1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › EU-Gesundheitskommissar: 5G soll…

Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: hle.ogr 22.01.19 - 09:38

    Wer glaubt denn noch den Aussagen? Bei 5G wurde inzwischen schon so viel Geld hineingesteckt, dass es da doch verstaendlich ist, dass Unbedenklichkeit vorgetragen wird. Mich verwirrt nur, warum man erst jetzt darueber diskutiert, warum hat man bei der Forschung den Gesundheitsaspekt nicht schon vertiefend untersucht??

  2. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: /mecki78 22.01.19 - 12:30

    hle.ogr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer glaubt denn noch den Aussagen?

    Es gibt keinen Beleg, ja nicht einmal ein nicht widerlegbares Indiz dafür, dass Glyphosat krebserregend ist. Nur weil das jemand behauptet, wird es deswegen nicht wahr:

    Laut einer 2000 veröffentlichten Übersichtsarbeit (Williams et al., 2000) haben umfassende Studien an Versuchstieren gezeigt, dass es keine Hinweise für Karzinogenität, Mutagenität, Neurotoxizität oder Reproduktionstoxizität für den Menschen gebe.

    Die USEPA stellte Glyphosat in einer Bewertung aus dem Jahr 2000 in eine Stoffgruppe, für die Beweise vorliegen, dass sie für den Menschen nicht kanzerogen sind.

    Eine von Monsanto unterstützte Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2012 untersuchte 21 epidemiologische Studien (sieben Kohortenstudien und 14 Fall-Kontroll-Studien). Die Übersichtsarbeit konnte kein konsistentes Muster eines positiven Zusammenhangs finden, der auf einen Kausalzusammenhang zwischen Krebs (und einzelnen Krebsarten) und Glyphosatexposition hinweise.

    Eine weitere von der Glyphosate Task Force unterstützte und 2015 veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte 14 Karzinogenitätsstudien, die in Zulassungsverfahren verwendet wurden. Die Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine Hinweise auf krebserregende Effekte in Zusammenhang mit Glyphosatanwendungen gebe.

    Die USEPA stellte in einer im Juni 2015 veröffentlichten Analyse des wissenschaftlichen Kenntnisstands auf Basis der Weight-of-Evidence-Methode fest, dass es keine überzeugenden Hinweise für potenzielle Interaktionen von Glyphosat mit Östrogen, Androgen und Thyroxin gebe.

    Der Gemeinsame FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Pestizidrückstände (JMPR) bewertete Glyphosat hinsichtlich Kanzerogenität seit 1993 mehrfach, zuletzt 2016. Den Bewertungen zufolge sind die über die Nahrung aufgenommenen Rückstände von Glyphosat beim Menschen wahrscheinlich nicht genotoxisch und nicht kanzerogen.

    Die japanische Behörde für Lebensmittelsicherheit (FSC) fand in einer 2016 veröffentlichten umfangreiche Risikobewertung zu Glyphosat keine Hinweise auf Karzinogenität oder Genotoxizität.

    Im September 2016 veröffentlichte die USEPA ihre Einschätzung des karzinogenen Potenzials von Glyphosat im Rahmen der routinemäßigen (mindestens alle 15 Jahre fälligen) Überprüfung der Zulassung. Die Einschätzung wurde auf Basis aller verfügbaren Studien getroffen und lautet „wahrscheinlich nicht krebserregend“.

    Im April 2017 veröffentlichte Health Canada eine Neubewertung von Glyphosat, wonach Glyphosat nicht genotoxisch und wahrscheinlich nicht krebserregend für den Menschen ist.

    Eine im November 2017 publizierte umfassende prospektive Kohortenstudie von knapp 45.000 Glyphosatanwendern kam zu dem Ergebnis, dass kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Auftreten solider Tumoren bzw. maligner Lymphome besteht.

    Es gibt Haufenweise Studien, Untersuchungen, Testreihen und Statistiken von unabhängigen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Regierungsbehörden in aller Welt und keine einzige konnte eine krebserregende Wirkung nachweisen oder auch nur Indikatoren finden, die auf so eine Wirkung hindeuten würde. Die Tatsache, dass irgend ein Mensch, der irgendwann mal irgendwo Glyphosat benutzt hat, an Krebs erkrankt ist, ist kein Beweis für irgend etwas. Jedes Jahr erkranken Mio von Menschen der gleichen Krebsart und keiner von denen ist mit Glyphosat oder mit Glyphosat behandelten Produkten in Berührung gekommen. Es gibt tausende von Dingen, die so einen Krebs auslösen können und Korrelation ist nicht das gleiche wie Kausalität. Nur weil alle Leute, die den gleichen Krebs bekommen, regelmäßig Pizza essen, ist Pizza noch lange nicht der Auslöser für den Krebs.

    Wenn also hunderte von Wissenschaftlern und Forschungsgruppen sagen, dass es nicht krebserregend ist und nur eine einzige Forschungsgruppe auf der Welt jemals zu einem anderen Ergebnis gekommen ist, dann muss diese eine also Recht haben, weil... ja warum eigentlich? Weil du dir wünscht, dass Glyphosat krebserregend ist? Weil das besser in dein Weltbild passt, denn wer braucht schon Fakten? Noch dazu hat selbst diese eine nicht einmal belegt oder auch nur behauptet, dass er krebserregend ist. Sie hat lediglich gesagt, dass es nach ihrer Einschätzung, "wahrscheinlich krebserregend ist", das ist nicht einmal eine konkrete Aussage und sie hat keine einzigen objektiven Beleg dafür geliefert, nur ein paar statistische Zahlen, die wenn man sie lange genug im Kreis dreht, sich theoretisch so interpretieren lassen, dass ein Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebst nicht gänzlich auszuschließen ist. Wow, na wenn das mal kein Beweis für gar nichts ist. Denn wenn man die Zahlen anders herum im Kreis dreht, dann sagen sie nämlich gar nichts aus, weil sie keinerlei Kausalität nachweisen.

