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Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

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  1. Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: AynRandHatteRecht 17.12.18 - 14:58

    Man kann sich streiten, ob wirklich jeder Bauerhof FTTH haben muss und wer das bezahlen soll, aber selbst unter Beführwortern des "schnellen Internets für alle" wird so gut wie nie das Augenmerk auf Upstream-Bandbreite gesetzt.

    Dabei steht der Upstream doch für den "Export", also das verbreiten von intellectual Property oder schlicht "Leistung".

    So wie der Maschinenbau oder Autofabriken ihre Autos in die Welt exportieren, so gehört zu einem schnellen TK-Netz auch eine ordentliche Upstream-Bandbreite, nur so spielt der Standort von Menschen/Unternehmen eine geringere Rolle und nur so können ländliche Regionen den Wandel von zB Landwirtschaft oder Einzelhandel hin zu einem digitalen Geschäftsmodell meistern.

    Aber selbst die Grünen sprechen das Thema nie an und selbst die wenigen vorhandenen FTTH-Anbieter beschränken Upstream auf ein unverschämt niedriges Niveau. Letztlich sollen die Kunden einfach Netflix, Facebook und YouTube konsumieren (also Downstream-Bandbreite), aber selbst nichts produzieren. Und unter diesen Gesichtspunkten brauchen wir keinen durch Steuermittel finanzierten Ausbau von Glasfaser- und 5G-Netzen. Das wäre so, als die Gemeinschaft der Zuchtrinder sich neue LKW-Transporter zum Schlachthof finanzieren würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.12.18 15:01 durch AynRandHatteRecht.

  2. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: SanderK 17.12.18 - 15:37

    Ok, bin doch dazu hingerissen, mal die Frage zu stellen.
    Für was? Damit das Video schneller Online ist? Möglich. Livestream? Was braucht man dafür an Bandbreite. File Sharing?
    Also jetzt mal als Basis 50 Mbit, was am Meisten vertreten ist. Wofür Reicht das nicht aus um sein geistiges Eigentum zu verbreiten.

  3. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: KervyN 17.12.18 - 16:18

    Na eine simple Antwort wäre: Backups. Schnell mal das neue xGIGAphone4000 mit 1TB Speicher vor dem Update zu Apple/Google/sontwohin backupen.

    Alternativ endlich mal wirklich mit Cloudspeicher arbeiten. Du arbeitest an Bildern und Videos, hast dabei n Dropbox Account und kannst deinen Rechner dann nach der Arbeit auch ausmachen, ohne erst noch drei Stunden zu warten bis der Upload fertig ist.

    Homeoffice via VPN in einer Medienagentur und du willst CAD File XY mit 1,2GB auf den Fileserver hochladen.. Schnarch.

    Die drei Kinder wollen Youtube Stars werden. Also zwei Youtube und die 21Jahre alte Tochter Youporn. Wenn die drei am frühen Abend sich dann um die Bandbreite batteln hat man direkt noch was für "Familie im Brennpunkt".

    Twich Streaming mit mehr als 1080p, und die Mutti muss während dessen nicht 10 Minuten warten, bis das Bild via Whatsapp bei der Tante ist.

    Warum gibts das Argument des "Upload braucht keiner" überhaupt? Nur weil du es nicht brauchst, wissen andere nicht, dass Sie es vielleicht wirklich brauchen könnten.

    Ich hätte gerne n GBit Upstream, ich brauche wenig Downstream. Haben kann ich das nicht, ohne 5stellig für Ausbau und 4stellig für Leitungsmiete + hoch 3stellig für Traffic zu zahlen.

  4. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: SanderK 17.12.18 - 16:34

    Also wenn es Sarkastisch gemeint war, herrlich! Hat mich in der Tat amüsiert.
    Wenn nicht.... irgendwie Leben wir in einer Parallelgesellschaft.
    Beruflich streit ich es nicht ab. Wenn wirklich Bedarf da ist und genug Umsatz damit erzeugt wird, gibt es auch die Bandbreite bezahlt.
    3 Kinder am Uploaden auf Youtube..... Ja, ist valide, aber schon sehr stark Konstruiert oder nicht? Selbst ein HD CAM Stream.
    Ich behaupte auch in keinster Weise das kein Bedarf da wäre ^^
    Die Leute wollen blos den Obolus, der heute noch Aufgerufen wird, dafür Zahlen ;-)
    Wie? 100+ ¤ für schnelles Internet? Da kann ich auch paar Minuten länger warten und Zahle 20 ¤. Ist doch in vielen Fällen dann die Reaktion.
    Geiz ist Geil, Geschwindigkeit ist Geil.... finde den Fehler ;-)
    JA, es geht in anderen Ländern viel Geiler und für Schneller.... was ändert der Umstand hier nun was? ^^ Nein, BITTE nicht auf die Frage eingehen, das ist nur Mühselig und bringt genau keinen Was ;-)

