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Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

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  1. Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: barforbarfoo 09.08.14 - 13:44

    Also, wo ist das Problem?

  2. Re: Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: plutoniumsulfat 09.08.14 - 14:12

    das auch günstiges Internet möglich ist?

    Außerdem sind die Immobilien nur in ¤/qm günstig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.14 14:13 durch plutoniumsulfat.

  3. Re: Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: hoben 09.08.14 - 14:53

    Das Internet ist dort nicht teuer, sondern quasi nicht existent. Ich bin mit meinen 5 Mbit/s hier noch relativ gut bedient, aber ein paar Straßen weiter krüppeln die Leute mit 0,3 Mbit/s herum. Und es gibt KEINE Alternative dazu.

    Und das alles in der "Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main", was die ganze Sache noch lächerlicher macht.

    Stellt euch mal vor vor ein paar Jahrzehnten hätte man gesagt "sorry, aber es lohnt sich einfach nicht, euer 5000 Einwohner Dorf an das Wasser- und Stromnetz anzubinden".

  4. Re: Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: Frank 09.08.14 - 15:10

    hoben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Stellt euch mal vor vor ein paar Jahrzehnten hätte man gesagt "sorry,
    > aber es lohnt sich einfach nicht, euer 5000 Einwohner Dorf an das
    > Wasser- und Stromnetz anzubinden".

    Stell dir vor, das ist im vorletzten Jahrhundert tatsächlich passiert, und es dauerte Jahrzehnte, bis Deutschland einigermaßen flächendeckende Wasser- und Stromnetze hatte.

  5. Re: Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: plutoniumsulfat 09.08.14 - 15:13

    Wir sind aber im 21. Jahrhundert und es ist technisch machbar. Es gibt glaube ich eine Menge Leute, die sogar was dafür bezahlen würden.

  6. Re: Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: redmord 10.08.14 - 11:10

    Keine Ahnung was hier immer für Typen mit Immobilienkosten/Stadt vs. Land rumhampeln.

    Wir leben in einer Solidargemeinschaft und das Internet ist eine bedeutende Infrastruktur. Wer bezahlt den BER? Nur die Berliner und Brandenburger? Ha! Ha!

    Infrastrukturprojekte leben von Transferleistungen ansonsten sind sie nicht stemmbar. Das Internet ist gar eine derart bedeutende Infrastruktur, dass die Unterlassung nötiger Investitionen im ländlichen Bereich mittelfristig nur dazu führen würden, dass die Kosten in den Städten weiter stiegen, da man so die Landflucht weiter fördert.

  7. Stadt vs. Land

    Autor: Anonymer Nutzer 10.08.14 - 13:31

    Sowohl das Land als auch die Stadt haben Vor- und Nachteile, was einem nun wichtiger ist kann jeder selbst entscheiden.

    Man kann aber nicht verlangen, alle die Vorteile beider über die Allgemeinheit zu finanzieren.

    Nach meinem letzten Stand würde die Telekom etwa 15¤ für einen "Vollanschluss" von einem Fremdanbieter bekommen, der die Leitungen der Telekom benutzt (Letzte Meile + Backboneanbindung). Bei z.B. einem Dorf mit 5.000 Einwohnern was grob überschlagen 2.500 Haushalten entspricht würde. Wenn nun alle 2.500 Haushalte einen Internetanschluss bei einem Fremdanbieter machen würden, würde die Telekom 37.500¤ im Monat erhalten. Die Anbindung kostet grob 500¤ pro Meter, pro KM also 500.000.
    Ein 5.000-Einwohner Dorf welches z.B. 10KM von der nächsten Stadt entfernt liegt, kostet die Telekom also etwa 5.000.000¤. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Telekom keine weiteren Kosten hat und die kompletten 37.500¤ gegenrechnet kommt man auf 133 Monate, bis sich das ganze rentiert hat.

    Höhere Kosten wollen die Landbewohner aber ja auch nicht, obwohl sie von geringeren Mieten usw. profitieren.

    Bleibt noch, das Dorf in Eigenregie anzubinden wo natürlich höhere Kosten entstehen.

  8. Re: Stadt vs. Land

    Autor: redmord 10.08.14 - 13:38

    Auf 500 ¤ pro Meter kommst du allerhöchstens, wenn du die Straße oder den Gehweg aufreißen musst.

    Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass die Landregionen auch andere Nachteile haben als nur schlechtes Internet.

    Infrastrukturprojekte zahlt die Landbevölkerung genauso wie die Stadtbevölkerung. Die Hamburger haben den Elbtunnel bestimmt nicht alleine bezahlt. An jeglicher Infrastruktur, die durch den Bund oder die EU mitfinanziert wird, sind wir alle beteiligt. Davon gibt es in den Städten nicht wenige.
    Und wenn in Berlin, Dortmund oder München beschlossen wird wieder mehr Geld in den sozialen Wohnungsbau zu stecken damit die Mieten nicht weiter so rapide steigen, ist mit absoluter Sicherheit auch wieder min. der Bund und damit auch die Landbevölkerung beteiligt wie die Jahrzehnte zuvor auch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.14 13:41 durch redmord.

  9. Re: Stadt vs. Land

    Autor: Anonymer Nutzer 10.08.14 - 13:54

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf 500 ¤ pro Meter kommst du allerhöchstens, wenn du die Straße oder den
    > Gehweg aufreißen musst.
    Das ist die Regel, Leerrohre sind selten und andere Rohre wie Wasserrohre o.ä. kann man nicht nutzen. Überlandkabel werden daran scheitern, das Bürger klagen weil das Kabel ihre Aussicht zerstört. Richtfunk ... begrenzte Bandbreite und sehr störanfällig (im Gegensatz zum Kabel).
    Die Kabel einfach "Luftlinie" in den Ackern der Bauern verlegen ist nicht möglich. Erstens gäbe es sicher Bauern, die das nicht wollen und zweitens würde wohl kaum ein Bauer keine "Miete" verlangen.
    Es gäbe zwar evtl. bei einigen Dörfern die Möglichkeit, Kabel auf vorhandenen Bahnstrecken zu verlegen, allerdings ist das nicht der Normalfall.
    Also bleibt im Normalfall nur eine Verlegung unter vorhandenen Straßen.

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass die Landregionen auch andere Nachteile
    > haben als nur schlechtes Internet.
    Das ist hier aber nicht das Thema!

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Infrastrukturprojekte zahlt die Landbevölkerung genauso wie die
    > Stadtbevölkerung. Die Hamburger haben den Elbtunnel bestimmt nicht alleine
    > bezahlt. An jeglicher Infrastruktur, die durch den Bund oder die EU
    > mitfinanziert wird, sind wir alle beteiligt. Davon gibt es in den Städten
    > nicht wenige.
    > Und wenn in Berlin, Dortmund oder München beschlossen wird wieder mehr Geld
    > in den sozialen Wohnungsbau zu stecken damit die Mieten nicht weiter so
    > rapide steigen, ist mit absoluter Sicherheit auch wieder min. der Bund und
    > damit auch die Landbevölkerung beteiligt wie die Jahrzehnte zuvor auch.
    Auch das Thema Steuerverschwendung ist hier nicht das Thema!

  10. Re: Stadt vs. Land

    Autor: redmord 10.08.14 - 14:03

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bleibt im Normalfall nur eine Verlegung unter vorhandenen Straßen.

    Nö. Auch im Straßenbereich gibt es endlose Kilometer, die sich nutzen lassen ohne die Straße direkt aufreißen zu müssen. Es wäre äußerst irrsinnig eine Landstraße aufzureißen, wenn sich die zwei meter daneben ideal nutzen ließen. Dann gibt es zusätzliche Verfahren, die bei Unterquerungen von Straßen auf das Aufreißen verzichten können. Es wird quasi ein Loch drunter durch geschossen. Borher gibt es auch, die horizontal bohren können. 500 ¤ pro Meter ist imho völlig aus der Luft gegriffen. Da frage ich mich wie die Telekom es schafft Ortschaften in der von dir genannten Größenordnung gegen Zahlung von 300.000 ¤ zu versorgen.

    > Auch das Thema Steuerverschwendung ist hier nicht das Thema!

    Thread nochmal lesen .... von Steuerverschwendung hat niemand etwas geschrieben. Sehr wohl aber von solidarischen Transferleistungen ohne die unser Staat nicht funktioniert.

