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Alles eine Frage des Gehalts

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  1. Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: elknipso 24.01.21 - 17:41

    Das ist am Ende des Tages doch alles eine Frage des Gehalts. Wenn ich bezahlt werde wie ein Regaleinräumer im Aldi dann fällt selbstverständlich auch im Home Office pünktlich der Hammer.

    Wenn das Gehalt aber stimmt, und es ein gegenseitiges geben und nehmen ist das von Wertschätzung geprägt wird, habe ich persönlich auch kein Problem mit Überstunden wenn diese punktuell erforderlich sind.

  2. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 24.01.21 - 19:30

    elknipso schrieb:
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    > Das ist am Ende des Tages doch alles eine Frage des Gehalts. Wenn ich
    > bezahlt werde wie ein Regaleinräumer im Aldi dann fällt selbstverständlich
    > auch im Home Office pünktlich der Hammer.
    >
    > Wenn das Gehalt aber stimmt, und es ein gegenseitiges geben und nehmen ist
    > das von Wertschätzung geprägt wird, habe ich persönlich auch kein Problem
    > mit Überstunden wenn diese punktuell erforderlich sind.

    Tja. Und mir kann überhaupt niemand soviel Gehalt zahlen, dass er mir damit nicht-abfeierbare Zeit vergelten könnte, die übers ohnehin schon grenzwertige tarifliche Wochensoll hinausginge.

  3. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: elknipso 24.01.21 - 19:51

    demon driver schrieb:
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    > elknipso schrieb:
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    > > Das ist am Ende des Tages doch alles eine Frage des Gehalts. Wenn ich
    > > bezahlt werde wie ein Regaleinräumer im Aldi dann fällt
    > selbstverständlich
    > > auch im Home Office pünktlich der Hammer.
    > >
    > > Wenn das Gehalt aber stimmt, und es ein gegenseitiges geben und nehmen
    > ist
    > > das von Wertschätzung geprägt wird, habe ich persönlich auch kein
    > Problem
    > > mit Überstunden wenn diese punktuell erforderlich sind.
    >
    > Tja. Und mir kann überhaupt niemand soviel Gehalt zahlen, dass er mir damit
    > nicht-abfeierbare Zeit vergelten könnte, die übers ohnehin schon
    > grenzwertige tarifliche Wochensoll hinausginge.

    Du hast einen Tarifvertrag und findest die Wochenarbeitszeit zu hoch? Du würdest in der normalen Wirtschaft sowas von untergehen :)

  4. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: ssj3rd 24.01.21 - 20:13

    elknipso schrieb:
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    > demon driver schrieb:
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    > > elknipso schrieb:
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    > Du hast einen Tarifvertrag und findest die Wochenarbeitszeit zu hoch? Du
    > würdest in der normalen Wirtschaft sowas von untergehen :)

    Das klingt fast so als ob du stolz darauf bist, dass du mehr als die übliche Wochenarbeitszeit arbeitest?

    Ich würde am liebsten nur 20 Stunden in der Woche arbeiten und mehr Zeit mit echtem Leben, Hobbys, Sport, etc verbringen. Nur wenn ich das mache, habe ich eben genau dafür nicht mehr genug Geld...

    Aber noch mehr arbeiten ist ganz sicher nicht die Lösung, außer für einen früheren Tod.

  5. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 24.01.21 - 20:21

    elknipso schrieb:
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    > demon driver schrieb:
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    > > elknipso schrieb:
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    > > > Das ist am Ende des Tages doch alles eine Frage des Gehalts. Wenn ich
    > > > bezahlt werde wie ein Regaleinräumer im Aldi dann fällt selbstverständlich
    > > > auch im Home Office pünktlich der Hammer.
    > > >
    > > > Wenn das Gehalt aber stimmt, und es ein gegenseitiges geben und nehmen ist
    > > > das von Wertschätzung geprägt wird, habe ich persönlich auch kein Problem
    > > > mit Überstunden wenn diese punktuell erforderlich sind.
    > >
    > > Tja. Und mir kann überhaupt niemand soviel Gehalt zahlen, dass er mir damit
    > > nicht-abfeierbare Zeit vergelten könnte, die übers ohnehin schon
    > > grenzwertige tarifliche Wochensoll hinausginge.
    >
    > Du hast einen Tarifvertrag und findest die Wochenarbeitszeit zu hoch? Du
    > würdest in der normalen Wirtschaft sowas von untergehen :)

    Was ist das für eine ominöse "normale Wirtschaft", in der es keine Tarifverträge gibt? Ich hab mich in meiner ganzen langen Karriere bisher mit Ausnahme eines hier schon mal erwähnten "Vertrauensarbeitszeit"-Jobs noch auf keine anderen Stellen beworben – das waren halt auch alles mittlere bis größere Unternehmen, nicht irgendwelche kleinen Klitschen...

