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Digitalisierung, Bedeutung?

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  1. Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: ikhaya 18.11.17 - 14:34

    Alle schreien sie nach Digitalisierung, Industrie 4.0 und sagen wir sind hintendran.

    Wird etwas automatisch besser wenn man eine Webseite dran schraubt und die Buzzwords Gigabit,Cloud, Blockchain und derlei mehr verwendet?

    Den nächsten Onlinehänder, die nächste Kryptowährung, noch nen Messenger zu machen ist auch nicht wirklich kreativ.

    Irgendwie fehlen mir da die konkreteren Aussagen. Denn dass er als Konkurrent der Telekom natürlich schreit dass man die bevorzugt an seiner Stelle ist mir definitiv zu wenig und zu offensichtlich.

  2. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: Geistesgegenwart 18.11.17 - 14:44

    ikhaya schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle schreien sie nach Digitalisierung, Industrie 4.0 und sagen wir sind
    > hintendran.
    >

    Digitalisierung läuft schon lange, ich entwickle jedenfalls Software und Webseiten schon deutlich länger als es das Buzzword gibt.

    Gunter Dueck hat das mal treffend definiert, paraphrasiert ungefähr: "Digitalisierung bedeutet jetzt das jeder, auch wirklich jeder, auch der Vorstand mit Altersdurchschnitt 50+ im letzen Mittelständischen - und Kleinbetrieb verstanden hat dass sein Unternehmen bald nicht mehr existiert, wenn es nicht mit der modernen Technik geht".

    Dir und mir war wahrscheinlich vor 20 Jahren schon klar dass die Zukunft digital ist, und wer mein er braucht kein Internet in seinem Unternehmen bald weg ist. Jetzt haben das auch die realisiert, die deswegen untergehen zu drohen und reagieren nun panisch und fassen diese Panikreaktionen unter dem Buzzword "Digitalisierung" zusammen :)

  3. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: ronlol 18.11.17 - 15:09

    ikhaya schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle schreien sie nach Digitalisierung, Industrie 4.0 und sagen wir sind
    > hintendran.
    >
    > Wird etwas automatisch besser wenn man eine Webseite dran schraubt und die
    > Buzzwords Gigabit,Cloud, Blockchain und derlei mehr verwendet?
    >
    > Den nächsten Onlinehänder, die nächste Kryptowährung, noch nen Messenger zu
    > machen ist auch nicht wirklich kreativ.
    >
    > Irgendwie fehlen mir da die konkreteren Aussagen. Denn dass er als
    > Konkurrent der Telekom natürlich schreit dass man die bevorzugt an seiner
    > Stelle ist mir definitiv zu wenig und zu offensichtlich.

    Es geht nicht darum jetzt ne Website dran zu schrauben und Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

    Es geht an der Stelle eher darum die Website des Markenherstellers sowie sein Lager und seine Logistik Dienstleister direkt ans ERP anzubinden und alle Prozesse in digitalen Inhouse Anwendungen für alle Geschäftsstellen und Niederlassungen sofort verfügbar zu machen. Oder auch mit der Blockchain Technologie vollständige Buchhaltungsprozesse und deren Historie abzubilden bis hin zu einem Punkt an dem auch der Buchhalter weg fällt, weil ein externes System zur Unternehmensprüfung einfach sagt "Ja, hier passt verrechnungstechnisch und steuerlich alles".

    Aber naja es gibt auch so manche ITler, die noch nicht wissen was mit "Industrie 4.0" überhaupt gemeint ist.

  4. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: FreierLukas 18.11.17 - 16:17

    Als Digitalisierung verstehe ich allgemein den Übergang ins Informationszeitalter. Ist dieser Vorgang abgeschlossen haben nur noch Informationen einen Geldwert. Alles andere ist wertlos bzw. man kann damit kein Geld mehr erwirtschaften.

    Das muss man erstmal verstehen. Egal was man heute macht, man muss einen Weg verfolgen der die eigene Wertschöpfung hin ins Informationszeitalter transformiert.

    Ein Beispiel: Heute fahren wir mit dem Auto von a nach b. Ist die Digitalisierung abgeschlossen gibt es keinen Grund mehr von a nach b zu fahren, da alles digital und überall erreichbar ist. Transportmittel sind dann wie das Pferd, man fährt aus Spaß, brauchen tut man es aber nicht.