  5. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: AynRandHatteRecht 17.12.18 - 16:50

    Vermutlich war das ironisch gemeint, aber warum?

    Twitch, Camgirl… alles das sind valide Geschäftsmodelle, wenngleich ziemlich progressiv und daher in unserer Gesellschaft nicht besonders gerne gesehen.

    Aber wie fangen denn Unternehmen an? Im Kleinen. Zuhause, in der Garage/Scheune. Und wenn man da zu zweit oder zu dritt am Arbeiten ist, hat man auch schon einen Bedarf an höherer Upstream-Bandbreite.

    Blöderweise checken es viele Konservative auf Grund ihrer Technikunkenntnis nicht, aber die "libertären" Gedanken bzgl. Dezentralität und Autarkie sind nicht nur bei den Grünen (Stichwort Photovoltaik) und einem kleinen Teil der FDP populär, sondern der einzige Weg um die ländlichen Regionen zu erhalten.

    Und während man für Schulen, Supermärkte oder Schwimmbäder laufende Betrebskosten in Millionenhöhe subventionieren muss, wäre eine symmetrische(!) Anbindung relativ günstig im Unterhalt.

    Aber, da bin ich Realist genug, selbst damit wird Deutschland den digitalen Anschluss nicht mehr schaffen: Wie eingangs gesagt braucht es einen massiven Kulturwandel, der Unternehmerum und progressives Wirtschaften nicht als Nachteil oder gar Feind sondern als Chance sieht. Ich befürchte daher, dass auch bei Gigabit symmetrisch per FTTH 99% der Kunden nicht davon gebraucht machen, das als Möglichkeit zur Generierung von Werten, Einkommen und Vermögensaufbau zu nutzen. Sondern für Netflix, als Konsument.

  6. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: SanderK 17.12.18 - 16:56

    Ja, ja und ja.
    Nein, ich bin da nicht so Konservativ. Sehe aber auch bei 10 HD Streams oder auch 4K Streams keinen gigantischen Bandbreitenbedarf. Um die Sparte mal abzudecken. Ich hatte meiner Frau auch schon ganz im Ernst vorgeschlagen, die Mietparteien an CAMGirls zu "Vermieten".
    Welcher Dienst, der im Hinterhof entsteht und nicht per CoLo gelöst werden könnte, braucht 1 Gbit Sync. Ja bin da ggf. Rückständig, möglich wärs.
    Ich höre auch Stetig, ohne Glasfaser und Exorbitanten Geschwindigkeiten verliert Deutschland den Anschluss.... welchen Anschluss? Eine Idee braucht keine Gbit sondern einen Funken, der erstmal Gefunden werden muss. Den Rest kann man sich hier Aufbauen! (Was auch der ein oder andere schon hat....)

  7. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: AynRandHatteRecht 17.12.18 - 16:57

    KervyN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte gerne n GBit Upstream, ich brauche wenig Downstream. Haben kann
    > ich das nicht, ohne 5stellig für Ausbau und 4stellig für Leitungsmiete +
    > hoch 3stellig für Traffic zu zahlen.

    Genau das stört mich am meisten: Ich wohne in München, M-Net hat Glasfaser bis in den Keller. Ich sitze einen Stock darüber und kann als Privatkunde nur 100/50 Mbit/s vDSL2 bekommen (für unter 100¤/Monat). Als Freiberufler habe ich gefragt, was ein Stockwerk Glasfaser kostet inkl. Gigabit und Flatrate. Und der Preis war irgendwo bei 3000¤/netto pro Monat zzgl. Einrichtung zzgl. Router zzgl. 2-3 Jahre Mindestlaufzeit.