  11. Re: Stadt vs. Land

    Autor: Anonymer Nutzer 10.08.14 - 14:33

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DAUVersteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also bleibt im Normalfall nur eine Verlegung unter vorhandenen Straßen.
    >
    > Nö. Auch im Straßenbereich gibt es endlose Kilometer, die sich nutzen
    > lassen ohne die Straße direkt aufreißen zu müssen. Es wäre äußerst
    > irrsinnig eine Landstraße aufzureißen, wenn sich die zwei meter daneben
    > ideal nutzen ließen. Dann gibt es zusätzliche Verfahren, die bei
    > Unterquerungen von Straßen auf das Aufreißen verzichten können. Es wird
    > quasi ein Loch drunter durch geschossen. Borher gibt es auch, die
    > horizontal bohren können. 500 ¤ pro Meter ist imho völlig aus der Luft
    > gegriffen. Da frage ich mich wie die Telekom es schafft Ortschaften in der
    > von dir genannten Größenordnung gegen Zahlung von 300.000 ¤ zu versorgen.
    Es gibt einen Subventionierungstopf, wo 90% der Investitionskosten daraus bezahlt werden. Wenn also die Telekom 300.000 verlangte, liegen die Kosten bei etwa 3.000.000¤ was meiner Rechnung oben ja recht nahe kommt.
    Bohrer usw. kann man aber gerade bei alten Straßen nur bedingt nutzen. Bei alten Straßen musste erstmal die ganze Strecke untersuchen wo andere Rohre verlegt sind, wo Sammelbecken sind usw., das ist bei älteren Straßen sehr schlecht Dokumentiert. Das kostet auch wieder einiges.
    Zudem ist die Länge auf die Bohrer eingesetzt werden könne auch begrenzt da man ja z.B. die Rohre nachschieben muss und das geht nicht über belibig lange Strecken.

    Ich rede wie oben gesagt vom "Normalfall", es wird immer Beispiele geben, wo der Ausbau deutlich günstiger ist (wenn man sich z.B. anderen Tiefbauarbeiten anschließt) aber auch deutlich teurer.

    > > Auch das Thema Steuerverschwendung ist hier nicht das Thema!
    >
    > Thread nochmal lesen .... von Steuerverschwendung hat niemand etwas
    > geschrieben. Sehr wohl aber von solidarischen Transferleistungen ohne die
    > unser Staat nicht funktioniert.
    Du hast damit angefangen! Der BER ist Steuerverschwendung. Der Elbtunnel ist "gesamtwirtschaftlich" sinnvoll, der Internetausbau für Landbewohner nicht.
    Wenn ich um z.B. von meinem Zuhause zur Arbeit kommen zu können das doppelte an Wegstrecke habe als die Luftlinie ist, kann ich nicht von der Allgemeinheit verlangen, dass diese mir einen Tunnel baut, damit ich den direkten Weg bauen kann.

  12. Re: Immobilien sind da billig, dafür ist das Internet teuer

    Autor: lisgoem8 10.08.14 - 15:38

    hoben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >...
    > Stellt euch mal vor vor ein paar Jahrzehnten hätte man gesagt "sorry, aber
    > es lohnt sich einfach nicht, euer 5000 Einwohner Dorf an das Wasser- und
    > Stromnetz anzubinden".


    Oh das ist ein sehr guter Vergleich bzw. Zusammenhang.

    Interessant ist das selbst in den Städten es aber auch oft lange dauerte, bis die Etagen Toiletten abgebaut wurden. An sich its überall noch Baustelle.

    Und Kabelanschlüsse sind oft nur im 10ner Netzwerk. Was will man mit dem unsinn? °°°

  13. Re: Stadt vs. Land

    Autor: redmord 10.08.14 - 16:16

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast damit angefangen!

    Japp, doch habe ich nirgendwo "Steuer" oder "Verschwendung" erwähnt und habe überhaupt nicht den Anschein gemacht darauf abzuzielen.

    > Der BER ist Steuerverschwendung.

    Das ist deine persönliche Wertung.

    > Der Elbtunnel
    > ist "gesamtwirtschaftlich" sinnvoll, der Internetausbau für Landbewohner
    > nicht.