    Onlinehandel wie wir ihn heute kennen ist zB. erst der Anfang. Sobald autonomoe Roboter anfangen Waren auszuliefern gibt es keinen Grund mehr in den Supermarkt zu gehen. Wenn 100% der Menschen (heute ca 60%) am Computer arbeiten und Wartezeiten im Netz der Vergangenheit angehören können auch alle gleich von zu Hause aus arbeiten. Das geschieht in jedem Bereich.

    Die Frage ist welchen Weg schlägt zB. der Autobauer heute ein um in der Zukunft noch relevant zu sein? Wie schon erwähnt müssen Waren von Robotern von a nach b gebracht werden damit der Mensch was zu essen hat, also muss man möglichst viel in die Forschung und Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Robotern stecken.

    Was macht der Supermarkt wenn keine Menschen mehr sondern nur noch Roboter kommen? USW USF, die Kette kann man ewig weiterspinnen. Jeder sollte soweit denken können und sich einfach eine Pace überlegen mit der er die Sache angeht. Wer immer nur reagiert nachdem sich etwas verändert hat wird es nicht schaffen. Die Zeiten sind vorbei.

    Wenn VW nicht an autonomen Einkaufsrobotern arbeitet die selbst herausfinden wo sie etwas bekommen was Herr möchte, dann kümmert sich ein Konzern wie amazon darum dass alle ihre Waren bekommen und der Einzelhandel geht zu Grunde. Wenn aber jeder zu Hause einen Einkaufsroboter hat bevor amazon anfängt Waren per Drohne auszuliefern kann man ihnen die Stirn bieten. Die Menschen wollen nicht auf irgeneine Webseite gehen und einen virtuellen Einkaufskorb füllen. Viel besser ist es wenn man einen Assistenten im Haus hat der die eigenen Bedürfnisse studiert und einen vielleicht hier und da mal überrascht. Ich hatte Stress an der Arbeit und plötzlich zaubert man Robbi Schokolade hervor. So geht das!



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.17 16:24 durch FreierLukas.

  5. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: wire-less 18.11.17 - 19:16

    ikhaya schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle schreien sie nach Digitalisierung, Industrie 4.0 und sagen wir sind
    > hintendran.
    >
    > Wird etwas automatisch besser wenn man eine Webseite dran schraubt und die
    > Buzzwords Gigabit,Cloud, Blockchain und derlei mehr verwendet?
    >
    > Den nächsten Onlinehänder, die nächste Kryptowährung, noch nen Messenger zu
    > machen ist auch nicht wirklich kreativ.
    >
    > Irgendwie fehlen mir da die konkreteren Aussagen. Denn dass er als
    > Konkurrent der Telekom natürlich schreit dass man die bevorzugt an seiner
    > Stelle ist mir definitiv zu wenig und zu offensichtlich.

    Ich glaube das keiner genau begreift was Digitalisierung bedeutet. Im 2. Satz wird meist von Glasfaser geredet. Das ist viel zu kurz gegriffen und nur ein winziger Aspekt einer Entwicklung.

    Digitalisierung ist imho der Übergang unserer Gesellschaft ins Computerzeitalter. Das hat mit Zuse und co. begonnen und greift immer rasanter um sich. Die Vernetzung (Internet) der Computer und die Mobilisierung der Vernetzung über Mobilfunk sind Schritte genau so wie die immer weitere Verkleinerung der Computer (Tablets/Smartphones sind Computer).

    Die Entwicklung verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Da kann man nicht einfach einen Minister einsetzen. Das betrifft alle Ministerien. Und es ist auch nicht alles positiv was da kommt.

    Unsere Politik ist erst mal gefragt zu erkennen was da noch alles passiert/kommt und die Weichen zu stellen das es uns allen auch in Zukunft gut geht.

    An Beispielen wie Amazon, Apple, Samsung, ... sieht man das das bei uns nicht gut läuft. Wir sind in vielen Zukunftstechniken abgehängt. Das liegt imho an schlechten Rahmenbedingungen und einer doch Rückwärtsgewandten (Satten?) Gesellschaft. Zu der Zeit als Apple seine ersten Schrauberboards verkauft hat hätte Herr Jobs in Deutschland keine Kunden dafür gefunden. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern als wir versucht haben Kunden den Vorteil von Email nahezubringen. Das war bei EDV-Leitern Deutscher Unternehmen bis vor Kurzem ganz, ganz schwer.

