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Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

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  1. Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: M.P. 09.02.18 - 10:58

    Zur Zeit wird es vermietet, um vielleicht später als Alterssitz zu dienen.

    Aber, wenn die Zwangs-Investitionen in Dämmung, Heizung, Aufrüstung der Elektroinstallation, Rauchmelder, Umlagen für Straßensanierung die Mieteinnahmen deutlich übersteigen, ist das Ganze nicht mehr finanzierbar, trotz steuerlich abzugsfähiger "negativer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" ...

  2. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: sofries 09.02.18 - 11:05

    Ja ich habe auch schon mehrere meiner Häuser verdicken müssen, weil ich mir die Rauchmelder nicht mehr leisten konnte. Danke, Merkel! Dieser Artikel gibt mir dann endgültig den Rest, obwohl es hier um Mehrfamilienhäuser geht, aber wer hat heute schon Zeit zum lesen, wenn man sich aufregen will?

  3. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: pumok 09.02.18 - 11:13

    Grundsätzlich verstehe ich den Unmut, gewisse gesetzliche Regelungen gehen definitiv zu weit.
    Aber gerade Umlagen für die Strassensanierung und auch eine sichere Elektroinstallation sind schon ein muss. Wo kämen wir da hin, wenn jeder nur noch für sich schaut?
    Übrigens, Investitionen in eine Immobilie können durchaus die Mieteinnahmen erhöhen.

  4. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: chefin 09.02.18 - 11:26

    ja, so ist es richtig: jeder Vermieter legt nun schnell ein Kabel in die Tiefgarage vom jeweiligen Zähler der Mieter, legt die Kosten dafür schön auf die Miete um und kann ich 10 Jahren, wenn das durch ist, die Wohnung noch teurer vermieten, weil sie ja Ladestromanschluss hat.

    So knackt man die Mietpreisdeckelung. Man lässt den Mietern die Modernisierung bezahlen, die sich dagegen dann auch nicht mehr wehren können. SPD sei dank, müssen sie es dulden, weil der Vermieter es ja anbieten muss.

    Vorallem das sozial schwache Gesocks, das sich die Miete gerade so leisten kann, aber für nen Porsche reichst nimmer, hat man dann endlich draussen. Man will schliesslich ein ordentliches Haus und je mehr Kohle der Mieter hat, desdo besser ist der Ruf des Hauses und die Vermietbarkeit.

    Leider denken nur wenige soweit und jammern dann wenn sie bekommen worum sie gebeten haben.

  5. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: L_Starkiller 09.02.18 - 12:20

    Diesen Ansatz halte ich für sozial schädlich und gefährlich. Die Investitionen für Dämmung und Heizung sollte man der Umwelt zuliebe machen (und man kann sie - soweit ich weiß - auch umlegen auf die Mieter). Ausgaben für die Elektroinstallation und für Rauchmelder sind Ausgaben für eine größere Sicherheit. Es klingt ein wenig so, als spart hier ein Vermieter an der Sicherheit seiner Mieter. Das ist gefährlich.

  6. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: AllDayPiano 09.02.18 - 12:23

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zur Zeit wird es vermietet, um vielleicht später als Alterssitz zu dienen.
    >
    > Aber, wenn die Zwangs-Investitionen in Dämmung, Heizung, Aufrüstung der
    > Elektroinstallation, Rauchmelder, Umlagen für Straßensanierung die
    > Mieteinnahmen deutlich übersteigen, ist das Ganze nicht mehr finanzierbar,

    Na jetzt übertreib mal nicht. Dämmung ist zwar Vorschrift, ein Mieter hat darauf aber keinen Rechtsanspruch. Schlimmstenfalls droht Dir eine Strafe. Die Kosten für eine Geschossdecken, oder Zwischensparrendämmung (mehr ist auch gar nicht vorgeschrieben) halten sich in Grenzen. Seinem Mieter eine Bude ohne ein Mindestmaß an Dämmung zu vermieten, ist ohnehin zumindest frech.

    Heizung betrifft nur Gasheizungen ohne Brennwerttechnik und Ölheizungen vor 1985 ohne Katalysator. Nach 30 Jahren darf man dann schonmal verlangen, dass die alten Böcke ausgemustert werden, zumal die Heizung da ohnehin so ziemlich am Lebensdauerende angekommen ist.

