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Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: Tamashii 04.07.13 - 14:09
...der Mann deckt etwas auf, was (nicht nur) ganz Europa negativ betrifft, und wie danken es ihm unsere Regierungen? Klare Sache.
Ich würde gerne wissen, wieviel Geld schon für diese Aktion aus den USA gezahlt wurde, und wieviel es gewesen wäre, wenn er dadurch gefunden worden wäre.
Ganz peinlich und für mich vollkommen unverständlich - außer natürlich man braucht ganz dringend ganz viel Geld... (achtung, Sarkasmus) -
Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: throgh 04.07.13 - 14:39
Ich finde vor allem die Textpassage "Er selbst stünde einem solchen Antrag ablehnend gegenüber, da die USA ein demokratischer Staat mit einer unabhängigen Justiz seien. Allerdings ist nach Angaben des französischen Außenministeriums bislang noch kein offizieller Asylantrag Snowdens eingegangen." bedenklich!
Und weil die USA jetzt nach außen als liebe nette Demokratie erscheinen ist alles gut? Oder wie verstehe ich diese indirekte Rede / Aussage? Es ist kein Antrag eingegangen, aber man positioniert sich schon einmal vorsorglich, damit auch ja keiner denkt man würde der USA etwas vorwerfen? Das wird immer armseliger je länger das Ganze andauert. Das ist wirklich ein echtes Armutszeugnis für einen mündig, eigenständig denkenden Menschen! Was hier für Spielchen getrieben werden, meine Güte. -
Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: enteKross 04.07.13 - 15:45
Wenn man nicht in jedem Satz die demokratische Rechtstaatlichkeit der USA lobt muss man ja auch damit rechnen dass sie bei dir einwandern und dir mal richtig zeigen wie Demokratie geht!
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Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: Surry 04.07.13 - 16:58
Demokratie ist in der USA ja Exportschlager!! Aber die Qualität vergleichbar made in china, deshalb muss man alle paar Jahre entweder kleben oder neukaufen- vom Vertragspartner USA...
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Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: Maxiklin 04.07.13 - 17:08
Tamashii schrieb:
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> ...der Mann deckt etwas auf, was (nicht nur) ganz Europa negativ betrifft,
> und wie danken es ihm unsere Regierungen? Klare Sache.
Was heißt hier UNSERE Regierungen ? Oo Ich habe mit Frankreich so viel am Hut, wie mit dem Mond. Daß die Franzosen am Popo der US-Administration kleben, ist ja allgemein bekannt, ähnlich die Briten. Warum die Spanier und Portugiesen da aber mitmachen, erschließt sich mir weniger.
Vor allem dürfte das ganze nicht nur diplomatisch, sondern auch strafrechtlich interessant sein. Genauso gut könnten die Franzosen ja in die Botschaft X in Paris eindringen, um dort nach Snowden zu suchen. Die das Botschaftsgelände aber rechtlich kein französischer Boden ist, wäre sowas quasi ein kriegerischer Akt.
> Ich würde gerne wissen, wieviel Geld schon für diese Aktion aus den USA
> gezahlt wurde, und wieviel es gewesen wäre, wenn er dadurch gefunden worden
> wäre.
Die USA braucht kein Geld zu zahlen, auch so wird NIEMALS (!!) eine europäische Rehierung Snowden Asyl gewähren, weil sie dann mindestens wirtschaftlich Probleme bekämen mit den USA. Leider hat kein Land genug Rückgrat, mich würde brennend interessieren, was die Amis machen, wenn ein EU-Land Snowden aufnähme und ihn auch nicht ausliefert, entsprechende Abkommen hin oder her. -
wirtschaftlich Probleme bekämen mit den USA
Autor: StrayCat 04.07.13 - 18:17
Interessanterweise habe ich bisher noch nirgendwo gelesen, dass die USA mindestens genauso wirtschaftliche Probleme bekäme.
Ich habe mir Bevölkerungszahl von EU und USA angesehen sowie das jeweilige Bruttosozialprodukt.
