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negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

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  1. negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: pk_erchner 04.04.20 - 09:32

    Was mich die deutschen Datenschützer nerven (=> im Strahl kotzen)

    Welches globale deutsche IT Produkt kennen wir?

    SAP... das wars ...

    wäre da ein Datenschützer im Gründerteam dabei gewesen, wären es genau 0 wirklich erfolgreiche deutsche IT Unternehmen auf diesem Planeten. Ohje, Hacker könnten eventuell meine Rechnungen, Finanz-Daten sehen.

    Das lassen wir besser und arbeiten weiter auf Papier.



    Dann sind irgendwelche Kennungen eben pseudonym und theoretisch kann irgendwer sehen, dass ich irgendjemand anderem begegnet bin.

    Da ich (bewusst) aber keine Drogen- oder Waffen-Dealer kenne, ist mir das reichlich sack egal und auch wenn das eine Behörde mitbekommen sollte.

    Dieser Artikel ist MIST und verstärkt wieder die negative, Technik-kritische deutsche Grundhaltung, German Angst, eventuell kurzes Penis-Syndrom, weil weder Apple, Microsoft, Facebook, html, http oder tcpip (dafür DECT, hurra) aus Deutschland kommen.

    Fünffacher Daumen runter

    PS: die App kann natürlich gut funktionieren, wenn genug Leute freiwillig mitmachen und die Handys sich tatsächlich auch verstehen. Jeder Hersteller hat andere Timings und EnergieSpar Einstellungen, das ist ein viel größeres Problem



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.20 09:45 durch pk_erchner.

  2. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: Eheran 04.04.20 - 09:37

    Wie kommst du darauf, dass Datenschutz ein Unternehmen ruiniert? Sofern das Unternehmen nicht genau damit sein Geld macht, sehe ich keine Probleme. Also beispielesweise wie es bei SAP ist.

  3. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: lincoln33T 04.04.20 - 09:38

    Seh ich auch so typisch deutsches Geschwafel. Jetzt lass die Entwickler die App mal fertig machen.

  4. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: franzropen 04.04.20 - 10:02

    SAP trackt nicht das Verhalten seiner Benutzer, das ist also datenschutztechnisch kein Problem.

    Du kannst dir also nicht vorstellen, dass diese gesammelten Daten irgendwie zum Nachteil der getrackten verwendet werden.
    Schon die jetzigen Sammlungen haben Nachteile für Menschen weil z.B. Rechte innerhalb der Polizei darauf Zugriff haben oder irgendwelche Algorithmen die Daten mit einrechnen.
    Willst du erst warten, bis du z.B. keine Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen kannst, weil ein Programm im Hintergrund meint, deine Infektionshistorie stellt ein zu großes Risiko dar?

  5. HIV

    Autor: franzropen 04.04.20 - 10:07

    Stell dir auch mal vor diesen Ansatz hätte es auch damals bei HIV gegeben, das anfangs als reine Homosexuellenkrankheit galt.
    Statt nutzloser Datensammelei sind wäre eine vernünftige Teststrategie sinnvoller, aber solange man nur die mit Symptomen testet, läuft man der Infektion hinterher

  6. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: reappearance 04.04.20 - 10:16

    So ein Artikel auf Golem zu lesen enttäuscht mich. Der Artikel vergisst auch die Möglichkeit eines Belohnungssystems. Wir könnten den Zugang zu Restaurants oder Bars auf die Leute mit der App beschränken, oder zumindest Rabatte anbieten für alle Nutzer. Vielleicht auch abhängig von der Nutzungsdauer. Eine Art Ausweis werden wir wohl brauchen ob jemand wahrscheinlich Gesund ist oder nicht. Andernfalls wird man die Maßnahmen nie lockern können bis es Impfstoff oder Medikament gegen Corona gibt.

  7. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: Piyo 04.04.20 - 10:17

    pk_erchner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mich die deutschen Datenschützer nerven (=> im Strahl kotzen)
    >
    > Welches globale deutsche IT Produkt kennen wir?
    >
    > SAP... das wars ...

    Ich könnte jetzt noch mehrere Unternehmen aus meiner Heimatregion nennen, die du zwar nicht kennst, die aber in ihrer jeweiligen Sparte (Messsysteme, Industrieroboter) international erfolgreich, wenn nicht gar marktführend sind.

    Deutschen IT-Unternehmen mangelt es nicht an Erfolg. Sie betreiben aber Handwerkskunst, und wissen, dass ihre Arbeit für sich selbst spricht, während Amerikaner oft lautstark Schlangenöl anpreisen.

    > Dann sind irgendwelche Kennung eben pseudonym und theoretisch kann
    > irgendwer sehen, dass ich irgendjemand anderem begegnet bin.

    Solange man diese Pseudonymen keine Telefonnummern zuordnen kann, also die Daten nicht mit Standortdaten abgleichen kann, besteht da kein Risiko.

    Und wenn du ins Waffen- oder Drogendealer gehen möchtest, kannst du dein Handy einfach zuhause lassen.