    Elektroinstallation muss dank Bestandschutzregelung gar nicht angepasst werden. Es sei denn, es wird nachträglich etwas geändert. Das größere Problem ist jedoch ein Mieter, der die Ausstattung inakzeptabel findet. Ich habe als Mieter den Bezug eines Hauses abgelehnt, weil das komplette Haus über 2 16A H-Automaten abgesichert war. Der Herd war gar einphasig angeschlossen. Ein Freundliches: "Nein Danke!" war meine Antwort auf die Frage, ob wir interessiert sind.

    Rauchmelder sind nur für drei Räume Pflicht: Schlafstätten, Wohnzimmer und Gänge. Ein Melder kostet 20 Euro, macht in Summe also 60-100 Euro aus. Der Vermieter muss die Rauchmelder einmal im Jahr kontrollieren, kann das aber dem Mieter auferlegen. Es entsteht - abgesehen von der einmaligen Installation - kaum Aufwand.

    Umlagen für Straßensanierungen stehen eh auf der Kippe. In Bayern sollen sie abgeschafft werden. Danke an das Wahljahr und die CSU, die den freien Wählern ein Wahlkampfthema gestohlen haben. In anderen Bundesländern ist die Umlage auch fraglich.

    Ansonsten ist das schlicht Dein Risiko als Hausbesitzer, das JEDER! andere auch tragen muss. Dafür bildet man als Vermieter auch Rücklagen.

    > trotz steuerlich abzugsfähiger "negativer Einkünfte aus Vermietung und
    > Verpachtung" ...

    Trotz? Gerade deshalb! ;-)

    Abgesehen davon ist in dem Entwurf nicht vorgesehen, dem Vermieter die Kosten zwangsweise aufzuerlegen.

  7. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: Oktavian 09.02.18 - 12:26

    > Diesen Ansatz halte ich für sozial schädlich und gefährlich. Die
    > Investitionen für Dämmung und Heizung sollte man der Umwelt zuliebe machen
    > (und man kann sie - soweit ich weiß - auch umlegen auf die Mieter).

    Richtig, und die freuen sich dann. Bislang konnten sie sich die Miete so gerade leisten, sie ist eh schon kräftig gestiegen. Die Nebenkosten insbesondere für Strom steigen fließig mit, daneben Grundsteuer, Müllabfuhr, Abwasser, etc.

    Mit solchen Modernisierungsmaßnahmen steigt die Miete kräftig weiter. Die Investition steht leider in keinem sinnvollen Verhältnis zur Ersparnis. Aber okay, sollen die Armen halt ausziehen und solventere Mieter einziehen, muss ja nicht schlecht sein.

    > Ausgaben für die Elektroinstallation und für Rauchmelder sind Ausgaben für
    > eine größere Sicherheit.

    Rauchmelder ja, die liegen ja auch nur bei ein paar Euro pro Zimmer. Aber die kosten für Ladepunkte, die vielleicht nur wenige Mieter brauchen, die dann aber auf alle Mieter umgelegt werden? Naja, wieder ein paar arme Socken raus und ein paar solventere rein. Auch gut.

    > Es klingt ein wenig so, als spart hier ein
    > Vermieter an der Sicherheit seiner Mieter. Das ist gefährlich.

    VIelleicht spart der Vermieter auch nur mit Investitionen, die sich seine aktuellen Mieter nicht leisten können?

  8. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: L_Starkiller 09.02.18 - 12:51

    Der Vermieter spart sozusagen aus Rücksicht auf seine Mieter? Das gibt der Eingangsbeitrag nicht her. Und wenn der Vermieter wirklich Rücksicht nehmen will, dann kann er modernisieren und die Miete nur moderat anheben, so dass sich Ersparnis durch bessere Heizung und Dämmung aufheben mit der Mietsteigerung, vielleicht sogar so ausfallen, dass der Mieter mehr in der Tasche hat. Ich weiß, dies ist ein unwahrscheinlicher Fall, aber nur dann hätten wir einen Vermieter, wie Oktavian ihn skizziert.