    Warum erkranken z.B. Landwirte, die jeden Tag Glyphosat einsetzen statistisch genauso oft an Krebs wie Landwirte, die noch nie in ihren Leben Glyphosat eingesetzt haben? Wie bitte kann das ein, wenn Glyphosat krebserregend ist? Erstere müssten doch Reihenweise an Krebs erkranken. Tun sie aber nicht. Es ist nicht einmal eine leichte statische Häufung zu sehen. Als es um die Frage ging, ob z.B. Asbest krebserregend ist, da ließ sich das leicht nachweisen: Bauarbeiter, die regelmäßig damit in Kontakt kamen auf Baustellen erkrankten statisch deutlich häufiger an Krebs als die wo das nicht der Fall war. Genau das gleiche Bild müsste sich bei Glyphosat ergeben, hat es aber noch nie irgendwo auf der Welt.

    /Mecki

  3. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: PeterTasse 22.01.19 - 17:58

    Naja. Geht man mal in andere, teilweise auch ärmere Länder, wo die Leute weniger darauf achten wie man mit Glyphosat umgeht. Das zB auf Ihre Obstplantagen sprühen und teilweise selber durch den Nebel fahren. Da gibt es statistisch nachgewiesene Häufungen.
    Und so oder so. Das Zeug ist mittlerweile in jedem von uns nachweisbar. Weil es einfach überall verwendet wird. Und das kann einfach nicht gut sein, so denke ich mir das. Ich bin weder Chemiker noch Biologe oder Arzt.

    Und so oder so. Das Zeug ist praktisch. Warum sollte man es also Abschaffen?
    Dennoch gibt es genug Leute auf der ganzen Welt, in jedem möglichen daran teilhabenden Sektor und in jeder Position, die ihre Zweifel an dem Zeug haben. Und alleine, dass es da so viele Zweifel dran gibt sollte eigtl. ausreichen es zu verbieten.
    Es ist unglaublich schwer bei einem so weit verbreitetem Zeug etwas nachzuweisen. Und dagegen steht ein Riese wie Bayer, der das natürlich weiter verkaufen möchte.
    Hinzu kommt, dass das Zeug ja nicht nur uns schadet sondern auch der Natur. Überall wo das verwendet wird gibt es nichts mehr, kein Unkraut und und und. Nichts von dem was die Lebensgrundlage für viele Tiere darstellt. Reine Ertragsfläche ohne jeden "Schädling". Und das wird uns allen noch mächtig Probleme bereiten. Und wären da nicht die Krebsdebatten, das alleine wäre schon ein Grund das Zeug restlos zu verbieten. Denn ohne die Tiere (zB Insekten und Vögel) haben auch wir irgendwann nichts mehr zu futtern...Abgesehen von vielen anderen Problemen wie zB dem Bayersaatgut was man nicht selber nachzüchten kann usw...
    Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist toll für den Ertrag, aber eine Katastrophe für unser Ökosystem und allem was damit zusammenhängt - und irgendwann auch uns selbst...

  4. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: plutoniumsulfat 22.01.19 - 18:34

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine von Monsanto unterstützte Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2012
    > untersuchte 21 epidemiologische Studien (sieben Kohortenstudien und 14
    > Fall-Kontroll-Studien). Die Übersichtsarbeit konnte kein konsistentes
    > Muster eines positiven Zusammenhangs finden, der auf einen
    > Kausalzusammenhang zwischen Krebs (und einzelnen Krebsarten) und
    > Glyphosatexposition hinweise.
    >
    > Eine weitere von der Glyphosate Task Force unterstützte und 2015
    > veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte 14 Karzinogenitätsstudien, die
    > in Zulassungsverfahren verwendet wurden. Die Übersichtsarbeit kommt zu dem
    > Schluss, dass es keine Hinweise auf krebserregende Effekte in Zusammenhang
    > mit Glyphosatanwendungen gebe.

    > Es gibt Haufenweise Studien, Untersuchungen, Testreihen und Statistiken von
    > unabhängigen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Regierungsbehörden
    > in aller Welt und keine einzige konnte eine krebserregende Wirkung
    > nachweisen oder auch nur Indikatoren finden, die auf so eine Wirkung
    > hindeuten würde.

    Leider auch nicht unabhängige Studien. Eine Studie zur Unbedenklichkeit von Zigaretten wäre, würde sie von Marlboro finanziert, nicht mal das Papier wert, auf dem sie gedruckt wäre.

  5. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: PeterTasse 22.01.19 - 20:29

    Das ist auch richtig. Ja, es gibt viel Studien die keinen Zusammenhang feststellen können.
    Leider sind viele der Institude aber doch irgendwie von Bayer und Co finanziert, was es wirklich absolut wertlos macht. Und - glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.

