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Nicht loswerden? Preis -> Folge

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  1. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Bigfoo29 09.02.18 - 10:38

    Du hast hier den Kern-Aspekt angesprochen, der in heutigen Debatten viel zu oft untergeht:
    Die Bestandsimmobilien verlieren an Wert, wenn der Inhaber nicht an die Zukunft denkt. Es sagt ja keiner, dass jeder Inhaber 500+MBit buchen muss. Aber ohne Kabelanschluss oder Glasfaser würde ich heute in keine Wohnung mehr ziehen. 100MBit von der Telekom? Lächerlich. Ich bin derzeit 400/40 gewohnt. Wobei es mich auch jedes Mal erdet, wenn ich zu meinen Eltern fahre. Die haben da volle 1,5/0,5MBit. Mehr gibt das Kabel da schlicht nicht her. Und wenn dann das nächste Windows10-Major-OS-Update anstehen würde, reichte es nichtmal mehr, um Online-Radio zu hören. Der Witz ist, dass das restliche halbe Dorf auf der anderen Seite der Hauptstraße VDSL bekommen hat, weil neuer Verteiler. Aber auf der Seite meiner Eltern leben offensichtlich zu wenig Menschen als dass die Telekom sich genötigt sähe, den Verteiler ebenfalls zu aktualisieren. Dort ist seit 20 Jahren nichts mehr passiert, nachdem wir initial mal bis zu 2, später 6MBit hatten. Aber die Qualität ließ nach, je mehr Leute auf den Leitungsstrang geschaltet wurden und modernere Verfahren, die eine bessere Entkoppelung erlauben, wurden wie gesagt nie eingebaut.

    Aber genau so koppeln sich Regionen von der Zukunft durch die Internet-Generation vollständig ab. Da zieht dann auch keiner mehr hin.

    Regards.

  2. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Schrödinger's Katze 09.02.18 - 10:41

    ldlx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So lange nicht, ich meine die Meldungen sind weniger als 5 Jahre alt, wenn
    > nicht sogar weniger als 3 Jahre.
    >
    > Das Moobicent die UMTS-Flatrate-Nutzer ohne(!) Volumenbegrenzung gedrosselt
    > hat war anno 2008.

    Hier ging es aber um alte T-DSL Verträge mit Telekom-Resellern. Die haben Powerusern seinerzeit um die 100¤ bar auf die Kralle + Router behalten geboten, um aus den Vertrag aussteigen zu können. Haben einige gemacht, wenn man den Router verkauft hat, waren das ca. 200-300¤. Ist man halt zum nächsten Reseller gelaufen, seinerzeit gab es ja noch mehrere Dutzend Anbieter. Nur von einer Tochterfirma eines Konzerns zur anderen Tochterfirma ging halt nicht. Also kein Wechsel von 1&1 zu gmx.

    Schade, dass mir das mein damaliger ISP nicht auch angeboten hat (trotz durchschnittlich mehr als 1 TiB Traffic pro Monat), ich hätte das Geld genommen. Es soll sogar Leute gegeben haben, die es absichtlich darauf angelegt hatten. Vielleicht war das auch ein Grund dafür, dass diese Praktiken eingestellt wurden.

  3. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Bigfoo29 09.02.18 - 10:44

    Andersherum wird ein Schuh draus: Die Anschlüsse sind viel zu teuer, wenn derartige Rabatte gegeben werden können. Denn das Geld kommt ja auch nicht aus dem Nichts. Das wird von der Gemeinschaft der Anschluss-Anhaber querfinanziert. Es wäre sinnvoller, die Preise insgesamt niedrig zu halten. Aber 35 Euro für 16 MBit bei der Telekom sind halt völlig gaga. Insbesondere, da selbst die Reinvestitionskosten für die Kabelverlegung nach 10 oder mittlerweilen 20 Jahren doch irgendwann mal drin sein dürften. Und vor FTTB/FTTH sträubt sich die Telekom ja wie der Teufel vor dem Weihwasser. Von daher wird also selbst in den schlimmsten Fällen "nur" bis zu den Verteilern neu gebaut, was dann auf mehrere Hundert Anschlüsse umgelegt werden kann.

    Regards.

  4. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Faksimile 10.02.18 - 18:00

    Das mag auch daran liegen, das sehr vielen Arbeitnehmern von ihren Chefs ja vorgelebt wird: "die Marge liegt im Einkauf". Warum soll der Verbraucher, der es an seinem Arbeitsplatz immer wieder hört, nicht genau so handeln?

