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  5. › Doppelausbau von Glasfaser…

Monopole sind Scheiße

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  1. Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 10:25

    Sorry für die deutlichen Worte, aber Monopole sorgen für wenig Leistung, null Service und hohe Preise. Das ist Scheiße. Gerne darf man die Kostenübernahme anders regeln: Z.B. könnte der Netzbetreiber, der die Leitungen dazu legt, 3/4 der Gesamtkosten tragen. Aber keine Monopole! Wir haben in Deutschland kein Breitbandproblem, wo mehrere Netze existieren. Den Ärger haben nur die Orte, wo der einzige Netzbetreiber keine Konkurrenz fürchten muss und deshalb nicht investiert sondern nur kassiert.

  2. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: ML82 01.06.18 - 10:45

    was man vielleicht fördern sollte, ist dass netzbetreiber ausbauaktionen koordinierter fahren, sich mehrfache buddelarbeiten sparen und gleich auf vedacht für die anderen strippen ziehen und sich diese geregelt bei erledigung dann auch abnehmen ...

  3. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: M.P. 01.06.18 - 10:49

    Kannst Dir ja gerne 10 Wasserleitungen in Dein Haus legen lassen, um an den Wasserkosten zu sparen.

    Wenn vor meinem Haus mehrere Glasfaserleitungen verschiedener Provider in der Erde verschwinden, würde ich das Volkswirtschaftlich für Verschwendung halten, und eigentlich kann die Mehrkosten, die die Mehrfach-Verlegung veursacht nur einer bezahlen .... der Kunde.

    Zumindest wird durch das Diginetz-Gesetz der Flurschaden an den Straßen begrenzt, weil für mehrfach Verlegung nicht auch mehrfach die Straße aufgerissen und anschließend wieder notdürftig geflickt wird, sondern die Leitungen in einen gemeinsamen Graben kommen, bevor dieser wieder verschlossen wird ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.18 11:01 durch M.P..

  4. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: Luckysh0t 01.06.18 - 10:59

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry für die deutlichen Worte, aber Monopole sorgen für wenig Leistung,
    > null Service und hohe Preise. Das ist Scheiße. Gerne darf man die
    > Kostenübernahme anders regeln: Z.B. könnte der Netzbetreiber, der die
    > Leitungen dazu legt, 3/4 der Gesamtkosten tragen. Aber keine Monopole! Wir
    > haben in Deutschland kein Breitbandproblem, wo mehrere Netze existieren.
    > Den Ärger haben nur die Orte, wo der einzige Netzbetreiber keine Konkurrenz
    > fürchten muss und deshalb nicht investiert sondern nur kassiert.




    Es muss einfach eine Trennung zwischen Kirche und Staat geben ähh Netzbetreiber und ISP.
    Das Netz am besten in eine Firma/ oder gaar Staatliche hand -> die keinen Gewinn erwirtschaften sondern nur Kosten decken muss.

  5. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: M.P. 01.06.18 - 10:59

    Dieses Konzept wird ja schon bei den kommunalen Projekten gefahren: Da werden Bündel von Leerrohren in die Straße gelegt, in die die Provider bei Bedarf ihre Glasfasern einblasen können.
    Da müssten sie aber Leerrohrmiete bezahlen.

    Man möchte aber NEBEN diesen Bündeln Von Leerrohren eigene Leitungen verlegen lassen, während die Arbeiten für das kommunale Glasfasernetz laufen, und die Gräben offen sind ...

    Durch die Streuung der Nachfrage in den Gemeinden mit diesen Projekten auf mehrere Anbieter werden diese ggfs. Unwirtschaftlich ...

    Die Kostensätze für das Mitverlegen eigener Leitungen bei Fremdprojekten sollten auch reguliert werden, und mindestens das Zehnfache der Jahresmiete eines Leerrohres betragen ...

    Die Konkurrenten können dann ihre Leitungen mit verlegen, und dem ursprünglichen Projekt wird die wirtschaftliche Basis im geringeren Umfang entzogen ...