    Ich kann mir bei unserem Personal in Berlin nicht vorstellen das die dazu geeignet sind hier die Weichen richtig zu stellen. Die sind im Geiste viel zu sehr Beamte und Verwalter. Die können Geld für Glasfaserausbau bewilligen, aber erkennen wohin das alles führt. Und proaktiv handeln. Das seh' ich bei denen einfach nicht.

  6. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: senf.dazu 18.11.17 - 20:03

    Tja Prognosen sind immer schwierig - sie betreffen halt Dinge die in der Zukunft liegen.

    Ein Beispiel das mir vor kurzem begegnet ist war die Geschäftsidee aus dem Film/Rundfunkbereich: Um irgendwelche Events ins Fernsehen zu bringen schicken die Rundfunker heutzutage üblicherweise einen oder gleich ein paar "ObiVan" tschuldigung "OB van" oder (Ü-Wagen in deutsch) sprich einen Übertragungswagen vor Ort - die sind mit Misch- und Aufzeichnungstechnik vollgestopft und werden mit den Kameras vor Ort verbunden und liefern z.B. fertige Beiträge an die Rundfunkanstalten.

    Die alternative Implementierung der Geschäftsidee war stattdessen Technik zu liefern mit der ein stationäres Studio (gibt's eh bei den Broadcastern) mit den vor Ort aufgestellten Kameras verbunden wird. Die Kamerasignale werden dabei über "dark fibres" übertragen. Aufgrund der hohen Datenrate (mehrere GBit/s je Kamera, bei 4K liegt man dann bereits bei zig GBit/s) und der Echtzeit/Qualitätsanforderungen ist das im Augenblick eher aussichtslos via Internet bzw. die vom Provider eingesetzte Technik. Statt eine Dienstreise zu machen könnten Studiopersonal und Kameraleute dann also im gewohnten Studio oder gar zu Haus arbeiten. Und zur Vorbereitung einer Live Event Übertragung muß man dann vor Ort "nur" ein paar ferngesteuerte Kameras aufstellen und ans Glasfasernetz anstöpseln.

    Eine zweite Anwendung aus dem gleichen Bereich ist z.B. die Bearbeitung von Videos auf einem dicken Cloud Server. Das kann z.B. eine schlichte Kodierung des Raw Materials sein. Das Problem ist das insbesondere die von den Filmschaffenden verwendete Raw Formate und ihre Datenraten (bei einem Mio schweren Filmprojekt will man halt nichts an Qualität verlieren). Irgendwie muß man diese Datenmengen aber auch auf oder von der Cloud auf z.B. die eigenen Rechner/Speicher rauf oder runterladen.

    Und unser Arbeitsleben ändert sich offenbar - seit Jahren ist bei uns die Arbeitsmenge in Stunden ziemlich konstant. Die Zahl der Arbeitskräfte steigt aber. Soll heißen der reguläre Vollzeitjob scheint auf dem Rückzug zu sein - und mancher wird in der Folge froh sein wenn er Projekte auch als Heimarbeit ergattert.

    Letztlich sind das nur Beispiele - aber zwei Beispiele die ohne ein Glasfasernetz mit dem selbst Datenraten jenseits des GBit/s nicht machbar sind. Und bei Cloud Anwendungen hat man immer ein Problem mit der Upload und Downloaddatenrate.
    Darüberhinaus ist unsere Welt eine arbeitsteilige - das wird in der digitalen Welt nicht anders sein - sprich die Rohdaten werden erst von Firma A dann von Firma B usw. bearbeitet. Aber nicht alle benutzen die gleichen Cloud Server, manche benutzen vielleicht sogar noch eigenes Equipment. Und frappierend aber wahr ist - die Datenmenge steigt. Wenn man heut ein HD Video ansieht hat braucht das in kodierter Form ein paar MBit/s. Bei 4K ist's dann das 4 fache. Bei 8k das 16 fache. Bei 16K das 64 fache. Und bei 16k mit 3D für ne VR Brille mit endlich vernünftiger Auflösung dann das 128 fache oder das mehrfache wenn gerade mehrere User ein gemeinsames Erlebnis aber unterschiedliche Views haben wollen. Noch vor wenigen Jahren hätte man Leute die YouTube Videos für möglich halten, erst recht das die mit HD oder 4K Auflösung zum Standard werden, für ziemlich verrückt erklärt.

    Nicht alle Probleme sind von der Art "Was ist die ultimative Antwort auf alle Fragen" dann rechnet die Cloud (Deep Thought) 100J und es kommt die Antwort "42". Meistens ist das Arbeitsergebnis in der digitalen Welt auch nur eine Zahl - aber sie hat halt deutlich mehr Stellen .. und wird deswegen gern auch mal in einer langen Datei gespeichert.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.17 20:20 durch senf.dazu.

