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Steuerwettbewerb verstehen...

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  1. Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: mvg 10.10.19 - 13:58

    Der einzige Grund der momentan verhindert, dass die Steuern nicht beliebig steigen können ist, dass die Unternehmen/Privatpersonen einfach in andere Länder auswandern können wenn sie zu stark beklaut werden. Dieser Wettbewerb ist unseren Politikern (vor allem auf der linken Seite) natürlich ein Dorn im Auge. Sie versuchen diesen Wettbewerb mit immer größeren staatlichen Strukturen (EU, OECD, ...) auszuhebeln und zwingen "Steuerparadiese" wie zum Beispiel Irland mit Sanktionen dazu höhere Steuern zu verlangen (Apple). Letztendlich zahlt das alles der Verbraucher, denn Unternehmen geben die Steuern immer an die Verbraucher weiter oder können weniger investieren (schlechtere Produkte für Verbraucher).

    Das tragischste an der ganzen Sache ist dass ein Großteil der Bevölkerung dank jahrzehntelanger "Großkonzerne sind böse" Propaganda auch noch jubelnd hinter der Trommel her läuft und glaubt er würde von dem ganzen Irrsinn profitieren. Hoffentlich kommt das Erwachen, wenn Google irgendwann viel mehr Werbung einblendet oder nurnoch gegen Gebühren nutzbar ist. Viel Spaß in Untopia und dem schönen neuen Weltstaat!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.10.19 14:00 durch mvg.

  2. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: Keridalspidialose 10.10.19 - 14:13

    Wieder die alte Leier dass der Staat dem durchschnittlichen Bürger nur sein Geld klauen will, und lalala, deswegen sollen die Wohlhabenden und die Großkonzerne mit ihrer Steuerflucht moralisch gerechtfertigt werden. Beides hat aber nichts miteinander zu tun.

    Steuersparmodelle werden vorallem von jeden genutzt die massiv auf jene Infrastruktur setzen die die aus diesen (von ihnen nicht gezahlten) Steuern finanziert werden.

    ___________________________________________________________

  3. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: senoruber 10.10.19 - 14:23

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der einzige Grund der momentan verhindert, dass die Steuern nicht beliebig
    > steigen können ist, dass die Unternehmen/Privatpersonen einfach in andere
    > Länder auswandern können wenn sie zu stark beklaut werden.

    Wenn man schon so anfängt...

  4. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: richtchri 10.10.19 - 14:32

    Dont Feed The Troll

  5. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: Prinzenrolle 10.10.19 - 14:36

    Das freut uns Schweizer aber gar nicht :-D

    z.B. Nestle verursacht nur 2% vom Umsatz in der Schweiz, versteuert aber einen Grossteil davon hier...
    Gut, die Kehrseite ist, das andere Unternehmen dafür mehr in der Schweiz zahlen müssten, da die Kaufkraft und dessen Konsum ziemlich gross ist aber keine Steuern (ausser MwSt.) bezahlt werden. (z.B. die genannten digitalen Unternehmungen).

    Denke, aber trotzdem, dass das neue Modell gerechter, aber auch aufwändig ist. Die Durchführung von so einer Besteuerung nimmt mich wunder. Wie soll das genau gehen?

  6. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: PiranhA 10.10.19 - 14:46

    Im Kern geht es gar nicht darum, wie viele Steuern gezahlt werden, sondern wo. Und da müssen sich natürlich die Länder untereinander einigen.
    Und dass die Kosten wie immer der Verbraucher trägt ist natürlich logisch. Aber das ganze hat in den letzten 20-30 Jahren absurde Züge angenommen, dass man irgendwann dazwischen gehen muss. Einfach weil es auch den Wettbewerb der Unternehmen untereinander schädigt. Wenn der Wettbewerb sich nur noch darum dreht, wer besser im Steuer vermeiden ist, wird das ganze System auf den Kopf gestellt. So wie bei Laufzeitverträgen, wo jeder der nicht rechtzeitig kündigt der Dumme ist. Wenn für alle die gleichen Regeln gelten, kann man sich diesen Unfug auch gleich sparen.
    Wenn das ganze zu mehr Steuereinnahmen führt, steht es jedem einzelnen Land frei, auf anderer Seite die Bürger (oder auch Unternehmen) zu entlasten. Bei den wahrhaft absurden Gewinnen, die manche Unternehmen produzieren (im Vergleich zu anderen Branchen), sollte es wirklich nicht schwer fallen, dass zu verstehen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.10.19 14:48 durch PiranhA.

