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Wer profitieren wird und wer nicht

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  1. Wer profitieren wird und wer nicht

    Autor: fabiwanne 14.05.21 - 01:13

    = Zuerst kurz: =
    * Die große Mehrheit der Internetnutzer bekommen schnellere Internetzugänge. Aber die paar % die irgend wo im extrem teuer anzuschließenden Kuhkauf im nirgendwo wohnen haben jetzt schlechtere Karten.
    * Die Telekom wird mehr Fördergelder eintreiben können. Für die kleineren werden die Kosten steigen.

    Im Detail
    An der Änderung hängen ein paar Aspekte:
    == Es sind jetzt viel mehr Anschlüsse Förderungsfähig: ==
    Ein Teil wird über Umwege über die EU querfinanziert. Entsprechend fließen mehr Gelder aus anderen EU-Länder nach Deutschland. Das dürfte der Hauptgrund sein, warum Scheuer da so drauf gedrängt hat. Nachteilig selbstverständlich für alle anderen Steuerzahler in der EU auf deren Kosten das am Ende läuft.
    == Die Fördergebiete sind jetzt größer: ==
    Systematischen Ausbau über größere Gebiete dürfte vor allem die Telekom leisten können. Sie wird von der besseren Planbarkeit profitieren. Für kleine Anbieter die weniger Ressourcen und schlechtere Verhandlungspositionen mit Contractorn haben, dürfte es oft ein hohes Risiko sein passende Commitments abzugeben. Entsprechend wird die Telekom jetzt verm. ein paar mal mit etwas weniger Konkurrenz da stehen. Ich nehme aber an, dass die anderen auch Wege finden werden. (Kooperationen Versicherungen...)
    == Ballungszentren sind jetzt auch förderungswürdig: ==
    Die Mehrheit, die in schon jetzt über 30MBit/s und vor allem 50MBit/s oder 100MBit/s hat bekommen jetzt bzw. 2023 die erhöhte Chance auf ein Upgrade. Die beiden Großen (Vodafone und Telekom) die hier dank ihrer bestehenden Infrastruktur eh schon rentabel ausbauen werden sich über das Zusatzgeld vom Steuerzahler freuen und dort entsprechend den Ausbau beschlunigen.
    Die weißen Flecken werden jetzt dagegen erst mal niedrigere Priorität bekommen. Wenn sie nicht aus Zufall örtliche Nähe zu einem sehr profitablen Gebiet haben. (Es gibt diverse "abgehängte" weil tiefbaulich schlecht zugängliche Viertel in Grossstäden. Die werden jetzt mitgefördert. Wer aufm Dorf ohne Kabelanschluss wohnt hat sicher Pech. Es wird jetzt in rentablere Gebiete investiert.)
    Es gibt eine ganze reihe Kleinstanbieter, die sich darauf spezialisiert haben abgelegene Gebiete rentabel zu machen. (Insbesondere durch höhere Preise, Spenden Kooperationen mit Stadtwerken oder ortsansässigen Unternehmen... ) DG ist da nur der lauteste. Neckarcom, AllgäuDSL, ACO connect...) Sie alle werden durch höhere Anforderungen für die Förderwürdigkeit und steigende Riefbaupreise ein schweres Leben bekommen und den Ausbau und damit ihr Wachstum wohl stark zurückfahren müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.21 01:17 durch fabiwanne.

  2. Re: Wer profitieren wird und wer nicht

    Autor: spezi 14.05.21 - 09:54

    fabiwanne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Im Detail
    > An der Änderung hängen ein paar Aspekte:
    > == Es sind jetzt viel mehr Anschlüsse Förderungsfähig: ==
    > Ein Teil wird über Umwege über die EU querfinanziert. Entsprechend fließen
    > mehr Gelder aus anderen EU-Länder nach Deutschland.

    Hier geht es nicht um EU-Gelder.

    > == Die Fördergebiete sind jetzt größer: ==
    > Systematischen Ausbau über größere Gebiete dürfte vor allem die Telekom
    > leisten können. Sie wird von der besseren Planbarkeit profitieren. Für
    > kleine Anbieter die weniger Ressourcen und schlechtere
    > Verhandlungspositionen mit Contractorn haben, dürfte es oft ein hohes
    > Risiko sein passende Commitments abzugeben.

    Je größer und zusammenhängender die ausgeschriebenen Gebiete sind, desto wirtschaftlicher ist es für einen Neueinsteiger diese zu versorgen. Kleine und zerstückelte Gebiete bevorzugen die Anbieter die in dem Gebiet schon Infrastruktur haben, auf der sie aufbauen können. Insofern würde ich nicht sagen dass gerade die Telekom von größeren zusammenhängenden Gebieten besonders profitiert.

    > == Ballungszentren sind jetzt auch förderungswürdig: ==
    > Die Mehrheit, die in schon jetzt über 30MBit/s und vor allem 50MBit/s oder
    > 100MBit/s hat bekommen jetzt bzw. 2023 die erhöhte Chance auf ein Upgrade.
    [...]
    > Die weißen Flecken werden jetzt dagegen erst mal niedrigere Priorität
    > bekommen.

    Ein Großteil der weißen Flecken dürfte schon im Förderverfahren sein. Da laufen Ausschreibungen, bzw. bereits der Ausbau. Ich hoffe deswegen dass das für viele weiße Flecken nicht allzu viel Verzögerungen bedeutet. Aber für Gebiete die jetzt erst einsteigen wird natürlich die Konkurrenz größer...

    Generell halte ich von der Ausweitung der Fördergebiete zu diesem Zeitpunkt nichts. Es wird derzeit viel in FTTH investiert. Die DG und neue Anbieter wie UGG, Deutsche Giganetz & Co konzentrieren sich auf reine FTTC-Gebiete (ohne Kabelversorgung). Die Telekom baut jetzt stark in Kabelgebieten aus in Konkurrenz (vor allem) zu Vodafone, wird aber auch die reinen FTTC-Gebiete nicht vernachlässigen können (wegen DG, UGG & Co). Und gleichzeitig läuft sowieso der oft aufwändige Ausbau der weißen Flecken.

    Ich glaube nicht dass da in den nächsten Jahren Ressourcen ungenutzt bleiben. Da ist es ziemlich unnütz wenn der Staat noch mehr Geld in den Ring wirft. Besser wäre es wenn er erstmal abwarten würde. Ausschreiben und fördern (jenseits der weißen Flecken) kann man wieder wenn der Ausbauelan der Branche erlahmt und erkennbar Gebiete übrig bleiben.

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