    Das Problem haben wir bei uns in Deutschland beim Mobilfunk und beim stationären IP-Access: Wir sind auf einem extrem billigen Niveau für die unteren Bandbreiten (gemessen am durchschnittlichen Einkommen in Deutschland und der durchschnittlichen Monatsrechnung).

    Sobald man aber nur leicht über dem Mittelmaß buchen/kaufen möchte, wachsen die Kosten exponentiell. Und zwar schon bei 1-Mann-Startups. Ob ein Unternehmen mit 50 Mitarbeiter statt 5000 dann 7500¤ im Monat bezahlen muss um von 1 auf 2 Gbit/s Bandbreite zu wechseln, ist sekundär, aber der Unterschied zwischen 40-50¤ Consumer-Access mit 100-1000 Mbit/s down und 40-50 Mbit/s up zu etwas symmetrischen ist unfassbar hoch.

  8. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: AynRandHatteRecht 17.12.18 - 17:08

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welcher Dienst, der im Hinterhof entsteht und nicht per CoLo gelöst werden
    > könnte, braucht 1 Gbit Sync. Ja bin da ggf. Rückständig, möglich wärs.
    > Ich höre auch Stetig, ohne Glasfaser und Exorbitanten Geschwindigkeiten
    > verliert Deutschland den Anschluss.... welchen Anschluss? Eine Idee braucht
    > keine Gbit sondern einen Funken, der erstmal Gefunden werden muss.

    Der Gedanke ist, dass man einen Teil der Infrastruktur wieder im eigenen "Keller" betreibt, also auf eigener Hardware und ggf mit eigenem Strom. Beim Outsourcing in die Cloud verliert man einerseits das "Wissen", Dienste selbst zu betreiben (zB Mailserver), andererseits liefert man sich auch einem Cloudprovider UND einem Accessprovider aus.

    Beispiel 1:
    Kleine Agentur mit 3 Leuten auf dem Land. Der Fileserver ist in die Cloud. Ein Bagger räumt die Glasfaserleitung ab. Projekt und Testserver sind nur in der Cloud und nicht erreichbar.

    Beispiel 2:
    Unternehmen betreibt lokalen Fileserver und lokalen Mailserver. In der Cloud nur ein secondary mx als Backup. Der Cloudprovider wird gehackt, ausspioniert oder geht Pleite. Die Auswirkungen sind überschaubar.

    Beim Outsourcing von Diensten und Fähigkeiten hängt es immer davon ab, wo man steht und wo man hin möchte. Zu Beginn hat man eventuell nicht das Kapital und die Manpower für solche Themen und fokussiert sich das, was am Monatsende die Gehälter bezahlt. Das bedeutet aber nicht, dass man auf unbestimmte Dauer outsourcen sollte. Ich vergleiche es wie Leasing oder Miete: Manche Dinge muss man leasen, weil man das Geld nicht hat, hat man irgendwann Geld und kennt die durchschnittliche Nutzungsdauer, ist es unter Umständen sinnvoller, zu kaufen.

    AWS, Azure und GCP sind ziemlich teuer, wenn man mal etwas skaliert oder über Jahre Daten in S3 ansammelt. Geht man einem hyper-growth-Ansatz nach und *muss* wie blöde skalieren, ist der Einsatz vermutlich alternativlos, aber für andere wäre ein moderner in-house-Ansatz inkl. Kompetenzaufbau durchaus sinnvoll.

    Noch ein Bild dazu: Man hat auch eine eigene Bohrmaschine und leiht sie sich nicht 3x im Jahr im Baumarkt oder schlimmer: Man muss jemanden beauftragen, der weiss, wie man eine Bohrmaschine bedient. Und was digitale Infrastruktur angeht, sind wie bereits in vielen Bereichen auf dem letztgenannten. Mailserver sind das beste Beispiel.

