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  5. › EU-Kommission: Apple soll 13…

Wenn Irland nicht will...

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  1. Wenn Irland nicht will...

    Autor: Neko-chan 30.08.16 - 13:13

    also ich nehm das Geld gerne ;)

    ----------------------------------
    Kopf -> Tisch -> Bumms

  2. dito

    Autor: Missingno. 30.08.16 - 13:46

    Selbst 0,005% von den 13 Mrd würde ich nehmen. ;-)

    --
    Dare to be stupid!

  3. Dumpingpreise

    Autor: Mingfu 30.08.16 - 13:59

    An mich müsste Apple nur 0,004 % bezahlen.

  4. Schweizerpreise

    Autor: heubergen 30.08.16 - 14:42

    Ich geb mich mit einer langfristiger Steuernquote von 5% zufrieden. Dafür garantiere ich das Bankgeheimnis zu achten und bei fragwürdigen Geschäften blind zu sein.

  5. Re: Schweizerpreise

    Autor: narfomat 30.08.16 - 15:53

    unddas gute ist: apple produziert consumer produkte, fragwürdige geschäfte gibts also so gut wie keine. sicheres ding für die schweiz.

  6. Re: Dumpingpreise

    Autor: Quantium40 30.08.16 - 17:43

    Und genau das ist Problem mit den Unternehmenssteuern in der EU.
    Solange es da keinen festgeschriebenen Mindestsatz gibt, sorgt der Wettstreit zwischen den Ländern bzw. teilweise auch den Gemeinden zu einem ruinösen Race to the Bottom der Steuersätze.

    Wegen solchem Blödsinn wurde innerhalb Deutschlands z.B. der Gewerbesteuerhebesatz nach unten hin begrenzt, weil es eine Gemeinde (Norderfriedrichskoog) gab, die diesen einfach mal auf 0% gesetzt hatte, was wiederum dafür sorgte, dass hunderte Konzerne dort ihren Steuersitz hatten.

  7. Re: Dumpingpreise

    Autor: DrWatson 30.08.16 - 19:09

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und genau das ist Problem mit den Unternehmenssteuern in der EU.
    > Solange es da keinen festgeschriebenen Mindestsatz gibt, sorgt der
    > Wettstreit zwischen den Ländern bzw. teilweise auch den Gemeinden zu einem
    > ruinösen Race to the Bottom der Steuersätze.

    Vor der EU gab es auch keinen Mindeststeuersatz und trotzdem sind die Steuersätze jedes Jahr gestiegen. Sieht eher nach einem Race-to-the-Top aus und wenn einer nicht mitmacht geht das Gejammer los.

  8. Re: Dumpingpreise

    Autor: Mingfu 30.08.16 - 19:41

    Zu den Zeiten vor der EU gab es aber auch weit weniger internationalen Handel, Warenbewegungen dauerten länger und waren Zöllen unterworfen. Hinzu kamen weitere Hemmnisse wie unterschiedliche Standards und Zulassungsverfahren und mehr Wechselkursrisiken. Die Mobilität von Unternehmen war dadurch eingeschränkt, weil sie so Präsenz in der Nähe ihrer Absatzmärkte benötigten. Das schränkte damit aber auch Steuerfluchtmöglichkeiten ein, weil man das Unternehmen eben nicht einfach ins Ausland verlagern konnte, so wie das heute der Fall ist.

  9. Re: Dumpingpreise

    Autor: DrWatson 30.08.16 - 19:47

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zu den Zeiten vor der EU

    Dann habe ich mich falsch ausgedrückt: Es gibt auch ohne Mindeststeuersätze und mit EU kein Race-to-the-Bottom, sondern eher ein Race-to-the-Top, was Steuersätze angeht.

    Frankreich bezeichnet inzwischen ja sogar Deutschland als Steuerparadies.
    Vielleicht braucht man eher sowas wie eine Steuerbremse um diesen Trend aufzuhalten.

  10. Re: Dumpingpreise

    Autor: Mingfu 30.08.16 - 20:24

    Wenn man sich dieses und andere Beispiele von Unternehmen anschaut, kann man wohl kaum von einem Race-to-the-Top sprechen. Selbst nominal kennen die Unternehmenssteuerreformen stets nur die Richtung nach unten. Aber die tatsächlich gezahlten Steuern machen, gerade bei internationalen Konzernen, durch kreative Unternehmenskonstruktionen und interne Verrechnungsschiebereien ja nicht einmal einen Bruchteil dieser nominalen Sätze aus.

