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Wieso an Irland?

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  1. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Lord Gamma 30.08.16 - 15:52

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Glauben ist nicht wissen und Glauben hat in einem solchen Verfahren auch
    > nichts zu suchen.

    Wie schätzt du denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Apple-Chef diesbezüglich seinen Ruf mit einer Falschaussage aufs Spiel setzt, die ihm schlaflose Nächte bereiten dürfte?

  2. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Anonymouse 30.08.16 - 15:55

    Verstehe. Cook würde niemals sowas erzählen. Anschuldigungen bitte fallen lassen. Gut, dass das geklärt wäre. Wenn es doch immer so einfach wäre.

    Hätte man den VW-Chef Müller auch einfach mal geglaubt :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.16 15:57 durch Anonymouse.

  3. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Brainfreeze 30.08.16 - 15:57

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anonymouse schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Glauben ist nicht wissen und Glauben hat in einem solchen Verfahren auch
    > > nichts zu suchen.
    >
    > Wie schätzt du denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Apple-Chef
    > diesbezüglich seinen Ruf mit einer Falschaussage aufs Spiel setzt, die ihm
    > schlaflose Nächte bereiten dürfte?

    Wenn kann die Aussage "Wir haben nie nach besonderen Vereinbarungen gefragt und diese auch nicht erhalten." auch dahingehend interpretieren, dass Irland auf Apple zugegangen ist und Apple daher nicht selber danach gefragt hat. Und wenn etwas nicht nachfragt, kann man diese natürlich auch nie erhalten haben ;-)

  4. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Lord Gamma 30.08.16 - 16:00

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verstehe. Cook würde niemals sowas erzählen. Anschuldigungen bitte fallen
    > lassen. Gut, dass das geklärt wäre. Wenn es doch immer so einfach wäre.

    Natürlich soll es überprüft werden, aber schätzt du nicht, dass es recht einfach zu überprüfen ist? Zum Beispiel, indem man einfach die entsprechenden Steuergesetze, die das für alle Konzerne gleichermaßen ermöglichen, benennt?
    Wenn es Konditionen sind, die nicht gesetzlich festgelegt sind, dürfte es doch schwierig sein, zu behaupten, es hätte keine Verhandlungen gegeben.

  5. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Anonymouse 30.08.16 - 16:13

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anonymouse schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Verstehe. Cook würde niemals sowas erzählen. Anschuldigungen bitte
    > fallen
    > > lassen. Gut, dass das geklärt wäre. Wenn es doch immer so einfach wäre.
    >
    > Natürlich soll es überprüft werden,

    Na also. Um mehr geht es doch erstmal gar nicht. Über was diskutieren wir dann hier eigentlich?

    > aber schätzt du nicht, dass es recht
    > einfach zu überprüfen ist? Zum Beispiel, indem man einfach die
    > entsprechenden Steuergesetze, die das für alle Konzerne gleichermaßen
    > ermöglichen, benennt?
    > Wenn es Konditionen sind, die nicht gesetzlich festgelegt sind, dürfte es
    > doch schwierig sein, zu behaupten, es hätte keine Verhandlungen gegeben.

    Keine Ahnung- Ich kenne mich mit irischen Steuergesetzen und EU-Vorgaben diesbezüglich nicht so sehr aus. Hier geht es auch nicht um meine Einschätzung.

    Die vorfüwrfe liegen in Raum und nun wird geprüft und es wird sich zeigen was dabei herauskommt. Der Vorwurf hat erstmal genauso viel zu bedeuten wie das Veto der Beteiligten. Nämlich gar nichts.

  6. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Lord Gamma 30.08.16 - 16:15

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Na also. Um mehr geht es doch erstmal gar nicht. Über was diskutieren wir
    > dann hier eigentlich?
    >

    Über Plausibilitäten.

  7. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Anonymouse 30.08.16 - 16:37

    Macht aber wenig Sinn, wenn man die genauen Umstände nicht kennt.
    Und ich gehe einfach davon aus, dass weder ich noch du das in der Gänze tun.
    Und solange geht es weniger um Plausibilität, sondern wieder ums Glauben.

  8. Re: Wieso an Irland?

    Autor: ripclaw666 30.08.16 - 21:22

    Um vielleicht mal ein wenig für Ruhe in dem Chaos dieser Diskussion zu sorgen - ihr streitet hier über das falsche Problem (vorausgesetzt ich hab es jetzt aus den diveresen Quellen richtig verstanden).

    Das Problem ist nicht, dass Irland mit Apple einen Sondertarif vereinbart hätte. Es ist auch nicht, dass Apple nicht den korrekten Steuersatz gezahlt hätte, das haben sie nämlich. Das Problem ist, dass Apple nicht die korrekte Höhe an Einnahmen versteuert hat! Daraus ergibt sich dieser errechnete effektive Steuersatz von <1%.