  6. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 24.01.21 - 20:30

    ssj3rd schrieb:
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    > elknipso schrieb:
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    > > demon driver schrieb:
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    > > > elknipso schrieb:
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    > > Du hast einen Tarifvertrag und findest die Wochenarbeitszeit zu hoch? Du
    > > würdest in der normalen Wirtschaft sowas von untergehen :)
    >
    > Das klingt fast so als ob du stolz darauf bist, dass du mehr als die
    > übliche Wochenarbeitszeit arbeitest?
    >
    > Ich würde am liebsten nur 20 Stunden in der Woche arbeiten und mehr Zeit
    > mit echtem Leben, Hobbys, Sport, etc verbringen. Nur wenn ich das mache,
    > habe ich eben genau dafür nicht mehr genug Geld...
    >
    > Aber noch mehr arbeiten ist ganz sicher nicht die Lösung, außer für einen
    > früheren Tod.

    ++

    Ich hab mal 30 Stunden gemacht, das war schon ganz ok. Ist lang her und es wurde damals dann auch irgendwann knapp auf dem Konto, so dass ich wieder in die Vollzeit zurück bin... Heute käme ich mit 30 Stunden einigermaßen zurecht, denke ich.

    Vorteil ist, dank "Brückenteilzeit"-Gesetz sollte es jetzt leichter sein, zumindest mal für eine Zeitlang die Stunden zu reudzieren; damals war ich noch auf den Goodwill meiner Vorgesetzten angewiesen. Allerdings wird man als Mann auch bei uns immer noch vereinzelt schief angeschaut (nicht dass ich was drauf gäbe), wenn man Teilzeit macht. Elternzeit dagegen wird bei Männern inzwischen schon eher als normal angesehen.

  7. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: ssj3rd 24.01.21 - 21:01

    Das Dumme ist ja auch die reduzierte Rente bei Teilzeit... sind halt doch einige Faktoren die man beachten muss.

  8. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: elknipso 24.01.21 - 21:09

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das klingt fast so als ob du stolz darauf bist, dass du mehr als die
    > übliche Wochenarbeitszeit arbeitest?

    Ich wollte Dir damit klar machen, dass Du in einer sehr behüteten Welt aufwächst mit Deinem Tarifvertrag und deutlich niedrigerer Wochenarbeitszeit als in der normalen außertariflichen Welt :).

    > Ich würde am liebsten nur 20 Stunden in der Woche arbeiten und mehr Zeit
    > mit echtem Leben, Hobbys, Sport, etc verbringen. Nur wenn ich das mache,
    > habe ich eben genau dafür nicht mehr genug Geld...

    Ich würde auch lieber nur 20 Stunden die Woche fürs gleiche Geld wie jetzt arbeiten, das funktioniert so aber leider nicht. Davon ab mache ich aber auch ein Job der mir Spaß macht, von daher passt das schon.

  9. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: elknipso 24.01.21 - 21:11

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > > Du hast einen Tarifvertrag und findest die Wochenarbeitszeit zu hoch? Du
    > > würdest in der normalen Wirtschaft sowas von untergehen :)
    >
    > Was ist das für eine ominöse "normale Wirtschaft", in der es keine
    > Tarifverträge gibt? Ich hab mich in meiner ganzen langen Karriere bisher
    > mit Ausnahme eines hier schon mal erwähnten "Vertrauensarbeitszeit"-Jobs
    > noch auf keine anderen Stellen beworben – das waren halt auch alles
    > mittlere bis größere Unternehmen, nicht irgendwelche kleinen Klitschen...


    Ich arbeite in einem Unternehmen mit hohem zweistelligen Millionen Umsatz im Jahr, also weit entfernt von einer kleinen Klitsche :). Dennoch gibt es dort keinen Tarifvertrag, wie in etlichen anderen Firmen auch.

  10. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: elknipso 24.01.21 - 21:12

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Dumme ist ja auch die reduzierte Rente bei Teilzeit... sind halt doch
    > einige Faktoren die man beachten muss.

    Ja, das Geld fehlt halt hinten und vorne wenn man solche Spielchen treibt. Da mache ich doch lieber einen Job der mir richtig Spaß macht und fülle den voll aus, als einen langweiligen Job in Zeit nachzugehen.