  6. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 11:01

    Ja, Planwirtschaft sieht immer so effizient aus, bis es einen selber betrifft. Nichts anderes ist ein Monopol mit Regulierung. Was du als Verschwendung bezeichnest, ist in Wirklichkeit nur der beste bekannte Preisfindungsweg.

  7. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: maverick1977 01.06.18 - 11:12

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, Planwirtschaft sieht immer so effizient aus, bis es einen selber
    > betrifft. Nichts anderes ist ein Monopol mit Regulierung. Was du als
    > Verschwendung bezeichnest, ist in Wirklichkeit nur der beste bekannte
    > Preisfindungsweg.

    Das ist absoluter Schwachsinn. Stell Dir vor, die Stromanbieter würden jetzt auch anfangen, ihre Netze getrennt voneinander aufzubauen. Und die Wasserleitungen, die Gasleitungen... Wie breit wäre dann der Graben an einem Haus, um durch alle Anbieter dort einen Hausanschluss legen zu lassen?

    Nein! Noch unwirtschaftlicher geht es nun wirklich nicht. Eine Glasfaser, eine Wasserleitung, ein Gasanschluss, ein Stromanschluss und ein Kanalanschluss müssen echt reichen! Verlegt durch eine staatliche Infrastrukturverwaltung. Die Arbeiten werden von lokalen Firmen ausgeführt, aber koordiniert an einer zentralen Stelle. Die Leitungen würden von den ISPs angemietet. Störungen der Infrastruktur wären schnell bekannt und könnten ebenso schnell behoben werden. Es wäre einfach das "Deutschland-Netz" mit vielen Diensteanbietern.

  8. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 11:38

    Stell dir vor, Glasfasern sind problemlos mehrfach verlegbar und in den meisten Städten ist es auch total üblich, mehrere Kommunikationsleitungen im Haus zu haben. Wo ist Internet schnell und billig? Da, wo mehrere Leitungen liegen. Wo ist es langsam und teuer (Regiozuschlag...)? Da, wo nur eine Leitung liegt. Natürlich hätten die Netzbetreiber lieber Monopole. Ohne Konkurrenz braucht man nicht mehr zu investieren und kann die Gewinne auf Jahrzehnte hinaus planen. Aber warum würde man das als Kunde befürworten? Zahlst du gerne viel für wenig Leistung?

  9. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: M.P. 01.06.18 - 11:53

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo ist Internet schnell und billig? Da, wo mehrere
    > Leitungen liegen.

    Ich könnte hier über die Telekom und Unitymedia Internet-Leistungen beziehen. Beide Leitungen liegen ins Haus. Keiner der beiden Anbieter macht mir ein billigeres Angebot, als in den Gebieten, wo die beiden jeweils Konkurrenzlos sind ... Ich soll den Listenpreis bezahlen - gemein...

  10. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: mannzi 01.06.18 - 12:11

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell dir vor, Glasfasern sind problemlos mehrfach verlegbar und in den
    > meisten Städten ist es auch total üblich, mehrere Kommunikationsleitungen
    > im Haus zu haben. Wo ist Internet schnell und billig? Da, wo mehrere
    > Leitungen liegen. Wo ist es langsam und teuer (Regiozuschlag...)? Da, wo
    > nur eine Leitung liegt. Natürlich hätten die Netzbetreiber lieber Monopole.
    > Ohne Konkurrenz braucht man nicht mehr zu investieren und kann die Gewinne
    > auf Jahrzehnte hinaus planen. Aber warum würde man das als Kunde
    > befürworten? Zahlst du gerne viel für wenig Leistung?

    Frag das mal die aufgrund der aktuellen Leitungs Politik, vor allem der Telekom, das gleiche Geld für kaum Leistung zahlen. Es gibt nämlich in den seltensten Fällen eine 2k Vertrag. Die dürfen das selbe zahlen, wofür andere 16k bekommen.

    Ja Konkurrenz belebt das Geschäft, aber erstmal sollte jeder Kunde Zugriff zu ordentlicher Infrastruktur haben bevor doppelt und dreifach gebaut wird. Aber wie soll es denn voran gehen, wenn die Telekom immer da ausbaut, wo grade Leitungen gelegt wurden und so die Finanzierung von lokalen Projekten gefährdet? Die Telekom kann es sich ja leisten nur zum Konkurrenz drucken auszubauen.