  9. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: KervyN 17.12.18 - 17:11

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn es Sarkastisch gemeint war, herrlich! Hat mich in der Tat
    > amüsiert.
    Nein war es nicht.
    > Wenn nicht.... irgendwie Leben wir in einer Parallelgesellschaft.
    > Beruflich streit ich es nicht ab. Wenn wirklich Bedarf da ist und genug
    > Umsatz damit erzeugt wird, gibt es auch die Bandbreite bezahlt.
    Nicht jeder arbeitet Freiberuflich, und nicht jede Firma ist so kacke und erlaubt den MA kein Homeoffice. Das ist durchaus ein valider Fall hier bei uns.
    z.B. Elter die mehr Zeit mit Ihren Kindern verbringen wollen und deswegen vom Homeoffice viel gebrauch machen. Und ja, die beschweren sich regelmäßig, warum das so langsam ist. (Auch wenn ich jetzt nichts für deren Bandbreite kann, kann ich es trotzdem verstehen)

    > 3 Kinder am Uploaden auf Youtube..... Ja, ist valide, aber schon sehr stark
    > Konstruiert oder nicht? Selbst ein HD CAM Stream.
    Ich sagte nichts von Cam Streaming, und ja das ist konstruiert. Wenn auch nicht ganz unrealistisch. Vater + 5 Kinder die alle irgendwie versuchen Ihren "produzierten" Kram bei YouTube in 4K hochzuladen. Da brauchst du gar nicht versuchen Abends irgendwas im Netz zu machen, da du nicht mal mehr die TCP Antwortpakete durch die Leitung bekommst. Und da die alle Arbeiten oder zur Schule gehen, konzentriert sich der Upload abends.

  10. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: SanderK 17.12.18 - 17:21

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SanderK schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    Gute Beispiele!

    > Beispiel 1:
    > Kleine Agentur mit 3 Leuten auf dem Land. Der Fileserver ist in die Cloud.
    > Ein Bagger räumt die Glasfaserleitung ab. Projekt und Testserver sind nur
    > in der Cloud und nicht erreichbar.
    Wobei wenn der Bagger die Leitung kappt, ist es doch fast Egal. Weil an den Kunden kann ja nix Versendet werden, also Digital. Katastrophe in jeden Fall.
    > Beispiel 2:
    > Unternehmen betreibt lokalen Fileserver und lokalen Mailserver. In der
    > Cloud nur ein secondary mx als Backup. Der Cloudprovider wird gehackt,
    > ausspioniert oder geht Pleite. Die Auswirkungen sind überschaubar.
    >
    Wie gut ist es mit der Sicherheit von Mittelständlern den Gestellt. Also nicht immer, aber in den meisten Fällen, haben größere RZ einen höheren Standard, als die 3 Mann Bude. Ohne dedizierten IT Fachmann.
    Die eigene Infrastruktur in allen Ehren! Finde ich Super, aber kann eine kleine Firma sich den Luxus wirklich Erlauben. Fachleute dafür an der Hand oder gar im Betrieb zu haben ohne das was nach Außen Gelagert wird?

  11. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: Lapje 17.12.18 - 17:30

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Geiz ist Geil, Geschwindigkeit ist Geil.... finde den Fehler ;-)

    Boris is geil? Everybody is geil? g-g-ggg-gg geil?

  12. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: AynRandHatteRecht 17.12.18 - 19:14

    SanderK schrieb:.
    > > Beispiel 2:
    > > Unternehmen betreibt lokalen Fileserver und lokalen Mailserver. In der
    > > Cloud nur ein secondary mx als Backup. Der Cloudprovider wird gehackt,
    > > ausspioniert oder geht Pleite. Die Auswirkungen sind überschaubar.
    > >
    > Wie gut ist es mit der Sicherheit von Mittelständlern den Gestellt. Also
    > nicht immer, aber in den meisten Fällen, haben größere RZ einen höheren
    > Standard, als die 3 Mann Bude. Ohne dedizierten IT Fachmann.
    > Die eigene Infrastruktur in allen Ehren! Finde ich Super, aber kann eine
    > kleine Firma sich den Luxus wirklich Erlauben. Fachleute dafür an der Hand
    > oder gar im Betrieb zu haben ohne das was nach Außen Gelagert wird?

    tja, das ist eben das Problem. Wer Wissen nicht anwendet, verliert es. Wer Wissen nur anwenden und nicht weiterentwickeln kann, wird es auch verlieren. Wer outsourced, hat jedoch die Kontrolle bereits verloren. Dazwischen gibt es relativ wenig und es ist wirtschaftlich vermutlich nicht leicht, zu sagen: Wir machen das inhouse, gehen Risiken ein und leben damit, dass die Mitarbeiter einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit Lernen und Entwicklen verbringen.