  7. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: Juge 18.11.17 - 20:14

    Die meisten Menschen verstehen natürlich nicht, was "digital" bedeutet. Für die ist das halt etwas, wo ein Bildschirm dran hängt.

    Bahnbrechend war in der Vergangenheit natürlich die Möglichkeit, paketorientierte Kommunikatiion über eine Datenleitung zu ermöglichen. Durch ein gemeinsam genutztes Übertragungsmedium wurden viele Systeme überhaupt erst möglich (Beispiel: 10 Feuermelder in der Stadt brauchen 10 Kabel in die Leitstelle, heute können hunderttausende individuell über ein Kabel kommunizieren).

    Was heute als Digitalisierung (von viel zu wenigen) begriffen wird: Alles, was in Prozessketten automatisiert werden kann, wird automatisiert. Dadurch werden oft viele Punkte sogar komplett überflüssig (Stichwort Taxi-App und Vermittlungszentrale). Es arbeiten heute noch wahnsinnig viele Menschen auf Positionen, die schon längst komplett automatisiert werden könnten (z.B. Disponenten, die Anfragen annehmen und Aufträge generieren).

  8. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: ML82 18.11.17 - 21:08

    und wenn dir der disponent mit der axt ganz analog den strom disponiert, was machst du dann digital?

  9. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: logged_in 18.11.17 - 21:13

    Das scheint wohl das Problem zu sein, jeder legt es so aus, wie er will.

    Da sind die Fotos der Merkel in einem Industriegebäude, umzingelt von den Vorstand, und lässt sich vorführen wie Digitalisiert diese Fabrik ist. Jede CNC-Maschine hat einen Touchscreen und sendet die Daten an die Unternehmenszentrale, wo dann die Daten ausgewertet werden.

    Merkel verlässt dann die Show und macht sich dann so ihre Gedanken. "Ja, klappt doch bei uns, mit der Digitalisierung."

    Während die IETF bei jedem Dokument immer wieder auf's Neue klar niederschreibt, was das Wort "muss" bedeutet, "soll", "kann" usw. Weil da Präzision verlangt wird, genau das, wovor Politiker sich drücken. Oder man schaue sich ein Rechtsdokument an, in dem zu allererst klar definiert wird, was mit welchem Wort gemeint ist.

    Merkel ist glücklich, dass ihre Industrie Digitalisiert ist, lässt sich mit Industrie 4.0 diese Gedanken bestätigen; klappt Doch. Wir Deutsche sind eh ein Land der Maschinenbauer, da ist die Digitalisierung der Industrie, was genausogut als Automatisierung 4.0 abgestempelt werden könnte, eine freundlichere Automatisierung als die der 90er und 00er, genug, um von einer digitalisierten Gesellschaft zu sprechen.

    Während dessen spielt die Telekom ihr Kufperdrahtspiel gegen den Fortschritt, das Wort Breitband wird lasch mal als 50Mbit definiert, wobei da nicht einmal ein Download/Upload-Ratio definiert wird. Pure Schlamperei in der Politik, die sich davor drückt, klare, verbindliche Definitionen für Digitalisierung und alles was diese betrifft niederzuschreiben. Wozu? Damit dann der Spielraum vorhanden ist, den Politiker ausnutzen um ihre Lügen immer wieder als etwas Wares freizureden.

    Es wäre echt mal an der Zeit, dass ein klares, rechtsverbindliches "Definitionsbuch der Digitalisierung" erstellt wird.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.17 21:15 durch logged_in.

  10. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: wire-less 18.11.17 - 21:36