    Solange es genug Studien gibt, die einen Zusammenhang herstellen können, und solange es Anwender sowie Fachleute gibt die das Zeug für höchstbedenklich halten ist es mit Vorsicht zu genießen. Und wie schon geschrieben, das Zeug hat tausend Nachteile die bei der Diskussion gerne vergessen werden. Wenn es nicht der Krebs ist, ist es die Artenvielfalt und die Umwelt inklusive aller Tiere die unter dem Zeug leiden. Und das tun sie, alleine schon wegen der Wirkung und den dementsprechenden Folgen des Mittels...So praktisch das Zeug für die Landwirtschaft von heute auch sein mag, so schädlich ist es für Alle Beteiligten.

    Und ehrlich gesagt kann ich in den pro argumenten nur wenig erkennen. Außer der Angst aller Beteiligten eine gute Einnahmequelle zu verlieren. Den Landwirten macht es die Arbeit viel viel leichter, den Verkäufern beschert es ein gutes Geschäft und für den Hersteller ist es mit eines der besten Geschäfte überhaupt. Zum Glück gibt es immer mehr Wiederstand gegen das Zeug - in der Hoffnung, dass es bald verboten wird in der EU und evtl. auch Weltweit...

  6. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: Megusta 23.01.19 - 09:04

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hle.ogr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wer glaubt denn noch den Aussagen?
    >
    > Es gibt keinen Beleg, ja nicht einmal ein nicht widerlegbares Indiz dafür,
    > dass Glyphosat krebserregend ist. Nur weil das jemand behauptet, wird es
    > deswegen nicht wahr:
    >
    > Laut einer 2000 veröffentlichten Übersichtsarbeit (Williams et al., 2000)
    > haben umfassende Studien an Versuchstieren gezeigt, dass es keine Hinweise
    > für Karzinogenität, Mutagenität, Neurotoxizität oder Reproduktionstoxizität
    > für den Menschen gebe.
    >
    > Die USEPA stellte Glyphosat in einer Bewertung aus dem Jahr 2000 in eine
    > Stoffgruppe, für die Beweise vorliegen, dass sie für den Menschen nicht
    > kanzerogen sind.
    >
    > Eine von Monsanto unterstützte Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2012
    > untersuchte 21 epidemiologische Studien (sieben Kohortenstudien und 14
    > Fall-Kontroll-Studien). Die Übersichtsarbeit konnte kein konsistentes
    > Muster eines positiven Zusammenhangs finden, der auf einen
    > Kausalzusammenhang zwischen Krebs (und einzelnen Krebsarten) und
    > Glyphosatexposition hinweise.
    >
    > Eine weitere von der Glyphosate Task Force unterstützte und 2015
    > veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte 14 Karzinogenitätsstudien, die
    > in Zulassungsverfahren verwendet wurden. Die Übersichtsarbeit kommt zu dem
    > Schluss, dass es keine Hinweise auf krebserregende Effekte in Zusammenhang
    > mit Glyphosatanwendungen gebe.
    >
    > Die USEPA stellte in einer im Juni 2015 veröffentlichten Analyse des
    > wissenschaftlichen Kenntnisstands auf Basis der Weight-of-Evidence-Methode
    > fest, dass es keine überzeugenden Hinweise für potenzielle Interaktionen
    > von Glyphosat mit Östrogen, Androgen und Thyroxin gebe.
    >
    > Der Gemeinsame FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Pestizidrückstände
    > (JMPR) bewertete Glyphosat hinsichtlich Kanzerogenität seit 1993 mehrfach,
    > zuletzt 2016. Den Bewertungen zufolge sind die über die Nahrung
    > aufgenommenen Rückstände von Glyphosat beim Menschen wahrscheinlich nicht
    > genotoxisch und nicht kanzerogen.
    >
    > Die japanische Behörde für Lebensmittelsicherheit (FSC) fand in einer 2016
    > veröffentlichten umfangreiche Risikobewertung zu Glyphosat keine Hinweise
    > auf Karzinogenität oder Genotoxizität.
    >
    > Im September 2016 veröffentlichte die USEPA ihre Einschätzung des
    > karzinogenen Potenzials von Glyphosat im Rahmen der routinemäßigen
    > (mindestens alle 15 Jahre fälligen) Überprüfung der Zulassung. Die
    > Einschätzung wurde auf Basis aller verfügbaren Studien getroffen und lautet
    > „wahrscheinlich nicht krebserregend“.
    >
    > Im April 2017 veröffentlichte Health Canada eine Neubewertung von
    > Glyphosat, wonach Glyphosat nicht genotoxisch und wahrscheinlich nicht
    > krebserregend für den Menschen ist.
    >
    > Eine im November 2017 publizierte umfassende prospektive Kohortenstudie von
    > knapp 45.000 Glyphosatanwendern kam zu dem Ergebnis, dass kein statistisch
    > signifikanter Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Auftreten solider
    > Tumoren bzw. maligner Lymphome besteht.
    >
    > Es gibt Haufenweise Studien, Untersuchungen, Testreihen und Statistiken von
    > unabhängigen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Regierungsbehörden
    > in aller Welt und keine einzige konnte eine krebserregende Wirkung
    > nachweisen oder auch nur Indikatoren finden, die auf so eine Wirkung
    > hindeuten würde. Die Tatsache, dass irgend ein Mensch, der irgendwann mal
    > irgendwo Glyphosat benutzt hat, an Krebs erkrankt ist, ist kein Beweis für
    > irgend etwas. Jedes Jahr erkranken Mio von Menschen der gleichen Krebsart
    > und keiner von denen ist mit Glyphosat oder mit Glyphosat behandelten
    > Produkten in Berührung gekommen. Es gibt tausende von Dingen, die so einen
    > Krebs auslösen können und Korrelation ist nicht das gleiche wie
    > Kausalität. Nur weil alle Leute, die den gleichen Krebs bekommen,
    > regelmäßig Pizza essen, ist Pizza noch lange nicht der Auslöser für den
    > Krebs.
    >
    > Wenn also hunderte von Wissenschaftlern und Forschungsgruppen sagen, dass
    > es nicht krebserregend ist und nur eine einzige Forschungsgruppe auf der
    > Welt jemals zu einem anderen Ergebnis gekommen ist, dann muss diese eine
    > also Recht haben, weil... ja warum eigentlich? Weil du dir wünscht, dass
    > Glyphosat krebserregend ist? Weil das besser in dein Weltbild passt, denn
    > wer braucht schon Fakten? Noch dazu hat selbst diese eine nicht einmal
    > belegt oder auch nur behauptet, dass er krebserregend ist. Sie hat
    > lediglich gesagt, dass es nach ihrer Einschätzung, "wahrscheinlich
    > krebserregend ist", das ist nicht einmal eine konkrete Aussage und sie hat
    > keine einzigen objektiven Beleg dafür geliefert, nur ein paar statistische
    > Zahlen, die wenn man sie lange genug im Kreis dreht, sich theoretisch so
    > interpretieren lassen, dass ein Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebst
    > nicht gänzlich auszuschließen ist. Wow, na wenn das mal kein Beweis für gar
    > nichts ist. Denn wenn man die Zahlen anders herum im Kreis dreht, dann
    > sagen sie nämlich gar nichts aus, weil sie keinerlei Kausalität
    > nachweisen.
    >
    > Warum erkranken z.B. Landwirte, die jeden Tag Glyphosat einsetzen
    > statistisch genauso oft an Krebs wie Landwirte, die noch nie in ihren Leben
    > Glyphosat eingesetzt haben? Wie bitte kann das ein, wenn Glyphosat
    > krebserregend ist? Erstere müssten doch Reihenweise an Krebs erkranken. Tun
    > sie aber nicht. Es ist nicht einmal eine leichte statische Häufung zu
    > sehen. Als es um die Frage ging, ob z.B. Asbest krebserregend ist, da ließ
    > sich das leicht nachweisen: Bauarbeiter, die regelmäßig damit in Kontakt
    > kamen auf Baustellen erkrankten statisch deutlich häufiger an Krebs als die
    > wo das nicht der Fall war. Genau das gleiche Bild müsste sich bei Glyphosat
    > ergeben, hat es aber noch nie irgendwo auf der Welt.


