1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Deutsche Glasfaser: Neue…

wo ist das Problem?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. wo ist das Problem?

    Autor: /lib/modules 12.05.21 - 19:54

    Wo ist das Problem? Außer ein Zitat von einem Lobbyisten finde ich keine Infos zu dem Problem. Warum ist das ein Problem wenn jetzt auch andere Gebiete gefördert werden?

  2. Re: wo ist das Problem?

    Autor: Totally_Not_A_Spybot 12.05.21 - 20:09

    Warscheinlich kann die deutsche Glasfaser nicht so viel Geld abstauben, wenn das jetzt alles gefördert wird

  3. Re: wo ist das Problem?

    Autor: MCCornholio 12.05.21 - 20:30

    Totally_Not_A_Spybot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warscheinlich kann die deutsche Glasfaser nicht so viel Geld abstauben,
    > wenn das jetzt alles gefördert wird


    Genau. Die Masse der Förderung übersteigt die Fähigkeiten der Deutschen Glasfaser die Subventionen aufzusaugen. Man hätte gerne mundgerechte Häppchen um den Profit zu maximieren.

  4. Das Problem ist Raffgier

    Autor: solary 12.05.21 - 20:38

    Die haben halt Angst, das andere DG zu vor kommt, weil die Gebiete jetzt gefördert werden.
    DG hätte die gerne in 2-3 Jahren abgearbeitet, dann werden die Gebiete aber weg sein.

    Mir ist eh lieber, die Telekom baut aus, denn wer eine Feste Ip kommt bei der Telekom billiger weg.

  5. Re: wo ist das Problem?

    Autor: Faksimile 13.05.21 - 09:09

    Das Problem ist die Definition was und wie gefördert wird.
    Die EU in 2013/C 25/01:
    "3.6 Beihilfen für ultraschnelle Breitbandnetze
    (82) Vor dem Hintergrund der Ziele im Rahmen der Digitalen Agenda, insbesondere der Verwirklichung der Vorgabe, dass 50 % aller europäischen Haushalte Internetanschlüsse mit über 100 Mbit/s haben sollen, und unter Berücksichtigung des Umstands, dass vor allem in Ballungsgebieten möglicherweise mehr Leistung benötigt wird, als kommerzielle Investoren in naher Zukunft anbieten wollen, könnten, abweichend von Randnummer (77), ausnahmsweise staatliche Maßnahmen für ultraschnelle NGA- Netze mit Übertragungsraten von weit über 100 Mbit/s genehmigt werden."

    Ziel ist 50% über 100Mbit/s haben sollen, nicht buchen können. Heißt, die Tarife und Leistungen so attraktiv zu gestalten, das die Bevölkerung dieses für sich als notwendig erachtet und bucht.

    Und die Leistung der geförderten Netze soll "mit Übertragungsraten von weit über 100 Mbit/s genehmigt werden." Weit über sind eben Gigabit-Netze mit der Möglichkeit auch symetrisch oder annähernd symetrische Datenraten zuzulassen.
    Leider gibt das aber imho die deutsche Regelunng so nicht her.
    Mit der oben genannten EU Definition müssten auch Gebiete mit SVVDSL Netzen für Gigabit Ausbau gefördert werden können.

    Denn 250Mbit/s ist, im Gegensatz zum GF Gigabit fähigen Netz, gerade mal das 2,5 fache von 100Mbit/s. Und das ist im Vergleich zum 10fachen bei Gigabit eben nicht "weit über".

    100KW oder 250KW oder 1000KW? Mal so als Vergleich ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.21 09:14 durch Faksimile.

  6. Re: wo ist das Problem?

    Autor: spezi 13.05.21 - 12:45

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mit der oben genannten EU Definition müssten auch Gebiete mit SVVDSL Netzen
    > für Gigabit Ausbau gefördert werden können.

    Das war auch das Ziel der Bundesregierung. Die wollte ursprünglich alles mit weniger als 1 Gbit/s (im Download) förderfähig machen. Also auch SVVDSL-Gebiete. Allerdings wollte die EU-Kommission da nicht mitmachen. Das ist ja der Grund warum sich die neue Regelung länger hingezogen hat. Herausgekommen ist ein Kompromiss: Förderung von < 100 Mbit/s ab jetzt, und von < 1 Gbit/s ab 2023.

