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Mir unverständlich!

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  1. Mir unverständlich!

    Autor: AllDayPiano 12.12.19 - 15:11

    Es ist wohl unumstritten, dass der "Kunde" hier in "böswilliger Absicht" gehandelt hat; nämlich der, das System mittels technischer Hilfsmittel zu seinen Gunsten auszunutzen.

    Mit dem Verweis auf die verspätete Dreingabe der Beweise macht es sich das Gericht viel zu leicht. Beweise sind grundsätzlich binnen 14 Tage nach Klageerhebung beizubringen. Das bedeutet aber nicht, dass bis dahin die Beweise auch vorliegen müssen; es reicht, den Beweis anzuführen.

    Es geht dann in die Beweisaufnahme, also einer realen Verhandlung (Güteverhandlung). In dieser werden dann durchaus vom Gericht Termine festgelegt, bis wann entsprechende Nachweise beigebracht zu werden haben. Meistens wird dann auch kein neuer mündlicher Verhandlungstermin mehr festgesetzt, weil die Argumente bereits vorgetragen wurden.

    Entweder also hat der Anwalt diese Frist komplett verbockt, oder aber die Beschaffung der Beweise war tatsächlich so kompliziert (was bei der Datenarchivierung durchaus auch möglich ist), dass der gesetzte Termin nicht einhaltbar war.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Telefonica eine Nicht-Zulassungsbeschwerde beim BGH einreichen wird, und bin mir sicher, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde.

  2. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Anonymouse 12.12.19 - 15:17

    Genauso sehe ich das auch.

  3. Re: Mir unverständlich!

    Autor: FranzJosephStraußAirport 12.12.19 - 15:32

    Wie sieht es eigentlich mit dem Tatbestand von Spekulationsgewinnen aus?

    Denn es deutet ja vieles hin, dass der Kunde daraufhin spekuliert hat, dass mal der Tag X kommt, und er dann juristisch sich wehren wird.

    Ich finde das auch sehr unverständlich, aber gut, die Richter wissen ja wie sie ihr Handwerk ausführen...

  4. Re: Mir unverständlich!

    Autor: goto10 12.12.19 - 15:38

    > Wie sieht es eigentlich mit dem Tatbestand von Spekulationsgewinnen aus?

    Bei Spekulationsgewinnen geht es um Kursgewinne an Börsen. ;-)

    Sonst müsste man Steuern zahlen wenn man den Schirm daheim lässt, weil man darauf spekuliert das es nicht regnet.

  5. Re: Mir unverständlich!

    Autor: MTB11 12.12.19 - 15:38

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist wohl unumstritten, dass der "Kunde" hier in "böswilliger Absicht"
    > gehandelt hat; nämlich der, das System mittels technischer Hilfsmittel zu
    > seinen Gunsten auszunutzen.

    Ist nicht genau das die Definition von Betrug, bzw. von Hacking?
    Ich verstehe die Entscheidung auch nicht.

  6. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Teeklee 12.12.19 - 15:48

    MTB11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist wohl unumstritten, dass der "Kunde" hier in "böswilliger Absicht"
    > > gehandelt hat; nämlich der, das System mittels technischer Hilfsmittel
    > zu
    > > seinen Gunsten auszunutzen.
    >
    > Ist nicht genau das die Definition von Betrug, bzw. von Hacking?
    > Ich verstehe die Entscheidung auch nicht.

    Es ist halt ein Exploit.

    Es ist auch Vorgesehen, dass Gewinne die in Deutschland entstehen auch in Deutschland versteuert werden, aber die ganzen Firmen Exploiten das System ja auch. Aber wenn jetzt Plötzlich eine Privatperson, dumme Angebote der Firmen ausnutzt ist es jetzt plötzlich Betrug.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.12.19 15:55 durch Teeklee.

  7. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Thunder_ 12.12.19 - 15:52

    Mir ist unverständlich warum die Telefonica überhaupt die Nummern gesperrt hat, hätten sie dies nicht getan, hätte der Kunde einen hohen Betrag einer virtuellen Währung, die er nur in der telefonica umwelt verbrauchen kann. Der Schaden wäre also nur der Datenverbrauch der genutzten Sim-Karten.