    Dieser Beitrag hört sich für mich so an, als würdest du bei Monsanto arbeiten. Wie bereits erwähnt gibt's genug andere Nachteile

  7. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: /mecki78 23.01.19 - 20:18

    Megusta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieser Beitrag hört sich für mich so an, als würdest du bei Monsanto
    > arbeiten.

    Ihr müsst euch mal entscheiden. Mir wurde hier im Forum schon vorgeworfen für mehr als ein dutzend Unternehmen zu arbeiten und ich kann ja wohl schlecht für alle arbeiten, oder?

    Mir geht es darum, dass ich es nicht ausstehen kann, wenn Leute selektive Fakten verbreiten. 25 Studien sagen so, eine sagt etwas anders und weil die eine das sagt, was der Zuhörer hören wollte, werden deren Inhalte verbreitet und als einzige Tatsache hingestellt, die 25 anderen werden einfach ignoriert und gar nicht weiter erwähnt. Denn die eine Studie, die muss Recht haben, weil sie das sagt, was man hören will?

    Kommt mir vor wie die Flacherdler. Die blenden sogar hunderttausende von Wissenschaftlern, physische Beweise, Fotos und Filme aus, angeblich alles falsch und gelogen. Nur das was deren Experten sagen ist wahr und zwar deswegen, weil man will, dass es wahr ist. Aber so funktioniert das nun einmal nicht:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flat_Earth_Society

    > Wie bereits erwähnt gibt's genug andere Nachteile

    Ich habe auch nie behauptet, dass es keine gibt. Ich habe nur den OP darauf hingewiesen, dass von einem rein objektiven Standpunkt, niemand jemals über Glyphosat gelogen hat und daher die Aussage "Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr" vollkommen populistischer Mist ist.

    Ein Punkt, den aber die Glyphosat-Gegner auch gerne unter den Tisch fallen lassen, ist der: Wenn Landwirte morgen kein Glyphosat mehr nutzen dürfen, dann werden sie ja deswegen nicht nichts nutzen und alle zu Ökobauern werden. Dann werden sie halt wieder das nutzen, was sie vor Glyphosat verwendet haben und genau hier schaut aber keiner drauf, denn dass diese Mittel, die nach wie vor legal und zugelassen sind, teilweise viel giftiger, umweltschädlicher und noch eher in Verdacht stehen Gesundheitsschäden hervorzurufen, davon spricht seltsamer Weise niemand. Wo ist denn der Gewinn, wenn wir morgen Glyphosat verbieten und dann zu viel gefährlicheren Mitteln zurück kehren? Vor allem wer bitte hat dabei am Ende was genau gewonnen? Bayer ist es egal, weil die stellen nämlich auch viele der anderen Mittel her. Ob Bayer jetzt Geld verdient weil du bei denen Glyphosat oder Mittel X oder Mittel Y kaufst, das ist doch Bayer und deren Aktionären egal.

