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Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

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  1. Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: tibrob 12.12.14 - 11:38

    ... und man würde sich nicht so idiotisch vorkommen, für ein Ebook den gleichen (oder teilweise höheren) Betrag wie für die gedruckte Ausgabe bezahlen zu müssen. Amazon und Co. könnten Angebote zusammenschnüren, wie bei z.B. DVDs: 5 für 20 ¤ usw.

    Mir doch egal, wenn der lokale Buchhändler um die Ecke nicht mehr existiert - die haben sowieso eine zu bescheidene Auswahl und viele Bücher müssen erst bestellt werden - wozu dann noch den Umweg über den Buchhändler, wenn ich's gleich online erledigen kann und vor die Tür gebracht bekomme? Davon abgesehen gleichen viele Buchläden mittlerweile eher Geschenkshops und auf die "Beratung" bzw. "Lesenempfehlungen" kann ich verzichten, da sowieso kaum existent.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  2. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: Lapje 12.12.14 - 16:59

    Und schon wieder jemand, der den Sinn hinter der BPB nicht verstanden hat. Wer sagt Dir denn, dass der Preis des E-Books dann niedriger gewesen wäre?

    Aber es ist ja Freitag...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.12.14 17:06 durch Lapje.

  3. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: tibrob 13.12.14 - 13:06

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und schon wieder jemand, der den Sinn hinter der BPB nicht verstanden hat.

    Das leitest du genau woher ab? Siehste ... schon beantwortet.

    > Wer sagt Dir denn, dass der Preis des E-Books dann niedriger gewesen wäre?

    Ehm ... ja,nun, der Preiswettbewerb, den es wegen Buchpreisbindung schlicht nicht gibt. Blick mal zum Beispiel in Richtung USA ...

    > Aber es ist ja Freitag...

    Du sagst es!

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  4. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: Lapje 13.12.14 - 16:53

    Ja, ich blicke nur mit ungemach in die USA...denn die blicken voller Neid auf uns, denn die haben dort nicht eine solch ausgeprägte Buch-Kulturlandschaft. Da kann es sich kaum ein Verlag leisten Experimente einzugehen oder unbekannten Autoren eine gute Chance zu geben. Diese Dinge werden eben aus den Mehreinnahmen durch die Buchpreisbindung möglich.

    Ach ja, schon mal daran gedacht dass Bücher, welche nicht so viel gekauft werden, ohne Buchpreisbindung auch wesentlich teurer sein könnten? Na dann blick mal wieder zu den USA...

    Aber hauptsache mal wieder auf die BPB geklöppelt...

  5. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: tibrob 13.12.14 - 21:44

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ich blicke nur mit ungemach in die USA...denn die blicken voller Neid
    > auf uns, denn die haben dort nicht eine solch ausgeprägte
    > Buch-Kulturlandschaft.

    Ach komm', das glaubst du doch jetzt nicht selbst. Hast du schon einmal das deutsche Buchangebot mit dem der USA verglichen? Deutschland hat nicht ansatzweise so viele Bücher und Autoren wie die USA, zumal viele Werke schlicht von englischsprachigen Autoren stammen, die dann in übersetzter Form in Deutschland mitsamt Buchpreisbindung auf den Markt geworfen werden - ganz toll. Gute Science-Fiction-Autoren kannst du in Deutschland mit der Lupe suchen, mal von Frank Schätzing und Co. abgesehen.

    > Da kann es sich kaum ein Verlag leisten Experimente
    > einzugehen oder unbekannten Autoren eine gute Chance zu geben. Diese Dinge
    > werden eben aus den Mehreinnahmen durch die Buchpreisbindung möglich.

    Mit Verlaub, aber in Zeiten der Ebooks werden es die Verlage immer schwerer haben. Heutzutage kannst du in wenigen Minuten dein Buch als Ebook z.B. bei Amazon publizieren und für das Lektorat braucht man auch keinen Verlag - es gibt sogar einige Unternehmen, die das Lektorat auf Provisionsbasis der späteren Verkäufe machen. Ich selbst habe schon etliche talentierte Autoren (englischsprachig) auf diese Weise kennengelernt, z.B. Imogen Rose (Portal Chronicles). Sicher, die riesige Marketingpromomaschinerie hast du zwar ohne Verlag nicht, aber selbst Imogen Rose hat als damals noch völlig unbekannte Autorin zigtausende Ebooks verkauft - glaube damals für rund 5 $. Mittlerweile gibt's auch eine Paperbackausgabe ...