    logged_in schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das scheint wohl das Problem zu sein, jeder legt es so aus, wie er will.
    >
    > Da sind die Fotos der Merkel in einem Industriegebäude, umzingelt von den
    > Vorstand, und lässt sich vorführen wie Digitalisiert diese Fabrik ist. Jede
    > CNC-Maschine hat einen Touchscreen und sendet die Daten an die
    > Unternehmenszentrale, wo dann die Daten ausgewertet werden.
    >
    > Merkel verlässt dann die Show und macht sich dann so ihre Gedanken. "Ja,
    > klappt doch bei uns, mit der Digitalisierung."
    >
    > Während die IETF bei jedem Dokument immer wieder auf's Neue klar
    > niederschreibt, was das Wort "muss" bedeutet, "soll", "kann" usw. Weil da
    > Präzision verlangt wird, genau das, wovor Politiker sich drücken. Oder man
    > schaue sich ein Rechtsdokument an, in dem zu allererst klar definiert wird,
    > was mit welchem Wort gemeint ist.
    >
    > Merkel ist glücklich, dass ihre Industrie Digitalisiert ist, lässt sich mit
    > Industrie 4.0 diese Gedanken bestätigen; klappt Doch. Wir Deutsche sind eh
    > ein Land der Maschinenbauer, da ist die Digitalisierung der Industrie, was
    > genausogut als Automatisierung 4.0 abgestempelt werden könnte, eine
    > freundlichere Automatisierung als die der 90er und 00er, genug, um von
    > einer digitalisierten Gesellschaft zu sprechen.
    >
    > Während dessen spielt die Telekom ihr Kufperdrahtspiel gegen den
    > Fortschritt, das Wort Breitband wird lasch mal als 50Mbit definiert, wobei
    > da nicht einmal ein Download/Upload-Ratio definiert wird. Pure Schlamperei
    > in der Politik, die sich davor drückt, klare, verbindliche Definitionen für
    > Digitalisierung und alles was diese betrifft niederzuschreiben. Wozu? Damit
    > dann der Spielraum vorhanden ist, den Politiker ausnutzen um ihre Lügen
    > immer wieder als etwas Wares freizureden.
    >
    > Es wäre echt mal an der Zeit, dass ein klares, rechtsverbindliches
    > "Definitionsbuch der Digitalisierung" erstellt wird.

    Problem der Digitalisierung ist das es noch nicht wirklich klar ist was da noch alles passiert weil man die Möglichkeiten noch nicht kennt. Niemand hat die Entwicklung des Computers, der Internets, ... vorhergesehen und wie schnell das ging. Wer hat Facebook kommen sehen?
    Wird jetzt das Bargeld abgeschafft und wie schnell? Wann werden LKWs vollautomatisch fahren? Wann kommen die ersten selbstreplizierenden Killerroboter?
    Und einiges was in 20 Jahren irre wichtig ist hat heute noch niemand auf dem Schirm.

    Unsere Politiker müssen dafür sorgen das wir in der Lage sind mitzuspielen. Da ist Bildung (lernt man da immer noch Latein und Religion statt Programmieren?). Da muss die Arbeitswelt flexibel genug sein das neues Entstehen kann. (Wieviel Klos muss eine Firma haben, darf es in der Garage sein, ... sind da keine Kriterien). Es ist kein Zufall das Apple, Amazon und co. nicht hier entstanden sind.

  11. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: FalschesEnde 18.11.17 - 22:25

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unsere Politiker müssen dafür sorgen das wir in der Lage sind mitzuspielen.
    > Da ist Bildung (lernt man da immer noch Latein und Religion statt
    > Programmieren?).

    Nur weil jemand weiß wie man Software schreibt, hat dieser jemand noch keine Ahnung vom realen Leben. Gut, Religion und Latein mögen da jetzt auch nicht so der Brüller sein, ein breites Wissen schadet aber nicht. In diesem Sinne wäre es natürlich von Vorteil, wenn die Kinderchen in der Schule auch etwas programmieren lernen. Damit sie das mal gesehen haben.

    > Da muss die Arbeitswelt flexibel genug sein das neues
    > Entstehen kann. (Wieviel Klos muss eine Firma haben, darf es in der Garage
    > sein, ... sind da keine Kriterien). Es ist kein Zufall das Apple, Amazon
    > und co. nicht hier entstanden sind.

    Diese Mythen sind immer wieder schön zu lesen, stimmen aber nicht. Vor allem in Kalifornien ist recht genau geregelt wie z. B. ein sicherer Arbeitsplatz aussieht, und was für Rechte Arbeitnehmer haben. Gut, das geht nicht so weit wie bei uns, aber Toiletten gibts auf jeden Fall, sogar SEHR GROSSZÜGIGE Behindertentoiletten. Auch in kleinen Klitschen. Und nein, dort arbeitet auch nicht jeder 23 Stunden / 7 Tage die Woche, 8 bis 10 Stunden sind auch dort "normal".

    Lediglich das Invesitionsklima und die "Let's do it!" - Mentalität sind da drüber sehr viel besser.