    Deine persönliche Wertung. Ich sehe auch den Internetausbau auf dem Land für gesamtwirtschaftlich sinnvoll. Zum einen ist es auch ein Markt. Die meisten Deutschen leben auf dem Land oder im Randgebiet von Ballungszentren. Zum anderen wird das Internet immer mehr zu einem wirtschaftlich entscheidenden Standortfaktor. Immer mehr Unternehmen sind vom Internet abhängig und damit auch immer mehr von einer guten Verbindung. Es liegt nicht im allgemeinen Interesse, dass sich zukünftig alles in Ballungszentren forciert. Wir müssen auch Firmen auf dem Land gute Infrastruktur organisieren, auch den kleinen.
    Weshalb will die Bundesregierung wohl eine gute Internetversorgung auch auf dem Land? Nur damit die Internetnerds dort glücklich sind?

    > Wenn ich um z.B. von meinem Zuhause zur Arbeit kommen zu können das
    > doppelte an Wegstrecke habe als die Luftlinie ist, kann ich nicht von der
    > Allgemeinheit verlangen, dass diese mir einen Tunnel baut, damit ich den
    > direkten Weg bauen kann.

    Das kannst du sehr wohl verlangen und wenn sich herausstellt, dass dadurch andere wichtige Infrastruktur entlastet, die Arbeiter stressfeier zur Arbeit gelangen und die Umwelt mittel- bis langfristig geschohnt wird, kann es durchaus eine sinnvolle Investition darstellen.

  14. Re: Stadt vs. Land

    Autor: Anonymer Nutzer 10.08.14 - 16:54

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DAUVersteher schrieb:
    > > Der Elbtunnel
    > > ist "gesamtwirtschaftlich" sinnvoll, der Internetausbau für Landbewohner
    > > nicht.
    >
    > Deine persönliche Wertung. Ich sehe auch den Internetausbau auf dem Land
    > für gesamtwirtschaftlich sinnvoll. Zum einen ist es auch ein Markt. Die
    > meisten Deutschen leben auf dem Land oder im Randgebiet von
    > Ballungszentren. Zum anderen wird das Internet immer mehr zu einem
    > wirtschaftlich entscheidenden Standortfaktor. Immer mehr Unternehmen sind
    > vom Internet abhängig und damit auch immer mehr von einer guten Verbindung.
    > Es liegt nicht im allgemeinen Interesse, dass sich zukünftig alles in
    > Ballungszentren forciert. Wir müssen auch Firmen auf dem Land gute
    > Infrastruktur organisieren, auch den kleinen.
    Wenn es ein lohnender Markt wäre, müssten wir hier garnicht diskutieren!
    Wenn eine Firma auf das Internet angewiesen ist, ist sie selbst schuld, wenn sie ihren Betriebssitz dorthin legen, wo es "kein" Internet gibt. Wenn es für diese Firma überlebensnotwendig ist, dass sie Breitbandinternet hat, muss sie das halt verlegen lassen oder ihren Betriebssitz umziehen. Aber irgendwo nen Betrieb aufzubauen und dann die Allgemeinheit dafür zahlen zu lassen, dass sie neben der günstigeren Miete "in der Pampa" auch noch günstiges Internet bekommen finde ich ne Unverschämtheit.
    Sie haben immer die Möglichkeit, z.B. SkyDSL o.ä. zu bestellen, was natürlich teurer ist als normales DSL aber sie hätten zumindest Breitbandinternet (zwar nicht Onlinegaming oder HF-Trading tauglich aber für fast alles andere reichts). Auch eine bündelung von mehreren DSL-Light oder auch ISDN-Anschlüssen beschleunigt das Internet spürbar. Wenn das zu teuer ist und sie "ruiniert" sollten sie gefälligst ihr Geschäftsmodell überdenken!

    Zumdem gibts schnelles Internet nicht nur in Ballungszentren, je nachdem wie man "Breitbandinternet" definiert.

    > Weshalb will die Bundesregierung wohl eine gute Internetversorgung auch auf
    > dem Land? Nur damit die Internetnerds dort glücklich sind?
    Wählerfang! Auch wenn sich der Ausbau vom Internet für Dörfer nicht lohnt, lohnt es sich für Politiker/Parteien, das einfach mal zu fordern. Kostet erstmal nix , bringt aber einige Wähler.