    Aber woher soll die Kompetenz denn kommen? Wir sourcen in der IT ja schon so mehr aus, als in anderen "old-economy" Branchen, haben das aber nie so bezeichnet: Eine Windows-Lizenz, insbesondere ein Server, ist ja schon das komplette outsourcen der Software-Entwicklungskompetenz - man darf nicht mal den "sourcecode lesen" um etwas zu verstehen. Administrations-Skills sind zwar notwendig und schön, aber damit oft produktgebunden und die Wertschöpfung entsteht bei den Lizenzkosten.

    Nun schaut man sich große Tech-Giganten an: Wie viele Lizenzen anderer Hersteller beziehen die? Läuft Gmail/Postini auf Microsoft Exchange (oder umgekehrt)? Verwendet Amazon SAP Hana? Nein.

    Entweder setzen sie auf OpenSource-Lösungen Dritter (z.B. Debian Linux, MySQL bei Google) und/oder lösen die mit der Zeit durch eigene Lösungen ab. Entweder man behält diese Lösungen für sich bzw nur als Service für Dritte (Amazon-Prinzip) oder veröffentlicht sie als OpenSource (Google) mit der Absicht, durch den Einfluss einen Markt zu kontrollieren.

    Monopole versauten die ganze Industrie, aber Selbstausbeutung wie Stallman-GNU es predigt, funktioniert genausowenig. Ob nun Software, Hardware oder Access.

  13. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: jo-1 17.12.18 - 19:57

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn es Sarkastisch gemeint war, herrlich! Hat mich in der Tat
    > amüsiert.
    > Wenn nicht.... irgendwie Leben wir in einer Parallelgesellschaft.
    > Beruflich streit ich es nicht ab. Wenn wirklich Bedarf da ist und genug
    > Umsatz damit erzeugt wird, gibt es auch die Bandbreite bezahlt.
    > 3 Kinder am Uploaden auf Youtube..... Ja, ist valide, aber schon sehr stark
    > Konstruiert oder nicht? Selbst ein HD CAM Stream.
    > Ich behaupte auch in keinster Weise das kein Bedarf da wäre ^^
    > Die Leute wollen blos den Obolus, der heute noch Aufgerufen wird, dafür
    > Zahlen ;-)
    > Wie? 100+ ¤ für schnelles Internet? Da kann ich auch paar Minuten länger
    > warten und Zahle 20 ¤. Ist doch in vielen Fällen dann die Reaktion.
    > Geiz ist Geil, Geschwindigkeit ist Geil.... finde den Fehler ;-)
    > JA, es geht in anderen Ländern viel Geiler und für Schneller.... was ändert
    > der Umstand hier nun was? ^^ Nein, BITTE nicht auf die Frage eingehen, das
    > ist nur Mühselig und bringt genau keinen Was ;-)

    Volle Zustimmung.

  14. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: s0nyman 17.12.18 - 20:44

    Man merkt aber schon langsam damals hieß es immer kein schnelles Internet verfügbar aber jetzt wird überall aufgeschaltet auch bei uns Unitymedia mit 400 MB kein Problem oder auch vdsl Telekom kein Problem aber nur nörgeln alle die Kosten sind zu hoch und bleiben lieber bei den 25m Bit oder 16mbit...

  15. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: Nogul 17.12.18 - 22:00

    IMHO das eigentliche Problem ist, dass Firmen so behandelt werden wie Privatkunden.

    Es gibt ein Vertrag um 50 EUR pro Monat. Das deckt den meisten Bedarf bei Privatkunden ab.

    Will man mehr, dann wird der Preis drei oder vierstellig. Dazwischen gibt es nichts.

    Ideal wäre es wenn sich eine Preisstaffelung wie bei Telefon möglich wäre.

    So bekommt man ja z.B. ein Duzend gleichzeitige Telefonate plus 500er Telefonnummernblock zu durchaus bezahlbaren Preisen. 10 x VDSL plus ein, zwei C Netz für ein Büro? Unbezahlbar.

  16. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: Tremolino 17.12.18 - 23:59

    Kenn ich. Kunde im Osten Münchens in nem Gewerbegebiet:

    Hat derzeit bei Mnet ne 6000/512er Leitung ... kBit ;-) und ich will den upgraden. Klingle die üblichen Verdächtigen durch; Glasfaser gibts da gar nicht, ansonsten bieten alle 50.000 an für 35 bis 50 EUR/Monat, bis auf Mnet selber, die geben max. 18.000. Die Kabelanbieter frage ich schon gar nicht mehr, wegen des grottigen Uploads.

