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Also hat 1&1 das Jahre lang vernachlässigt ...
Autor: Dystopinator 18.01.21 - 21:22
Herr Richter, ich bin schon immer viel zu schnell gefahren und deswegen halte ich den Führerscheinentzug für unangemessen, nur einen Monat wäre ich bereit zu verzichten!
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Re: Also hat 1&1 das Jahre lang vernachlässigt ...
Autor: Oktavian 18.01.21 - 22:57
Mein höchstes Wesen, ich bin kein Freund dieses Vereins, aber das war nun auch wirklich eine alberne Entscheidung der Aufsicht. Ich betreue einen Arbeitskreis von Datenschützern, der Fall wurde intensiv diskutiert, aber die einhellige Meinung war, hier ist die Aufsicht weit übers Ziel geschossen.
Der Verstoß war Kleinkram, aufgefallen ist es durch exakt eine Geschädigte. Das Unternehmen hat die Dame umfangreich entschädigt, man hat sich verglichen, und zwar sehr zügig. Das Unternehmen hat mit der Aufsicht vollständig zusammengearbeitet, sehr schnell einen Vorschlag zur Lösung des Problems vorgelegt und diesen binnen Tagen umgesetzt. Vorbildlicher kann man auf einen Vorfall kaum reagieren.
Das Bußgeld war in einer Höhe, die man eher erwartet hätte, wenn das Unternehmen gemauert hätte und dann halbherzig agiert hätte. Sollte das Bußgeld geeignet sein, in Zukunft andere Unternehmen zur Mitarbeit zu motivieren? Immerhin gibt es im Gesetz eine Pflicht zur Selbstanzeige bei Verstößen, und es ist noch lange nicht ausgemacht, ob das überhaupt mit Europarecht vereinbar ist. -
Re: Also hat 1&1 das Jahre lang vernachlässigt ...
Autor: Besserwisser42 19.01.21 - 00:13
Oktavian schrieb:
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> Mein höchstes Wesen, ich bin kein Freund dieses Vereins, aber das war nun
> auch wirklich eine alberne Entscheidung der Aufsicht. Ich betreue einen
> Arbeitskreis von Datenschützern, der Fall wurde intensiv diskutiert, aber
> die einhellige Meinung war, hier ist die Aufsicht weit übers Ziel
> geschossen.
>
> Der Verstoß war Kleinkram, aufgefallen ist es durch exakt eine Geschädigte.
> Das Unternehmen hat die Dame umfangreich entschädigt, man hat sich
> verglichen, und zwar sehr zügig. Das Unternehmen hat mit der Aufsicht
> vollständig zusammengearbeitet, sehr schnell einen Vorschlag zur Lösung des
> Problems vorgelegt und diesen binnen Tagen umgesetzt. Vorbildlicher kann
> man auf einen Vorfall kaum reagieren.
>
> Das Bußgeld war in einer Höhe, die man eher erwartet hätte, wenn das
> Unternehmen gemauert hätte und dann halbherzig agiert hätte. Sollte das
> Bußgeld geeignet sein, in Zukunft andere Unternehmen zur Mitarbeit zu
> motivieren? Immerhin gibt es im Gesetz eine Pflicht zur Selbstanzeige bei
> Verstößen, und es ist noch lange nicht ausgemacht, ob das überhaupt mit
> Europarecht vereinbar ist.
"Ich betreue einen Arbeitskreis von Datenschützern" - Ah du gehörst du zu den Clowns?
Interessant was für Jobs alles entstanden sind damit die Menschen nach der Digitalisierung nicht arbeitslos dastehen. Das ganze ist ein scheis Witz, auf allen Seiten.
Die Ideen sind gut aber im Endeffekt ist es doch nur Daily-Business im Kapitalismus, und eine neue korrupte Steuer seitens der Regierung die gegen verschiedene Unternehmen random ausgesprochen wird. Wenn man es richtig durchziehen würde würden die Strafen nicht gekürzt, und es würden XXXX mal mehr Unternehmen ins Netz gehen -
Wenn Du Datensch(m)utz schon für einen Witz hältst
Autor: Alfrett 19.01.21 - 10:00
Und DSB für überflüssig, dann zieh Dir mal den Sektor "Compliance" rein, gerade, wenn Du mit nordamerikanischen Firmenkonglomeraten zu tun hast! ;c)
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Re: Also hat 1&1 das Jahre lang vernachlässigt ...
Autor: splash42 19.01.21 - 11:00
Dystopinator schrieb:
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> Herr Richter, ich bin schon immer viel zu schnell gefahren und deswegen
> halte ich den Führerscheinentzug für unangemessen, nur einen Monat wäre ich
> bereit zu verzichten!
So funktioniert das Rechtssystem halt:
Sie wurden zum ersten Mal erwischt, dann gibt es idR. noch nicht die Höchststrafe. Die gibt es erst im Wiederholungsfall.