  11. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: ssj3rd 24.01.21 - 21:13

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich wollte Dir damit klar machen, dass Du in einer sehr behüteten Welt
    > aufwächst mit Deinem Tarifvertrag und deutlich niedrigerer
    > Wochenarbeitszeit als in der normalen außertariflichen Welt

    Scheisse, dass ist auch gut so!
    Bleib mal schön alleine in deiner harten und erbarmungslosen Welt.
    Die kannst du schön behalten, klingt nicht wirklich erstrebenswert :-)

  12. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 24.01.21 - 22:01

    elknipso schrieb:
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    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Du hast einen Tarifvertrag und findest die Wochenarbeitszeit zu hoch? Du
    > > > würdest in der normalen Wirtschaft sowas von untergehen :)
    > >
    > > Was ist das für eine ominöse "normale Wirtschaft", in der es keine
    > > Tarifverträge gibt? Ich hab mich in meiner ganzen langen Karriere bisher
    > > mit Ausnahme eines hier schon mal erwähnten "Vertrauensarbeitszeit"-Jobs
    > > noch auf keine anderen Stellen beworben – das waren halt auch alles
    > > mittlere bis größere Unternehmen, nicht irgendwelche kleinen Klitschen...
    >
    > Ich arbeite in einem Unternehmen mit hohem zweistelligen Millionen Umsatz
    > im Jahr, also weit entfernt von einer kleinen Klitsche :). Dennoch gibt es
    > dort keinen Tarifvertrag, wie in etlichen anderen Firmen auch.

    So wie es in etlichen – insbesondere großen – Firmen Tarifverträge gibt. "Normale Wirtschaft" = "kein Tarifvertrag" ist jedenfalls keine zutreffende Aussage. Auch wenn der Anteil der Unternehmen ohne Tarifvertrag in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten zweifellos zugenommen hat (mit Nachteilen vor allem für Beschäftigte der unteren Einkommensgruppen, aber, wie man an deinem Beispiel sieht, mindestens bei den Arbeitszeiten offensichtlich auch für Höherqualifizierte).

  13. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 24.01.21 - 22:19

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Dumme ist ja auch die reduzierte Rente bei Teilzeit... sind halt doch
    > einige Faktoren die man beachten muss.

    Oh ja, das ist ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten muss... Zumal wenn man sich mit Ausbildung und Studium etwas Zeit gelassen hat *räusper* und relativ spät angefangen hat einzuzahlen. Bei uns hier kommt ja auch noch erschwerend das im Ländervergleich miese Rentenniveau bei hohen Lebenshaltungskosten hinzu. Da ist's schon mal viel wert, wenn man zum Renteneintritt wenigstens Wohneigentum ohne nennenswerten Renovierungsstau hat...

    Warum ist eigentlich die Rentenversicherung da so unflexibel, fragt man sich; man könnte ja auch eine Zeitlang freiwillig höhere Beiträge zahlen. Wenn man mal ein Jahr Teilzeit machen wollte, könnte man so die Nachteile für die Höhe der Rente reduzieren...

  14. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: aLpenbog 25.01.21 - 08:45

    Denke bei vielen kommen da aber ganz andere Faktoren hinzu. Gerade in kleinen Firmen gibt es da meist eine stärkere Loyalität und Identifizierung mit dem Unternehmen. Man kriegt quasi alles mit und hat da nicht etliche Abstraktionsschichten zwischen, so dass der Chef oder Firmenentscheidungen etwas sind, die ganz weit weg sind.

    Und je nachdem hat das auch Einfluss auf das eigene Geld in Form von "Weihnachtsgeld" bzw. einer Sonderzahlung, als auch die der anderen Mitarbeiter und es gibt eine Art gesellschaftlichen Drucks im Team. Wenn ein Projekt droht gegen die Wand zu fahren und in den letzten Wochen in Crunch Times alle 12-14+ Stunden im Büro sind, dann fällt es den Einzelnen ggf. schwer nach 8 Stunden den Hammer fallen zu lassen.

    Auch geht es einigen weniger um die Wertschätzung durch den AG, sondern sie identifizieren sich mit ihrer Arbeit und möchten etwas gutes abliefern, unabhängig von Stunden und Bezahlungen. Bei uns gibt es z.B. eher maues Gehalt aber unbezahlte Überstunden sind die Regel und vor allem auch die Bereitschaft dazu, bis hin zu ziemlich absurden Zügen.

