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Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

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  1. Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: vssmnn 10.02.18 - 16:35

    Erst die verkehrte Sau (Akku-Technik) durchs Dorf treiben und Kohle machen, um dann wieder alles neu mit H2 zu machen.
    Das Vorgehen kennen wir ja schon von der brandgefährlichen und schimmelbelasteten Wärmedämmung in den 80/90-ern und den offensichtlich giftigen Energiesparlampen.
    Hauptsache die Kasse klingelt mehrfach.
    Zum Glück scheitert die Ladesäulen-basierte E-Mobilität schon zum Start schlicht an den Platz- u. Infrastrukturverhältnissen bei den unzähligen (sinnlosen) individuellen Millionen von Zugangspunkten, die dafür notwendig sind.
    Die Realität wird uns zwingen, sich mehr mit H2 zu befassen.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.18 16:42 durch vssmnn.

  2. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: stiGGG 10.02.18 - 17:01

    Jeden Tag ein neuer Elektroautoartikel.
    Jeden Tag steht ein Neuer auf, der entgegen aller Expertenmeinung den bereits totgesagten Wasserstoff anpreist.
    Jeden Tag aufs Neue gibts dafür keine fundierten Argumente.
    Herzlichen Glückwunsch, du warst der Neue heute!

  3. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: Csot 10.02.18 - 20:34

    Kurzer Faktencheck: In Frankreich wurde das erste Wasserstoff-Pedelec entwickelt, welches 2019 auf den Markt kommt. In diesem Jahr werden in Niedersachsen die ersten Züge mit Brennstoffzelle fahren. Geplant sind hier vorerst 14 dieser Züge des Typ Coradia iLint. In Hessen sollen ab 2020 zehn Züge dieses Typs fahren. Den benötigten Wasserstoff sollen diese vom nahegelegenen Industriepark beziehen, wo dieser als Abfallprodukt anfällt. In Österreich soll ab 2022 die Zillertalbahn mit neu entwickelten Wasserstoff Antrieben in den Regelbetrieb gehen. Beim Brennstoffzellen-Kfz benötigt man circa ein Kilogramm Wasserstoff für eine Strecke von 100 Kilometern. Das Tanken von Wasserstoff dauert lediglich circa drei Minuten und kann bereits heute mehr als 500 Kilometer möglich machen, was einen Diesel adäquat ersetzt. In der nächsten Brennstoffzellen-Generation soll die Reichweite auf das Doppelte steigen. In Deutschland benötigt man ca. 1000 H2-Tankstellen für eine flächendeckende Versogrung, welche problemlos in das bestehende Tankstellennetz integriert werden kann. Es wird erwartet, dass in der Zeit zwischen 2020 und 2030 die Brennstoffzelle zu einem ähnlichen Boom führen wird, wie seinerzeit in den 90ern die Solar- und Windenergie. Ein Förderprogramm der Bundesregierung soll helfen, Wasserstoffautos bis zum Jahr 2026 massentauglich machen. Toyota, Hyundai und Honda bieten bereits heute Wasserstoff Autos in Serie. Meine persönliche Vermutung: Auch die deutschen Autobauer könnten längst in Serie durchstarten. Diese Kuh möchte man aus ökonomischen Gründen aber sehr, sehr langsam melken. Ich gehe davon aus, dass langfristig eine Zwei-Antriebs Strategie gefahren werden soll. So wie es heute Benzin und Diesel gibt, wird es in zehn Jahren reine Elektro über Kabel und Wasserstoff Brennstoffzellen Autos geben.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.18 20:40 durch Csot.

  4. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: oxybenzol 10.02.18 - 23:49

    Jetztz musst du aber noch erklären woher der H2 für 40 Mio PKW kommen soll, denn Abfallwasserstoff gibts nicht in solchen Mengen.
    Man kann natürlich H2 aus Strom erzeugen, nur hast du dann einen zusätzlichen Energieverlust im Vergleich zum E-Auto. Die Elektrolyse kostet 15%, das Komprimieren auf 800 Bar kostet noch mal 15% und die Brennstoffzelle selbst braucht auch noch mal 40-50% damit die Reaktion schnell genug abläuft.

    Nun kannst du sagen, dass man ja nur Strom verwendet, der ansonsten nicht gebraucht wird und deshalb normalerweise ins Ausland verschenkt wird. Ist natürlich möglich, nur reicht das nicht für 40 Mio PKW.
    Wenn 40 Mio PKW mit Strom betrieben werden, steigt der Strombedarf um etwa 20%. Aufgrund des oben beschriebenen Wirkungsgradverlustes würde der Bedarf bei 40 Mio Brennstoffzellenautos um 40-50% steigen. Also müsste etwa ein Drittel des produzierten Stroms Abfall sein. Dies ist erst mal recht unwahrscheinlich und führt gleichzeitig dazu, dass der restliche Strom teurer wird. Strom ist ja schließlich nicht kostenlos. Da der Abfallstrom ja kein Geld kosten soll, müssen also die anderen zwei Drittel die Kosten tragen. Und ja, du willst, dass der Abfallstrom möglichst kostenlos ist, denn sonst greifst du zu Wasserstoff aus dampfreformiertem Erdgas.

