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Und es bleibt dennoch ein Überbau!

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  1. Und es bleibt dennoch ein Überbau!

    Autor: /mecki78 08.12.17 - 19:19

    Es spielt keine Rolle wer was zahlt, wer wo gefördert wurde und wer welche wirtschaftlichen Interessen hat. Glasfaser dort zu verlegen wo Glasfaser liegt ist ein Überbau und fertig. Und er ist grundsätzlich unnötig, da man immer das vorhandenen Glasfaser anmieten kann statt neues zu verlegen, das wird schließlich bei Telefonadern schon seit über 20 Jahren so gemacht. Dass das Unitymedia zu teuer war, bzw. sie der Meinung sind, ein Überbau kommt sie günstiger, das ist eine andere Geschichte, aber deswegen ist es nicht weniger ein Überbau, der nicht dazu führt, das mehr Menschen an Glasfaser angeschlossen werden, sondern nur dazu führt, dass jetzt die gleichen Menschen an mehrere Glasfasernetze angeschlossen sind.

    /Mecki

  2. Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: postb1 08.12.17 - 21:32

    Wenn wie im konkreten Fall aber die Stadtwerkefaser nicht reguliert ist?
    Die Stadtwerke werden freilich den Wettbewerbern Zugang gewähren. Pro Forma, auf dem Papier. Wegen fehlender Regulierung können die Stadtwerke aber hemmungslos hohe Preise veranschlagen. Ein Einmieten lohnt sich daher für die Konkurrenz nicht. Die Folge ist eine monopolähniche Stellung der Stadtwerke. Das Nachsehen hat dann der Kunde.

  3. Re: Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: NeoXolver 09.12.17 - 00:22

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn wie im konkreten Fall aber die Stadtwerkefaser nicht reguliert ist?
    > Die Stadtwerke werden freilich den Wettbewerbern Zugang gewähren. Pro
    > Forma, auf dem Papier. Wegen fehlender Regulierung können die Stadtwerke
    > aber hemmungslos hohe Preise veranschlagen. Ein Einmieten lohnt sich daher
    > für die Konkurrenz nicht. Die Folge ist eine monopolähniche Stellung der
    > Stadtwerke. Das Nachsehen hat dann der Kunde.

    Marktwirtschafttheoretisch ist das schon richtig. Dennoch müssen dann zwei Infrastrukturen verlegt, gewartet und gepflegt werden. Das sind doppelte Kosten, bzw. die Kosten verteilen sich auf weniger Kunden.

    Zu guter letzt hat jetzt ein attraktives Ausbaugebiet schlimmstenfalls 3 Glasfasernetze, DSL, Kabel und 3 Mobilfunknetze zur Auswahl, während andere Gebiete vielleicht nur DSL-Light haben.

    Der Allgemeinheit ist damit nicht geholfen.

  4. Re: Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: senf.dazu 10.12.17 - 14:24

    Doch der Allgemeinheit (in diesem Ort) ist damit geholfen. Sie haben nämlich die Chance höhere Datenrate für günstigere Preise zu kriegen.

    Es ist wohl im Augenblick Tendenz bei den Glasfaserausbauern zwar vielleicht open access anzubieten, aber um Gottes willen nicht für die dark fibre (TAL-Glasfaser-Zugriff). Sondern für einen Bitstromzugang - mit schönen Preissteigerungen mit der Bitrate. Obwohl die TAL-Buddelkosten in keinster Weise von der später realisierten Datenrate abhängen. Sprich dieser Ansatz hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun - es sei denn die Mehrkosten spiegeln nur die Technikkosten wieder - dann kann man aber besser gleich Zugang zu Glasfaser oder Mikroröhre ermöglichen.

    So gesehen hilft diese Maßnahme auch durch die erzieherische Wirkung für die Allgemeinheit andernorts - soll heißen - bietet gefälligst vernünftige Konditionen, möglichst dark-fibre an, oder es kommt noch jemand und schmeißt auch noch ein paar Leitungen ins Loch.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.17 14:29 durch senf.dazu.

  5. Re: Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: chefin 11.12.17 - 08:56

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn wie im konkreten Fall aber die Stadtwerkefaser nicht reguliert ist?
    > Die Stadtwerke werden freilich den Wettbewerbern Zugang gewähren. Pro
    > Forma, auf dem Papier. Wegen fehlender Regulierung können die Stadtwerke
    > aber hemmungslos hohe Preise veranschlagen. Ein Einmieten lohnt sich daher
    > für die Konkurrenz nicht. Die Folge ist eine monopolähniche Stellung der
    > Stadtwerke. Das Nachsehen hat dann der Kunde.

    100% Ack

    Es ist so ein quatsch mit dem Glasfasergejammer, die Leute reden sich um Kopf und Kragen und sind zu Blöd auch nur die einfachsten marktwirtschaftlichen Regeln zu kapieren. Und sind dann auch ganz ganz schnell am Jammern und nach staatlicher Kontrolle rufend.

