht geraunzt.

  10. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: Seismoid 08.01.19 - 22:21

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seismoid schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > - verhalten sich einige wie Heise-Trolle und werden bockig.
    > > "Bockig" ist kein Straftatbestand,
    >
    > Die Polizisten haben auf frühmorgentliche Durchsuchungsaktion genauso viel
    > Lust wie Du und gehen aus Erfahrung (weil es halt viele Leute gibt, die
    > "Bockig ist kein Straftatbestand" als Lebenseinstellung haben) eher mit
    > Vorsicht an die Sache ran.
    >
    > Bei einem netten "kommt mal rein, fasst nichts an und geht ins Wohnzimmer"
    > mit Tee, Kaffee und Gebäck merkst Du, wie bei den Damen und Herren die
    > Anspannung zurück geht und ab da gehen die Verhandlungen los.
    Willst du etwa behaupten man könnte sich mit Kaffee und Kuchen das Wohlgefallen der deutschen Staatsgewalt erkaufen? Das ist ja billig hierzulande.

    > > - Beugehaft wird wirklich nur sehr, sehr selten verhängt (kostet den
    > Staat ja auch
    > > Geld), und selbst wenn kommt vorher erstmal das formale Zwangsgeld.
    >
    > Gibt ja noch die Untersuchungshaft wenn man sich ganz bockig anstellt ^^
    >
    > Je nach Bundesland wird die in einer JVA durchgeführt (diese komischen
    > Häuser mit einer Rot-Grün Ampel jeweils am Aussen- und Innentor).
    >
    > fb
    Untersuchungshaft für Zeugen? Erzähl deine Märchen woanders.

  11. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: ImBackAlive 08.01.19 - 22:42

    eishern schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möchtest du dass tausende Euro teure Technik ohne Eigenverschulden
    > beschlagnahmt wird?

    "Möchten" vielleicht nicht.

    > Es vergehen oftmals Jahre bis solche Beweise wieder freigegeben werden.

    Das kommt schon sehr darauf an, aber oftmals ist das richtig, ja.

    > Das
    > macht natürlich viel Freude Wenn dann diese, inzwischen veraltete, Technik
    > ihren kompletten Wert verloren hat.

    Stimmt.

    > Meine Aussage betrifft sich allgemein auf
    > das Beschlagnahmen von Eigentum Unschuldiger / zeugen.

    Ein Zeuge muss nicht unschuldig sein. Und der Hr. Sicherheitsexperte hat in aller Öffentlichkeit davon erzählt, dass er ja soviel Kontakt mit dem "Hacker" hatte. An der Aufklärung der Tat war er wohl nicht so interessiert wie am selbst profilieren. Polizei will Beweise, Typ gibt sie aber nicht raus - was macht man da also? Und kann man da noch von "unschuldig" sprechen?

  12. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: ImBackAlive 08.01.19 - 22:53

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, dass Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Zeugen
    > exakt genau so durchgeführt werden wie bei Beschuldigten.

    Das stimmt nicht.

    > Das heißt mit
    > maximaler Gewalt durch die Polizei, bei größter Verachtung gegenüber dem
    > Zeugen.

    Es ist ja schön, dass du noch über eine blühende Fantasie verfügst, sich daraus aber Fakten zu stricken... spannend.

    > Es hätte komplett anders laufen können,

    Richtig, wenn der gute Herr sich bei der Polizei gemeldet hätte und die Beweismittel selber rausgerückt hätte. Hat er aber nicht.

    > Ich persönlich werde von mir aus nie der Polizei irgend etwas sagen.

    Das ist natürlich dein gutes Recht - dann musst du aber damit leben können, dass die Polizei irgendwann deine Wohnung durchsucht, wenn sie einigermaßen feste Indizien hat, dass du Beweismittel zu Hause hortest.

    > Wenn ich nicht gerade ein persönliches Interesse an dem
    > Verfahren habe, habe ich nichts gesehen, nichts gehört, weiß nichts.

    Du kannst dir nicht aussuchen, ob du Zeuge bist oder nicht.

    > Der Bürger ist der Justiz scheißegal. Es juckt sie überhaupt nicht, wie die
    > Maßnahme auf den Bürger wirkt. Sie machen einfach das, worauf sie gerade
    > Lust haben.

    Ach, hör doch auf so einen Unsinn zu vebreiten. Schau dir einfach mal so gängige Urteile an, die jeden Tag, jede Woche, jeden Monat in Deutschland gefällt werden.

    > Und wer das
    > versucht, bei der Polizei anzuzeigen, wird auf der Wache ausgelacht oder
    > solange verständnislos angeglotzt, bis er aufgibt.

    Bullshit. Die Polizei nimmt so was sowieso einfach auf und gibt das weiter. Und: Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch bei Otto von nebenan bei solchen Sachen.