  12. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: baltasaronmeth 19.11.17 - 10:21

    Es geht mehr um ERP, CRP und CRM, vor allem ganz viel CRM, in Zeiten, wo dank Social-Media ganz viel von dem RM an C ausgelagert wird. Digitalisierung heißt hier auch, dass die vielen Wirtschaftszweige, die nicht unbedingt in Großstädten sitzen müssen, weil für den Warenverkehr keine Schifffahrt notwendig ist, auch in strukturschwächeren Regionen eine Chance haben, wenn nur ausreichend Bandbreite existiert.

    Sieh es mal so: Wir möchten gerne die Digitalisierung überleben, ohne dass die einzigen beiden überlebenden Jobbeschreibungen "NodeJS full-stack developer" und "Starbucks Barista" sind. Dazu brauchen wir Bandbreite.

  13. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: wire-less 19.11.17 - 11:11

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja Prognosen sind immer schwierig - sie betreffen halt Dinge die in der
    > Zukunft liegen.
    >
    > Ein Beispiel das mir vor kurzem begegnet ist war die Geschäftsidee aus dem
    > Film/Rundfunkbereich: Um irgendwelche Events ins Fernsehen zu bringen
    > schicken die Rundfunker heutzutage üblicherweise einen oder gleich ein paar
    > "ObiVan" tschuldigung "OB van" oder (Ü-Wagen in deutsch) sprich einen
    > Übertragungswagen vor Ort - die sind mit Misch- und Aufzeichnungstechnik
    > vollgestopft und werden mit den Kameras vor Ort verbunden und liefern z.B.
    > fertige Beiträge an die Rundfunkanstalten.
    >
    > Die alternative Implementierung der Geschäftsidee war stattdessen Technik
    > zu liefern mit der ein stationäres Studio (gibt's eh bei den Broadcastern)
    > mit den vor Ort aufgestellten Kameras verbunden wird. Die Kamerasignale
    > werden dabei über "dark fibres" übertragen. Aufgrund der hohen Datenrate
    > (mehrere GBit/s je Kamera, bei 4K liegt man dann bereits bei zig GBit/s)
    > und der Echtzeit/Qualitätsanforderungen ist das im Augenblick eher
    > aussichtslos via Internet bzw. die vom Provider eingesetzte Technik. Statt
    > eine Dienstreise zu machen könnten Studiopersonal und Kameraleute dann also
    > im gewohnten Studio oder gar zu Haus arbeiten. Und zur Vorbereitung einer
    > Live Event Übertragung muß man dann vor Ort "nur" ein paar ferngesteuerte
    > Kameras aufstellen und ans Glasfasernetz anstöpseln.
    >
    > Eine zweite Anwendung aus dem gleichen Bereich ist z.B. die Bearbeitung von
    > Videos auf einem dicken Cloud Server. Das kann z.B. eine schlichte
    > Kodierung des Raw Materials sein. Das Problem ist das insbesondere die von
    > den Filmschaffenden verwendete Raw Formate und ihre Datenraten (bei einem
    > Mio schweren Filmprojekt will man halt nichts an Qualität verlieren).
    > Irgendwie muß man diese Datenmengen aber auch auf oder von der Cloud auf
    > z.B. die eigenen Rechner/Speicher rauf oder runterladen.
    >
    > Und unser Arbeitsleben ändert sich offenbar - seit Jahren ist bei uns die
    > Arbeitsmenge in Stunden ziemlich konstant. Die Zahl der Arbeitskräfte
    > steigt aber. Soll heißen der reguläre Vollzeitjob scheint auf dem Rückzug
    > zu sein - und mancher wird in der Folge froh sein wenn er Projekte auch als
    > Heimarbeit ergattert.
    >
    > Letztlich sind das nur Beispiele - aber zwei Beispiele die ohne ein
    > Glasfasernetz mit dem selbst Datenraten jenseits des GBit/s nicht machbar
    > sind. Und bei Cloud Anwendungen hat man immer ein Problem mit der Upload
    > und Downloaddatenrate.
    > Darüberhinaus ist unsere Welt eine arbeitsteilige - das wird in der
    > digitalen Welt nicht anders sein - sprich die Rohdaten werden erst von
    > Firma A dann von Firma B usw. bearbeitet. Aber nicht alle benutzen die
    > gleichen Cloud Server, manche benutzen vielleicht sogar noch eigenes
    > Equipment. Und frappierend aber wahr ist - die Datenmenge steigt. Wenn man
    > heut ein HD Video ansieht hat braucht das in kodierter Form ein paar
    > MBit/s. Bei 4K ist's dann das 4 fache. Bei 8k das 16 fache. Bei 16K das 64
    > fache. Und bei 16k mit 3D für ne VR Brille mit endlich vernünftiger
    > Auflösung dann das 128 fache oder das mehrfache wenn gerade mehrere User
    > ein gemeinsames Erlebnis aber unterschiedliche Views haben wollen. Noch vor
    > wenigen Jahren hätte man Leute die YouTube Videos für möglich halten, erst
    > recht das die mit HD oder 4K Auflösung zum Standard werden, für ziemlich
    > verrückt erklärt.
    >
    > Nicht alle Probleme sind von der Art "Was ist die ultimative Antwort auf
    > alle Fragen" dann rechnet die Cloud (Deep Thought) 100J und es kommt die
    > Antwort "42". Meistens ist das Arbeitsergebnis in der digitalen Welt auch
    > nur eine Zahl - aber sie hat halt deutlich mehr Stellen .. und wird
    > deswegen gern auch mal in einer langen Datei gespeichert.