    Andererseits, vieleicht brauchen wir das mal wieder. So richtig schöne Monopole, kein Kupfer, nur ein Anbieter und dann ortsindividuelle Preise. Den sowas kommt, wenn man keine Konkurrenz fürchten muss.

  6. Re: Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: /mecki78 11.12.17 - 10:29

    Sorry, aber du diskutierst völlig am Thema vorbei. Es ging nicht um die Frage ob ein Überbau gut oder schlecht ist, es ging nur darum, dass man Unitymedia vorgeworfen hat, sie würden überbauen und sie behauptet haben, es ist kein Überbau, weil ... und dann kommen eine Menge dummer Ausreden, die aber gar nichts mit der Definition von Überbau zu tun haben. Ein Überbau ist und bleibt ein Überbau, egal warum man ihn macht und egal ob dieser wirtschaftlich gut oder schlecht ist.

    Und zum Thema "Das Nachsehen hat dann der Kunde." Das Nachsehen, hat vor allem der Kunde, der überhaupt kein schnelles Internet bekommen kann, weil statt dass man bei ihm Glasfaser verlegt, wird irgendwo das dritte oder vierte Glasfasernetz gebaut, also genau dort, wo die meisten Kunden sowieso schon Glasfaser haben.

    Und das Nachsehen haben die Kunden der Unternehmen, die für dieses dritte/vierte Netz mit aufkommen können, denn je mehr Netze dort sind, desto weniger Kunden pro Netz, da aber die Kosten für den Betrieb gleich sind, egal ob da auch nur ein einziger Kunde dran hängt, heißt weniger Kunden pro Netz automatisch höhere Kosten pro Kunde eines solchen Netzes, sprich, diese Rechnung zahlen am Ende alle. Ist es wirklich Vorteilhaft, dass ich zwischen 4 Netzen wählen kann, die aber am Ende alle 60¤ und mehr m Monat Kosten, wenn ich bei einem Netz genau das gleiche hätte für 30¤ haben können? Ja, ich habe Wahlfreiheit, aber zu welchen Preis? Wahlfreiheit, die am Ende nur dazu führt das ich weniger für mehr Geld bekomme liegt nicht wirklich im Interesse des Kunden. Die Idee, das mehrere Netze ja automatisch zu Konkurrenz und damit zu sinkenden Preisen führt, ist ein Ammenmärchen, denn Firmen müssen ihre Investitionskosten wieder einfahren und Firmen dürfen per Gesetz nicht "unter'm Preis" verkaufen (es ist verboten etwas so zu verkaufen, dass man dauerhaft Verlust damit macht, nur um der Konkurrenz eines Auszuwischen, das ist illegales Dumping und damit unlauterer Wettbewerb).

    /Mecki

  7. Re: Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: /mecki78 11.12.17 - 10:31

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch der Allgemeinheit (in diesem Ort) ist damit geholfen. Sie haben
    > nämlich die Chance höhere Datenrate für günstigere Preise zu kriegen.

    Nein, hat sie nicht. Das ist nichts weiter als ein neoliberales Märchen, das zwar schon im Kern auf den Gesetzen des freien Marktes basiert, aber einfach mal selektiv 80% dieser Gesetze ignoriert. Schaut man sich das Gesamtbild an, dann können die Preise gar nicht günstiger sein.

    Siehe letzter Paragraph:
    https://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/diginetz-gesetz-unitymedia-ueberbaut-keine-glasfaser-in-foerdergebieten/und-es-bleibt-dennoch-ein-ueberbau/114238,4970567,4971471,read.html#msg-4971471

    /Mecki

  8. Re: Na und? Überbau verhindert Monopol

    Autor: chewbacca0815 11.12.17 - 12:02

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .... Wegen fehlender Regulierung können die Stadtwerke aber hemmungslos hohe Preise veranschlagen.

    Dazu müsste man zuerst die Satzung der betreffenden Stadtwerke kennen, um solche Aussagen zugrunde legen zu können. Normalerweise aber sind genau solche Ansätze Stadtwerken per Satzung untersagt.

    > Ein Einmieten lohnt sich daher für die Konkurrenz nicht. Die Folge ist eine monopolähniche Stellung der Stadtwerke. Das Nachsehen hat dann der Kunde.

    Glücklicherweise haben unsere eigenen Stadtwerke in Eigenregie LWL verlegt, da sich nicht einer der Großen bewegt hatte. Jetzt, wo alles fertig ist, kommen die Zecken natürlich um's Eck und wollen überbauen. Zum Glück aber sind alle in der Umgebung zu den Statdtwerken gewechselt, weil sowohl deren Angebot als auch die Preisgestaltung unschlagbar günstig sind.

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