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technische Lösung

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  1. technische Lösung

    Autor: Rattenschwanz 22.09.20 - 13:57

    ich verstehe nicht warum Facebook nicht einfach die Daten in der EU lagert dann. Und die "Aussetzungslogik" dahin bringt, anstatt alle Daten"zur Logik" in die USA zu karren.

  2. Re: technische Lösung

    Autor: sav 22.09.20 - 13:59

    Weil Sie in den USA mit den Daten wahrscheinlich mehr machen dürfen als wenn die Daten in der EU liegen - und dass wollen Sie natürlich nicht.

  3. Re: technische Lösung

    Autor: AllDayPiano 22.09.20 - 14:06

    Und es kostet doppelt Infrastruktur.

    Zentralisiert an einem Ort ist halt "einfacher".

    Ich kann Facebook da wahnsinnig gut verstehen. Aber so läuft's halt hier nunmal nicht. Gott sei dank.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  4. Re: technische Lösung

    Autor: Atrocity 22.09.20 - 14:08

    Ist doch egal. Selbst wenn die Daten in Europa liegen. Niemand kann nachprüfen ob danach nicht doch noch eine Kopie in den USA landet. Erzählen können die viel, solange niemand den Code sieht kann es niemand prüfen.

  5. Re: technische Lösung

    Autor: sav 22.09.20 - 14:09

    Naja, in Zeiten von Whisleblowern usw. würde sowas früher oder später rauskommen. So blöd wäre also nicht mal Facebook. Und dann wäre es wohl sehr teuer für Facebook.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.09.20 14:14 durch sav.

  6. Re: technische Lösung

    Autor: ibsi 22.09.20 - 14:38

    Weil das nicht so einfach ist wie Du denkst.

    Wenn ich nun in den USA bin, als deutscher Staatsbürger. Woher soll Facebook das wissen (außer ich melde mich an)?
    Wenn ich als deutscher Staatsbürger jemandem in den USA eine Nachricht schreibe, wo wird die Nachricht dann gespeichert? Und wie bekomme ich eine Antwort?


    Und das sind nur zwei winzige Fragen die schon einiges an Umbauarbeiten nach sich ziehen.

  7. Re: technische Lösung

    Autor: LoopBack 22.09.20 - 14:45

    Die Lösung ist einfach: Alle Daten in einem Land mit sehr hohem Datenschutz speichern und verarbeiten. In die USA wandern nur Daten, die von einem Nutzer dort angefragt werden der darauf Zugriff hat. Dann greift Art. 49 DSGVO und sie sind fein raus. Müssten sie sich halt nur auch an diese hohen Datenschutzanforderungen halten und nicht nur die "Gleichwertigkeit" per AGB erklären.

  8. Re: technische Lösung

    Autor: sambache 22.09.20 - 14:48

    Rattenschwanz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich verstehe nicht warum Facebook nicht einfach die Daten in der EU lagert
    > dann. Und die "Aussetzungslogik" dahin bringt, anstatt alle Daten"zur
    > Logik" in die USA zu karren.

    Die haben in den USA ein paar Millionen Server für die Datenanalyse.
    Die schnell mal wo anders hinzukarren und die Ergebnisse zu mergen ist nicht so einfach.

  9. Re: technische Lösung

    Autor: Umdenker 22.09.20 - 14:54

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und es kostet doppelt Infrastruktur.
    >
    > Zentralisiert an einem Ort ist halt "einfacher".

    Ich bezweifle, dass die Daten auch in den USA zentralisiert an einem Ort sind, nicht einmal in der gleichen Netzinfrastruktur. Zwecks Redundanz, Lastverteilung, Latenz, usw. werden die sich auch bei verschiedenen Hostern/Colocation einquartieren, CDN Provider nutzen, ... Alles andere würde mich stark wundern, weil es einfach auch Kosten spart.

    Für Analyse/Auswertung der Daten wird es vermutlich schon durch zentralisierte Strukturen teilweise durchgeschleust, mehr aber auch nicht.

  10. Re: technische Lösung

    Autor: AllDayPiano 22.09.20 - 15:07

    Vielleicht geht's ja genau darum.

    Klar wäre es für den Algorithmus die Hölle auf Erden, wenn alle Daten mit allen Nutzern korreliert würden, aber schlussendlich läuft ein regelmäßiges Sync auf eine zentrale Stelle. Ich denke, dass Facebooks Problem genau hier liegt.