    Wenn du also schon die Wahl unter X Giften hast, dann nimmst du doch das Gift, das noch am harmlosesten ist, oder? Natürlich wäre kein Gift am besten, aber diese Option steht bei vielen einfach nicht zur Disposition aktuell. Vielleicht wenn die EU irgendwann mal wirklich die Verteilung der Agrarfördermittel überdenkt und nur noch ökologische Landwirtschaft fördert; ich wäre ja dafür, sag mir nur wo ich unterschieben muss. Aber bis das passiert, werden Landwirte Gifte einsetzen gegen Unkraut, gegen Insekten und gegen Pilzbefall. Und Glyphosat wird bereits seit Mitte der 70er Jahre eingesetzt, wenn es also wirklich Krebserregend wäre, dann hätte das schon lange einen massiven Anstieg der Krebsrate zur Folge haben müssen.

    Glyphosat ist ein Unkrautvernichter, wobei, eigentlich nicht, eigentlich ist Glyphosat ein Pflanzengift. Glyphosat tötet einfach jegliche Pflanze ab, mit der es in Berührung kommt. Es würde auch die Nutzpflanze am Feld abtöten und genau hier kommt der Trick an der Geschichte: Pflanzen können gegen Glyphosat immun gemacht werden. Also macht man die Nutzpflanze immun und bespritzt dann das ganze Feld mit dem Ergebnis, dass alles bis auf die Nutzpflanze dort abstirbt.

    Das klingt jetzt ganz furchtbar, aber vergleichen mit anderen Herbiziden (Unkrautvernichtern), ist Glyphosat relativ harmlos. Zum einen ist es nicht sehr mobil, sprich, sprühst du das wohin, dann bleibt es dort, da es viel weniger von Wind oder Regen weggetragen wird als andere Produkte dieser Art. Das ist wichtig, weil du willst ja das Gift vom Feld nicht im benachbarten Wald haben. Dann hat es eine sehr geringe Lebensdauer, sprich, es zerfällt bereits nach sehr kurzer Zeit in harmlose Substanzen. Das ist gut, falls es doch mal weggetragen wird durch Wind oder Wasser. Wenn man es nicht immer wieder anwendet, ist es schon nach kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar im Boden oder in Pflanzen. Und dann hat es eine sehr niedrige Toxität bei Tieren, sprich, die Menge, ein Tier aufnehmen müsste, um ggf. einen gesundheitlichen Schaden zu erleiden, ist viel höher als bei anderen Mitteln, so dass Tiere meistens gar nicht so viel davon aufnehmen können.

    Und für den Menschen, der das Endprodukt konsumiert, ist die Gefahr auch so gut wie nicht vorhanden, denn bis das Endprodukt bei dir im Supermarkt landet, da hat sich der Wirkstoff schon vor Wochen komplett zu harmlosen Zerfallsprodukten zerlegt. Vor allem setzt man das Zeug ja nicht mehr kurz vor der Ernte ein, weil jetzt noch Unkraut vernichten zu wollen, das bringt doch gar nichts mehr, der Ertrag steht doch schon lange fest. Also selbst wenn es frisch vom Feld kommt ist gar kein Glyphosat mehr nachweisbar im Labor. Und wie gesagt, seit Mitte der 70er essen Menschen mit Glyphosat behandeltes Obst und Gemüse, wäre das Zeug gesundheitsschädlich, dann müsste das schon lange massiv aufgefallen sein und zwar ganz ohne Studie.

    Wer dem aus dem Weg gehen will, der kann ja heute Bioprodukte kaufen und ich finde ökologische Landwirtschaft wichtig und richtig, aber Glyphosat zu verteufeln oder damit den Tod der Glaubwürdigkeit rechtfertigen zu wollen, das kann ich so nicht Kommentarlos hinnehmen, weil so entstehen urbane Mythen und Fake News.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.01.19 20:32 durch /mecki78.

  8. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: /mecki78 23.01.19 - 20:25

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider auch nicht unabhängige Studien.

    Ich habe in meinem Post deutlich kenntlich gemacht, welche Studien von Monsanto in Auftrag gegeben oder finanziert wurden. Und ich wäre vorsichtig hier Regierungsorganisationen vorzuwerfen, dass deren Studien von Monsanto gekauft wurden, weil das wäre Bestechung und und damit eine Straftat, ganz davon abgesehen dass es Verrat an den Menschen wäre, die ja genau diese Organisationen zu schützen versuchen. So etwas könnten sie sich nur einmal leisten und dann wäre ihre Glaubwürdigkeit auf ewig dahin.

    Glyphosat wird seit Mitte der 70er Jahre verwendet. Es gibt hier niemand im Forum, der nicht mehrfach im Leben mit Glyphosat behandeltes Obst oder Gemüse gegessen hat. Wäre es wirklich massiv gefährlich, dann müssten die Menschen schon wie die Fliegen sterben. Das Raucher hingegen reihenweise Lungenkrebs bekommen und selbst wenn nicht deutlich früher sterben als der Rest, das hingegen belegt so ziemliche jegliche Studie und Statistik zu dem Thema, egal was die Tabaklobby sagt und egal wie viele gegenteilige Studien sie erstellt.

    Denn da ist es genau umgekehrt: Hier sagt die überragende Mehrheit der Studien, dass Rauchen gefährlich ist und nur einige wenige sagen vielleicht was anderes. Hier glaubt man der Mehrheit. Bei Glyphosat ist es aber umgekehrt. Hier sagt die überragende Mehrheit der Studien, dass es nicht gefährlich ist und eine enzige behauptet etwas anderes. Nur hier glaubt man dann dieser einen? Das wäre so als ob man der einen Studie glaubt, die sagt Rauchen ist harmlos. Die Mehrheit hat nicht immer Recht, aber ein einzelner kann sich doch viel leichter irren als tausende.