    Meine Fresse... dein Beitrag trieft einfach nur so von Hass auf den Staat, auf das System - da kann man auch nicht mehr wirklich gegen an argumentieren.

  13. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: ImBackAlive 08.01.19 - 22:58

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird ja immer bunter!
    > Aussagepflicht vor Gericht: ja! Ansonsten gilt: Privatpersonen sind nicht
    > dazu verpflichtet bereits vorgefallene Straftaten anzuzeigen, außer es
    > handelt sich um besonders schwere Straftaten (Raub, Mord). Und das war ja
    > kaum der Fall.

    Was redest du denn da? Niemand spricht von einer Anzeigepflicht. Wenn du aber Zeuge in einem Fall bist und wissentlich Beweise unterschlägst, bist du halt nicht unschuldig. Du musst, mal so am Rande, auch keinen Raub oder Mord anzeigen, wenn sie schon passiert sind. Nur geplante Taten musst du melden.

  14. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: quineloe 08.01.19 - 23:05

    ImBackAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bullshit. Die Polizei nimmt so was sowieso einfach auf und gibt das weiter.
    > Und: Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch bei Otto von nebenan bei solchen
    > Sachen.
    >

    Meine persönliche Erfahrung beim Anzeigen von Strafanzeigen ist, dass Polizisten dir das durchaus ausreden wollen, wenn ihnen danach ist. Ich habe bislang praktisch keine guten Erfahrungen mit der Polizei gemacht, aber so manche schlechte. Der Tiefpunkt war, als ich einmal umziehen durfte, weil ich (für jemand anderen) die Polizei gerufen habe. Dank der Polizei.

    Du berufst dich auf Urteile? Dann nenn doch mal für Doxxing (und darum geht es hier) ein Aktenzeichen. Da ich in einer großen Rechtsanwaltskanzlei arbeite habe ich Zugriff auf Software, mit der ich mit den Dingern tatsächlich was anfangen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.19 23:06 durch quineloe.

  15. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: ImBackAlive 08.01.19 - 23:11

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Durchsuchung bei Netzpolitik.org wegen Landesverrat war deiner Meinung
    > nach also eine Sternenstunde des Rechtsstaats?

    Welche Durchsuchung meinst du? Zwei Blogger von netzpolitik.org haben einen Brief bekommen, aber es wurde keine Durchsuchung unternommen.

    Soviel dann auch zu "Es gibt nie Konsequenzen für irgendjemanden!" - im Nachgang dieser Affäre mit netzpolitik.org musste der Bundesgeneralanwalt seinen Posten räumen. Und es wurde nicht einmal durchsucht (legal oder illegal).

  16. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: ImBackAlive 08.01.19 - 23:16

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine persönliche Erfahrung beim Anzeigen von Strafanzeigen ist, dass
    > Polizisten dir das durchaus ausreden wollen, wenn ihnen danach ist. Ich
    > habe bislang praktisch keine guten Erfahrungen mit der Polizei gemacht,
    > aber so manche schlechte. Der Tiefpunkt war, als ich einmal umziehen
    > durfte, weil ich (für jemand anderen) die Polizei gerufen habe. Dank der
    > Polizei.

    Dann hast du ein sehr merkwürdiges Verhältnis zu der Polizei. Das mit dem Umziehen würde mich mal interessieren - was war der Hintergrund?

    Ich persönlich habe super Erfahrungen mit der Polizei gemacht und hatte noch keine problematischen Situationen mit denen.

    Anekdoten sind halt nutzlos.

    > Du berufst dich auf Urteile? Dann nenn doch mal für Doxxing (und darum geht
    > es hier) ein Aktenzeichen. Da ich in einer großen Rechtsanwaltskanzlei
    > arbeite habe ich Zugriff auf Software, mit der ich mit den Dingern
    > tatsächlich was anfangen kann.

    Ich habe mich nicht bezüglich "Doxxing" auf Urteile berufen.

  17. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: freebyte 08.01.19 - 23:41

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Willst du etwa behaupten man könnte sich mit Kaffee und Kuchen das
    > Wohlgefallen der deutschen Staatsgewalt erkaufen?

    Nun - Deine Äusserungen lassen nicht gerade auf jemanden schliessen, der mit solchen Gegebenheiten vertraut ist.

    Ich schon.

    Und nun poste bei Heise weiter, da bekommst Du für Dein Gelabere ein fettes "Grün" - wäre das nichts für Dich?

  18. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: quineloe 09.01.19 - 00:15

    ImBackAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann hast du ein sehr merkwürdiges Verhältnis zu der Polizei. Das mit dem
    > Umziehen würde mich mal interessieren - was war der Hintergrund?

    Soll ich das jetzt ernsthaft schreiben, wenn dein Hintertürchen schon im gleichen Beitrag steht?
    > Anekdoten sind halt nutzlos.