    Apple hat pro Jahr irgendwas um die 20 Milliarden eingenommen in der EU. Die Einnahmen wurden dann an Apple in Irland überwiesen. Apple in Irland hätte nun eigentlich diese 20 Milliarden versteuern müssen. Stattdessen hat Apple aber eine weitere (ich glaub sogar mehrere) Firma eröffnet namens Apple Sales International (ASI (passt super)). ASI wiederum ist in KEINEM Land registriert und hat KEINE Mitarbeiter. Es ist quasi eine imaginäre Firma. Und an diese Firma hat Apple den Großteil der Einkünfte überwiesen. Nach Apples Ansicht, weil die Firma in keinem Land gemeldet ist, ist diese Firma auch nirgends steuerpflichtig. Ergo zahlt Apple gar keine Steuern darauf. Ein Teil der Einkünfte (50 Mio. glaub ich) blieben bei Apple Irland. Die wurden versteuert.

    Irland hat Apple damit durchkommen lassen, indem sie sagten, dieses Vorgehen sei okay. Die EU sagt nein, Apple hat gefälligst Steuern zu zahlen und nicht sein Geld am Fiskus vorbei "in die Cloud" zu überweisen. Und darum geht es hier.

    Und dass die Amerikaner sich aufregen liegt daran, dass Apple, wenn sie im Ausland Steuern zahlen, sich die Steuern in den USA zurückholen können. D.h. wenn die EU 13 Milliarden kassiert, holt sich Apple das rückwirkend von den USA zurück. Das wollen die natürlich nicht.

    Aber wenn man bspw mal hier schaut: http://fortune.com/2013/05/20/meet-aoi-apples-mysterious-irish-subsidiary-updated/
    dann sieht man, dass auch die USA das Problem schon vor Jahren erkannt und kritisiert haben. Nur konnten sie halt nichts tun dagegen. Die EU jetzt (hoffentlich) schon.

  9. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Atalanttore 30.08.16 - 21:50

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso soll Apple das an Irland "zurück" zahlen? Irland wollte und will doch
    > gar nicht mehr bekommen, oder?

    Als EU-Subventionsempfänger hat das feine Irland das auch gar nicht nötig. Was sind schon 13 Milliarden Euro.

  10. Re: Wieso an Irland?

    Autor: Deff-Zero 30.08.16 - 21:53

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso soll Apple das an Irland "zurück" zahlen? Irland wollte und will doch
    > gar nicht mehr bekommen, oder?

    Irland wollte aber (und hat sie bekommen) 85 Milliarden zur Bankenrettung von den EU Steuerzahlern. Wenn sie normale Steuern von den ansässigen Firmen verlangt hätten, hätte der EU Steuerzahler nicht soviel kassieren müssen. Es geht darum dass die Länder in der EU fair miteinander umgehen. Selbst nur die Vorteile kassieren geht halt nicht.

    Aber ich bin auch der Meinung, dass diese Nachzahlungen nicht an Irland, sondern in den EU Topf gehen sollten.

  11. Re: Wieso an Irland?

    Autor: DrWatson 30.08.16 - 22:10

    Deff-Zero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irland wollte aber (und hat sie bekommen) 85 Milliarden zur Bankenrettung
    > von den EU Steuerzahlern. Wenn sie normale Steuern von den ansässigen
    > Firmen verlangt hätten, hätte der EU Steuerzahler nicht soviel kassieren
    > müssen.

    Nicht Irland hat das Geld bekommen, sondern die Banken und wenn sie von Apple höhere Steuern genommen hätten, dann hätte die EU die Banken trotzdem gerettet.

    > Selbst nur die Vorteile kassieren geht halt nicht.

    Anscheinend schon. Bisher haben sich immer nur die Länder an die Regeln gehalten, die gerade Lust darauf hatten.