    ""Nach endlosem Tauziehen mit Brüssel einigt man sich auf einen Kompromiss, der prinzipiell überall gleichzeitig in ganz Deutschland die Förderung auch in sogenannten grauen Flecken erlaubt", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Die EU halte bis 2023 bei der Grauen-Flecken-Förderung an der 100-MBit/s-Grenze fest."
    https://www.golem.de/news/eu-kommission-glasfaser-darf-auch-in-vectoringgebieten-gefoerdert-werden-2009-151069.html

  7. Re: wo ist das Problem?

    Autor: Messier 13.05.21 - 13:22

    Das Problem sind gleich mehrere Probleme:

    Aus Sicht der Netzbetreiber ist es ein Angebot-Nachfrage-Problem. In einem Markt mit unelastischem Angebot, nämlich der Tiefbaubranche, wird ein enormer Nachfrageschub erzeugt. Mehr Aufträge konkurrieren um die nur langsam steigerbare Baukapazität. Das führt zwangsläufig zu einer starken Preissteigerung.

    Aus der Sicht der Kunden kommt zu der allgemeinen Verteuerung des Glasfaserausbaus und damit der Internetanschlüsse noch der Effekt, dass nun auch lukrativere Gebiete gefördert werden als nur die weißen Flecken, wo wirklich niemand ausbauen will. Da die Ausbaukapazitäten sowieso knapp sind, werden diese vorrangig dort eingesetzt, wo es den Netzbetreibern am meisten Gewinn verspricht, also nicht in den weißen Flecken. Wenn die wirklich vernachlässigten Gebiete trotzdem einen Ausbau wollen, müssen sie mehr bezahlen, was gerade diese strukturschwachen Regionen trotz Förderung nicht leisten können. Das Ziel, überall schnelle Anschlüsse verfügbar zu machen, wird also durch diese Förderungsschwemme unterspült.

    Nicht zuletzt sabotiert man mit dieser fast-überall Förderung die Bereitschaft zum eigenwirtschaftlichen Ausbau, sowohl auf Anbieter- als auch auf Kundenseite. Wer baut denn noch auf eigene Kosten, wenn man selbst VDSL-versorgte Gebiete gefördert übernehmen kann? Wer bucht denn noch einen selbstbezahlten Anschluss, wenn man nur ein wenig warten muss und dann einen Anschluss vom Staat geschenkt bekommt?

    Diese Subventionitis ist Planwirtschaft in Reinform: Von Unfähigkeit getrieben, kontraproduktiv und sauteuer.

  8. Nicht mein Eindruck

    Autor: senf.dazu 13.05.21 - 14:25

    DG baute aber bislang weitgehend eigenwirtschaftlich und ausschließlich FTTH aus. Ende 2020 standen sich da 7 Mrd eigene Investmittel und knapp 1 Mrd eingeworbene Förderung gegenüber.

    In unseren Dörfern wurde jedenfalls eigenwirtschaftlich ausgebaut. Telekom wollte nie: lohnt sich nicht. Selbst FTTC ist von einem lokalen Anbeiter HTP ausgebaut worden: für FTTH gibt's keine Nachfrage. Und nun hat DG eigentwirtschaftlich reihenweise die Dörfer ausgebaut. So wie ich das sehe eigentlich den ganzen Landkreis. Auch 1..2 Nachbarlandkreise. NI.

    https://presse.deutsche-glasfaser.de/news/noch-mehr-licht-aufs-land-das-deutsche-glasfaser-jahr-2020-420016

    Es gibt da andere Anbieter die ohne Förderung nicht mal drüber nachdenken auf dem Land auszubauen. Und neben dem Gewinn von Marktanteilen in den Metropolen mit FTTH Ausbau nur "Gebiete auf dem Land da ausbauen wo es die übliche Förderung gibt" in Erwägung ziehen.

    Das Problem ist wohl eher das die Anbeiter alle Probleme haben den Tiefbau hochzufahren. Bzw. sie machen das schon eifrig (Telekom und DG, weitere stehen in den Startlöchern) aber das hat halt seine Grenzen.

    Und solche Projekte werden auch nicht von jetzt auf gleich geplant und angegangen - ab sofort ..2023 ist ein reichlich kurzer Zeitraum um bestehende Pläne und Absprachen mal eben über den Haufen zu werfen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.21 14:43 durch senf.dazu.

  9. Eine Zahl "weit über"

    Autor: M.P. 14.05.21 - 07:26

    Ich halte 250 MBit/s für weit über 100 MBit/s.


    Wenn jemand 250 kg statt 100 kg wiegt ....

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Java Softwareentwickler (m/w/d)
    SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
  2. Softwareentwickler (m/w/d) C# / .NET HR-Lösungen
    HANSALOG BPS GmbH, Hamburg
  3. Configuration Manager/IT-Systemkaufmann (m/w/d)
    CREATON GmbH, Wertingen
  4. Referent*in für Informationssicherheit und Datenschutz
    Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Darmstadt, München, Bonn

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. (u. a. New World - Standard Edition für 39,99€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de