-
1994 dürfte ich als Schüler...
Autor: echterhoff 02.11.23 - 10:52
...meinem Biologielehrer bei der Einrichtung der Rechner helfen. Er wusste um mein Interesse für PCs und hat mir damit einen Gefallen erwiesen.
Das ich erst 14 war, störte ihn nicht.
Ich frage mich wirklich, ob sowas heute noch denkbar wäre oder ob es von der Gesellschaft skandalisiert werden würde. "Kinderarbeit".
Wir reden hier über zwei lange Nachmittage in 1994.
Ich denke es gibt an jeder Schule eine Handvoll Schülerinnen oder Schüler, die sowohl Bock hätten da mitzuhelfen als auch die geistigen Fähigkeiten. Nur leider ist vermutlich das Misstrauen zu groß. Der Feind (Schüler) könnte sein Wissensvorsprung missbräuchlich nutzen... Der Klassiker unserer Gesellschaft halt.
(Nachtrag: Meine Frau ist Lehrerin an einer Grundschule. Ich hab einige Einblicke in die Abläufe und Organisation der Schule und verantwortlichen Ämter. Mein Post soll eigentlich sagen: Wenn wir als Gesellschaft endlich mal den Stock aus dem Recktum ziehen würden, könnten wir wieder zu besserer Lösungsorientierung zurückkehren. Verantwortlich für den Stock sind einige dumme Menschen, denen wir nicht ins Gesicht sagen sollen: Verpiss dich, du bist dumm. Unser System braucht halt immer einen Schuldigen im Fehlerfall oder einen Verantwortlichen. Wenn ich damals Mist gebaut hätte, dann hätte mein lieber Biolehrer für mich eingestanden. Das gibt es heute auch noch, ist aber komplizierter geworden. Heutzutage wäre mein Biolehrer sowohl für den Fehler als auch für die Idee sich bei Schülern Hilfe zu holen bestraft worden. Denn die Idee war ja offensichtlich schlecht. Weil Fehler. Diese dumme Logik verdirbt uns so viele schöne Möglichkeiten. Manche Fehler muss man einfach bewusst auch akzeptieren und gewillt sein, die Gefahr von Wiederholen in den Preis einfakturieren. Man kann nicht fehlerfrei werden. Das führt zur vollständigen Lähmung aller Prozesse einiger Gesellschaft.)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.11.23 11:03 durch echterhoff.