    > Dieser Artikel ist MIST und verstärkt wieder die negative,
    > Technik-kritische deutsche Grundhaltung, German Angst, eventuell kurzes
    > Penis-Syndrom, weil weder Apple, Microsoft, Facebook, html, http oder
    > tcpip aus Deutschland kommen.

    Ich stimm dir soweit zu, dass der Artikel Mist ist.

    Die datenschutz-fordernde Grundhaltung halte ich aber dennoch für wichtig. Einmal gesammelt, wissen wir nicht, was mit den Daten passiert, wenn sie in die falschen Hände geraten.
    Ich erinnere immer gerne daran, dass die Polizei im Kaiserreich Akten über Homosexuelle angelegt hat. Konsequenzen für diese Menschen hatte es erstmal nicht. Naja, bis die Nazis an die Macht kamen. Dann hat dieses Datenschutz-Defizit ihnen auf einmal das Leben gekostet.

    In Zeiten, in denen Hitlers geistige Erben immer mehr an Macht gewinnen, halte ich es für wichtiger denn je, daran zu erinnern, dass sensible Daten in Staatsbesitz ein extremes Risiko sind, das wir nicht eingehen sollten.

  8. Re: HIV

    Autor: 486dx4-160 04.04.20 - 10:21

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell dir auch mal vor diesen Ansatz hätte es auch damals bei HIV gegeben,
    > das anfangs als reine Homosexuellenkrankheit galt.
    > Statt nutzloser Datensammelei sind wäre eine vernünftige Teststrategie
    > sinnvoller, aber solange man nur die mit Symptomen testet, läuft man der
    > Infektion hinterher

    Ja, das wäre echt heftig gewesen: Die App misst zwar nachweislich technischen Mist und hilft medizinisch nichts, zur Hexenjagt gegen Männer im Umfeld von "175ern" hätte es aber sicher dick gereicht.

  9. Re: HIV

    Autor: Piyo 04.04.20 - 10:42

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell dir auch mal vor diesen Ansatz hätte es auch damals bei HIV gegeben,
    > das anfangs als reine Homosexuellenkrankheit galt.

    Hätte wohl kaum geholfen. Es gibt genügend Menschen, die nach einem positiven HIV-Test einfach woanders einen neuen machen, weil sie dem Ergebnis nicht glauben. Oder solche, die die Risikokontakte einfach verdrängen, und sich nie testen lassen. Diese Menschen sind dann auch der Pool, der das Virus weiter verbreitet.

    Bei Corona dürfte es ähnlich sein, denn die Jugend würde sich vermutlich auch bei flächendeckenden Tests eh nicht testen lassen – ihnen schadet Corona ja angeblich nicht.

  10. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: cry88 04.04.20 - 11:00

    Es geht um eine dumme Handy App. Weder musst du sie installieren, noch musst du das Handy dabei haben. Und kommt mir nicht mit "wehret den Anfängen". Das hat bereits alles bereits mit der Erfindung des Handys angefangen. Jetzt können wir vielleicht einmal die Technik nutzten, anstatt das wir dauerhaft im ungewissen stochern. Man könnte z.B. diese App auch mit nem Testkit Versand verbinden. Meldet die, dass man Kontakt mit einem infizierten hatte, dann könnte man darüber ein Testkit ordern und nur nach wenigen Tagen Selbstisolation wäre man wieder bereit am öffentlichen Leben teilzunehmen. Diese Ausfallzeiten zählen als normale Krankheitstage und damit könnte jeder Betrieb wieder starten.

    Eine gute App plus selbstbedienbare Testkits und schon könnte das Leben weitergehen, aber wir bekommen es ja nicht einmal hin unsere Krankenpfleger und Ärzte zu schützen. Aber zumindest pumpen wir Milliarden in Unternehmen. Das die normale Bevölkerung teilweise ihren Unterhalt verliert interessiert da nicht. Schließlich erlauben sie ja, dass man seine Miete nachzahlen darf. Wovon? Ach naja ...

  11. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: thrust26 04.04.20 - 11:54

    Piyo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Zeiten, in denen Hitlers geistige Erben immer mehr an Macht gewinnen,
    > halte ich es für wichtiger denn je, daran zu erinnern, dass sensible Daten
    > in Staatsbesitz ein extremes Risiko sind, das wir nicht eingehen sollten.

    This!

    Wer will kann ja mal über das Stadtregister von Amsterdam zur Nazizeit nachlesen.

  12. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: goto10 04.04.20 - 12:29

    reappearance schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Artikel auf Golem zu lesen enttäuscht mich. Der Artikel vergisst
    > auch die Möglichkeit eines Belohnungssystems.

    Jedes Belohungssystem ist immer auch ein Bestrafungssystem.

    Ein unverfängliches Beispiel: Payback, jeder Kunde der dies nicht hat, bezahlt die Prämien für die Kunden mit Payback mit. Er wird mit höheren Preisen bestraft.

  13. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: spyro2000 04.04.20 - 13:03

    > Was mich die deutschen Datenschützer nerven (=> im Strahl kotzen)

    Geht mir ehrlich gesagt auch langsam so. Auf der einen Seite jeden Kleinkram blockieren, auf der anderen Seite hängen HCHQ und NSA direkt am DE-CIX.

