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Buchpreisbindung

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  1. Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 16.10.12 - 14:42

    Sowas kann uns hier in Deutschland natürlich nicht passieren. Hier sind die Buchhändler (Buchpreisbindung) ja direkt zusammen mit den Apothekern (Preisbindung auf rezeptpflichtige Medikamente) per exklusivem Lobbygesetz vom Kapitalismus ausgenommen, der nur für alle anderen gelten soll, weshalb eBooks in Deutschland bereits per Gesetz bei Amazon nicht billiger sein dürfen als bei Apple oder Media-Markt-Online oder sonstwem.

    Und der Witz ist, das zumindest bei den Apothekern das auch noch ausgerechnet von der FDP forciert wird, weshalb es jetzt deutschen Bürgern auch verboten werden soll günstig Medikamente bei ausländischen Online-Apotheken zu kaufen (http://www.tagesschau.de/inland/medikamente124.html).



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.12 14:55 durch Therrodur.

  2. Re: Buchpreisbindung

    Autor: __destruct() 16.10.12 - 18:14

    Bei Medikamenten ist es etwas anderes, aber wie kann es sein, dass es in Deutschland eine derart antikapitalistische Regelung wie die Buchpreisbindung gibt?

  3. Re: Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 16.10.12 - 19:50

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Medikamenten ist es etwas anderes,

    Wieso etwas anderes? Apotheker sind auch nur Händler. Warum sollte es verboten sein, dass Apotheker A das Medikament billiger verkauft als Apotheker B?

    > aber wie kann es sein, dass es in
    > Deutschland eine derart antikapitalistische Regelung wie die
    > Buchpreisbindung gibt?

    Lobbyismus.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.12 19:52 durch Therrodur.

  4. Re: Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 16.10.12 - 20:37

    > Warum sollte es verboten sein, dass Apotheker A das Medikament billiger verkauft als
    > Apotheker B?

    * während es bei allen anderen auch so läuft.

  5. Re: Buchpreisbindung

    Autor: __destruct() 18.10.12 - 16:41

    Damit sich jeder Medikamente leisten kann, sollte es einen Maximalpreis geben. Dieser sollte dann aber niedrig angesetzt sein – also nicht höher, als der aktuelle vorgeschriebene Preis, sondern einfach dieser – und wenn doch noch einer darunter kommt, dann könnte er, wenn es nach mir ginge, seine Medikamente auch günstiger anbieten.

    Bei Büchern steht aber nicht die Gesundheit von Menschen auf dem Spiel, weswegen eine Buchpreisbindung quatsch ist.

  6. Re: Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 28.10.12 - 00:05

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit sich jeder Medikamente leisten kann, sollte es einen Maximalpreis
    > geben.

    Den Preis für Medikamente bestimmen aber nicht die Händler (Apotheker), sondern die Pharmafirmen und da spielt die Händler-Preisbindung keine Rolle. Die Händler schlagen nur noch mal ihre Marge drauf und ohne die Preisbindung würde natürlich der günstigste Händer das Rennen machen und nicht der teuerste.

    Anders gesagt: Die "Preisbindung" würde man anderswo als illegales Kartell bezeichnen.

    > Dieser sollte dann aber niedrig angesetzt sein; also nicht
    > höher, als der aktuelle vorgeschriebene Preis, sondern einfach dieser
    > ; und wenn doch noch einer darunter kommt, dann könnte er, wenn es
    > nach mir ginge, seine Medikamente auch günstiger anbieten.

    Genau das ist aber verboten. Demletzt wurde gerade wieder ein Apotheker verklagt, weil er es gewagt hat den Leuten rezeptpflichtige Medikamente per Rabattgutschein um 1 Euro billiger zu verkaufen.

    > eine derart antikapitalistische Regelung wie die Buchpreisbindung gibt?

    Wobei es mir hier noch nicht mal um den Kapitalismus geht. Von mir aus können wir den auch abschaffen, solange das dann auch für alle gilt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.10.12 00:15 durch Therrodur.

  7. Re: Buchpreisbindung

    Autor: __destruct() 28.10.12 - 00:40

    Moment. Der Preis wird durch die Pharmaindustrie vorgegeben? WTF!? Wie kann das sein?

  8. Re: Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 29.10.12 - 01:05

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moment. Der Preis wird durch die Pharmaindustrie vorgegeben? WTF!? Wie kann
    > das sein?