    Und auch Deutschland hat da so seine Mittelchen, beispielsweise indem man Steuererklärungen nicht oder wenig gründlich prüft. Bayern hat sich da durchaus einen entsprechenden Ruf erarbeitet, was einer der Gründe für die Beliebtheit Bayerns als Wirtschaftsstandort ist. Dort begreift man mangelhafte Buchprüfung als Standortvorteil.

    Die Diskussion über eine Steuerbremse geht insoweit eigentlich auch an der Sache vorbei, weil die Höhe der nominalen Sätze immer weniger entscheidend ist. Man hat sich längst auf Schlupflöcher und Umgehungstatbestände verlegt, so dass das, was nominal zu zahlen wäre, kaum noch relevant ist.

  11. Re: Dumpingpreise

    Autor: DrWatson 30.08.16 - 20:48

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich dieses und andere Beispiele von Unternehmen anschaut, kann
    > man wohl kaum von einem Race-to-the-Top sprechen.

    Bei Unternehmssteuersätzen hast du Recht, aber der Trend geht immer mehr in Richtung Einkommens- und Mehrwertsteuer und gerade bei den Mehrwertsteuern gibt es international einen ganz steilen Trend nach oben.

    > Nur bei Zöllen ist das anders. Die sind eigentlich nur noch in der dritten Welt hoch.
    > Die Diskussion über eine Steuerbremse geht insoweit eigentlich auch an der
    > Sache vorbei, weil die Höhe der nominalen Sätze immer weniger entscheidend
    > ist. Man hat sich längst auf Schlupflöcher und Umgehungstatbestände
    > verlegt, so dass das, was nominal zu zahlen wäre, kaum noch relevant ist.

    Das die höhe der nominellen Steuersätze wenig aussagt ist absolut richtig.
    Man kann aber die Steuereinnahmen mit der Höhe des BIP vergleichen und da ansetzen.

  12. Re: Dumpingpreise

    Autor: Mingfu 30.08.16 - 21:28

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber der Trend geht immer mehr in Richtung Einkommens- und Mehrwertsteuer
    > und gerade bei den Mehrwertsteuern gibt es international einen ganz steilen Trend
    > nach oben.

    Das ist in dem Zusammenhang nun gerade nicht verwunderlich. Der Staat sucht sich eben das zur Finanzierung, was er noch kriegen kann. Und da Menschen weit weniger mobil als allgemein Geld oder speziell Unternehmen sind, verlagert sich die Besteuerung immer mehr hin zum einzelnen Bürger. Das ist ein Problem, weil es durchaus unfair ist, wenn sich große Gewinne, die in Unternehmen und Stiftungen stecken, immer mehr dem Gemeinwohlnutzen an ihrem Enstehungsort entziehen können, während der Bürger sich so mit ständig wachsenden Abgaben konfrontiert sieht.

    Aber die Lösung dieses Problem ist eben sehr kompliziert, wenn die Wirtschaft global läuft, während Regierungen national agieren. Denn so lässt sich die Politik immer gegeneinander ausspielen.

  13. Re: Dumpingpreise

    Autor: DrWatson 30.08.16 - 21:40

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist in dem Zusammenhang nun gerade nicht verwunderlich. Der Staat sucht
    > sich eben das zur Finanzierung, was er noch kriegen kann. Und da Menschen
    > weit weniger mobil als allgemein Geld oder speziell Unternehmen sind,
    > verlagert sich die Besteuerung immer mehr hin zum einzelnen Bürger. Das ist
    > ein Problem, weil es durchaus unfair ist, wenn sich große Gewinne, die in
    > Unternehmen und Stiftungen stecken, immer mehr dem Gemeinwohlnutzen an
    > ihrem Enstehungsort entziehen können, während der Bürger sich so mit
    > ständig wachsenden Abgaben konfrontiert sieht.

    Im Grunde stimme ich dir zu, aber zwei Punkte passen nicht:

    1) Ob Menschen, Unternehmen oder Produkte besteuert werden ist im Grunde egal, denn am Ende zahlen immer nur Menschen die Steuern. Wenn z.B. Apple weniger Steuern zahlt, dann wird das Unternehmen mehr Wert, was dazu führt, dass die Aktionäre mehr Steuern zahlen müssen.

    2) Der Staat sucht sich nicht "was er noch kriegen kann", sondern immer so viel wie möglich. Politiker machen den Wählern teure Geschenke, nehmen dafür Schulden auf und müssen dann irgendendwann die Steuern erhöhen um die Zinsen zu zahlen.