    > > Wenn ich um z.B. von meinem Zuhause zur Arbeit kommen zu können das
    > > doppelte an Wegstrecke habe als die Luftlinie ist, kann ich nicht von
    > der
    > > Allgemeinheit verlangen, dass diese mir einen Tunnel baut, damit ich den
    > > direkten Weg bauen kann.
    >
    > Das kannst du sehr wohl verlangen und wenn sich herausstellt, dass dadurch
    > andere wichtige Infrastruktur entlastet, die Arbeiter stressfeier zur
    > Arbeit gelangen und die Umwelt mittel- bis langfristig geschohnt wird, kann
    > es durchaus eine sinnvolle Investition darstellen.

    Es ging speziell um den individuellen Weg zur Arbeit. Für einzelne Personen Tunnel zu bauen oder für ne Handvoll Straßenbahnfahrern ne neue Linie zu bauen lohnt einfach nicht.
    Wenn es sich wirtschaftlich/gesamtwirtschaftlich lohnt, darf man gerne nen neuen Tunnel bauen oder ne Straße usw., aber nicht für Einzelschicksale.

  15. Re: Stadt vs. Land

    Autor: redmord 10.08.14 - 17:35

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es ein lohnender Markt wäre, müssten wir hier garnicht diskutieren!

    Ich sprach von Dienstleistern, die über das Internet Geld verdienen und nicht von den Netzbetreibern bei diesem Punkt. Hätte ich wohl erwähnen sollen.
    Für diese gibt es durchaus immense Marktchancen auch auf dem Land. Auch glaube auch nicht, dass mittelfristig Google der einzige Anbieter sein wird, der aus dem Internet kommt und Netzbetreiber wird. Dies werden wir bald mehr erleben, in Form von Allianzen. Doch augenblicklich ist die deutschen Internetwirtschaft zu klein.

    > Wenn eine Firma auf das Internet angewiesen ist, ist sie selbst schuld,
    > wenn sie ihren Betriebssitz dorthin legen, wo es "kein" Internet gibt. Wenn
    > es für diese Firma überlebensnotwendig ist, dass sie Breitbandinternet hat,
    > muss sie das halt verlegen lassen oder ihren Betriebssitz umziehen. Aber
    > irgendwo nen Betrieb aufzubauen und dann die Allgemeinheit dafür zahlen zu
    > lassen, dass sie neben der günstigeren Miete "in der Pampa" auch noch
    > günstiges Internet bekommen finde ich ne Unverschämtheit.
    > Sie haben immer die Möglichkeit, z.B. SkyDSL o.ä. zu bestellen, was
    > natürlich teurer ist als normales DSL aber sie hätten zumindest
    > Breitbandinternet (zwar nicht Onlinegaming oder HF-Trading tauglich aber
    > für fast alles andere reichts). Auch eine bündelung von mehreren DSL-Light
    > oder auch ISDN-Anschlüssen beschleunigt das Internet spürbar. Wenn das zu
    > teuer ist und sie "ruiniert" sollten sie gefälligst ihr Geschäftsmodell
    > überdenken!

    Firmengründer sind nicht die einzigen Arbeitgeber auf dem Land. Es gibt unzählige Betriebe, die seit Jahrzehnten existieren und älter als das Internet sind. Fang allein mal beim Bauern an. Auch dieser ist heute immer stärker auf das Internet angewiesen.
    Den von dir beschriebenen Fall gibt es in Deutschland seit Jahrzehnten. Nennt sich Straßenbau. Überall sorgt die Allgemeinheit seit vielen Jahren dafür, dass Infrastruktur auch in den ländlichen Regionen entsprechend vorhanden ist und Unternehmen, die z.B. auf eine Autobahnverbindung angewiesen sind, nicht ohne darstehen. Finde ich überhaupt nicht unverschähmt. Unverschämt finde ich deine Art den Leuten zu sagen, dass sie eben Pech hätten und gefälligst dort hinziehen sollten wo sie entsprechende Bedingungen finden, obwohl sie ihre Arbeit dort haben, wo sie auch sind, wobei dir doch schon längst aufgefallen sein sollte, dass derartige Aussagen extrem kurzsichtig sind. Thread nochmal lesen und diesmal vielleicht auch verstehen!
    Deiner Argumentation nach liefen wir vollends in einen Teufelskreis, bei dem die Landflucht gewinnt und die Mieten in den Zentren rapide steigen.