    /Mecki

  9. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: /mecki78 23.01.19 - 20:54

    PeterTasse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht man mal in andere, teilweise auch ärmere Länder, wo die Leute
    > weniger darauf achten wie man mit Glyphosat umgeht.

    Dort wird Glyphosat meistens gar nicht eingesetzt, denn wenn man weiß, wie Glyphosat funktioniert, dann weiß man auch warum es teuer ist. Glyphosat ist kein Unkrautvernichter im klassischen Sinn sondern ein Pflanzengift. Glyphosat tötet einfach jegliche Pflanze ab, mit der es in Berührung kommt. Es würde auch die Nutzpflanze am Feld abtöten und genau hier kommt der Trick an der Geschichte: Pflanzen können gegen Glyphosat immun gemacht werden. Also macht man die Nutzpflanze immun und bespritzt dann das ganze Feld mit dem Ergebnis, dass alles bis auf die Nutzpflanze dort abstirbt. Nur Saatgut für immune Pflanzen ist teuer, genauso wie Glyphosat selber und kannst du dir diese Pflanzen nicht leisten, dann kannst du auch kein Glyphosat einsetzen, weil damit würde deine Ernte gegen Null gehen. Da Monsanto ein Monopol auf immune Nutzpflanzen hat, kannst du diese nur von einer Firma und nur zu einem Preis beziehen und genau deswegen kommt Glyphosat in armen Ländern gar so stark zum Einsatz, weil hier nach wie vor ganz normales Saatgut verwendet wird.

    In diesen Ländern kommen entsprechend auch andere, viel billigere Herbizide zum Einsatz und die sind deutlich giftig und gefährlicher für Menschen. Denn vergleichen mit anderen Herbiziden, ist Glyphosat relativ harmlos. Zum einen ist es nicht sehr mobil, sprich, sprühst du das wohin, dann bleibt es dort, da es viel weniger von Wind oder Regen weggetragen wird als andere Produkte dieser Art. Das ist wichtig, weil du willst ja das Gift vom Feld nicht im benachbarten Wald haben. Dann hat es eine sehr geringe Lebensdauer, sprich, es zerfällt bereits nach sehr kurzer Zeit in harmlose Substanzen. Das ist gut, falls es doch mal weggetragen wird durch Wind oder Wasser, dann kommt es nicht weit. Wenn man es nicht immer wieder und wieder anwendet, ist es schon nach kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar im Boden oder in Pflanzen - andere Mittel sind noch Jahre nach ihrer Anwendung im Boden nachweisbar. Und dann hat es eine sehr niedrige Toxität bei Tieren, sprich, die Menge, ein Tier aufnehmen müsste, um ggf. einen gesundheitlichen Schaden zu erleiden, ist viel höher als bei anderen Mitteln, so dass Tiere meistens gar nicht so viel davon aufnehmen können, schon gar nicht in der kurzen Zeit, bis es zerfällt.

    Und für den Menschen, der das Endprodukt konsumiert, ist die Gefahr auch so gut wie nicht vorhanden, denn bis das Endprodukt bei dir im Supermarkt landet, da hat sich der Wirkstoff schon vor Wochen komplett zu harmlosen Zerfallsprodukten zerlegt. Vor allem setzt man das Zeug ja nicht mehr kurz vor der Ernte ein, weil jetzt noch Unkraut vernichten zu wollen, das bringt doch gar nichts mehr, der Ertrag steht doch schon lange fest. Also selbst wenn es frisch vom Feld kommt ist gar kein Glyphosat mehr nachweisbar im Labor.

    Was viele nicht wissen, seit Mitte der 70er Jahre wird Glyphosat eingesetzt. Niemand hier im Forum kann behaupten, noch nie Obst oder Gemüse gegessen zu haben, dass mit Glyphosat behandelt wurde. Wäre Glyphosat für Menschen gefährlich, dann bräuchte es keine Studie um das zu erkennen, nicht einmal eine Statistik, dann könnte das jeder mit seinen eigenen Augen sehen.

    > Das zB auf Ihre Obstplantagen sprühen und teilweise selber durch den Nebel fahren.
    > Da gibt es statistisch nachgewiesene Häufungen.

    Wo? Zeig mir die mal. Warum kennst du die und sonst kennt die niemand auf der Welt? Hast du einen Link? Kannst du eine entsprechende Studie benennen? Finde es immer toll, wenn Leute sagen "Da gibt es", aber dann nichts davon auch nur im Ansatz mit Fakten untermauern können. Ich habe konkrete Studien genannt, mit Datum wann sie erhoben wurde, von wem sie erhoben wurde und, falls bekannt, auch wer sie in Auftrag gegeben oder finanziert hat. Da waren auch welche von Monsanto in Auftrag gegebene oder finanzierte dabei, aber diese sind klar gekennzeichnet (da steht wortwörtlich, dass sie von Monsanto kommen). Alles was du lieferst ist "da gibt es".

    > Weil es einfach überall verwendet wird. Und das kann einfach nicht gut
    > sein, so denke ich mir das.