    Natürlich, die stellen die Medikamente ja her. Es gibt nur seit neuestem Verhandlungen zwischen den Kassen und den Pharmafirmen über die Preise in Deutschland allgemein.

    Die Apotheker aber stellen die Medikamente ja nicht her, sondern verkaufen nur die fertige Schachtel von Bayer und co. weiter und schlagen darauf dann nochmal ihre Händler-Marge drauf. Diese wird ihnen gesetzlich garantiert und beträgt zur Zeit 3% des Einkaufspreises plus zusätzlich noch einmal 8,10 Euro pauschal pro Packung, was jetzt auf Drängen der FDP auf 8,35 Euro pro Packung erhöht werden soll:

    http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/apotheker-gehaelter-honorar
    e-fuer-apotheker-koennen-steigen,10808230,17238086.html

    Und dazu natürlich noch das Verbot, dass Online-Apotheken ect. das Medikament nicht billiger verkaufen dürfen (Preisbindung).

    Im Prinzip sind diese Gesetze damit auch nur der Versuch den technischen Fortschritt aufzuhalten und den Online-Versand von Büchern und rezeptpflichtigen Medikamenten zugunsten kleiner Ladengeschäfte so gut es geht zu sabotieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.12 01:10 durch Therrodur.

  9. Re: Buchpreisbindung

    Autor: __destruct() 29.10.12 - 13:16

    Nein, ich dachte nicht, dass die Apotheker die Preise bestimmen würden. Aber dass die Pharmaindustrie das tut, dachte ich auch nicht. Ich dachte eher, dass das eine Art Verband der Krankenkassen tun würde.

    Aber nun hast du doch selbst gesagt, dass die Preise nicht von der Pharmaindustrie bestimmt werden. Zumindest nicht nur. Sie werden vom Deutschen Staat bestimmt, oder wie?

  10. Re: Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 30.10.12 - 00:55

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, ich dachte nicht, dass die Apotheker die Preise bestimmen würden.
    > Aber dass die Pharmaindustrie das tut, dachte ich auch nicht. Ich dachte
    > eher, dass das eine Art Verband der Krankenkassen tun würde.

    Das geht nicht, weil die Pharmafirmen ja internationale Großkonzerne sind und keine Staatsbetriebe, denen die Krankenkassen irgendetwas befehlen könnten.

    Maximal gibt es arme Länder, die einfach das "geistige Eigentum" der Pharmafirmen ignorieren und "raubkopierte" Medikamente produzieren lassen, weil sich die eigene Bevölkerung die offiziellen Medikamente niemals leisten könnte.

    > Aber nun hast du doch selbst gesagt, dass die Preise nicht von der
    > Pharmaindustrie bestimmt werden. Zumindest nicht nur. Sie werden vom
    > Deutschen Staat bestimmt, oder wie?

    Soweit ich das sehe haben die Firmen früher tatsächlich einfach genommen was sie wollten, ab 2011 wurde jetzt aber eine Regelung zur Kosten-Nutzen-Bewertung und anschließenden Preisverhandlungen mit dem Hersteller eingeführt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.10.12 01:10 durch Therrodur.

  11. Re: Buchpreisbindung

    Autor: __destruct() 30.10.12 - 15:59

    Also verursacht der Pharmaindustrie die Preisbindung?

  12. Re: Buchpreisbindung

    Autor: Therrodur 30.10.12 - 21:55

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also verursacht der Pharmaindustrie die Preisbindung?

    Nein, die Preisbindung ist ein Gesetz für die Apotheker. Die Pharmaindustrie hat damit nichts zu tun.

    Die Preisbindung auf rezeptpflichtige Medikamente ist ein Lobbygesetz der Apotheker und betrifft lediglich den Weiterverkauf der Medikamente durch den Handel, genau wie die Buchpreisbindung ein Lobbygesetz der Buchhändler ist und lediglich den Weiterverkauf der Bücher durch den Handel betrifft.

    Was aber die Pharmafirmen und die Buchverlage generell für Bücher oder Medikamente verlangen dürfen wird von der Preisbindung überhaupt nicht erfasst. Es besagt nur, dass Händler A die Ware dann am Ende nicht billiger weiterverkaufen darf als Händler B.

    Das wäre so als ob man es Alternate verbieten würde die Grafikkarten billiger als der Media-Markt nebenan zu verkaufen und das dann "Grafikkartenpreisbindung" nennen würde. ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.10.12 22:10 durch Therrodur.

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