    Fernsehübertragung ist zwar ein Beispiel für digitales. Aber das ist nur eine winzige Anwendung und der Umbruch durch das beschriebene Szenario ist gering. BTW: Glasfaser immer genau da schon verlegt zu haben wo die nächste Meldung herkommt ist schon sehr vorauseilend. Da stürzt ein Prominenter mitten in einen Wald und schon passt dein Beispiel nicht mehr ;-).

    Alleine die Veränderung durch selbstfahrende Fahrzeuge wird tiefgreifend. Das geht los bei arbeitslosen LKW-Fahrern über die Veränderung beim Kaufverhalten (Ich bestelle und dann fährt da gleich ein Robopaket los). Da verschwinden Supermärkte, Automobilkonzerne, .... Der Wohnbereich wird verändert weil man selbst weniger Parkplätze benötigt aber einen (gekühlt?) Platz für die Lieferungen benötigt ...
    Wenn man im Vorort alles sofort geliefert bekommt muss man evtl. nicht mehr im Zentrum wohnen wollen und es beginnt eine Stadtflucht ....

    Glasfaser ist ein Transportmedium unter mehreren und ein "ach ja brauchen wir auch Thema". Aber es gibt für die Politik weit wichtigeres zu diskutieren wenn's um Digitalisierung geht. Z.B. was wird aus den LKW-Fahrern. Was passiert an den Schulen um unsere Jungen auf die Zukunft vorzubereiten. Wie schaffen wir es das die Apples, Googles und Samsungs von morgen in DE entstehen können. Da sehe ich momentan riesige Defizite (lernen wir immer noch Latein, Religion, ..., gibt's da nicht neuere Inhalte wie Logik, Programmierung, Technik die man nach vorne bringen kann). Werden unsere Startups totreguliert durch Zwänge? Hab' grad das Angebot einer Kommune für ein Grundstück im "Gewerbegebiet mit Einschränkungen" am Tisch. Es ist wirklich *alles* geregelt. Muss sich ein Unternehmer wirklich damit beschäftigen welche Baumsorten neben seiner Firma stehen? Wir haben Probleme mit unserer Einstellung und nicht mit fehlendem Glasfaser. Das ist nur eine der Folgen davon !!!

  14. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: Kein Kostverächter 20.11.17 - 17:30

    Das finde ich auch immer witzig. Die beruehmten Silicon-Valley-Garagen waren naemlich oft gar keine oder wenn es sie gab, waren es Arbeitsplaetze, die nach kalifornischem Recht illegal waren (auch in Kalifonien darf man in einem Wohnhaus keine Firma mit Angestellten betreiben). Da haben Jobs & Co. durchaus Strafen fuer gezahlt und sind dann auch schnell mit ihrer Firma in richtige Buerogebaeude umgezogen.

    Bis die Tage,

    KK

    ----------------------------------------------------------
    Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.
    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
    ----------------------------------------------------------
    Gesendet von meinem AppleTree iphone23 mit GoogleByte TalkAlways
    What the FUUK is going on?

  15. Re: Digitalisierung, Bedeutung?

    Autor: logged_in 21.11.17 - 09:17

    Richtig, Google's Server standen ja auch nicht in der Garage, sondern Anfangs mit ziemlich netten Sonderrechten auf dem Stanford-Campus, dessen Bandbreite sie benutzen durften.

