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Sind alle Politiker Idioten?

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  1. Sind alle Politiker Idioten?

    Autor: Kelran 20.02.19 - 18:43

    War 'ne rhetorische Frage.

    Es ist immer bei den Politikern in diesem Land: Zu mehr als einem faulen Kompromiss mit sehr begrenzten Nutzen sind sie nicht fähig. Und natürlich ist auch dieses Thema wieder völlig am Bedarf vorbei.

    Wir brauchen intakte Schulen und ausreichend qualifizierte Lehrer. Was wir nicht brauchen, ist der Scheiß, den sich die ahnungslosen Politiker unter Digitalisierung vorstellen.

    WER wählt diese Betrüger eigentlich? Gerade haben sie wieder einen Vertrag gebrochen und für Upload-Filter in der EU gestimmt. Danke für das Verspielen unserer Zukunft in einem weiteren Bereich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.02.19 18:47 durch Kelran.

  2. Re: Armes Deutschland

    Autor: theFiend 20.02.19 - 18:49

    Gegen den Digitalpakt wäre nichtmal was einzuwenden, auch wenn es irgendwie nach wild verteiltem Geld ohne näheres Konzept aussieht.
    Was aber halt ewig schon ein Problem ist, ist das man die Bildung in der Hand der Bundesländer belässt. Das ist leider die Wurzel allen Übels, und führt zu absoluter Vernachlässigung der wichtigsten Resource die wir in deutschland haben...

  3. Re: Sind alle Politiker Idioten?

    Autor: elmcrest 20.02.19 - 19:40

    Das ist wenn überhaupt ein Tropfen auf den heißen Stein. Vollkommen wirkungslos.
    Aber dafür ne Grundgesetzänderung durchdrücken, top.

    Übrigens sind viele öffentliche Gebäude nur noch im sogenannten „technischem Unterhalt“ - ein juristischer Kniff um z.B. Schulen, die massiv sanierungsbedürftig sind (Teils bis zur Gesundheitsgefährdung), nicht sanieren zu müssen.

    Also egal wie, seit ich mich mit Politik beschäftige ist das Thema immer wieder auf den Plakaten und es tut sich einfach nichts. Wie auch wenn der Bedarf hunderte Milliarden sind und man über einige Millionen nachdenkt... lächerlich und traurig.

  4. Re: Sind alle Politiker Idioten?

    Autor: gast22 20.02.19 - 21:47

    Aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahr(zehnt)e ist es erst einmal richtig:

    a) der Zersplitterung die Schuld zu geben
    b) zu denken, dass es ein heißer Tropfen ist

    ... wenn man keine genaue Sachkenntnis hat.

    Durch das Prinzip, dass die Kommunen (egal wie stark sie sind) für die Gebäude und auch die Ausstattung zuständig sind, haben wir den Zustand, den wir haben. Viel zu spät reagiert nun der Bund. ist es ein heißer Tropfen?

    Ja und nein.

    Alle Schulen in moderne Schulen zu verwandeln - das erfordert deutlich mehr.

    ABER: Ausstattung ist nur ein Teil. Die Lehrer müssen auch mitgenommen werden. Nicht wenige, nicht einige sondern alle. Egal auf welchem Niveau, sich der Einzelne oder die einzelne Schule bewegt. Sie MUSS sich jetzt bewegen. Vordem war das nicht erforderlich.

    Und genau dieses MUSS ist in meinen Augen der richtige Ansatz, wenn man flächendeckende Veränderung will. In dieser Beziehung von "idiotischen Politikern" zu reden ist vollkommener Schwachsinn und zeugt nur von Unreife oder keiner Sachkenntnis.

    Anders gesagt, meine lieben Kommentatoren: Was soll denn sonst passieren? Sollen nur einige Schulen nach vorne preschen? Oder gar niemand, weil irgendwo ein Klo nicht in Ordnung ist?

    Macht mal gegenteilige Vorschläge! Meckern kann jeder!

  5. Re: Sind alle Politiker Idioten?

    Autor: ML82 20.02.19 - 22:20

    max. klassenstärke 10

    und kein lehrer darf unterricht in einem fach vertreten für das er nicht qualifiziert ist, nix mit bio vertritt der hauswirtschaftsguru

  6. Re: Sind alle Politiker Idioten?

    Autor: gast22 20.02.19 - 23:23

    Die Klassenstärke kann gerne Gene 20 gehen, ohne das Probleme auftreten.