    Gerade im Bezug auf Homeoffice, wobei es das bei uns leider nicht mehr gibt und nur kurz zum ersten Lockdown gab, habe ich auch kein Problem ein wenig länger zu arbeiten. Dafür spare ich den Arbeitsweg, werde seltener von Kollegen unterbrochen, der Tag verfliegt, die Arbeit macht mehr Spaß und das Abendessen kann köcheln während ich am Arbeiten bin, anstatt dass ich Abends darauf warte. Am Ende spare ich eh 2+ Stunden am Tag. Wenn davon mal 1-2 Stunden zurückfließen, weil ich was fertigkriegen möchte oder besser abliefern will, warum nicht. Wenn das für mich ein Problem ist, dann sollte es das ohne Homeoffice auch sein, dass ich meinen Arbeitsweg nicht als Arbeitszeit bezahlt bekomme oder eben von der Büroanwesenheit abziehen kann.

  15. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: cuthbert34 25.01.21 - 09:59

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > So wie es in etlichen – insbesondere großen – Firmen
    > Tarifverträge gibt. "Normale Wirtschaft" = "kein Tarifvertrag" ist
    > jedenfalls keine zutreffende Aussage. Auch wenn der Anteil der Unternehmen
    > ohne Tarifvertrag in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten zweifellos
    > zugenommen hat (mit Nachteilen vor allem für Beschäftigte der unteren
    > Einkommensgruppen, aber, wie man an deinem Beispiel sieht, mindestens bei
    > den Arbeitszeiten offensichtlich auch für Höherqualifizierte).

    Eigentlich ganz einfach :-)

    Laut Statistischem Bundesamt betrug der Anteil 2019 der Arbeitnehmer in Tarifbindung 44%. Andersherum arbeitet also die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer ohne Tarfivertrag.

    Zitat:

    "Für rund 44 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland war das Be­schäftigungsverhältnis 2019 durch einen Tarifvertrag geregelt. Allerdings gibt es Un­ter­schiede zwischen den alten und neuen Bun­des­län­dern. Für 46 % der Ar­beit­neh­me­rin­nen und Arbeitnehmer in den alten Bun­des­ländern war das Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis 2019 durch einen Bran­chen­ta­rif­ver­trag geregelt. Für 7 % der Beschäftigten galten Fir­men­ta­rif­verträge.

    In den neuen Län­dern war die Tarifvertragsbindung deutlich niedriger. Hier galten für 34 % der Be­schäf­tig­ten Bran­chen­tarif­ver­träge. 11 % arbeiteten in Unternehmen mit Fir­men­ta­rif­ver­trä­gen. Für 47 % der Be­schäf­tig­ten im Westen und 55 % der Ar­beit­neh­mer­innen und Arbeitnehmer im Osten gab es keinen Tarifvertrag."

    Und laut Statistischem Bundesamt sind die Zahlen weiter rückläufig. 1998 waren es noch 76%.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.01.21 10:00 durch cuthbert34.

  16. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 25.01.21 - 11:07

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > So wie es in etlichen – insbesondere großen – Firmen
    > > Tarifverträge gibt. "Normale Wirtschaft" = "kein Tarifvertrag" ist
    > > jedenfalls keine zutreffende Aussage. Auch wenn der Anteil der
    > Unternehmen
    > > ohne Tarifvertrag in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten zweifellos
    > > zugenommen hat (mit Nachteilen vor allem für Beschäftigte der unteren
    > > Einkommensgruppen, aber, wie man an deinem Beispiel sieht, mindestens
    > bei
    > > den Arbeitszeiten offensichtlich auch für Höherqualifizierte).
    >
    > Eigentlich ganz einfach :-)
    >
    > Laut Statistischem Bundesamt betrug der Anteil 2019 der Arbeitnehmer in
    > Tarifbindung 44%. Andersherum arbeitet also die Mehrheit der deutschen
    > Arbeitnehmer ohne Tarfivertrag.
    >
    > Zitat:
    >
    > "Für rund 44 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland war
    > das Be­schäftigungsverhältnis 2019 durch einen Tarifvertrag geregelt.
    > Allerdings gibt es Un­ter­schiede zwischen den alten und neuen
    > Bun­des­län­dern. Für 46 % der Ar­beit­neh­me­rin­nen und Arbeitnehmer in
    > den alten Bun­des­ländern war das Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis 2019 durch
    > einen Bran­chen­ta­rif­ver­trag geregelt. Für 7 % der Beschäftigten galten
    > Fir­men­ta­rif­verträge.
    >
    > In den neuen Län­dern war die Tarifvertragsbindung deutlich niedriger. Hier
    > galten für 34 % der Be­schäf­tig­ten Bran­chen­tarif­ver­träge. 11 %
    > arbeiteten in Unternehmen mit Fir­men­ta­rif­ver­trä­gen. Für 47 % der
    > Be­schäf­tig­ten im Westen und 55 % der Ar­beit­neh­mer­innen und
    > Arbeitnehmer im Osten gab es keinen Tarifvertrag."
    >
    > Und laut Statistischem Bundesamt sind die Zahlen weiter rückläufig. 1998
    > waren es noch 76%.