    Wir als Entwickler müssen ständig krude Workarounds einbauen weil z.B. ein Datenschützer meint, die Zeitzone des Users (!) dürfe auf gar keinen Fall persitiert werden. WTF.

    Da ist langsam zu einem deutschen Reflex geworden. Egal ob es um StreetView, die verpennte/blockierte Digitalisierung im Bildungswesen oder in der Medizin geht, ständig geht es immer nur um das gleiche.

    "Wie sicher sind meine Daaaten?"
    "Sind meine Daaaten in Gefahr?"
    "Was passiert mit meinen Daaaten"?"

    Ich kann's nicht mehr hören, kommt endlich klar.

  14. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: cry88 04.04.20 - 13:04

    Genau, lieber zehntausende töten, anstatt den Staat wissen zu lassen, mit wem du Kontakt hattest

  15. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: 486dx4-160 04.04.20 - 14:29

    cry88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, lieber zehntausende töten, anstatt den Staat wissen zu lassen, mit
    > wem du Kontakt hattest

    Hast du den Artikel nicht gelesen? Die App funktioniert nicht mal!

  16. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: Piyo 04.04.20 - 15:27

    cry88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, lieber zehntausende töten, anstatt den Staat wissen zu lassen, mit
    > wem du Kontakt hattest

    Ich kann auch einfach einen Mundschutz tragen, wenn ich einkaufen gehe. Und ansonsten bleibe ich zuhause. Wie soll ich da jemanden töten?

    Die App ist nur eine geringfügige zusätzliche Schutzmaßnahme – sie kann uns aber nicht vor der Unverunft der Jugend schützen, die das Thema nicht ernst nimmt.

  17. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: Untrolla 04.04.20 - 15:45

    Gibt genug ältere die das genauso wenig kapieren (wollen), nicht nur die Jugend ist hier das Problem!

  18. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: matok 04.04.20 - 17:46

    pk_erchner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PS: die App kann natürlich gut funktionieren, wenn genug Leute freiwillig
    > mitmachen und die Handys sich tatsächlich auch verstehen. Jeder Hersteller
    > hat andere Timings und EnergieSpar Einstellungen, das ist ein viel größeres
    > Problem

    Du hast:
    1. Den Artikel nicht besonders gut gelesen, ansonsten wärst du weiter gekommen, als bis zum Datenschutz.
    2. Wenig Ahnung von der Technik hinter der App, ansonsten würdest du nicht erzählen, dass sie gut funktionieren könnte. Im Artikel steht genau der Punkt, der die Ergebnisse der App größtenteils unbrauchbar macht. Abhängig von externen Bedingungen kann die Bluetooth Reichweite von 1m bis Zig-Meter reichen. Bei so einer Präzision ist der Gewinn durch die App sehr gering und den Aufwand ehrlich gesagt nicht wert.

  19. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: 486dx4-160 04.04.20 - 17:54

    spyro2000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Was mich die deutschen Datenschützer nerven (=> im Strahl kotzen)
    >
    > Geht mir ehrlich gesagt auch langsam so. Auf der einen Seite jeden
    > Kleinkram blockieren, auf der anderen Seite hängen HCHQ und NSA direkt am
    > DE-CIX.
    >
    > Wir als Entwickler müssen ständig krude Workarounds einbauen weil z.B. ein
    > Datenschützer meint, die Zeitzone des Users (!) dürfe auf gar keinen Fall
    > persitiert werden. WTF.
    >
    > Da ist langsam zu einem deutschen Reflex geworden. Egal ob es um
    > StreetView, die verpennte/blockierte Digitalisierung im Bildungswesen oder
    > in der Medizin geht, ständig geht es immer nur um das gleiche.
    >
    > "Wie sicher sind meine Daaaten?"
    > "Sind meine Daaaten in Gefahr?"
    > "Was passiert mit meinen Daaaten"?"
    >
    > Ich kann's nicht mehr hören, kommt endlich klar.

    Mit solchen Entwicklern wird Deutschland wohl nie guter IT-Standard. Nur der übliche Pfusch, Mee-Too-Copycat-Kram und Null Innovation. Das bekommt man schneller und billiger aus Indien oder Weißrussland.

  20. Re: negativer, vorauseilender deutscher Gehirn-Satz (Mindset)

    Autor: Trockenobst 05.04.20 - 01:17

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein unverfängliches Beispiel: Payback, jeder Kunde der dies nicht hat,
    > bezahlt die Prämien für die Kunden mit Payback mit. Er wird mit höheren
    > Preisen bestraft.

    Die sich aber im Centbereich befinden und wegen hohem Konkurrenzdruck irrelevant sind.
    Man könnte das selbe auch behaupten, wenn ich den Schokoriegel mit Spinat nicht mag und deswegen der Hersteller alle anderen ohne Spinat um 1cent teurer macht weil er den Flop ausgleichen muss.

    Es gibt viele Möglichkeiten der Belohnung, etwa kostenlosen Öffentlichen, eine Mahlzeit in der Kantine der Stadt etc. wo es keine Verdrängungseffekte gibt.

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