    Durch die Sperrung der Karten hat sich die Telefonica selbst in den Umstand gerissen, die virtuelle Währung in barer Münze dem Kunden zu erstatten.

  8. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Blaubeere 12.12.19 - 15:52

    Ich denke dem Gericht ist es wichtig das das angebotene Angebot auch vom Kunden, wie es angeboten wurde, wahrgenommen werden kann.

    Ob man technische Hilfsmittel benutzt steht außer frage.

  9. Re: Mir unverständlich!

    Autor: MTB11 12.12.19 - 15:57

    Teeklee schrieb:
    >
    > Es ist halt ein Exploit.
    >
    > Es ist auch Vorgesehen, dass Gewinne in Deutschland versteuert werden, aber
    > ganzen Firmen Exploiten das System ja auch.

    .... und das macht es dann legal?
    Das würde ich nicht "Eine Lücke ausnutzen" nennen.

    Versteh mich nicht falsch. Ich finde es auch nicht gut was mit Steuern der großen Firmen abläuft.

    siehe dazu auch:
    StGB 263a
    (kann noch keine Links posten)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.12.19 16:02 durch MTB11.

  10. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Sharra 12.12.19 - 16:08

    Das war damals eigentlich gängige Praxis, und ich kenne persönlich mehrere Personen, die damit ganz gut Gewinn gemacht haben. Und allesamt haben es anstandslos ausgezahlt bekommen.
    Nur hier, wahrscheinlich weil es sich um eine extreme Summe handelt, hat man dann gezickt.

  11. Re: Mir unverständlich!

    Autor: quineloe 12.12.19 - 16:11

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist wohl unumstritten, dass der "Kunde" hier in "böswilliger Absicht"
    > gehandelt hat; nämlich der, das System mittels technischer Hilfsmittel zu
    > seinen Gunsten auszunutzen.
    >
    > Mit dem Verweis auf die verspätete Dreingabe der Beweise macht es sich das
    > Gericht viel zu leicht.

    Nein, wenn Telefonica meint bei so einem Verfahren einfach die Füße hochlegen und aussitzen zu können, brauchen die einen Denkzettel. Der ist angesichts der Konzerngröße mit ¤ 200.000 auch nicht besonders hoch.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  12. Re: Mir unverständlich!

    Autor: scrumdideldu 12.12.19 - 16:14

    Aber wenn dem Kunden im Ausland durch Roaming, in Flugzeugen, auf Fähren usw. Tausende und Zehntausende an Euros an Schaden entstehen dann heißt es das wäre doch alles klar vertraglich geregelt?

    Wenn Telefonica hier 2ct pro Anruf zahlt und das lt. Vertrag oder AGB nicht auf eine bestimmte Menge von Anrufen begrenzt dann sind sie doch selbst schuld.

    Von einen Verbraucher wird erwartet dass er die AGB kennt und den Vertrag und sich dran hält. Von einem Unternehmen - welches die AGB und den Vertrag in der Regel geschrieben / beauftragt haben - sollte man das auf jeden Fall auch erwarten können.

    Firmen sind schnell dabei eine "ungewöhnlich hohe Nutzung" oder sonstiges fadenscheiniges für eine Kündigung oder ähnliches vorzuschieben. Umgekeht haben sie aber kein Problem damit einen Monat lang Datenverbindungen zu berechnen oder sonstige völlig unlogische Verbindungen zu berechnen.

  13. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Mimifrie 12.12.19 - 16:35

    Sehe ich genauso.
    Es ist in diesem Fall auch alles vertraglich geregelt.
    Schon einmal jemand im B2B Geschäft nen ungünstigen Vertrag abgeschlossen?
    Nein?