    BTW. Mich würden mal bei den von der Telekom angegebenen km Daten an gf interessieren, was wirklich neu ausgebaut und was neben andere Leitungen gelegt wurde.

  11. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 12:19

    Ich habe das schon im Anfangskommentar geschrieben: Wer zuerst kommt, muss davon einen erheblichen finanziellen Vorteil haben, ohne dass es für andere unmöglich wird, auch Leitungen zu verlegen. Mein Vorschlag ist, dass der später dazukommende 3/4 der Gesamtkosten tragen muss. Der erste müsste entsprechend nur 1/4 tragen, und damit sollte sich das auch noch rechnen, wenn die Kundenzahlen gegenüber der ursprünglichen Kalkulation deutlich absinken. Dieser Provider könnte ja dann z.B. auch mit viel günstigeren Leitungsmieten andere große Provider locken. Die Gesamtkosten des Tiefbaus sind in dem Modell immer noch praktisch genauso hoch, als gäbe es nur eine Leitung, aber man bekommt zu dem Preis zwei Netze. Wenn der Nachzügler das "unfair" findet, kann er natürlich auch den vollen Preis alleine zahlen und muss sich dann trotzdem den Markt mit einem anderen Provider teilen. Also ist das doch ein faires Angebot. Man könnte das auch noch mit einer Aufbruchsperre verbinden: Straßen, die einmal aufgemacht worden sind, um Telekommunikationskabel zu verlegen, dürfen von einem anderen Betreiber 5 Jahre lang nicht nochmal geöffnet werden.

  12. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: Prokopfverbrauch 01.06.18 - 12:22

    Leistungsmonopole sind in der Tat scheiße, aber ein Infrastruktur monopol ist nicht schlimm, wenn die Infrastruktur offen zu gleichen Konditionen vermietet wird (Open Access). Je nachdem wie weit man das Modell fährt, ist der Grad, inwieweit der Anbieter noch eigene Technik einsetzt unterschiedlich (Echter Zugriff auf Fasern bis zum Kunden oder nur Bitstream bis zu einem Peering Punkt).

    Ist man nun mit dem Service oder dem Preis seines Anbieters unzufrieden, so KANN man via Mausklick (bei Bitstream) wechseln, es gibt viele Anbieter dann die aktiv werden, da die Investionshürden niedrig sind.

  13. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 12:23

    Dann kennst du die Lage in den Orten nicht, wo es den Mangel gibt: Da kostet der "bis zu" Anschluss mit deutlich weniger als 50Mbit/s, zu dem es keine Alternative gibt, gerne schonmal 5 Euro mehr als in der Stadt. Das nennt sich Regiozuschlag. Schlechtere Leistung, weil der Monopolnetzbetreiber keine Veranlassung sieht, die Leitung bis zum DSLAM zu verkürzen, und höhere Preise, weil, nunja, weil man die verlangen kann.

  14. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 12:31

    Das ist Planwirtschaft. Das Teuerste am ganzen Breitbandausbau ist der Tiefbau, und ausgerechnet diesen Teil möchtest du einer effizienten Preisfindung entziehen. Dir ist schon klar, dass du der BNA ausgeliefert bist, wenn die sagt, die Leitung zum Haus kostet pro Monat 35 Euro, weil ihr irgendjemand eingeflüstert hat, dass das soviel kosten muss, damit sich das in 7 Jahren rechnet, oder? Das ist dann auch der größte Teil der Wertschöpfung, so dass es sich für kaum einen Provider lohnen wird, die nötige Technik über das Land zu verteilen und die Backbones dorthin zu bauen. Die Möglichkeiten, wie ein solcher planwirtschaftlicher Ansatz in die Hose gehen kann, sind vielfältig. Sicher ist nur eins: Das wird teuer. Wie immer in der Planwirtschaft.