    Danke fürs Aushelfen mit Daten! Die Realität entspricht also weitgehend meiner Vorstellung, wie's scheint...

  17. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: ZeoZax 25.01.21 - 11:20

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ssj3rd schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Dumme ist ja auch die reduzierte Rente bei Teilzeit... sind halt
    > doch
    > > einige Faktoren die man beachten muss.
    >
    > Oh ja, das ist ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten muss... Zumal wenn
    > man sich mit Ausbildung und Studium etwas Zeit gelassen hat *räusper* und
    > relativ spät angefangen hat einzuzahlen. Bei uns hier kommt ja auch noch
    > erschwerend das im Ländervergleich miese Rentenniveau bei hohen
    > Lebenshaltungskosten hinzu. Da ist's schon mal viel wert, wenn man zum
    > Renteneintritt wenigstens Wohneigentum ohne nennenswerten Renovierungsstau
    > hat...
    >
    > Warum ist eigentlich die Rentenversicherung da so unflexibel, fragt man
    > sich; man könnte ja auch eine Zeitlang freiwillig höhere Beiträge zahlen.
    > Wenn man mal ein Jahr Teilzeit machen wollte, könnte man so die Nachteile
    > für die Höhe der Rente reduzieren...

    Genau das kann man machen. Freiwillige Zusatzbeiträge in die Rentenkasse kann man jederzeit leisten.

  18. Re: Alles eine Frage des Gehalts

    Autor: demon driver 25.01.21 - 11:59

    ZeoZax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ssj3rd schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Das Dumme ist ja auch die reduzierte Rente bei Teilzeit... sind halt
    > > doch
    > > > einige Faktoren die man beachten muss.
    > >
    > > Oh ja, das ist ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten muss... Zumal
    > wenn
    > > man sich mit Ausbildung und Studium etwas Zeit gelassen hat *räusper*
    > und
    > > relativ spät angefangen hat einzuzahlen. Bei uns hier kommt ja auch noch
    > > erschwerend das im Ländervergleich miese Rentenniveau bei hohen
    > > Lebenshaltungskosten hinzu. Da ist's schon mal viel wert, wenn man zum
    > > Renteneintritt wenigstens Wohneigentum ohne nennenswerten
    > Renovierungsstau
    > > hat...
    > >
    > > Warum ist eigentlich die Rentenversicherung da so unflexibel, fragt man
    > > sich; man könnte ja auch eine Zeitlang freiwillig höhere Beiträge
    > zahlen.
    > > Wenn man mal ein Jahr Teilzeit machen wollte, könnte man so die
    > Nachteile
    > > für die Höhe der Rente reduzieren...
    >
    > Genau das kann man machen. Freiwillige Zusatzbeiträge in die Rentenkasse
    > kann man jederzeit leisten.

    Danke für den Hinweis! Hab mich immer als viel zu weit von der Rente entfernt gesehen, als dass es Sinn machen würde, sich da mit Details zu befassen, aber solche Fragen belehren einen dann doch eines besseren – mal abgesehen davon, dass ich mich der Erkenntnis nicht mehr verschließen kann, so langsam doch zu der Gruppe der alten Säcke zu gehören...

  19. das klingt einfach nur traurig

    Autor: flasherle 25.01.21 - 15:40

    weil das heißt du hast einen job den du scheiße findest. tut mir wirklich leid für dich.

  20. Re: das klingt einfach nur traurig

    Autor: aLpenbog 25.01.21 - 16:02

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weil das heißt du hast einen job den du scheiße findest. tut mir wirklich
    > leid für dich.

    Nun das geht glaube ich sehr, sehr vielen so. Wer würde arbeiten gehen, wenn er dafür kein Geld kriegen würde. Glaube der Anteil wird verdammt gering sein. Ich könnte mich auch arrangieren mit 20 Stunden in der Firma und die restliche Zeit für Hobbyprojekte, ggf. eine nebenberufliche Selbstständigkeit und Hobbies.

    Nicht dass ich nicht komplett auf die Arbeit verzichten könnte aber 20 Stunden wäre wohl etwas, dass sich angenehm anfühlen würde und nicht als wenn man 5 Tage seiner Woche für ein paar Euro verhökert.

    Ggf. würde ich in Summe mehr arbeiten, vielleicht auch nicht aber es wäre dann meine Entscheidung und ich kann es nach Gusto einteilen und es ist nix, was ich aufgrund des Geldes machen "muss".

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