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Was spricht gegen PGP?

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  1. Was spricht gegen PGP?

    Autor: LarsL 12.07.10 - 13:57

    Es würde doch reichen, wenn man seine E-Mails mit PGP signiert! Dazu würde es reichen, wenn man den zugehörigen Fingerabdruck inklusive Personalausweis beim Amt vorlegt.

  2. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: Pretty Good Piracy 12.07.10 - 14:01

    LarsL schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es würde doch reichen, wenn man seine E-Mails mit PGP signiert! Dazu würde
    > es reichen, wenn man den zugehörigen Fingerabdruck inklusive
    > Personalausweis beim Amt vorlegt.


    OK, aber Du hilfst dann meiner Ma und ihren Freundinnen bei der PGP-Einrichtung "im Internet"...

    Viel Spass!

    PS: Meine Ma und ihre Freundinnen qualifizieren sich nicht als MILFs

  3. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: LarsL 12.07.10 - 14:17

    Naja, die werden das andere System dann evtl. auch nicht nutzen. Außerdem gibt es durchaus einfach zu installierende PGP-Software.
    Desweiteren könnte man PGP ja auch ganz einfach als optionale Lösung einplanen.

  4. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: de-mailer 12.07.10 - 15:36

    LarsL schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es würde doch reichen, wenn man seine E-Mails mit PGP signiert! Dazu würde
    > es reichen, wenn man den zugehörigen Fingerabdruck inklusive
    > Personalausweis beim Amt vorlegt.

    die rechtsverbindlichkeit, dass die mail
    1.) von dir ist
    2.) wirklich verschickt wurde
    3.) wirklich angekommen ist beim provider
    4.) wirklich im postfach des empfängers abgelegt wurde.

    und das ganze mit der gleichen verbindlichkeit, wie "einschreiben - rückschein"

    pgp verschlüsselt und signiert auch. aber... wer signiert den schlüssel? du selbst? 1 freund? 100 Freunde?
    was hindert dich daran dich angie merkel zu nennen und regierungserklärungen/abmahnungen/verträge zu verschicken?

    bei de-mail kann sich dein gegenüber (!!!) sicher sein, dass du du bist!

  5. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: Youssarian 12.07.10 - 18:17

    de-mailer schrieb:

    > pgp verschlüsselt und signiert auch. aber... wer signiert den schlüssel? du
    > selbst? 1 freund? 100 Freunde?
    > was hindert dich daran dich angie merkel zu nennen und
    > regierungserklärungen/abmahnungen/verträge zu verschicken?
    >
    > bei de-mail kann sich dein gegenüber (!!!) sicher sein, dass du du bist!

    Das ist kein Argument, denn mittels S/MIME (technisch wie PGP) kann jede beliebige Institution dafür bürgen, dass Du der bist, für den Du Dich ausgibst. Außerdem verfügt S/MIME über eine gewaltige installierte Basis.

  6. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: was ist eigentlich... 12.07.10 - 19:19

    "eine gewaltige installierte basis"?

  7. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: Minderheit 12.07.10 - 20:56

    Pretty Good Piracy schrieb:

    > OK, aber Du hilfst dann meiner Ma und ihren Freundinnen bei der
    > PGP-Einrichtung "im Internet"...

    Wenn es für Deine "Ma" und ihre Freundinnen unzumutbar ist, zwei DINA4-Seiten zur dauerhaften Erleuchtung ihres Geistes durchzulesen, dann verdienen Sie nun mal die Politiker und Gesetze, die die Menschen in einer Demokratie wegen ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit und Faulheit bekommen. Die Informierte Minderheit kann die selbstgefällige Mehrheit kaum zu ihrem Glück zwingen. Es hat ja seinen Grund, warum wir die Politiker und Gesetze bekommen, die "wir" aufgrund der Mehrheit verdienen.

    > PS: Meine Ma und ihre Freundinnen qualifizieren sich nicht als MILFs

    Dafür qualifizieren sie sich anscheinend als gehorsame Untergebene der politischen Klasse.

  8. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: Pretty Good Piracy 12.07.10 - 21:01

    Minderheit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pretty Good Piracy schrieb:
    >
    > > OK, aber Du hilfst dann meiner Ma und ihren Freundinnen bei der
    > > PGP-Einrichtung "im Internet"...
    >
    > Wenn es für Deine "Ma" und ihre Freundinnen unzumutbar ist, zwei
    > DINA4-Seiten zur dauerhaften Erleuchtung ihres Geistes durchzulesen, dann
    > verdienen Sie nun mal die Politiker und Gesetze, die die Menschen in einer
    > Demokratie wegen ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit und Faulheit
    > bekommen. Die Informierte Minderheit kann die selbstgefällige Mehrheit kaum
    > zu ihrem Glück zwingen. Es hat ja seinen Grund, warum wir die Politiker und
    > Gesetze bekommen, die "wir" aufgrund der Mehrheit verdienen.
    >
    > > PS: Meine Ma und ihre Freundinnen qualifizieren sich nicht als MILFs
    >
    > Dafür qualifizieren sie sich anscheinend als gehorsame Untergebene der
    > politischen Klasse.