  9. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: Oktavian 09.02.18 - 13:00

    > Der Vermieter spart sozusagen aus Rücksicht auf seine Mieter? Das gibt der
    > Eingangsbeitrag nicht her.

    Ach das gibt es schon bei vielen Vermietern. Meine erste Vermieterin hatte ein sehr großes Herz, und entsprechend bunt waren die Mieter. Das Haus war in eher unterdurchschnittlichem Zustand, aber dafür waren die Mieten sehr günstig. Und sie hat sie ganz bewusst so niedrig gehalten. Mein nächster Vermieter war da sehr ähnlich.

    > Und wenn der Vermieter wirklich Rücksicht nehmen
    > will, dann kann er modernisieren und die Miete nur moderat anheben, so dass
    > sich Ersparnis durch bessere Heizung und Dämmung aufheben mit der
    > Mietsteigerung, vielleicht sogar so ausfallen, dass der Mieter mehr in der
    > Tasche hat.

    Nun muss so ein Vermieter in der Regel seine Brötchen auch in Euro bezahlen. Die Rendite von vermieteten Häusern ist so lausig, der Aufwand so hoch, wenn man dann noch in die neue Fassage 50.000 EUR stecken soll, nochmal 20.000 in die Fenster, nochmal 10.000 in die Heizungsanlage, und das alles nicht oder nur kaum umlegt, die die Rendite schnell unter Null.

    > Ich weiß, dies ist ein unwahrscheinlicher Fall, aber nur dann
    > hätten wir einen Vermieter, wie Oktavian ihn skizziert.

    Klar, aber dann haben wir auch einen Vermieter, der jeden Monat etwas zu seinem Haus dazubuttert.

  10. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: becherhalter 09.02.18 - 15:58

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ja, so ist es richtig: jeder Vermieter legt nun schnell ein Kabel in die
    > Tiefgarage vom jeweiligen Zähler der Mieter, legt die Kosten dafür schön
    > auf die Miete um und kann ich 10 Jahren, wenn das durch ist, die Wohnung
    > noch teurer vermieten, weil sie ja Ladestromanschluss hat.

    Deine Milchmädchenrechnung funktioniert nur nicht, weil sich dann irgendeine andere Lobby wieder eine kostenintensive "Verbesserung" ausdenkt, mit der der deutsche Michel per Zwangssanierung beglückt wird.

  11. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: L_Starkiller 09.02.18 - 16:16

    Mir geht es darum, dass du die Ausnahmen anführst, die die Regel bestätigen. Die meisten Vermieter, zumal institutionelle, werden sehr genau auf ihre Rendite schauen.

    Gleichzeitig ging es mir darum, dass M.P. vielleicht erkennt, dass seine Haltung überdenkenswert ist (in Richtung deiner ehemaligen Vermieter).

  12. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: elforumo 12.02.18 - 08:05

    becherhalter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der deutsche Michel

    Wieso finde ich nur, dass man sich mit 3 Worten so disqualifizieren kann, dass ein weiteres Lesen Überflüssig ist?!

  13. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: 0xDEADC0DE 13.02.18 - 12:33

    Einkünfte wie Mieten werden sowieso zu gering besteuert, da könnte der Staat endlich mal die Hand weiter aufhalten. Dann würden die Mieten auch wieder sinken, da "Betongold" als Geldanlage unattraktiver wird. Wohnungen und Häuser sollten dazu da sein, dass Menschen darin wohnen, nicht dass jemand mehrere davon kauft und sich ein schönes Leben macht. Just my 2 cents...

  14. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: plutoniumsulfat 13.02.18 - 14:37

    Willkommen im Kapitalismus.

  15. Re: Dann wird mein ererbtes Elternhaus vertickt...

    Autor: L_Starkiller 13.02.18 - 20:32

    Falls Einkünfte wie Mieten stärker besteuert würden, auf wen würde die höhere Steuerlast wohl umgelegt?

    Nicht "Betongold" ist das Problem. Es ist der starke Zuzug in Ballungsgebiete und alle wollen im Zentrum leben. Da kommt der Wohnungsmarkt nicht hinterher. Auf dem sogenannten flachen Land sind die Mieten deutlich günstiger. Wenn da die Steuer steigen würde, gäbe es wahrscheinlich noch mehr Lehrstand.

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