    > Wählerfang! Auch wenn sich der Ausbau vom Internet für Dörfer nicht lohnt,
    > lohnt es sich für Politiker/Parteien, das einfach mal zu fordern. Kostet
    > erstmal nix , bringt aber einige Wähler.

    Achso... der Bund, die Länder und die Kommunen investieren 0 Cent in den Breitbandausbau?

    http://www.zukunft-breitband.de/SharedDocs/DE/Artikel/ZukunftBreitband/instrumente-zur-foerderung-von-breitbandzugaengen.html?nn=126332

    > Es ging speziell um den individuellen Weg zur Arbeit. Für einzelne Personen
    > Tunnel zu bauen oder für ne Handvoll Straßenbahnfahrern ne neue Linie zu
    > bauen lohnt einfach nicht.
    > Wenn es sich wirtschaftlich/gesamtwirtschaftlich lohnt, darf man gerne nen
    > neuen Tunnel bauen oder ne Straße usw., aber nicht für Einzelschicksale.

    Breitbandausbau lässt sich nicht auf Einzelschicksale reduzieren.

  16. Re: Stadt vs. Land

    Autor: Xultra 10.08.14 - 17:41

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redmord schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > DAUVersteher schrieb:
    > > > Der Elbtunnel
    > > > ist "gesamtwirtschaftlich" sinnvoll, der Internetausbau für
    > Landbewohner
    > > > nicht.
    > >
    > > Deine persönliche Wertung. Ich sehe auch den Internetausbau auf dem Land
    > > für gesamtwirtschaftlich sinnvoll. Zum einen ist es auch ein Markt. Die
    > > meisten Deutschen leben auf dem Land oder im Randgebiet von
    > > Ballungszentren. Zum anderen wird das Internet immer mehr zu einem
    > > wirtschaftlich entscheidenden Standortfaktor. Immer mehr Unternehmen
    > sind
    > > vom Internet abhängig und damit auch immer mehr von einer guten
    > Verbindung.
    > > Es liegt nicht im allgemeinen Interesse, dass sich zukünftig alles in
    > > Ballungszentren forciert. Wir müssen auch Firmen auf dem Land gute
    > > Infrastruktur organisieren, auch den kleinen.
    > Wenn es ein lohnender Markt wäre, müssten wir hier garnicht diskutieren!
    > Wenn eine Firma auf das Internet angewiesen ist, ist sie selbst schuld,
    > wenn sie ihren Betriebssitz dorthin legen, wo es "kein" Internet gibt. Wenn
    > es für diese Firma überlebensnotwendig ist, dass sie Breitbandinternet hat,
    > muss sie das halt verlegen lassen oder ihren Betriebssitz umziehen. Aber
    > irgendwo nen Betrieb aufzubauen und dann die Allgemeinheit dafür zahlen zu
    > lassen, dass sie neben der günstigeren Miete "in der Pampa" auch noch
    > günstiges Internet bekommen finde ich ne Unverschämtheit.
    Sry aber Du klingst sehr wie jmd. mit dickem Aktienpacket ,der möchte das alle möglichst 1 MBit haben die TELEKlo aber genausoviel abkassiert wie bei 50 MBit. Wir reden übrigens von allen Menschen Du tust so als ob irgendwelche Unternehmen unbedingt in der PampaTM 1GBit fordern.
    > Sie haben immer die Möglichkeit, z.B. SkyDSL o.ä. zu bestellen, was
    > natürlich teurer ist als normales DSL aber sie hätten zumindest
    > Breitbandinternet (zwar nicht Onlinegaming oder HF-Trading tauglich aber
    > für fast alles andere reichts). Auch eine bündelung von mehreren DSL-Light
    > oder auch ISDN-Anschlüssen beschleunigt das Internet spürbar. Wenn das zu
    > teuer ist und sie "ruiniert" sollten sie gefälligst ihr Geschäftsmodell
    > überdenken!
    Wer bestreitet das ?
    Heinzchen Müller will aber schnelles Internet ,ich auch und oO die Konkurenz bietet ohne Kupferkabel besser Leistung und die haben keine 18 Milliarden ¤ Gewinn letztes Jahr gemacht.
    >
    > Zumdem gibts schnelles Internet nicht nur in Ballungszentren, je nachdem
    > wie man "Breitbandinternet" definiert.
    >
    > > Weshalb will die Bundesregierung wohl eine gute Internetversorgung auch
    > auf
    > > dem Land? Nur damit die Internetnerds dort glücklich sind?
    > Wählerfang! Auch wenn sich der Ausbau vom Internet für Dörfer nicht lohnt,
    > lohnt es sich für Politiker/Parteien, das einfach mal zu fordern. Kostet
    > erstmal nix , bringt aber einige Wähler.
    >
    > > > Wenn ich um z.B. von meinem Zuhause zur Arbeit kommen zu können das
    > > > doppelte an Wegstrecke habe als die Luftlinie ist, kann ich nicht von
    > > der
    > > > Allgemeinheit verlangen, dass diese mir einen Tunnel baut, damit ich
    > den
    > > > direkten Weg bauen kann.
    > >
    > > Das kannst du sehr wohl verlangen und wenn sich herausstellt, dass
    > dadurch
    > > andere wichtige Infrastruktur entlastet, die Arbeiter stressfeier zur
    > > Arbeit gelangen und die Umwelt mittel- bis langfristig geschohnt wird,
    > kann
    > > es durchaus eine sinnvolle Investition darstellen.
    >
    > Es ging speziell um den individuellen Weg zur Arbeit. Für einzelne Personen
    > Tunnel zu bauen oder für ne Handvoll Straßenbahnfahrern ne neue Linie zu
    > bauen lohnt einfach nicht.
    > Wenn es sich wirtschaftlich/gesamtwirtschaftlich lohnt, darf man gerne nen
    > neuen Tunnel bauen oder ne Straße usw., aber nicht für Einzelschicksale.
    Tausende Leute sind Einzelurteile ,ne jetzt ?!
    Und am Stadtrand von München auch etc etc. Da ging dank Telekom erst mal max 6 MBit , als dann Kabel mit 100 MBit da war ,ging es auf einmal doch.... Wer lügt dem glaubt man nicht mehr!
    Hier wurde oft genug gezeigt das Glas im Boden billig ist, nix 500¤ pro Meter , klingt alles nach Telekom Propaganda.
    Peace