    Vertretungsstunden ("Stunden") sind kein Problem. Es gibt genug Möglichkeiten in der digitalen Welt, auch Bio als Ma-Lehrer für ein oder zwei Stunden zu unterrichten. Eine wäre kahoot.it oder eine andere learningapps.org.

    Für ein Jahr ist es nur dann problematisch, wenn sich der Lehrer nicht damit identifiziert. Besonders von 1 - 6 nach meinem Dafürhalten unproblematisch, da das Fachwissen für einen Lehrer dazu eher Allgemeinbildung ist. Spezielle Fachmethodiken allerdings ausgenommen. Aber da gibt es immer noch die Fachschaftssitzungen und Erfahrungsaustausche. Nicht jeder ist egoistisch und meint, dass er sein Wissen nicht weiter geben soll/will.

  7. Re: Armes Deutschland

    Autor: AllDayPiano 21.02.19 - 07:27

    Ich sehe hier auch den größten Kern alles Übels. Die Föderalismusreform, die zwar den Ländern in Teilen die Autonomie genommen hat, aber ihnen auf der anderen Seite z.b. im Bildungswesen die Hoheit überlassen hat, müsste dringend nachgebessert werden.

    Das Kernproblem ist eigentlich, dass die Länder sich partout weigern, jegliche Form von Kompetenz abzugeben. Aber gerade das Bildungswesen müsste längst auf eine gesamtdeutsche Basis gestellt werden. Wie kann es sein, dass ein Abiturient aus Bayern sich in Sachsen-Anhalt langweilt, währenddessen ein Abiturient aus Thüringen in Bayern gnadenlos baden geht ?

    Das ist natürlich etwas überspitzt ausgedrückt, aber äußert sich vor allem in total unsinnigen Zulassungsbedingungen für Hochschulen und Universitäten. Es ist für Studenten immer schwerer einen Studienplatz in Fächern wie beispielsweise medizin zu finden aber auch in anderen Belangen wie in Studiengängen für die Ausbildung von Lehrern wurden derart große Hürden geschaffen, dass ein Nachwuchs nicht stattfindet. Dass all das inzwischen in massiven Mangel geführt hat versucht man nun mit einem planlosen hinein Pumpen von Geld im Namen eines digital Paktes zu kaschieren.

    Die Digitalisierung der Schulen ist wichtig und richtig. Aber sie soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Finanzierung des Bildungswesen massiver Defizite bestehen.

    Und eine Digitalisierung des Bildungswesens bedeutet nicht, dass man den Schülern einfach irgendwelche Tablet vor die Nase setzt. Sondern es müssen ganzheitliche Konzepte erarbeitet werden, wie sich die digitalen Medien in den Unterricht einbringen lassen, ohne aber Defizite bei der Wissensvermittlung aufzubauen.

    Mittlerweile ist bekannt, dass der intensive Konsum von Medien einer soliden Wissensbildung entgegensteht. Um also aus dem System Vorteile zu ziehen, braucht es ein Konzept, dass das effektive lernen und bilden von Wissen abbildet. Einfach nur mal dem Kind zu zeigen, wie man eine Internetseite aufruft, zählt da definitiv nicht dazu. Dieses Geld kann man sich besser sparen.

  8. Re: Sind alle Politiker Idioten?

    Autor: Kelran 21.02.19 - 12:59

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahr(zehnt)e ist es erst einmal
    > richtig:
    > ...
    >
    > Und genau dieses MUSS ist in meinen Augen der richtige Ansatz, wenn man
    > flächendeckende Veränderung will. In dieser Beziehung von "idiotischen
    > Politikern" zu reden ist vollkommener Schwachsinn und zeugt nur von Unreife
    > oder keiner Sachkenntnis.
    >

    Nein, es zeugt von Erfahrung. Ich bin zufällig sehr engagiert in den Schulen meiner Kinder und investiere mehr als zwei Wochen Vollzeit jedes Jahr in die Schulen. Von der Digitalisierung zu schwafeln, ist beim jetzigen Gesamtzustand im Bildungssystem vollkommen absurd. Beide Schulen (Bundesland Baden-Württemberg) haben laut Plan rechnerisch so viele Lehrerstunden zur Verfügung, wie für die Erbringung des Unterrichts erforderlich sind. Weder Schwangerschaften noch Krankheiten sind abdeckt. Es gibt keine Reserven. Die Konsequenzen sind offensichtlich und in keiner Weise überraschend.