    > Ach ja, schon mal daran gedacht dass Bücher, welche nicht so viel gekauft
    > werden, ohne Buchpreisbindung auch wesentlich teurer sein könnten? Na dann
    > blick mal wieder zu den USA...

    Wenn der Markt das hergibt, wieso nicht. Wenn der Markt den Preis nicht annimmt, wird er eben gesenkt. Davon abgesehen setzt der Verlag erstmal die EK-Preise für die Händler fest, wenn diese den Kram nicht verkauft bekommen, müssen sie zwangsläufig die Preise senken.

    > Aber hauptsache mal wieder auf die BPB geklöppelt...

    Die Buchpreisbindung ist heutzutage nichts anders, als mit Gewalt die kleinen Buchhändler am Leben und ein längst überholtes Gesetz aufrechtzuerhalten - hallo Lobby. Warum unterliegen wohl Hörbücher, die exakt den Inhalt des Buches entsprechen, nicht auch der Buchpreisbindung? Weil die Lobby es als Tonträger nicht in das Buchpreisbindungsgesetzt drücken konnte, Ebooks aber schon, weil sie ja ein "Substitut eines gedruckten Buches" sind.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  6. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: Lapje 14.12.14 - 00:16

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ach komm', das glaubst du doch jetzt nicht selbst. Hast du schon einmal das
    > deutsche Buchangebot mit dem der USA verglichen? Deutschland hat nicht
    > ansatzweise so viele Bücher und Autoren wie die USA, zumal viele Werke
    > schlicht von englischsprachigen Autoren stammen, die dann in übersetzter
    > Form in Deutschland mitsamt Buchpreisbindung auf den Markt geworfen werden
    > - ganz toll. Gute Science-Fiction-Autoren kannst du in Deutschland mit der
    > Lupe suchen, mal von Frank Schätzing und Co. abgesehen.

    Da scheint jemand denn Unterschied zwischen Quantität und Qualität zu kennen...na dann einmal eine einfache Frage: Welcher Buchmarkt ist breiter aufgestellt? Der, welcher 10.000 SF-Autoren hat, oder der, der 100 Genres mit jeweils 100 Autoren hat? Jeder, der in dem Thema drinn ist weiß, dass Deutschland deutlich vielschichtiger als die USA ist...ach ja, auch als Großbritannien...uih, da gibt es ja auch keine Buchpreisbindung...ob das ein Zufall ist? So was wird übrigens auch schon deutlich, wenn man einfach mal auf eine Buchmesse geht. Aber das wäre hier sicherlich zu viel verlangt...

    Ach ja, und der Bereich "Self Publishing" zähle ich jetzt mal nicht dazu, denn da ist das meiste nicht mal auf Groschenromanniveau - mal von den fehlenden Dingen wie Lektrorat und weitere mal abgesehen...


    > Mit Verlaub, aber in Zeiten der Ebooks werden es die Verlage immer schwerer
    > haben. Heutzutage kannst du in wenigen Minuten dein Buch als Ebook z.B. bei
    > Amazon publizieren und für das Lektorat braucht man auch keinen Verlag - es
    > gibt sogar einige Unternehmen, die das Lektorat auf Provisionsbasis der
    > späteren Verkäufe machen.

    Trotzdem bleibt die Qualität deutlich hinter den von Büchern von Verlagen. Ist zu vergleichen mit der Digitalisierung der Musik Ende der 80er, Anfang der 90er...Plötzlich konnte sich jeder für 10.000 - 15.000 DM ein kleines Studio aufbauen, mit welchem man akzeptable Demos machen konnte. Das Problem: Viele meinten auch Musik machen zu müssen - jedoch nur höchstens mit Semi-Profi-Niveau (wenn überhaupt). Anfang der 90er wurde der Markt förmlich damit überschwemmt, und trotzdem konnte man den Unterschied zu einer wirklich guten Produktion, welche auch ganz andere Kosten verursachte, deutlich hören. Gleiches gilt heute für das Self Publishing. Ich will dem einen oder anderen dort gar nicht ihr Talent absprechen, aber bei den meisten merkt man, warum sich kein Verlag für sie interessiert hat.