    Dir ist aber schon klar, dass wenn du morgen Glyphosat verbietest, dass dann die Landwirte andere Herbizide nutzen werden, oder? Also solche, die als deutlich gefährlicher eingestuft wurden, die nur sehr langsam zerfallen, die eine hohe Toxität bei Tieren haben und die leicht von Wind oder Regen davon getragen werden. Und jetzt die Masterfrage: Wer hat dann dabei bitte was genau gewonnen? Es ist ja nicht so, dass es hier um die Frage geht "Glyphosat oder gar nichts", sondern es geht hier um "Glyphosat oder viel schlimmeres" und ich weiß nicht warum sich so viele Menschen für "viel schlimmeres" stark machen.

    Wenn du möchtest, dass die EU Agrarförderung nur noch für ökologische Landwirtschaft zahlt, hey, meine Stimme sollst du haben. Aber warum sollte ich mich dafür stark machen ein mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht krebserregendes Herbizid verbieten zu lassen, damit es dann durch wahrscheinlich krebserregende Herbizide ersetzt wird, kannst du mir das mal erklären? Vor allem solche, die die Tierwelt direkt und damit viel massiver schädigen? Die Leute, die immer sagen "Glyphosat verbieten", die sollen bitte mal Antworten auf "Glyphosat verbieten und was dann?", denn andere Herbizide sind deswegen ja nicht verboten und es gibt kein "harmloses Herbizid", denn ein "harmloses Herbizid" wäre ein "wirkungsloses Herbizid".

    Jeder, der das nicht will, dem steht es frei ab morgen nur noch Bioprodukte zu kaufen. Die wurden garantiert nicht mit Glyphosat behandelt, weil die wären auch gar nicht dagegen Immun. Aber jeder der keine Bioprodukte kauft, oder sich keine leisten kann, und gleichzeitig aber fordert Glyphosat verbieten zu lassen, der muss sich bitte auch im klaren sein, dass er künftig deutlich giftigere Produkte kaufen wird als direkte Folge auf seinen Wunsch und keineswegs etwas gesündere Produkte, und der muss sich auch im klaren sein, dass er dadurch der Umwelt einen noch größeren Schaden als bisher zufügt, denn wie gesagt, auch wenn der Bauer Glyphosat auf sein Feld sprüht, ist davon im benachbarten Wald so gut wie gar nichts davon nachweisbar, so dass hier Tiere ein unbeschwertes Leben führen können, das sieht bei anderen Herbiziden aber ganz anders aus, die man nach kurzer Zeit sogar bei uns im Trinkwasser nachweisen kann (Glyphosat lebt nicht lange genug um es bis dahin zu schaffen).

    /Mecki

  10. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: plutoniumsulfat 23.01.19 - 22:02

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Leider auch nicht unabhängige Studien.
    >
    > Ich habe in meinem Post deutlich kenntlich gemacht, welche Studien von
    > Monsanto in Auftrag gegeben oder finanziert wurden. Und ich wäre vorsichtig
    > hier Regierungsorganisationen vorzuwerfen, dass deren Studien von Monsanto
    > gekauft wurden,

    Das mache ich wo?

    > Denn da ist es genau umgekehrt: Hier sagt die überragende Mehrheit der
    > Studien, dass Rauchen gefährlich ist und nur einige wenige sagen vielleicht
    > was anderes. Hier glaubt man der Mehrheit. Bei Glyphosat ist es aber
    > umgekehrt. Hier sagt die überragende Mehrheit der Studien, dass es nicht
    > gefährlich ist und eine enzige behauptet etwas anderes. Nur hier glaubt man
    > dann dieser einen? Das wäre so als ob man der einen Studie glaubt, die sagt
    > Rauchen ist harmlos. Die Mehrheit hat nicht immer Recht, aber ein einzelner
    > kann sich doch viel leichter irren als tausende.

    In beiden Fällen glaubt man eher den Studien, die eine Gefahr sehen. Passt daher nicht so gut als Beispiel.

  11. Re: Seit Glyphosat gibt es keine Glaubwuerdigkeit mehr

    Autor: bombinho 24.01.19 - 04:55

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da
    > Monsanto ein Monopol auf immune Nutzpflanzen hat, kannst du diese nur von
    > einer Firma und nur zu einem Preis beziehen und genau deswegen kommt
    > Glyphosat in armen Ländern gar so stark zum Einsatz, weil hier nach wie vor
    > ganz normales Saatgut verwendet wird.

    In deiner Logik klafft ein Riesenloch. Auch in aermeren Laendern wird instrieller Anbau betrieben und gerade dieser gewinngetriebene industrielle Anbau, der auf Investition und Kapitalertrag beruht, hat so gar kein Problem, die finanziellen Mittel aufzubringen, wenn es sich wirtschaftlich lohnt. Dass davon das Land bzw. die Bevoelkerung nicht notwendigerweise profitiert, ist voellig klar, der Kapitalertrag soll ja nicht an die verteilt werden.

    > In diesen Ländern kommen entsprechend auch andere, viel billigere Herbizide
    > zum Einsatz und die sind deutlich giftig und gefährlicher für Menschen.

    Das bleibt weiterhin eine Streitfrage.

    > Und dann hat es eine sehr niedrige Toxität bei Tieren,
    > sprich, die Menge, ein Tier aufnehmen müsste, um ggf. einen
    > gesundheitlichen Schaden zu erleiden, ist viel höher als bei anderen
    > Mitteln, so dass Tiere meistens gar nicht so viel davon aufnehmen können,
    > schon gar nicht in der kurzen Zeit, bis es zerfällt.

    Absichtlicher Zirkelschluss oder fehlende Praezisierung?