  5. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: Gamma Ray Burst 11.02.18 - 23:19

    Csot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurzer Faktencheck: In Frankreich wurde das erste Wasserstoff-Pedelec
    > entwickelt, welches 2019 auf den Markt kommt. In diesem Jahr werden in
    > Niedersachsen die ersten Züge mit Brennstoffzelle fahren. Geplant sind hier
    > vorerst 14 dieser Züge des Typ Coradia iLint. In Hessen sollen ab 2020 zehn
    > Züge dieses Typs fahren. Den benötigten Wasserstoff sollen diese vom
    > nahegelegenen Industriepark beziehen, wo dieser als Abfallprodukt anfällt.
    > In Österreich soll ab 2022 die Zillertalbahn mit neu entwickelten
    > Wasserstoff Antrieben in den Regelbetrieb gehen. Beim Brennstoffzellen-Kfz
    > benötigt man circa ein Kilogramm Wasserstoff für eine Strecke von 100
    > Kilometern. Das Tanken von Wasserstoff dauert lediglich circa drei Minuten
    > und kann bereits heute mehr als 500 Kilometer möglich machen, was einen
    > Diesel adäquat ersetzt. In der nächsten Brennstoffzellen-Generation soll
    > die Reichweite auf das Doppelte steigen. In Deutschland benötigt man ca.
    > 1000 H2-Tankstellen für eine flächendeckende Versogrung, welche problemlos
    > in das bestehende Tankstellennetz integriert werden kann. Es wird erwartet,
    > dass in der Zeit zwischen 2020 und 2030 die Brennstoffzelle zu einem
    > ähnlichen Boom führen wird, wie seinerzeit in den 90ern die Solar- und
    > Windenergie. Ein Förderprogramm der Bundesregierung soll helfen,
    > Wasserstoffautos bis zum Jahr 2026 massentauglich machen. Toyota, Hyundai
    > und Honda bieten bereits heute Wasserstoff Autos in Serie. Meine
    > persönliche Vermutung: Auch die deutschen Autobauer könnten längst in Serie
    > durchstarten. Diese Kuh möchte man aus ökonomischen Gründen aber sehr, sehr
    > langsam melken. Ich gehe davon aus, dass langfristig eine Zwei-Antriebs
    > Strategie gefahren werden soll. So wie es heute Benzin und Diesel gibt,
    > wird es in zehn Jahren reine Elektro über Kabel und Wasserstoff
    > Brennstoffzellen Autos geben.


    Daimler bietet den GLC mit FuelCell an... genauer ein Fuel cell Batterie Hybrid

  6. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: HansiHinterseher 12.02.18 - 08:08

    H2O ist in der Strategie der Autohersteller mit drin! Aber kommt Zeit kommt Wasserstoff.

    Akku-Technik ist nur ein kurzer Hype, an dem nur ein paar wenige dran verdienen.

    Bei H2O können viel mehr Firmen mitverdienen:

    https://cleanenergypartnership.de/clean-energy-partnership/wer-ist-die-cep/

    https://www.shell.de/energie-und-innovation/mobilitaet/wasserstoff.html

    Und zentrale Tankstellen sind einfach besser, hat sich mit dem Benzin und Diesel bewährt!

  7. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: oxybenzol 12.02.18 - 08:58

    Daimler baut den Akku nicht reich weil das so toll wäre, denn es macht das Auto teurer. Der Akku ist bei FCell ein Muss, da die Brennstoffzelle nicht mit dem Lastwechsel klar kommt. Wenn du ein anderes Fahrzeug überholen will, soll ja die Leistung sofort anliegen und nicht erst nach 30 Sekunden.

  8. Re: Die Akku Fraktion hat sich verrannt- wie bei Energiesparlampen auch

    Autor: Azzuro 13.02.18 - 04:34

    > Daimler baut den Akku nicht reich weil das so toll wäre, denn es macht das
    > Auto teurer. Der Akku ist bei FCell ein Muss, da die Brennstoffzelle nicht
    > mit dem Lastwechsel klar kommt.

    Aus diesem Grund haben alle Brennstoffzellenautos einen Akku, aber nur einen Kleinen. Daimler dagegen baut beim F-Cell einen 13,3kWh Akku ein, der sich an der Steckdose laden lässt und man 60km nur mit dem Strom aus der Batterie fahre kann. Das macht bisher kein Hersteller, und die von dir genannte Begründung dafür erklärt das auch nicht. Ich würde eher sagen, dass dadurch gerade zu diesem Zeitpunkt ein Brennstoffzellenauto überhaupt erstmal interessanter wird. Denn die geringe Tankstellendichte macht ein FCEV derzeit extrem unattraktiv. Wenn man nicht zufällig ganz in der Nähe eine Tankstelle hat, ist ein FCEV derzeit quasi unbenutzbar oder extrem unpraktisch. Den F-Cell dagegen kann ich zuhause laden und alltägliche Kurzstrecken dann nur mit Batteriestrom fahren und muss nur für längere Strecken mal H2 tanken. Zumindest derzeit ist Strom aus dere heimischen Steckdose auch deutlich billiger als H2, das relativiert den Aufpreis, den man für den großen Akku zahlt.

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