    Redet mal mit VW die in ihrer Nutzfahrzeuge Gebrauchtwagenbörse gedacht haben, hey das wird was kleines. Klar machen wir eine 1% Regelung mit der 5 Mann Klitsche statt 100.000¤ im Jahr für den Betrieb von dem Ding zu zahlen....
    5 Jahre später
    .
    .
    .
    Was soll das heißen 1% Regelung... Haben wir da nicht dieses Jahr 500 000 000¤ Umsatz gemacht?
    Die tun doch nichts mehr für uns außer das Ding am Laufen zu halten. keine Entwicklung nader...

    Und kommst aus dem Ding einfach so raus? Nö.
    Musste weiterzahlen bis Vertrag fristgerecht beendet wurde? Ja.

  14. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Teeklee 12.12.19 - 16:44

    MTB11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > siehe dazu auch:
    > StGB 263a
    > (kann noch keine Links posten)

    Kann ich nichts erkennen. Ist es rechtswidrig das Angebot von Telefónica zu benutzen?

    > Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt

    Sehe nicht, dass eines dieser Punkte hier zutrifft. Er hat lediglich einen durch den Vertag mit Telefónica beschrieben Ablauf durch ein Computerprogramm beschleunigt. Auf den eigentlichen Ablauf hat er keinen Einfluss genommen.

    So gesehen wären Börsenhandel-Software auch illegale Programme, da sie den Ablauf, eines Verkaufs und Kaufs automatisieren und diese Aktionen in Bruchteilen einer Sekunde ausführen können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.12.19 16:44 durch Teeklee.

  15. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Nullmodem 12.12.19 - 16:53

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist wohl unumstritten, dass der "Kunde" hier in "böswilliger Absicht"
    > gehandelt hat; nämlich der, das System mittels technischer Hilfsmittel zu
    > seinen Gunsten auszunutzen.
    >
    Naja, das ist halt wie beim all-you-can-eat Buffet.
    Wenn der Anbieter verspricht, das man mit einmal Bezahlen soviel essen kann, wie man will, dann muss man eben damit rechnen, das das jemand genau so macht. Und das nicht "unumstritten böswillige Absicht", sondern die Einforderung der Erfüllung des Angebots.
    Wenn sie das nicht wollen, müssen sie genauer spezifizieren, was die Leitung ist, O2 hätte hier mehr Kleingedrucktes in den Vertrag schreiben können, das können sie ja sonst auch immer so gut.

    nm

  16. Re: Mir unverständlich!

    Autor: AllDayPiano 12.12.19 - 20:26

    Der Vergleich logisch zu Ende geführt: mit Schubkarren das essen rausgekarrt. Ist das Vertragsgemäß eines Bewirtungsvertrages unter Beachtung von treu und glauben? Ich sage: Nein.

  17. Re: Mir unverständlich!

    Autor: bazoom 12.12.19 - 20:41

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Vergleich logisch zu Ende geführt: mit Schubkarren das essen
    > rausgekarrt. Ist das Vertragsgemäß eines Bewirtungsvertrages unter
    > Beachtung von treu und glauben? Ich sage: Nein.

    Naja.
    Jeder Gastwirt würde einen Kunden wohl kaum mit einer schubkarre ans Buffet lassen, geschweige denn ihn mit der Karre gehen lassen.
    Warum hat Telefonica nicht vorher interveniert?

  18. Re: Mir unverständlich!

    Autor: Vollstrecker 12.12.19 - 20:42

    Der Wirt hat für das Buffett keine feste Zeit bekannt gegeben. Der Gast isst 3 Tage davon. Einforderung des Angebots? Ich sage ja!

  19. Re: Mir unverständlich!

    Autor: ibsi 12.12.19 - 20:43

    All you can EAT und nicht All you can CARRY ;)

    Bei einem 24h Restaurant sollte man mit solchen Angeboten vorsichtig sein. Schließlich hat keiner gesagt wie lange man essen darf und wie groß die Pausen sein dürfen :D

  20. Re: Mir unverständlich!

    Autor: AllDayPiano 12.12.19 - 22:18

    Haben sie. Sie haben die Karten wegen des Missbrauchs gesperrt.

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