    > Ich selbst habe schon etliche talentierte Autoren
    > (englischsprachig) auf diese Weise kennengelernt, z.B. Imogen Rose (Portal
    > Chronicles). Sicher, die riesige Marketingpromomaschinerie hast du zwar
    > ohne Verlag nicht, aber selbst Imogen Rose hat als damals noch völlig
    > unbekannte Autorin zigtausende Ebooks verkauft - glaube damals für rund 5
    > $. Mittlerweile gibt's auch eine Paperbackausgabe ...

    Schön, bei denen, die ich da "kennengelernt" habe, fand ich selbst 40 Jahre alte Perry-Rhodan-Hefte besser geschrieben - mal von Grammatik und Rechtschreibung abgesehen. Von Dingen wie Handlungsbogen und wie man eine Geschichte wirklich gut aufbaut mal ganz abgesehen.

    > Wenn der Markt das hergibt, wieso nicht. Wenn der Markt den Preis nicht
    > annimmt, wird er eben gesenkt. Davon abgesehen setzt der Verlag erstmal die
    > EK-Preise für die Händler fest, wenn diese den Kram nicht verkauft
    > bekommen, müssen sie zwangsläufig die Preise senken.

    Die BPB beruht auf dem Prinzip der Mischkalkulation - die großen erfolgreichen Bücher ziehen die kleinen mit - genauso wie im Musikbuiseness. Dadurch bekommen Autoren Zeit sich zu entwickeln - was in Ländern ohne BPB schwieriger ist. War es nicht J. K. Rowling, welche für ihren ersten Potter-Band bei unzähligen Verlagen vorstellig wurde und keiner das Risiko eingehen wollte? Am Ende hat es ein kleiner Verlag mit einer Start-Auflage von 500 Stück (!) gemacht. Ja, der Buchmarkt dort funktioniert hervorragend. Und das, obwohl man englische Bücher in vielen Ländern der Erde direkt ohne Übersetzung absetzen kann...

    > Die Buchpreisbindung ist heutzutage nichts anders, als mit Gewalt die
    > kleinen Buchhändler am Leben und ein längst überholtes Gesetz
    > aufrechtzuerhalten - hallo Lobby. Warum unterliegen wohl Hörbücher, die
    > exakt den Inhalt des Buches entsprechen, nicht auch der Buchpreisbindung?

    Weil diese eben eine Erfindung der Neuzeit sind. Aber hey, wenn Du so dolle über die BPB bescheid weist, dann weist Du sicherlich auch, welchen Zweck sie auch heute noch dient, oder? Genau, dafür zu sorgen, dass Zugang zu Bildung überall möglich ist und gleich viel kostet - und nicht das Bücher auf dem Land plötzlich ein vielfaches kostet als in der Stadt - wegen Transportwege und so. Und Dir dürften sicherlich auch die Folgen bewusst sein, wenn die großen die kleinen plattmachen und 3-4 Händler sich den Markt untereinander aufteilen. Dann war es das auch mit den günstigen Büchern..

    > Weil die Lobby es als Tonträger nicht in das Buchpreisbindungsgesetzt
    > drücken konnte

    Seltsamerweise gibt es solche Überlegungen schon lange. Was meinst Du warum viele Hörbücher eine ISBN-Nummer haben?

    > Ebooks aber schon, weil sie ja ein "Substitut eines gedruckten Buches" sind.

    Nein, weil es in Deutschland ein "Kulturgut" ist - was halt geschützt wird.

    Auch hier merkt man wieder deutlich dass die BPB mal wieder nur am Preis bemessen wird - nicht an den Folgen, wenn es sie nicht mehr geben sollte. Und ja, deswegen bleibe ich bei meinem vorrangegangenen Post: Und schon wieder jemand, der den Sinn hinter der BPB nicht verstanden hat.