  14. Re: Dumpingpreise

    Autor: Mingfu 30.08.16 - 22:32

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) Ob Menschen, Unternehmen oder Produkte besteuert werden ist im Grunde
    > egal, denn am Ende zahlen immer nur Menschen die Steuern. Wenn z.B. Apple
    > weniger Steuern zahlt, dann wird das Unternehmen mehr Wert, was dazu führt,
    > dass die Aktionäre mehr Steuern zahlen müssen.

    Die Frage ist aber auch, wer es zahlt, wo er es zahlt und wie viel er damit zahlt. Gerade beim Modell von Kapitalgesellschaften führt das zu einer problematischen Entkopplung zwischen dem Ort, an dem die Werte generiert werden und dem Ort, an dem eventuell eine Steuerpflicht eintritt.

    Zudem können ab einer gewissen Menge von Reichtum die jeweiligen Eigentümer den ohnehin nicht mehr sinnvoll selbst einsetzen. Der akkumuliert sich irgendwo an und ist in dieser Phase gar nicht unbedingt steuerpflichtig. Ob und wann dort jemals Steuerpflicht eintritt, lässt sich überhaupt nicht sagen.

    > 2) Der Staat sucht sich nicht "was er noch kriegen kann", sondern immer so
    > viel wie möglich. Politiker machen den Wählern teure Geschenke, nehmen
    > dafür Schulden auf und müssen dann irgendendwann die Steuern erhöhen um die
    > Zinsen zu zahlen.

    Naja, im Moment kann man als Staat sogar Schulden aufnehmen und erhält dafür noch Geld extra. ;-)

  15. Re: Dumpingpreise

    Autor: DrWatson 30.08.16 - 23:01

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist aber auch, wer es zahlt, wo er es zahlt und wie viel er damit
    > zahlt. Gerade beim Modell von Kapitalgesellschaften führt das zu einer
    > problematischen Entkopplung zwischen dem Ort, an dem die Werte generiert
    > werden und dem Ort, an dem eventuell eine Steuerpflicht eintritt.

    Genau das ist ja das Problem: Wo werden denn die Werte generiert?

    In der Fabrik? Im Hauptquartier bei den Entwicklern? Im Laden wo es verkauft wird?
    Im Lager? Beim Support?


    > Naja, im Moment kann man als Staat sogar Schulden aufnehmen und erhält
    > dafür noch Geld extra. ;-)

    Und das ist gefährlich. Die Schulden müssen alle 30 Jahre refinanziert werden und wenn in 30 Jahren die Zinsen höher sind als jetzt und das sind sie ganz bestimmt, dann wird das richtig teuer. Zudem führen höhere Schulden auch zu schlechterer Bonität und das macht die Sache noch teurer und die Steuern noch höher.

  16. Re: Dumpingpreise

    Autor: Füchslein 31.08.16 - 10:54

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mingfu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist in dem Zusammenhang nun gerade nicht verwunderlich. Der Staat
    > sucht
    > > sich eben das zur Finanzierung, was er noch kriegen kann. Und da
    > Menschen
    > > weit weniger mobil als allgemein Geld oder speziell Unternehmen sind,
    > > verlagert sich die Besteuerung immer mehr hin zum einzelnen Bürger. Das
    > ist
    > > ein Problem, weil es durchaus unfair ist, wenn sich große Gewinne, die
    > in
    > > Unternehmen und Stiftungen stecken, immer mehr dem Gemeinwohlnutzen an
    > > ihrem Enstehungsort entziehen können, während der Bürger sich so mit
    > > ständig wachsenden Abgaben konfrontiert sieht.
    >
    > Im Grunde stimme ich dir zu, aber zwei Punkte passen nicht:
    >
    > 1) Ob Menschen, Unternehmen oder Produkte besteuert werden ist im Grunde
    > egal, denn am Ende zahlen immer nur Menschen die Steuern. Wenn z.B. Apple
    > weniger Steuern zahlt, dann wird das Unternehmen mehr Wert, was dazu führt,
    > dass die Aktionäre mehr Steuern zahlen müssen.
    >

    Seit wann bezahlen Aktionäre denn Steuern? Reiche Menschen sind nicht reich, weil sie Steuern bezahlen.
    Hohe Einnahmen , aber auch hohe "Ausgaben" und schon wird auch da an Steuern gespart was geht.
    Da wird jedes Mittagessen als "Geschäftsessen" abgerechnet und Pendlerpauschale für die armen Millionäre gibt's sowieso.
    Ganz zu schweigen vom "Coaching". Das muss was Tolles sein, also kann man es absetzen.

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