  15. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: Prokopfverbrauch 01.06.18 - 12:43

    Genau deshalb soll eben die Infrastruktur öffentlich sein und nicht mit gewinnbringender Marge vermietet werden. Auch (optimaleweise) sollten die Preise deutschlandweit relativ gleich sein (ist es ja bei den Mischkalkulationen der großen zumindest weitgehend schon). Man zahlt ja auch nicht mehr Steuern für Straßenbau wenn man in einem Kaff wohnt in vergleich zu München Mitte, das ist halt "sozialisiert".

    Was du ansprichst sind kleine privatwirtschaftliche regionale Monopolanbieter.

    Bei dem Open Access Modell in großflächiger Form muss der Anbieter ja nicht kilometerlange Backbone Leitungen verlegen, er kann letztlich bis zum Kunden alles anpachten.

    Die Telekom sagt natürlich zu recht das ein zu niedriger Open Acces preis gift für den Ausbau ist, weil dann "parasitäre" Drittanbieter sich einmieten können und die eigene Investition sich deswegen nicht lohnt. Das liegt natürlich auch daran, dass die Ausbaukosten sich über die monatlichen Einnahmen refinanzieren sollen.

    Aber genau deshalb soll eben der Ausbau öffentlich erfolgen, dann gibt es dieses Dilemma nicht. Die Preise (wenn man die Pachtzahlung rausrechnet) dienen größtenteils zur Abdeckung des aktiven Betriebs (Service, Website, etc.), und nicht zur Refinanzierung der Erschließungskosten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.18 12:48 durch Prokopfverbrauch.

  16. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 12:56

    Wie kommst du darauf, dass ich über kleine privatwirtschaftliche Monopole rede? Bist du zu jung, um den Gilb zu kennen? Meinst du wirklich, du bekommst ein staatliches Backbone politisch durch? Mal abgesehen davon, dass das ein grandioser Fehler wäre, würde das schon an den bestehenden Backbonebetreibern, allen voran die Telekom, scheitern. Ohne ein solches Backbone hättest du dann aber die schnellen lokalen Leitungen, die sich jeder Provider vom Staat mieten kann (für sagen wir mal 35 Euro/Stück und Monat), aber die Daten müssen dann noch vom und zum Internet. Also müsste man selbst eine Leitung in die vielen Orte legen, oder bei der großen magentafarbenen Konkurrenz anmieten. Die hat sich diesen Teil des Netzbaus nämlich gerade vom Staat bezahlen lassen. Natürlich ist das nicht überall ein Problem: In den Städten gibt es genug Backboneanbieter. Aber auf dem Land, um das es beim Breitbandausbau ja immer noch hauptsächlich geht, ist das nicht der Fall. Da hält die Telekom immer noch die Hand drauf. Den anderen Providern nimmst du mit dem staatlichen Anschluss den Großteil der Wertschöpfung weg, und die sollen dann günstigere Angebote machen als die Telekom mit ihrem gerade frisch subventionierten Glasfaserbackbone? Nix da. Das wird ein Leitungs- und Leistungsmonopol allererster Güte: Kosten verstaatlichen, Gewinne privatisieren. MONOPOLE SIND SCHEISSE. Merkt euch das.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.18 12:58 durch johnDOE123.

  17. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: Vinnie 01.06.18 - 13:15

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry für die deutlichen Worte, aber Monopole sorgen für wenig Leistung,
    > null Service und hohe Preise. Das ist Scheiße. Gerne darf man die
    > Kostenübernahme anders regeln: Z.B. könnte der Netzbetreiber, der die
    > Leitungen dazu legt, 3/4 der Gesamtkosten tragen. Aber keine Monopole! Wir
    > haben in Deutschland kein Breitbandproblem, wo mehrere Netze existieren.
    > Den Ärger haben nur die Orte, wo der einzige Netzbetreiber keine Konkurrenz
    > fürchten muss und deshalb nicht investiert sondern nur kassiert.

    Und was hat es nun damit zu tun, nicht mehr das Verlegen von Leitungen auch für die Konkurrenz zu verpflichten per Gesetz? Alle Firmen haben doch immer noch die Möglichkeit auszubauen.

    Bei uns hatte die Telekom ein Monopol. Weder Unitymedia noch sonst was. Deswegen hat die Telekom nichts investiert aber schon aus dem Dorf Jahr für Jahr kassiert für alte Leitungen aus der Steinzeit.