  7. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: helgebruhn 16.12.14 - 11:44

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ich blicke nur mit ungemach in die USA...denn die blicken voller Neid
    > auf uns, denn die haben dort nicht eine solch ausgeprägte
    > Buch-Kulturlandschaft. Da kann es sich kaum ein Verlag leisten Experimente
    > einzugehen oder unbekannten Autoren eine gute Chance zu geben. Diese Dinge
    > werden eben aus den Mehreinnahmen durch die Buchpreisbindung möglich.

    Bitte ? Nicht dein Ernst oder ? In den USA gibt es eine extrem größere Buchvielfalt als bei uns und nebenbei bemerkt stammt de Masse der Bestsellerautoren aus England, den USA und kaum aus Deutschland, eben WEGEN de BPB.
    WIe soll denn ein (noch) unbekannter Autor bekannt werden, wenn sein erstes Buch 20-30¤ kostet ? Man kann im Musikbereich sehr gut sehen, wie es anders geht. Unbekannte Musiker schmeißen ihre Lieder auf Youtube der Spotify, für lau, kommt der Erfolg, wird danach Kasse gemacht.

    Hierzulande kann aber leider kein Autor alleine mal eben ein EBook veröffentlichen für kleines Geld oder für lau, ohne Verlag geht gar nichts und ohne BPB ebenfalls nicht :-(

    > Ach ja, schon mal daran gedacht dass Bücher, welche nicht so viel gekauft
    > werden, ohne Buchpreisbindung auch wesentlich teurer sein könnten? Na dann
    > blick mal wieder zu den USA...

    Das nenne ich mal Logik. Schon in der ersten Unterrichtsstunde von Wirtschaftslehre lernt man was von Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot groß, die Nachfrage aber gering, sinkt der Preis und umgekehrt.
    D.h. wird ein Buch nicht gekauft, also niedrige Nachfrage wird es automatisch billiger, zumindest außerhalb Deutschlands, denn dummerweise haben wir die BPB, das Buch kann also nicht billiger werden, selbst wenn es der Verlag bzw. Autor gerne hätte, um die Nachfrage anzukurbeln.

    Für mich hat die BPB keinen einzigen Vorteil in der heutigen Welt und ich kenne genug Autoren, die das lieber heute als Morgen abschaffen würden.
    Einzig die Buchhändler halten noch daran fest, denn sie denken, ohne die BPB gehen sie pleite bei der dann billigeren Konkurrenz. Dabei könnten die längst mit der Zeit gehen und ihrerseits EBooks anbieten oder bessere Onlineangebote haben. Der kleine Buchhändler um die Ecke hat schon lange ausgedient, nicht erst seit Amazon.

  8. Re: Ohne Buchpreisbindung wäre das nicht passiert ...

    Autor: Lapje 16.12.14 - 12:50

    helgebruhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bitte ? Nicht dein Ernst oder ? In den USA gibt es eine extrem größere
    > Buchvielfalt als bei uns und nebenbei bemerkt stammt de Masse der
    > Bestsellerautoren aus England, den USA und kaum aus Deutschland, eben WEGEN
    > de BPB.

    Ach ja? Du scheinst auch Qualität mit Quantität zu verwechseln...

    Wann warst Du denn zuletzt einmal auf einer Buchmesse und hast Dich dort mit ausländischen Verlegern oder Autoren unterhalten? Auch aus den USA. Die schwärmen nur so von unseren Buchmarkt.

    > WIe soll denn ein (noch) unbekannter Autor bekannt werden, wenn sein erstes
    > Buch 20-30¤ kostet ? Man kann im Musikbereich sehr gut sehen, wie es anders
    > geht. Unbekannte Musiker schmeißen ihre Lieder auf Youtube der Spotify, für
    > lau, kommt der Erfolg, wird danach Kasse gemacht.

    Ja, und dann schau Dir auch mal die Qualität an. Eine gute Produktion kann man da auch nich für Lau haben, die kostet einiges - und nur wenige Bands können sich so etwas leisten. Genauso wie ein Autor sich nicht immer ein Lektorat oder Werbekampagne leisten kann. Und das seine Bücher nicht 20-30 Euro kostet, liegt eben AN der BPB - weil die Verlage dadurch genügend einnehmen, womit sie wieder das Risiko eingehen können und solche Talente aufbauen - nennt sich Mischkalkulation.