    Für den eigentlichen Betrieb braucht es sicherlich keine zentralisierte Infrastruktur. Aber das ist ja nur Daten schubsen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  11. Re: technische Lösung

    Autor: bofhl 22.09.20 - 15:30

    So stellt es sich der Schrems &Co. vor - nur vergessen alle eines:
    1. Die Firmen leben von Werbung und dafür muss alles an Daten inkl. Querverknüpfungen ausgewertet werden - und das geht in der EU nun nicht mehr.
    2. Das sind US-Firmen - und damit gilt für die das Recht der USA und das besagt schlicht, dass ALLE Kunden automatisch bei Abfragen der US-Behörden entsprechend dem US-Recht zu behandeln sind - oder die Firmen stellen ihre Arbeit in den betreffenden Staaten (EU) ein - und auf nichts anderes weißt Facebook hin. Gleiches gilt aber auch für Alphabet / Google, Oracle, Microsoft, Adobe, IBM, Intel, Cisco, NVidia, AMD, TI, Qualcomm, Redhat, VMware, Salesforce, Apple, HP, NetApp, Dell / EMC, usw. Einige (wie z.B. Microsoft - verlegen der EU-Kunden zu Telekom) versuchten - nutzt blos nichts da Microsoft eine US-Firma ist und daher eben laut USA alle Kunden weltweit zugreifbar sind und bleiben müssen!

  12. Re: technische Lösung

    Autor: Gryphon 23.09.20 - 08:32

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So stellt es sich der Schrems &Co. vor - nur vergessen alle eines:
    > 1. Die Firmen leben von Werbung und dafür muss alles an Daten inkl.
    > Querverknüpfungen ausgewertet werden - und das geht in der EU nun nicht
    > mehr.
    Oder mit anderen Worten: Deren Geschäftmodell ist in der EU nicht mehr legal. Ergo müssen sie es ändern oder den Betrieb einstellen.
    Sowas kam durchaus schon häufiger vor, neu ist eigentlich nur, dass es so einen Riesenkonzern betrifft.

    > 2. Das sind US-Firmen - und damit gilt für die das Recht der USA und das
    > besagt schlicht, dass ALLE Kunden automatisch bei Abfragen der US-Behörden
    > entsprechend dem US-Recht zu behandeln sind - oder die Firmen stellen ihre
    > Arbeit in den betreffenden Staaten (EU) ein - und auf nichts anderes weißt
    > Facebook hin. Gleiches gilt aber auch für Alphabet / Google, Oracle,
    > Microsoft, Adobe, IBM, Intel, Cisco, NVidia, AMD, TI, Qualcomm, Redhat,
    > VMware, Salesforce, Apple, HP, NetApp, Dell / EMC, usw. Einige (wie z.B.
    > Microsoft - verlegen der EU-Kunden zu Telekom) versuchten - nutzt blos
    > nichts da Microsoft eine US-Firma ist und daher eben laut USA alle Kunden
    > weltweit zugreifbar sind und bleiben müssen!

    Moment, moment... Wenn du von Deutschland aus auf facbook.com gehst und dich registrieren willst, sagen die Nutzungsbedingungen (und auch das Impressum):
    "Die Webseiten unter www.facebook.com und die Dienste auf diesen Seiten werden dir angeboten von: Facebook Ireland Limited, 4 Grand Canal Square, Dublin 2, Irland"
    Es handelt sich also um eine irische Firma, die sehr wohl europäischem Recht unterliegt!!
    "Nur" der Mutterkonzern sitzt in den USA.

    (Ähnlich bei deinen anderen Beispielen: Cisco Systems GmbH in Garching, Microsoft in München-Schwabing und anderen Städten, Salesforce.com Germany GmbH in München, NVidia in Berlin, Stuttgart, München und Würselen, und die anderen kann ja jeder bei Interesse selber nachschauen.)

  13. Re: technische Lösung

    Autor: s10 23.09.20 - 10:04

    https://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/datenschutz-facebook-und-instagram-koennten-in-europa-eingestellt-werden/das-kernproblem-bei-dieser-sache.../137855,5754520,5754520,read.html#msg-5754520

  14. Re: technische Lösung

    Autor: LoopBack 23.09.20 - 10:32

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2. Das sind US-Firmen - und damit gilt für die das Recht der USA und das
    > besagt schlicht, dass ALLE Kunden automatisch bei Abfragen der US-Behörden
    > entsprechend dem US-Recht zu behandeln sind

    Den Firmensitz kann man ändern. Beim Umzug in ein anderes Land fallen üblicherweise zusätzliche Steuern oder Abgaben an, das schmeckt Unternehmen die quasi keine Steuern zahlen sicher nicht. Aber danach sind sie fein raus.

    Die Sache ist nunmal so: Es ist für "Interner-Unternehmen" rechtlich nicht möglich in den USA ihren Sitz zu haben und in der EU Kunden zu haben. Es bleiben also zwei Möglichkeiten: Nicht in den USA den Sitz haben oder keine Kunden in der EU. Ersteres dürfte in der Praxis meist das kleinere Übel sein, aber die Wahl überlasse ich gerne den Managern von diesen Unternehmen.

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