    Frage ich bei QSC was symmetrisches an, sinds 250 EUR/Monat und ich meine, es war etwas um die 10.000 sym(?!). Ich hab da schon gar nicht mehr richtig hingehört.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.12.18 00:05 durch Tremolino.

  17. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator

    Autor: tbxi 18.12.18 - 00:23

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, bin doch dazu hingerissen, mal die Frage zu stellen.
    > Für was? Damit das Video schneller Online ist? Möglich. Livestream? Was
    > braucht man dafür an Bandbreite.

    Ein typischer Twitch-Gamingkanal in 1080p60 wird üblicherweise mit 6 MBit/s gefüttert. https://help.twitch.tv/customer/portal/articles/1253460 [geht natürlich auch in 3 Mbit, mit mehr Blockartefakten]

    Die Kabeluploadraten (für Privatanschlüsse) waren lange stark beschränkt. 100/6 bzw 80/6 war das gängige Angebot, erst später kam 200/12 (für entsprechend viel Geld). VDSL war da besser; seit 2014 konnte ich 10 Mbit Upload genießen ;)

  18. Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator ?

    Autor: jo-1 18.12.18 - 05:22

    Tremolino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kabelanbieter frage ich schon gar
    > nicht mehr, wegen des grottigen Uploads.
    >

    Hm? Wir haben in der Firma ( kleines Büro im Rheingau ) VDSL 100/40 von denen real 94 / 34 anliegen und zu Hause hab ich Kabel mit 200 / 20 von denen real 24/7 212 / 19,8 anliegen - kann ehrlich gesagt das Bashing von Kabelanschlüssen nicht verstehen.

    Beim der nächsten Vertragsverlängerung werde ich auf 150 / 20 reduzieren zum halben Preis.

    Bin auch zu O2 für mein Tablet wegen des Preises gewechselt - warum soll ich hier mehr zahlen als unbedingt nötig?

    Würde an meiner Adresse im Rhein-Main-Gebiet 25/10 oder Kabel mit 400/50 b bekommen - und demnächst wahrscheinlich 1000/100 - finde das nicht langsam und mein Kabel Net bei UM läuft allen Unkenrufen zum Trotz super stabil und verlässlich

    Eine Störung in nunmehr 10 Jahren geht i.O. (auch wenn der Telephonsupport nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat - das ist aber wahrscheinlich bei allen so)

  19. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator ?

    Autor: Tremolino 18.12.18 - 08:13

    Jaja, das kann ich Dir schon sagen: Wir haben hier (fast überall) Kabel Deutschland/Vodafone

    Bei Kabel Medien Service ist das schon wieder was anderes. Nur haben die hier ne strikte Gebietsaufteilung. Hinten den Sieben Bergen auf den 3 qm zwischen der Düne und der linken Pyramide bekommst mit ein wenig Glück KMS ... aber auch nur im rechten Haus ;-)

    Der Rest ist Kabel Deutschland. Und speziell dort im Vorort von München verweisen auch die auf das eigenes DSL-Angebot/Vodafone.

  20. Re: Upstream-Bandbreite als Kompetenzindikator ?

    Autor: jo-1 18.12.18 - 11:56

    Tremolino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jaja, das kann ich Dir schon sagen: Wir haben hier (fast überall) Kabel
    > Deutschland/Vodafone
    >
    > Bei Kabel Medien Service ist das schon wieder was anderes. Nur haben die
    > hier ne strikte Gebietsaufteilung. Hinten den Sieben Bergen auf den 3 qm
    > zwischen der Düne und der linken Pyramide bekommst mit ein wenig Glück KMS
    > ... aber auch nur im rechten Haus ;-)
    >
    > Der Rest ist Kabel Deutschland. Und speziell dort im Vorort von München
    > verweisen auch die auf das eigenes DSL-Angebot/Vodafone.

    Das verstehe ich jetzt nicht:

    Dein Zitat:
    > Die Kabelanbieter frage ich schon gar nicht mehr, wegen des grottigen Uploads

    Nachdem Du ja nicht nachgefragt hast vermutest Du offensichtlich nur, dass es schleicht wäre ;-)

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