    ABER: Damals ware es technisch auch nicht wirklich möglich, dies anders zu machen. Heutzutage dürfte das ganz anders aussehen, wenn die Politik, und vor allem die Telekom, mitmachen würden.

    Während es nun in anderen Ländern Realität ist, dass kluge Köpfe wirklich in ihrer Garage eine neue Dienstleistung erschaffen können, z.B. eine App mit Backend, ist dem hier nicht so.

    Gut, hier können wir das Backend auf ein Datacenter auslagern (Google/AWS ist sehr schnell sehr teuer, und somit nur ein VPS bei Contabo & Co. ohne weltweiten CDN in Frage kommt, was die Garage auch nicht hat) ist das trozdem kein Vergleich zu einer symmetrischen 100 - 300MBit/s Leitung direkt in den Keller, womit schon mal die Bandbreite für den Start vorhanden wäre, so dass man sich darum keine Sorgen machen muss.

    Damit meine ich jetzt vor allem Teenager, die so im Keller frei rumexperimentieren können, schnell mal den Server vom Netz abstöpseln können, falls mal was schief geht, eine USB-Festplatte dranklemmen können, falls Speicherplatz fehlt. Das geht schon mal nicht, in unserem hochentwickelten Land, anders als in grad aufstrebenden Ländern die anders mit der Digitalisierung umgehen. Technisch möglich wäre es ja, nur rentiert sich das für die Telekom nicht, weshalb sie es blockiert. Sollen halt andere Länder vorangehen... So verschwenden wir hier das Potential, in unserem rohstoffreichen Land.

    Aber auch Kleingewerbe, Ein-Mann-GmbH's würden ungemein von so was profitieren, wenn sie ihr Mini-Datacenter im Keller betreiben können, und sich so die Anmietung eines Büros sparen, ganz zu schweigen von den asozial teuren symmetrischen Zugängen. Das was in Spanien für 45¤/Monat teils zu haben ist, nämlich 300 Mbit/s symmetrisch, kostet hier drei, wenn nicht vierstellige Beträge. So schaffen es die großen Unternehmen, den Bürgern nur dann einen Chance zu ermöglichen, wenn sie über das Unternehmen selbst geht (Angestellten -> Produktmanager-Karriere), um sich vor dem kleinen Bürger als Konkurrenten zu schützen.

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  1. Handy-Ticket in Berlin BVG will Check-in/Be-out-System in Bussen testen
  2. VBB Schwarzfahrer trotz Handy-Ticket

LG 32UD99-W im Test: Monitor mit beeindruckendem Bild - trotz unausgereiftem HDR
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  1. Android-Updates Krack-Patches für Android, aber nicht für Pixel-Telefone
  2. Check Point LGs smarter Staubsauger lässt sich heimlich fernsteuern

Vorratsdatenspeicherung: Die Groko funktioniert schon wieder
Vorratsdatenspeicherung
Die Groko funktioniert schon wieder
  1. Dieselgipfel Regierung fördert Elektrobusse mit 80 Prozent
  2. Gutachten Quote für E-Autos und Stop der Diesel-Subventionen gefordert
  3. Sackgasse EU-Industriekommissarin sieht Diesel am Ende

  1. Uber vs. Waymo: Uber spionierte Konkurrenten aus
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    Uber spionierte Konkurrenten aus

    Harte Bandagen: Ein ehemaliger Mitarbeiter von Uber hat im Prozess von Waymo gegen den Fahrdienst von fragwürdigen Geschäftspraktiken berichtet. Danach sammelte Uber unter anderem mit illegalen Mitteln wie Abhören oder Spionage Informationen über Konkurrenten.

  2. Die Woche im Video: Amerika, Amerika, BVG, Amerika, Security
    Die Woche im Video
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    Golem.de-Wochenrückblick Die USA wollen mal wieder zum Mond, die BVG speichert mal wieder Bewegungsdaten und ein 19 Jahre alter Angriff funktioniert immer wieder. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.

  3. HTTPS: Fritzbox bekommt Let's Encrypt-Support und verrät Hostnamen
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    Fritzbox bekommt Let's Encrypt-Support und verrät Hostnamen

    Die Fritzbox bietet in der jüngsten Firmware ein neues Feature: Kunden können sich automatisch Let's Encrypt-Zertifikate für den AVM-eigenen DynDNS-Dienst myfritz.net erstellen lassen. Das hat aber Konsequenzen, über die sich vermutlich nicht alle Kunden im Klaren sind.


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