Da die USA (damit meine ich die dortige Administration, nicht das Volk) weltweit nicht sehr gut ist im Freundschaften pflegen: Welche gewichtigen Handelspartner würden übrig bleiben? -
Re: wirtschaftlich Probleme bekämen mit den USA
Autor: Milchkanne 04.07.13 - 19:30
StrayCat schrieb:
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> Interessanterweise habe ich bisher noch nirgendwo gelesen, dass die USA
> mindestens genauso wirtschaftliche Probleme bekäme.
>
> Ich habe mir Bevölkerungszahl von EU und USA angesehen sowie das jeweilige
> Bruttosozialprodukt.
>
> Da die USA (damit meine ich die dortige Administration, nicht das Volk)
> weltweit nicht sehr gut ist im Freundschaften pflegen: Welche gewichtigen
> Handelspartner würden übrig bleiben?
die chinesen würden sich die hände wund reiben vor freude -
Re: wirtschaftlich Probleme bekämen mit den USA
Autor: StrayCat 04.07.13 - 20:48
Die USA sind sind bereits seit mehr als einem Jahrzehnt der größte Abnehmer chinesischer Importe.
Deutschland liegt auf Platz 5 und erreicht weniger als ein Viertel des chinesischen Volumens.
Ganz zu schweigen vom Nutzen der USA durch die flächendeckende Industrie-Spionage.
Nachgewiesenermaßen sind deutsche Erfinder von Anzahl und Qualität ihrer Neuerungen weltweit führend. -
Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: tomate.salat.inc 04.07.13 - 23:19
Maxiklin schrieb:
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> weil sie dann mindestens wirtschaftlich Probleme bekämen mit den USA.
Ganz einfach, da müsste mal die EU Rückrad zeigen und sagen: "So nicht!". Imho wäre richtiges verhalten: Die EU-Mitgliedsstaaten treffen sich und gehen gebündelt gegen die USA vor + Snwoden darf sich in der EU frei bewegen.
Aber nein ... die Länder stellen sich ja lieber der Reihe nach bei den USA an um sich schön vorn über zu bücken ... -
@ Maxiklin
Autor: StrayCat 05.07.13 - 01:05
Ganz genauso sehe ich das auch. Dabei besteht überhaupt keine Unterlegenheit der EU gegenüber den USA, ich weiß nicht, wieso die EU-Länder immer damit argumentieren. Entweder sind die Regierenden zu einfältig, das zu erkennen (oder sich das wenigstens mal genauer anzusehen) oder sie klüngeln aus Eigeninteresse. Nur warum bloß?
Und gibt es da etwas, was ihrerseits die USA über EU-Politiker auffliegen lassen würden, würden selbige sich nicht als "kooperativ" zeigen? Ist dieses etwas geeignet, den Volkszorn vollends zu entflammen, oder was ist los?
Wenn wir Glück haben, bekommen wir vielleicht auch darauf Antworten von Edward Snowden.
Allmählich bringt es mich um den Verstand, wie sich Entscheidungsträger entgegen der Mehrheit des jeweiligen Volkes hinter angeblichen Paragraphen verschanzen. Da kann von irgend jemandem so heftig gegen die Verfassung(en) verstoßen worden sein, wie wir es uns nie hätten vorstellen können - aber diesem jemand kann auf keinen Fall irgendein Gefallen ausgeschlagen werden. Im Gegenteil, wenn der nur mal eine Augenbraue hebt, bricht man selbst willffährig nationales und internationales Recht.
for Brutus is an honourable man
- Markus Antonius in Shakespeare "Julius Caesar" -
Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: chrulri 05.07.13 - 19:44
Keine Sorge, beim Demokratie-Sorglos-Paket, powered by USA(rmy), ist auch "Werkzeug" dabei, falls "deine" "Demokratie" nach der Garantiezeit kaputt geht: Diverse M16 Gewehre, Abhörtechniken, Panzer, sowie diverse Trainings in Folter und Verhörmethodik.
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Re: Das war mir als Europäer auch wirklich peinlich...
Autor: chrulri 05.07.13 - 19:46
tomate.salat.inc schrieb:
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> Aber nein ... die Länder stellen sich ja lieber der Reihe nach bei den USA
> an um sich schön vorn über zu bücken ...
Korrekt, inkl. #Neuland