  7. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: senf.dazu 10.10.19 - 15:20

    Das wo ist sicher auch wichtig - z.B. wär's auch wichtig das vernüftige Steueranteile in den Billiglohnländern für deren Fortentwicklung abfallen.

    Genauso wär aber auch Steuergerechtigkeit, sprich das große und kleine Unternehmen ähnliche Steuersätze zahlen, wünschenswert. Da bietet ja die Steuerflucht ins Ausland reichlich absurde Beispiele. Wie z.B. bei "Tim Apple": Unsere Wertschöpfung findet ja gar nicht in Irland statt sondern bei uns in USA. Also steht die Steuerzahlung den USA und nicht der EU zu .. Aber vorher alle "Lizenz- und sonstwaskosten" im Steuerparadis Irland abrechnen ..



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 10.10.19 15:22 durch senf.dazu.

  8. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: knabba 10.10.19 - 18:58

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der einzige Grund der momentan verhindert, dass die Steuern nicht beliebig
    > steigen können ist, dass die Unternehmen/Privatpersonen einfach in andere
    > Länder auswandern können wenn sie zu stark beklaut werden. Dieser
    > Wettbewerb ist unseren Politikern (vor allem auf der linken Seite)
    > natürlich ein Dorn im Auge. Sie versuchen diesen Wettbewerb mit immer
    > größeren staatlichen Strukturen (EU, OECD, ...) auszuhebeln und zwingen
    > "Steuerparadiese" wie zum Beispiel Irland mit Sanktionen dazu höhere
    > Steuern zu verlangen (Apple). Letztendlich zahlt das alles der Verbraucher,
    > denn Unternehmen geben die Steuern immer an die Verbraucher weiter oder
    > können weniger investieren (schlechtere Produkte für Verbraucher).
    >
    > Das tragischste an der ganzen Sache ist dass ein Großteil der Bevölkerung
    > dank jahrzehntelanger "Großkonzerne sind böse" Propaganda auch noch jubelnd
    > hinter der Trommel her läuft und glaubt er würde von dem ganzen Irrsinn
    > profitieren. Hoffentlich kommt das Erwachen, wenn Google irgendwann viel
    > mehr Werbung einblendet oder nurnoch gegen Gebühren nutzbar ist. Viel Spaß
    > in Untopia und dem schönen neuen Weltstaat!

    Tut mir leid aber von diesem "Wettbewerb" hat niemand etwas. Denn das ist einfach nur unfair wenn diese Großkonzerne keine Steuern zahlen müssen und die kleinen Unternehmen den vollen Satz.
    Wie vermitteln sie das dem kleinen Cafe, dass es 25%+ bezahlen muss aber der Starbucks gegenüber 0% oder sogar Steuern zurück bekommt.
    Sehr fair. Toller Wettbewerb.
    Es ist ganz einfach, dass die Steuern nicht ausufern dafür müssen die Wähler sorgen, wenn sie Politiker abwählen.
    Anders ist es einfach nicht gerecht für die Unternehmen die nicht durch Finanzkonstrukte profitieren können.
    Die Unternehmen haben ja trotzdem noch die Macht indem sie in einem Land nicht ihre Produkte anbieten. Wie wäre es denn damit? Einfach das Land verlassen dann muss man dort auch keine Steuern zahlen.
    Und wenn die Bevölkerung die Produkte haben möchte dann muss sie eben Politiker wählen die das ermöglichen.
    So wird ein Schuh draus.

  9. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: mvg 10.10.19 - 19:11

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Kern geht es gar nicht darum, wie viele Steuern gezahlt werden, sondern
    > wo.