  17. Re: Stadt vs. Land

    Autor: bernd71 11.08.14 - 10:51

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast damit angefangen! Der BER ist Steuerverschwendung. Der Elbtunnel
    > ist "gesamtwirtschaftlich" sinnvoll, der Internetausbau für Landbewohner
    > nicht.

    Es gibt einen ganzen "Industriezweig" auf dem Land. Dieser ist nicht unwesentlich mit Bürokratie belastet der immer weiter über Internetplatformen abgewickelt wird. Dieser Industriezweig produziert auch für die Stadtbevölkerung. ;-)

    Es ist auch nicht so das Landbewohner nicht mehr zahlen würden für einen modernen Internetanschluß. Man würde nur gerne überhaupt die Möglichkeit dazu bekommen.

  18. Re: Stadt vs. Land

    Autor: bernd71 11.08.14 - 10:58

    > max 6 MBit , als dann Kabel mit 100 MBit da war ,ging es auf einmal
    > doch.... Wer lügt dem glaubt man nicht mehr!
    > Hier wurde oft genug gezeigt das Glas im Boden billig ist, nix 500¤ pro
    > Meter , klingt alles nach Telekom Propaganda.
    > Peace

    Hier mal Reale zahlen:
    http://www.fiete.net/news/anzeigen/mit-karacho-ins-interent.html

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    Betreiber verhaftet, Domain und Server beschlagnahmt: Die Webseite Weleakinfo.com hat im großen Stil mit Zugangsdaten gehandelt, die aus mehr 10.000 Datenlecks gestammt haben sollen.

  3. Bürogebäude Karl: Apple baut Standort in München deutlich aus
    Bürogebäude Karl
    Apple baut Standort in München deutlich aus

    Apple wird seine Aktivitäten in München offenbar deutlich ausbauen und auch ein neues Bürogebäude beziehen, das Platz für 1.500 Beschäftigte bietet. In München betreibt Apple bereits das Bavarian Design Center mit 300 Mitarbeitern.


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