    Aber auch dieses Monopol wurde durchbrochen indem die DG hier dann Glasfaser verlegt hat.

    Also nicht wirklich ein Monopol oder? Schliesslich hat ein Unternehmen erkannt: wenn wir dort ausbauen und bessere Produkte liefern, knüpfen wir uns mindestens 40% der Kunden weg.

    Mittlerweile sind fast alle in allen Dörfern weg bei Telekom, Vodafone, usw.

    Es gibt noch welche die geblieben sind, aber die Meisten haben nun Glasfaser.

    Was hindert also ein Unternehmen in Zukunft daran, neben das nun existierende Glasfaser und Kupferkabel der Telekom noch eine Leitung zu verlegen? Was ist daran Monopol?

  18. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: Prokopfverbrauch 01.06.18 - 13:29

    Naja wenn ein Gebiet relativ flächendeckend mit FTTB/H erschlossen wurde, dann muss der Unmut über den Service, die Preise oder sonstwas schon sehr hoch sein, dass genug Kunden sich eine Glasfaser nochmal ans Haus legen lassen, also auch das eigene Grundstück wieder aufbuddeln.

    Kosten für so einen zusätzlichen Anschluss würden sie wahrscheinlich nur sehr selten zahlen. Das Kundenpotential ist daher sehr niedrig, und sollte ein Ausbau wirklich gewagt werden, kann der bereits existierende Anbieter dann ggf mal seine "Scheiße zusammenkriegen" und schon will dann doch keiner mehr wechseln. Also riesige Investionskosten und geringes Kundenpotential. Diese (wirtschaftlichen, nicht strategischen) Doppelbauten kommen eigentlich nur in dicht besiedelten Strukturen vor, oder es gibt Mitverlegungsmöglichkeiten oder es handelt sich um FTTC. Weil bei FTTC entfällt die ganze Hürde mit dem Hausanschluss, und die Investionskosten pro möglichem Kunde sind einfach geringer.

    Es ist ein quasi Monopol.

    Es gibt auch im Bereich von Textverarbeitung (Word) ein Quasimonopol durch Microsoft, auch wenn es dutzend andere Programme gibt, und jeder diese Software auch nutzen könnte.

    Ein Monopol kann auch existieren, selbst wenn es nach rechtlichem Rahmen Konkurrenten geben kann. Sind die Investionshürden aber schlicht zu groß, und die Wechselbereitschaft von Kunden zu niedrig, so gibt es trotzdem keinen Wettbewerb.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.18 13:30 durch Prokopfverbrauch.

  19. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: Vinnie 01.06.18 - 13:44

    Prokopfverbrauch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja wenn ein Gebiet relativ flächendeckend mit FTTB/H erschlossen wurde,
    > dann muss der Unmut über den Service, die Preise oder sonstwas schon sehr
    > hoch sein, dass genug Kunden sich eine Glasfaser nochmal ans Haus legen
    > lassen, also auch das eigene Grundstück wieder aufbuddeln.
    >
    > Kosten für so einen zusätzlichen Anschluss würden sie wahrscheinlich nur
    > sehr selten zahlen. Das Kundenpotential ist daher sehr niedrig, und sollte
    > ein Ausbau wirklich gewagt werden, kann der bereits existierende Anbieter
    > dann ggf mal seine "Scheiße zusammenkriegen" und schon will dann doch
    > keiner mehr wechseln. Also riesige Investionskosten und geringes
    > Kundenpotential. Diese (wirtschaftlichen, nicht strategischen) Doppelbauten
    > kommen eigentlich nur in dicht besiedelten Strukturen vor, oder es gibt
    > Mitverlegungsmöglichkeiten oder es handelt sich um FTTC. Weil bei FTTC
    > entfällt die ganze Hürde mit dem Hausanschluss, und die Investionskosten
    > pro möglichem Kunde sind einfach geringer.
    >
    > Es ist ein quasi Monopol.
    >
    > Es gibt auch im Bereich von Textverarbeitung (Word) ein Quasimonopol durch
    > Microsoft, auch wenn es dutzend andere Programme gibt, und jeder diese
    > Software auch nutzen könnte.
    >
    > Ein Monopol kann auch existieren, selbst wenn es nach rechtlichem Rahmen
    > Konkurrenten geben kann. Sind die Investionshürden aber schlicht zu groß,
    > und die Wechselbereitschaft von Kunden zu niedrig, so gibt es trotzdem
    > keinen Wettbewerb.

