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In Zukunft

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  1. In Zukunft

    Autor: LinuxNerd 30.06.15 - 17:25

    Gibts dann eben wieder DSL mit 20GB Freivolumen und nur ausgewählte Partner Streamingseiten werden nicht auf den Traffic mit angerechnet oder so. Auf diese Weise könnten dann Telco Monopolisten Inhalte Anbieter wohl doch mächtig unter Druck setzen und indirekt drosseln. Insofern dürften sich da evtl am Ende nur die zahlungskräftigsten Konzerne mit ihren Angeboten im Internet durchsetzen.

    D.h die jetzige Regelung wäre nur dann aktzeptabel wenn die Provider verpflichtet sind auch in Zukunt flatrates im Festnetz anzubieten. Ansonsten könnte das durchaus gefährlich werden für unsere Freiheit.

    ..........................................................................
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  2. Re: In Zukunft

    Autor: robinx999 30.06.15 - 19:32

    Ein dreistelliger GB wert wird es vermutlich schon werden
    Aber wenn man so mal die Caps in den USA anschaut https://gigaom.com/2013/11/15/data-cap-2013/
    Dann könnte man sehen wohin die Reise geht und wenn dann bestimmte Dienste Ausgenommen werden (wie man es ja vom Mobilfunk teilweise kennt) dann könnte es spannend werden. Und man muss dann im zweifel überlegen ob man UHD wirklich streamen will (und hoffen das die Apps die Möglichkeit haben werden die Qualität zu senken)

  3. Re: In Zukunft

    Autor: Trockenobst 30.06.15 - 23:55

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > UHD wirklich streamen will (und hoffen das die Apps die Möglichkeit haben
    > werden die Qualität zu senken)

    Netzneutralität ist nur ein Thema, wenn man keine 100er Leitungen+ in der Breite hat. Es gibt inzwischen zu viele Player im Markt die hier aktiv sind. Solange man 16er Leitungen als Basis nimmt, blockieren zweimal Youtube und einmal Netflix natürlich irgendwelche Skype-Anrufe.

    Bei 100 oder 200mbit passiert das nicht. Und somit fällt das ganze Argument flach. In Südkorea und Japan, wo es die dicken FTTH Leitungen direkt bis an die Fritzbox gibt, ist diese Diskussion nicht existent.

    Genau deswegen versucht man jetzt noch zu retten was zu retten ist. Mit dem Installations- und Verlegedruck ist in spätestens 10 Jahren das Ding gegessen. Es gibt zu viele ungenutzte Interkontinental-Glasfaserleitungen und deswegen einen hohen Druck mehr Endkunden außerhalb von sowieso überversorgten Großunternehmen zu gewinnen.

    Durch neue ganz neue Methoden lassen sich auch kilometerlange Glasfaserleitungen für ein paar 10.000¤ legen. Im Kapitalismus gibt es keine künstlichen Schranken. Das gibt es nur, solange man die Eintrittshürden in einen Markt durch Politik hoch hält.

    Die Telekom und Co. kämpfen jetzt Rückzugsgefechte. Wenn man ständig kleinen Dörfern in letzter Sekunde in ihre WiiMax oder Kabelfernsehen-Projekte reingrätschen muss, ist das nicht das Verhalten eines Siegers. Das ist das Verhalten eines panischen Verlierers, der auf keinen grünen Zweig mehr kommt und bereits interpolieren kann wie die trostlos seine Zukunft aussehen wird. Deswegen auch diese Zockereien mit Vectoring und all dem Ex-monopolistischen Unsinn.

    Wenn man sieht mit welchen juristischen Tricks in den USA (erfolglos) verhindert werden soll, dass WiiMax Systeme ganze Stadtteile mit Youtube und Netflix versorgen, sehe ich bei 100mit in jeder Großstadt 2020 keinerlei Chance mehr, dass man das Argument mit den "wichtigen Services" noch hochhalten muss. Nicht bei praktisch unlimitierter Bandbreite.

  4. Re: In Zukunft

    Autor: robinx999 01.07.15 - 06:05

    Aber gerade in den USA haben die großen Provider ja nach wie vor Traffic Limits. 300 GB Inklusive und dann halt immer 10$ / 50GB ist da durchaus nichts ungewöhnliches.

    Wobei ich langfristig die Probleme eher bei den Peering Punkten sehe und nicht so sehr bei der Letzten Meile (und ja die muss auch ausgebaut werden). Aber man hat ja auch schon gesehen das die Telekom teilweise Probleme mit Youtube hatte. Auch das Beispiel aus den USA zeigt das Problem https://www.golem.de/news/peering-provider-streit-um-netflix-traffic-laehmt-unbeteiligte-firmen-1411-110243-2.html

    Gut dem mag Netflix evtl. mit seinem Openconnect Programm entgegen wirken, aber dann sind wir wieder bei dem Problem das es sich nur die großen leisten können.

    Und gerade bei den Kabelanbietern sieht man doch jetzt schon Kooperationen mit den Video Diensten (bucht man bei Unitymedia 3play mit 200 Mbit hat man Automatisch Maxdome mitgebucht, das sieht mir doch genau danach aus, das die Internetprovider in Zukunft halt mir den großen Inhaltsanbietern zusammen arbeiten)

  5. Re: In Zukunft

    Autor: matok 01.07.15 - 20:12

    LinuxNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Insofern dürften sich da
    > evtl am Ende nur die zahlungskräftigsten Konzerne mit ihren Angeboten im
    > Internet durchsetzen.

    Und es ist geradezu ironisch, dass solche wettbewerbsfeindlichen Vorschläge ausgerechnet von den Wirtschaftsradikalen kommen, die ansonsten so gerne freie Märkte predigen, Freihandelsabkommen und so.

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