    >
    > Hierzulande kann aber leider kein Autor alleine mal eben ein EBook
    > veröffentlichen für kleines Geld oder für lau, ohne Verlag geht gar nichts
    > und ohne BPB ebenfalls nicht :-(

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Natürlich kann ein Autor Bücher veröffentlichen - nennt sich Self Publishing - nur bleibt da die Quali nicht selten auf der Strecke. Wer hindert Dich denn daran auf Deiner Seite ein Buch zu veröffentlichen? Du könntest es sogar per Spenden verkaufen. Niemand zwingt Dich die BPB zu verwenden.


    > Das nenne ich mal Logik. Schon in der ersten Unterrichtsstunde von
    > Wirtschaftslehre lernt man was von Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot
    > groß, die Nachfrage aber gering, sinkt der Preis und umgekehrt.
    > D.h. wird ein Buch nicht gekauft, also niedrige Nachfrage wird es
    > automatisch billiger, zumindest außerhalb Deutschlands, denn dummerweise
    > haben wir die BPB, das Buch kann also nicht billiger werden, selbst wenn es
    > der Verlag bzw. Autor gerne hätte, um die Nachfrage anzukurbeln.

    Es geht hier gerade um die, welche nicht so erfolgreich sind, und die Rücklagen, welche man bilden muss, um diese auszugleichen. Lernt man das nicht in Wirtschaftslehre? Nur darum geht es.

    Ich wiederhole gerne mein Beispiel: Rowling hat für den ersten Potter-Band bei 8 Verlagen angefragt, keiner wollte das Risiko eingehen. Warum? Weil in England 1995 die BPB aufgehoben wurde und die Verlage deutlich weniger Einnahmen zu verzeichnen hatten - einhergehend mit einem nachweislichen Buchhandlungssterben (Amazon macht mittlerweile 1/3 des englischen Buchmarktes aus). Irgendwann hatte sie doch Glück und ein kleiner Verlag ging das Risiko ein und veröffentlichte den Band mit einer Startauflage von 500 (!) Stück. Kurze Zeit später sicherte sich Carlsen die Rechte in Deutschland (auch für alle noch erscheinenden Potter-Bände) und brachte diesen ein Jahr später in Deutschland raus - mit einer Startauflage von 8000 (andere Quellen sprechen sogar von 25.000 Exemplaren). Warum konnte Carlsen das Risiko eingehen? Eben wegen der BPB und den dadurch entstandenen Rücklagen.


    > Für mich hat die BPB keinen einzigen Vorteil in der heutigen Welt und ich
    > kenne genug Autoren, die das lieber heute als Morgen abschaffen würden.

    Danns cheinst Du nur weniger Autoren zu kennen. Ich kenne Musiker, welche gegen die GEMA sind, und einige, die davon gut leben können. Selbst ich kassiere jedes Jahr ein ordentliches Sümmchen von der VG Wort. Und keine Vorteile? Wenn es die BPB nicht geben würde, dann würde der Markt in Deutschland innerhalb von ein paar Jahren von 3-4 großen Händlern beherrscht werden, was dann passiert würde muss ich ja wohl nicht erklären.

    > Einzig die Buchhändler halten noch daran fest, denn sie denken, ohne die
    > BPB gehen sie pleite bei der dann billigeren Konkurrenz.

    Siehe England. Genau das wird passieren. Oder glaubst Du wirklich der kleine Buchhändler nebenan kann dann mit Amazon mithalten?

    > Dabei könnten die
    > längst mit der Zeit gehen und ihrerseits EBooks anbieten oder bessere
    > Onlineangebote haben. Der kleine Buchhändler um die Ecke hat schon lange
    > ausgedient, nicht erst seit Amazon.

    Ja, Du kennst Dich wirklich aus, spätestens hier merkt man das. Scheinst schon lange nicht mehr in einem kleinen Buchhandel gewesen zu sein. Libri scheint Dir zudem auch kein Begriff zu sein.

    Außerdem, wer sagt denn, dass mit Abschaffung der BPB der Buchpreis sinken würde? Er könnte genauso gut steigen...

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