  5. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Bigfoo29 12.02.18 - 11:14

    Die Wahrscheinlichkeit ist eher anders herum. Das, was die Herrn/Damen Einkäufer/BWL-Hilfs-Cheriffs da von daheim mitnehmen ("Billiger ist besser") setzt sich auch in den Führungsetagen unkritischer Firmen durch. Dass die Leute dabei massiv veräppelt werden, wenn sie nicht höllisch aufpassen, interessiert keinen. Kaufland z.B. setzt so seine Preiserhöhungen um. Ein Produkt kostet erst 1,00 Euro. Per Preisnachlass geht es auf 80 Cent runter. Die Leute kaufen. Nach einer Weile ist der nächste Preisnachlass 85 Cent, klein auf dem Preisschild liest man dann aber "Reduziert von 1,20 Euro!". Entsprechend ärgert sich der Kunde zwar, dass das Ding jetzt FÜNF CENT! teurer geworden ist, aber die reguläre Preiserhöhung, wenn das Zeug mal nicht - wie eben 95% der normalen Angebotszeit - im Angebot ist, bekommt er gar nicht mit.

    Und ja, in dieser Welt leben wir mittlerweile.

    Regards.

  6. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Faksimile 15.02.18 - 22:05

    Dafür gibt es ja: http://www.gesetze-im-internet.de/pangv/PAngV.pdf
    Insbesondere §2. Wer nicht in der Lage ist, wirkliche Vergleiche zu ziehen, der kann einem nur leid tun ...

  7. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Bigfoo29 16.02.18 - 10:44

    Solange die Grundpreise nur Anhängsel sind und nicht prominent (wie in der Mengenware wie Obst, Käse oder Fleisch) im Fokus stehen und man später lediglich die "abgewogene Ware" zahlt, kann sich das menschliche Gehirn entsprechende Infos gar nicht merken. Wir assoziieren einen Preis mit einem Produkt. Nicht zwei. Im Moment ist das der Verkaufspreis der Ware und nicht der Grundpreis.

    "Wer nicht vergleichen kann..." - Wir haben mehrere Hunderttausend (bis Millionen) Analphabeten (die es vielleicht gesundheitlich nicht besser können, sonst aber vielleicht auch fit sein mögen), Millionen mit minimalen Bildungsabschlüssen. Die Leute haben genügend Probleme, den Alltag zu überleben. Glaubst Du wirklich, dass Leute, die 1/4 für mehr halten als 1/3 halten, Preise vergleichen? In anderen Ländern ist es schon so weit, dass Waschmittel nur noch im verbrauchsfertigen 5er-Pack (also 5 Wäschen) zu kaufen ist, weil es billiger ist. Rechnet man das auf die Normal-Packungen bei uns um, zahlen die Leute drauf und TROTZDEM geht das Zeug weg. Entweder, weil die Leute sich entscheiden müssen, ob sie Waschmittel ODER Brot kaufen oder weil man von dem 5er-Pack ja dann sogar wieder das (dann nur wenige Cent) teurere Produkt als die Noname-Variante kaufen kann.

    Und das nutzen die Firmen aus so gut sie können. Nein, hier hilft oft leider nur der Gesetzgeber. Aber "würde helfen" wäre wohl das bessere Wortkonstrukt. Denn die Lobby-Vereine tun, was sie können, um Verbraucherfreundlichkeit zu verhindern. Bestes Beispiel: Lebensmittel-Ampel. Wurde mit dem Vermerk abgelehnt, dass das nichts aussagen würde, obwohl man jederzeit die JETZT publizierten, niemandem etwas helfenden Informationen hätte noch zusätzlich mitdrucken können. JETZT haben wir das gegenteilige Gesetz, was Ampel-Konstrukte von vornherein ausschließt. Sehr verbraucherfreundlich!

    Regards.

  8. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Faksimile 17.02.18 - 19:52

    Ich arbeite nur mit dem Vergleichspreis. Für mich das einfachste. Der schreiend große "Angebotspreis" geht mir nicht in das Gehirn. Höchstens als abschreckendes Beispiel. Je größer, desto vorsichtiger ...

  9. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Bigfoo29 18.02.18 - 10:49

    Damit entsprichst Du (ähnlich wie ich) wie wenigen Prozent der Bevölkerung? Meinst Du, dass die Zahl wenigstens zweistellig ist?

    Regards.

  10. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Faksimile 18.02.18 - 14:48

    Ja

  11. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Bigfoo29 19.02.18 - 09:50

    Nun, Optimisten soll man nicht aufhalten. Nur blinder Optimismus ist halt eher nachteilig.

    Regards.

  12. Re: Nicht loswerden? Preis -> Folge

    Autor: Faksimile 23.02.18 - 18:15

    Dann solltest Du, ganz im Sinne der Aufklärung, Deine Mitbürger von den Vorzügen des Vergleichspreises überzeugen.

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