    > Und für den Menschen, der das Endprodukt konsumiert, ist die Gefahr auch so
    > gut wie nicht vorhanden, denn bis das Endprodukt bei dir im Supermarkt
    > landet, da hat sich der Wirkstoff schon vor Wochen komplett zu harmlosen
    > Zerfallsprodukten zerlegt.

    Das waere schoen, aber bei ca. 3% (2011) der untersuchten Proben vom Bundesamt fuer Verbraucherschutz lag die Glyphosatkonzentration oberhalb der zulaessigen Werte.
    Immerhin ging das mittlerweile auf 1% (2017) zurueck.
    Was insofern problematisch ist, dass diese Grenzwerte ja zum Schutz vor schaedlicher Wirkung erlasssen wurden. Noch haesslicher wird es, wenn man dabei beruecksichtigt, dass dies in 3/4 der Proben mit nachweisbaren Glyphosatkonzentrationen war. Also in 75% der Faelle, wo eine zeitnahe Anwendung stattgefunden hatte.
    Allerdings wird es noch einmal unangenehmer, wenn man beruecksichtigt, dass da alle Proben gezaehlt werden und nicht nur die von glyphosatresistenten Produkten.
    Also die ueberwiegende Mehrzahl der Nichtueberschreitungen dadurch zustande kommt, dass dort eine hoehere Glyphosatkonzentration ohnehin die gesamte Ernte vernichtet haette.
    (Die nichtselektive Wirkung von Glyphosat hattest Du ja sehr gut beschrieben.)

    > Also selbst
    > wenn es frisch vom Feld kommt ist gar kein Glyphosat mehr nachweisbar im
    > Labor.

    siehe oben, Tendenz Wunschtraum

    > Was viele nicht wissen, seit Mitte der 70er Jahre wird Glyphosat
    > eingesetzt. Niemand hier im Forum kann behaupten, noch nie Obst oder Gemüse
    > gegessen zu haben, dass mit Glyphosat behandelt wurde. Wäre Glyphosat für
    > Menschen gefährlich, dann bräuchte es keine Studie um das zu erkennen,
    > nicht einmal eine Statistik, dann könnte das jeder mit seinen eigenen Augen
    > sehen.

    Du meinst, fuer jede Fehlgeburt und jeden Krebsttoten wird klar festgestellt, welche Ursache genau zustaendig war? Oder du meinst, dass es gar keine Zunahme gegeben hat?
    Die Zunahme von Hautkrankheiten/-irritationen ohne erkennbare Gruende?
    Aber du hast recht, akute Glyphosatvergiftungen sind sehr selten.

    > Dir ist aber schon klar, dass wenn du morgen Glyphosat verbietest, dass
    > dann die Landwirte andere Herbizide nutzen werden, oder? Also solche, die
    > als deutlich gefährlicher eingestuft wurden, die nur sehr langsam
    > zerfallen, die eine hohe Toxität bei Tieren haben und die leicht von Wind
    > oder Regen davon getragen werden. Und jetzt die Masterfrage: Wer hat dann
    > dabei bitte was genau gewonnen? Es ist ja nicht so, dass es hier um die
    > Frage geht "Glyphosat oder gar nichts", sondern es geht hier um "Glyphosat
    > oder viel schlimmeres" und ich weiß nicht warum sich so viele Menschen für
    > "viel schlimmeres" stark machen.

    Rhetorisch geschickt, es gibt aber tatsaechlich noch die Alternative Nichts, die du hier so elegant unter den Tisch kehrst. Es gab Zeiten, da wurde z.B. via Fruchtfolge etc. das Problem der Biodiversitaet angegangen. Lustigerweise eine Methode, die Monsanto gegen glyphosatresistente Unkraeuter nennt.
    Dann aber eben mit dem Risiko, dass sich die Rentabilitaet des Anbaus verringert und man sich die teuren Glyphosate und Saatgueter nicht mehr leisten kann ;).

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt
  2. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  3. WBS GRUPPE, verschiedene Standorte (Home-Office)
  4. über duerenhoff GmbH, Wiesbaden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

  1. Mobile Betriebssysteme: Apple veröffentlicht iOS 13.3 und iPad OS 13.3
    Mobile Betriebssysteme
    Apple veröffentlicht iOS 13.3 und iPad OS 13.3

    Apple hat neue Betriebssystem-Updates für iPhones, iPads und den iPod touch vorgestellt. IOS 13.3 und iPad OS 13.3 enthalten Verbesserungen, Fehlerbehebungen und zusätzliche Sicherungseinstellungen für Kinder.

  2. Rechenzentren: 5G lässt Energiebedarf stark ansteigen
    Rechenzentren
    5G lässt Energiebedarf stark ansteigen

    Laut einer Studie im Auftrag von Eon heizt 5G die drohende globale Umweltkatastrophe weiter an. Schuld sind Edge Computing, Campusnetze, Industrie 4.0 und die Folgen für die Rechenzentren.

  3. Elektromobilität: EnBW testet Lademanagement in Tiefgaragen
    Elektromobilität
    EnBW testet Lademanagement in Tiefgaragen

    Welche Lastfälle treten in einer komplett elektrifizierten Tiefgarage auf? Die Bewohner einer Wohnanlage in Baden-Württemberg können dieses Zukunftsszenario mit 45 Elektroautos schon einmal testen.


  1. 22:13

  2. 18:45

  3. 18:07

  4. 17:40

  5. 16:51

  6. 16:15

  7. 16:01

  8. 15:33