    Vielen Dank für diesen merkbefreiten Beitrag. Schlechten Tag gehabt?

    Kannst Du mir die Grundzüge der VWL / BWL / des BGBs darlegen?
    Meiner Meinung nach esentielle Dinge, die jeder mündige Bürger wissen sollte! Jeweils auf 2 DinA4 Seiten zusammenfassbar.

    Nein? Kannst Du nicht? Dacht ich mir. Lässt sich so auch viel besser Stammtischparolen rausposaunen, nicht wahr? Also schön locker durch die Hose atmen und dich des Lebens freun...

  9. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: Youssarian 12.07.10 - 21:08

    > was ist eigentlich
    > "eine gewaltige installierte basis"?

    Die Anzahl (oder auch der Anteil, ganz wie Du willst) S/MIME-fähiger, bereits installierter E-Mail-Programme ist nicht nur sehr hoch, es dürfte eher sogar schwierig sein, ein halbwegs aktuelles E-Mail-Programm zu finden, welches das nicht beherrscht. (Apropos: Selbst das IMO vorsintflutlich wirkende T-Online E-Mail-Programm kann dies.)

    Um PGP nutzen zu können, müssen die allermeisten hingegen erst noch etwas installieren. Außerdem ist das sogenannte "web of trust" zwar eine geniale Idee für Online-Junkies aber meiner unmaßgeblichen Ansicht nach nicht wirklich endnutzerkompatibel. Wenn ein renommiertes Unternehmen oder gar eine deutsche Behörde bescheinigte, dass der Inhaber des jeweiligen Zertifikats "echt" sei, können damit viele mehr anfangen.

    Ein Einwand war allerdings berechtigt: Man benötigt eine zuverlässige Zustellbescheinigung. Die gehört nicht zum S/MIME-Standard dazu.

  10. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: Minderheit 12.07.10 - 21:17

    de-mailer schrieb:

    > die rechtsverbindlichkeit, dass die mail
    > 1.) von dir ist
    > 2.) wirklich verschickt wurde
    > 3.) wirklich angekommen ist beim provider
    > 4.) wirklich im postfach des empfängers abgelegt wurde.

    Auf elektronischem Wege kannst Du diese vier Punkte niemals sicherstellen, weil stets Möglichkeiten zur Manipulation bestehen. Genauso wie bei de-mail als auch pgp können mehrere Personen sich das Wissen um die eigenen Passwörter der Bequemlichkeit oder schlichter Dummheit halber teilen. Damit ist schon mal die Authentizität der Person nicht nachgewiesen, im Gegensatz zu der über 100 Jahre alten erprobten und erforschten Nachweisbarkeit von Schriftfälschungen auf dem Papier.
    Erfolgt die Authentisierung nicht per Passwort, sondern über ein Gerät, so hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass die als bombensicher propagierte elektronische Verschlüsselung mittels Hardware nicht zu umgehen wäre. Dumm nur, dass es dann doch geht: http://www.heise.de/security/meldung/Kartenleser-von-Kobil-gehackt-1013021.html

    Der Hack der als bombensicher, da ssl verschlüsselter yahoo-Emails hat uns gezeigt, dass auch Provider anfällig für Manipulation ihrer Systeme sind. Apropos SSL: Ein Jahr lang war es unerkannt auf Debian basierten Servern (und den Berichten zufolge auf ausgesprochen vielen auch für Abwicklung von Kreditkarten zuständigen Servern) angreifbar. Damit fallen auch Deine Argumente 3) und 4).

    > und das ganze mit der gleichen verbindlichkeit,
    > wie "einschreiben - rückschein"

    Wenn Du meine Argumente von oben liest, dann erscheint selbst Dir diese Aussage als Blödsinn, nähme ich an. Der Postler, der den Rückschein beim Einschreiben entgegen nimmt, fungiert im äussersten Fall als Zeuge. In elektronischen Systemen gibt es nur das Vertrauen auf die technik und das wiederum leitet sich von der Gutgläubigkeit der Unwissenden gegenüber den sich selbst als Wissende behauptende Techniker.

    > bei de-mail kann sich dein gegenüber (!!!) sicher sein, dass du du bist!

    Nö. Mein Nachbar kann mein Passwort beim letzten Besuch ausgespäht haben, oder ein Freund meines Kindes kann mittels einer bootbaren LinuxLiveCD mir eingen Keylogger installiert haben, usw.

  11. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: LarsL 13.07.10 - 19:27

    > pgp verschlüsselt und signiert auch. aber... wer signiert den schlüssel? du selbst?

    Wie ich geschrieben habe, müsste man natürlich den Fingerabdruck beim Amt vorlegen! Ich weiß, vielen ist gar nicht klar wozu der Fingerabdruck da ist, deshalb veröffentlichen die Leute ihn auch auf Internetseiten aber bei richtiger Umsetzung kann man eine Email nur signieren, wenn man den Privaten Schlüssel und das Kennwort besitzt!

  12. Re: Was spricht gegen PGP?

    Autor: LarsL 13.07.10 - 19:30

    Letzteres stimmt natürlich, wäre jedoch über eine automatische Bestätigungsmail auch umsetzbar.

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