    Da haben Sie recht!

    Aber betrachten Sie es bitte auch so, eine Überlegung zusätzlich zu Ihrer korrekten Überlegung: würden die Profite so hoch sein, so "ungerecht" wären ja viele weitere Firmen interessiert daran ein Stück von der Torte abzubekommen.

    Beispiel: würde die DG irgendwann die Tarife auf 500EUR im Monat erhöhen wollen und das auch durchsetzen, wird man sehr schnell Firmen finden die sagen: "oh,Moment mal!
    aber wir können heute eine noch bessere Struktur aufbauen und gehen einfach 100EUR runter mit dem Preis da haben wir die Investitionskosten von 1500EUR pro Anschluss in 6 Monate wieder raus und die Kunden werden kommen weil wir z.B. mehr in die Backbone investieren oder liefern den Kunden ein Gesamtpaket mit 50GB Backup Storage dazu, zu dem Preis ist das ja einfach zu machen um ein Stück vom Kuchen zu bekommen"

    Aus genau diesem Grund weiß ein Unternehmen wir DG, wenn gleich wir konkurrenzlos sind zur alten Kupferkabel können wir den Preis was anheben (Quasi-Monopol ausnutzen), aber nicht zu viel wir wollen ja keine Konkurrenz heraus fordern uns die Kunden anzuknüpfen.

    In dem Sinne hat man schon das absolute Monopol durchbrochen einfach damit, dass es heute auf dem Europäischen Kommunikationsmarkt viele Firmen gibt die ausbauen, investieren und konkurrieren.

    Sie müssen gar nicht mehr lokal tätig sein sondern können auch 100km weiter tätig sein und schon drückt das die Preise lokal ebenfalls weil einfach kein Unternehmen die Konkurrenz durch hohe Gewinne anlocken will.

    Und zumindest ein wenig höhere Gewinne für die Investoren durch ein Quasi-Monopol ist gerade was DG angelockt hat hier bei uns auszubauen! D.h. es hat schon seinen Nutzen wenn man es aus dieser Sicht betrachtet.

  20. Re: Monopole sind Scheiße

    Autor: johnDOE123 01.06.18 - 13:48

    Es gibt schon Beispiele, wo die Telekom einfach nachträglich eigene Leitungen verlegt hat und damit die Kalkulation eines kommunalen Netzbetreibers durchkreuzt hat. Im VDSL-Ausbau ist dieses Verhalten praktisch der Normalfall. Das würde durch die Aufhebung des Mitverlegungsanspruches also gar nicht geändert. Das Ziel steht ganz klar im Artikel: Die Netze sollen besser ausgelastet werden. Das ist zwar etwas verklausuliert, aber gemeint ist damit, dass der Kunde nicht mehrere Netze zur Auswahl haben soll. Das geht letztlich nur, indem man jeglichen Doppelausbau erschwert, nicht nur den durch Mitverlegen.

    Es ist aber im Interesse aller, dass die Straßen nicht mehrfach geöffnet werden: Für die Netzbetreiber senkt das Mitverlegen die Gesamtkosten. Für die Kunden sind niedrigere Gesamtkosten und mehr Auswahl auch gut. Und die Straßen werden vom mehrfachen öffnen nicht besser, proftieren also auch vom Mitverlegen.

    Macht euch mal klar, dass es praktisch gleich viel kostet, zwei oder drei Netze zu bauen, wie ein einziges Netz zu bauen, wenn es durch Mitverlegen geschieht. Wer das nicht will, hat offensichtlich ein Monopol zum Ziel. Uns als Kunden sollte es darauf ankommen, die Kosten so zu verteilen, dass trotzdem ein Anreiz besteht, den Ausbau zu starten, aber nicht, die Mitverlegung zu verhindern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.18 13:50 durch johnDOE123.

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