    Aber gut. Als ich zur Ausbildung in einem der mieseren Viertel der Stadt gewohnt habe, hat mein Nachbar (ein Suffkopf zwischen 40 und 55) bei mir geklopft, bei ihm sei eingebrochen worden und die Typen sind noch in der Wohnung, ich soll schnell die Polizei rufen. Das habe ich dann getan, die kamen mit drei Streifenwagen und Sirene. Nach einiger Zeit klingelte es bei mir an der Tür, es war eine Polizistin, die sagte es sei jetzt alles geklärt, war gut dass ich angerufen habe, aber alles gut, waren Kumpels vom Nachbarn, die keinen Bock hatten darauf zu warten, dass er heimkommt. Diese Kumpels waren die Hauptschulabbrecher des Viertels, arbeitslose Nichtsnutze, die den ganzen Tag auf der Straße rumgehängt sind, jeder schonmal Probleme mit der Polizei. Und diese Nichtsnutze standen im Treppenhaus, in Hörweite und mit Blickkontakt, als diese Naive Polizistentusse bei mir geklingelt hat.

    Danach war ich der Typ, der ihnen die Polizei auf den Hals gehetzt hat, und es hat keine drei Tage gedauert, bis ich die ersten Anfeindungen auf der Straße abbekommen habe. Weil die Polizei, die sonst immer gerne mit Platzverweisen um sich wirft, nicht mal ansatzweise Fingerspitzengefühl hat. Die Geschichte erzähl ich auch nicht zum ersten Mal, ich habe sie vor ein paar Jahren auf Verkehrsportal.de erzählt, und viele "normale" User waren mit mir einer Meinung, dass man das so nicht hätte lösen sollen in einem Problemviertel. Aber nicht die 3-4 Polizeibeamten, die dort in dem Forum auch posten. Die haben keinerlei Fehler ihrer Kollegin gesehen. Da war immer nur der Bürger schuld (auch wenn sie mir konkret gar nicht sagen konnten, warum). Die eigenen Leute werden pauschal nach Korpsgeist gedeckt.

    Dumm und unbelehrbar, das Wohl der Bürger ist ihnen scheißegal - das ist die Polizei, die ich persönlich kennengelernt habe.

    Vielleicht deckt sich das nicht mit deiner Erfahrung, es ist ja durchaus möglich, dass du nie in einem Problemviertel gewohnt hast. Bin mir sicher, wer im Nobelvorort bei seinen reichen Eltern wohnt, bis er sich ein Haus in der Vorstadt von ihnen kaufen lässt, der hat nie sowas mit der Polizei erlebt.

    > > Du berufst dich auf Urteile? Dann nenn doch mal für Doxxing (und darum
    > geht
    > > es hier) ein Aktenzeichen. Da ich in einer großen Rechtsanwaltskanzlei
    > > arbeite habe ich Zugriff auf Software, mit der ich mit den Dingern
    > > tatsächlich was anfangen kann.
    >
    > Ich habe mich nicht bezüglich "Doxxing" auf Urteile berufen.

    Um genau das geht es hier aber.

  19. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: Eheran 09.01.19 - 00:39

    Du solltest vielleicht ein bisschen mehr die Blogs von Rechtsanwälten verfolgen. Etwa den Lawblog von Udo Vetter.
    Mal EIN Beispiel: Hausdurchsuchung wegen einer unbeschrifteten CD in der Jackentasche.
    Wie soetwas über so viele Ecken bis zur Hausdurchsuchung kommen kann ist mir völlig unklar. Da haben so viele Stellen völlig versagt...

  20. Re: BKA, BSI und Co machen sich lächerlich.

    Autor: Anonymer Nutzer 09.01.19 - 05:43

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir kann niemand erzählen, dass der in irgendwelche Systeme eingedrungen
    > ist.
    Wer will schon mit dir reden. ^^

    > Ich hätte mir ja gewünscht, dass das jemand tut um zu zeigen, wie
    > wichtig der Datenschutz ist und den Politikern mal vor Augen führt, was für
    > einen Bullshit sie da Fabrizieren - aber "einfach nur mal so, weil man
    > zufällig die Daten herumliegen hat sehen", tuts auch.
    Na was du dir nicht alles wünscht. Ich wünsche mir das es dich das nächste mal trifft um irgendwas zu beweisen.


    >
    > Polizei hat sich auch nicht mit Ruhm bekleckert - Beschlagnahmung von
    > Beweisen bei einem Zeugen ist ein absolutes Unding.
    Ist gängige und erlaube praxis bei Leuten die große klappe haben das sie was wissen bzw. beweise für irgendwas hätten aber sie net rausrücken wollen. Als Zeuge darfst du nämlich nur sehr eingeschränkt die aussage/mithilfe verweigern.

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