    Zu Beginn dieses Schuljahres hatten wir auf der Realschule die Situation, dass die neuen Lehrer - es gibt ja immer mehr Lehrer mit "Jahresverträgen" (sind natürlich nur 10 Monate) - in der ersten Unterrichtswoche nicht einmal einen Arbeitsvertrag hatten. Die Schule hat getan, was sie konnte, und keinen (!) Tag Verzögerung zu verantworten.

    Sowohl die Schule als auch wir als Eltern haben zahlreiche Briefe an das zuständige Ministerium geschrieben und es passiert NICHTS. Die Situation ist politisch gewollt und auf Ebene der Schule nicht änderbar.

    > Anders gesagt, meine lieben Kommentatoren: Was soll denn sonst passieren?
    > Sollen nur einige Schulen nach vorne preschen? Oder gar niemand, weil
    > irgendwo ein Klo nicht in Ordnung ist?
    >
    > Macht mal gegenteilige Vorschläge! Meckern kann jeder!

    Wir haben Gesetze in Deutschland, die den Rahmen vorgeben. Dazu gehört unter anderem eine Teilnahmeverpflichtung der Schüler am Unterricht. Anders als bsp. in Frankreich, wo es ausreicht, wenn die Kinder ihr Lernniveau und ihren Lernstand in den offiziellen Prüfungen nachweisen. Das engt den Spielraum gewaltig ein, weil die Zeit der Kinder durch die Unterrichtszeit in der Schule bereits geblockt ist. Auch Kinder haben ein Recht auf Freizeit!

    Wenn nun die Schule von politischer Seite nicht genügend Lehrpersonal erhält, kannst Du weder lokal noch von Seiten der Bürger etwas tun. Die Eltern dürfen nicht unterrichten und es ist auch nicht ohne Weiteres möglich, einen Lehrer privat an einer öffentlichen Schule anzustellen. Einmal abgesehen davon, dass es die verdammte Verpflichtung des Staates ist und die Eltern bereits das Geld dafür bereitstellen (-> Steuern) und nicht die Ressourcen haben, dies zweimal zu tun.

    Die Lösung, welche die wohlhabenderen Eltern wählen, ist logisch: Sie schicken ihre Kinder auf private Schulen, weswegen die Schülerzahlen dort seit Jahren steigen. Das ist bekannt und belegt (siehe https://www.statistik-bw.de/Service/Veroeff/Monatshefte/PDF/Beitrag06_09_05.pdf).

    Und noch etwas: Wir haben dank der Politik in Baden-Württemberg inzwischen rund 22% Kinder mit Migrationshintergrund. Wo hat sich dies in den politischen Rahmenbedingungen für die Schulen und deren Ausstattung widergespiegelt? Waren die Maßnahmen ausreichend, um den Mehrbedarf zu decken? Nachweislich nicht ansatzweise. Und ja: Wir haben in diesem Bereich ein massives Problem. Die Umgangsformen vieler Kinder aus diesen Familien sind vollkommen inakzeptabel. Die betreffenden Eltern investieren nicht einmal ein paar Minuten Zeit jeden Tag in die Schulbildung ihrer Kinder. Unterstützung bei den Hausaufgaben oder wenigstens Unterschriften bei Benachrichtigungen durch die Schule? Fehlanzeige. Ich nehme Dich gerne einmal mit, wenn - wie immer - dieselben sechs Eltern beim Elternabend sitzen und wir über die Probleme und immer neue Lösungsansätze diskutieren.

    Die Politik fährt unsere Schulbildung an die Wand. Sie legt mit der 2-Klassen-Bildung den Grundstein für eine ungerechte Zukunft mit schlechten Chancen für unsere Kinder.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.02.19 13:08 durch Kelran.

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