    Wenn es nur darum ginge wäre ich nichtmal dagegen. Aber:
    "Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) befürwortet hingegen einen weltweit einheitlichen Steuersatz" man sieht ja schon wohin das gehen soll. Wenn einmal globale Steuersysteme oder abkommen exisiteren werden sie weiter und weiter ausgebaut bis Leute wie Scholz gewonnen haben.

    Ungefähr wie in diesem Zitat von Jean-Claude Juncker: "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." Der Spiegel, 27. Dezember 1999.

    > Wenn der Wettbewerb sich
    > nur noch darum dreht, wer besser im Steuer vermeiden ist, wird das ganze
    > System auf den Kopf gestellt. ...
    > Wenn das ganze zu mehr Steuereinnahmen führt, steht es jedem einzelnen Land
    > frei, auf anderer Seite die Bürger (oder auch Unternehmen) zu entlasten.

    Stimmt, aber die Lösung könnte aber auch sein einfach garkeine Unternehmen zu besteuern. Egal ob sie groß oder klein sind. Vorteile: Keine Bürokratie, kein Vermeidungswettbewerb unter den Unternehmen, faire Bedingungen und sofort niedirgere Güterpreise für alle.
    Du schreibst ja selbst dass es egal ist von wo man das Geld nimmt und dass man es den Leuten durch Steuererleichterungen (die bestimmt kommen werden) zurückgeben könnte. Also, wenn es sowieso in beiden fällen die Verbraucher zahlen: Warum nicht das einfachere Modell nehmen?

  10. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: mnementh 11.10.19 - 13:12

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der einzige Grund der momentan verhindert, dass die Steuern nicht beliebig
    > steigen können ist, dass die Unternehmen/Privatpersonen einfach in andere
    > Länder auswandern können wenn sie zu stark beklaut werden. Dieser
    > Wettbewerb ist unseren Politikern (vor allem auf der linken Seite)
    > natürlich ein Dorn im Auge. Sie versuchen diesen Wettbewerb mit immer
    > größeren staatlichen Strukturen (EU, OECD, ...) auszuhebeln und zwingen
    > "Steuerparadiese" wie zum Beispiel Irland mit Sanktionen dazu höhere
    > Steuern zu verlangen (Apple). Letztendlich zahlt das alles der Verbraucher,
    > denn Unternehmen geben die Steuern immer an die Verbraucher weiter oder
    > können weniger investieren (schlechtere Produkte für Verbraucher).
    >
    > Das tragischste an der ganzen Sache ist dass ein Großteil der Bevölkerung
    > dank jahrzehntelanger "Großkonzerne sind böse" Propaganda auch noch jubelnd
    > hinter der Trommel her läuft und glaubt er würde von dem ganzen Irrsinn
    > profitieren. Hoffentlich kommt das Erwachen, wenn Google irgendwann viel
    > mehr Werbung einblendet oder nurnoch gegen Gebühren nutzbar ist. Viel Spaß
    > in Untopia und dem schönen neuen Weltstaat!
    Der Steuerwettbewerb führt regelmäßig dazu dass Steuerdumping betrieben wird um große Unternehmen anzulocken und in der Folge alle öffentlichen Hände unterfinanziert sind.

  11. Re: Steuerwettbewerb verstehen...

    Autor: mvg 11.10.19 - 16:12

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Steuerwettbewerb führt regelmäßig dazu dass Steuerdumping betrieben
    > wird um große Unternehmen anzulocken und in der Folge alle öffentlichen
    > Hände unterfinanziert sind.

    Von unterfinanzierung kann wirklich keine Rede sein. Das Steueraufkommen steigt Jahr für Jahr ordentlich an[1]. Das Problem ist eher dass der Staat den Hals nicht voll bekommt und das Geld mit beiden Händen für irgendwelche "Geschenke" oder durch Missmanagement aus dem Fenster geworfen wird. Und wie gesagt. Das Geld was die Unternehmen weniger Zahlen müssen landet letztendlich durch günstigere oder bessere Produkte beim Verbraucher. Unfair ist nur dass nicht alle Unternehmen gleich wenig steuern Zahlen müssen.

    [1]https://de.wikipedia.org/wiki/Steueraufkommen_(Deutschland)

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