  12. Re: Wieso an Irland?

    Autor: ChMu 30.08.16 - 23:05

    ripclaw666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um vielleicht mal ein wenig für Ruhe in dem Chaos dieser Diskussion zu
    > sorgen - ihr streitet hier über das falsche Problem (vorausgesetzt ich hab
    > es jetzt aus den diveresen Quellen richtig verstanden).
    >
    > Das Problem ist nicht, dass Irland mit Apple einen Sondertarif vereinbart
    > hätte. Es ist auch nicht, dass Apple nicht den korrekten Steuersatz gezahlt
    > hätte, das haben sie nämlich. Das Problem ist, dass Apple nicht die
    > korrekte Höhe an Einnahmen versteuert hat! Daraus ergibt sich dieser
    > errechnete effektive Steuersatz von <1%.
    >
    > Apple hat pro Jahr irgendwas um die 20 Milliarden eingenommen in der EU.
    > Die Einnahmen wurden dann an Apple in Irland überwiesen. Apple in Irland
    > hätte nun eigentlich diese 20 Milliarden versteuern müssen. Stattdessen hat
    > Apple aber eine weitere (ich glaub sogar mehrere) Firma eröffnet namens
    > Apple Sales International (ASI (passt super)). ASI wiederum ist in KEINEM
    > Land registriert und hat KEINE Mitarbeiter. Es ist quasi eine imaginäre
    > Firma. Und an diese Firma hat Apple den Großteil der Einkünfte überwiesen.
    > Nach Apples Ansicht, weil die Firma in keinem Land gemeldet ist, ist diese
    > Firma auch nirgends steuerpflichtig. Ergo zahlt Apple gar keine Steuern
    > darauf. Ein Teil der Einkünfte (50 Mio. glaub ich) blieben bei Apple
    > Irland. Die wurden versteuert.
    >
    > Irland hat Apple damit durchkommen lassen, indem sie sagten, dieses
    > Vorgehen sei okay. Die EU sagt nein, Apple hat gefälligst Steuern zu zahlen
    > und nicht sein Geld am Fiskus vorbei "in die Cloud" zu überweisen. Und
    > darum geht es hier.
    >
    > Und dass die Amerikaner sich aufregen liegt daran, dass Apple, wenn sie im
    > Ausland Steuern zahlen, sich die Steuern in den USA zurückholen können.
    > D.h. wenn die EU 13 Milliarden kassiert, holt sich Apple das rückwirkend
    > von den USA zurück. Das wollen die natürlich nicht.
    >
    > Aber wenn man bspw mal hier schaut: fortune.com
    > dann sieht man, dass auch die USA das Problem schon vor Jahren erkannt und
    > kritisiert haben. Nur konnten sie halt nichts tun dagegen. Die EU jetzt
    > (hoffentlich) schon.

    Sehr gut erklaert. Machen kann man da nichts. Irland verdient gut und hat tausende, zehntausende und mehr Jobs geschaffen. Vor Gericht wird heraus kommen, das Apple nichts illegales getan hat, Irland keine Sonder Konditionen gewaehrt hat und alle anderen (siehe unten) ebenfalls weiter machen. Solange die Steuern so hoch bleiben wie sie sind, wird man versuchen, sie legal zu umgehen bezw zu vermeiden. Klar, man kann es uebertreiben, Vodafone hat mit seinen Steuer Tricks es hinbekommen, Zahlungen vom Staat zu bekommen, bei 6 Mrd Gewinn, weil sie ja so arm sind. Google zahlt zwar 0,09% tax, also erheblich mehr als Apple, aber soooo viel ist das nun auch nicht.
    Hier mal eine gekuerzte Liste von Firmen welche ihre Europaeischen oder sogar World Headquarters in Irland haben und sicher nicht weil es dort Guinnes guenstiger gibt, da ist von Apple ueber Google, Microsoft, Uber bis Twitter und PayPal so ziemlich alles dabei

    Accenture - headquarters, Dublin
    Analog Devices - headquarters, Limerick
    Amazon.com - world's largest online retailer, Located in Dublin
    Apple Inc. - EMEA Headquarters, Hollyhill, Cork City
    Airbnb - European headquarters, Dublin
    Baltimore Technologies - renamed to Oryx International Growth Fund; quoted on LSE
    Cisco - located in Oranmore, Co. Galway
    Cúram Software - produces social enterprise management software, acquired by IBM
    DCC - quoted on ISE and LSE
    Dell Ireland - subsidiary of Dell, quoted on NASDAQ
    Dropbox - EMEA Headquarters, Dublin
    eBay - EMEA Headquarters, Blanchardstown, Dublin 15
    EMC Ireland - subsidiary of EMC Corporation
    Facebook - EMEA Headquarters, Barrow Street, Dublin 4
    Farmflo - EMEA Headquarters, Letterkenny
    Fineos - headquarters, Dublin
    Glen Dimplex - manufacturer of consumer electrical goods
    Google Ireland - EMEA Headquarters, Barrow Street, Dublin 4
    Havok - acquired by Intel Corporation in 2007
    Hewlett-Packard - Liffey Park Technology Campus (LPTC), Leixlip, Kildare
    IBM - quoted on NYSE[2]
    Indeed[3] EMEA Headquarters, 124/127 St Stephen’s Green, Dublin 2.
    Infosys[4]
    Intel Ireland - Leixlip, Kildare; largest manufacturing plant outside of the United States
    IONA Technologies - acquired by Progress Software in 2008
    LinkedIn - EMEA Headquarters, Wilton Place, Dublin
    Logitech - R&D, S&M, finance, Cork
    Microsoft Ireland - subsidiary of Microsoft, quoted on NASDAQ
    NewBay Software - acquired by Research In Motion in 2011; sold to Synchronoss in 2012
    Norkom Technologies - now a part of Detica
    Openet - produces software for the telecoms industry
    Oracle - Oracle EMEA Limited; based at East Point Business Park Fairview Dublin 3
    PayPal - EMEA Headquarters, Blanchardstown, Dublin
    Salesforce.com - SFDC Ireland Ltd.; based in the Atrium Sandyford Business Park, Dublin 18, Ireland
    SAP AG - SAP SSC Ireland Ltd.; based in Citywest Business Park, Dublin 24 and Galway, Parkmore Business Park
    Symantec Ireland
    Tata Consultancy Services - Ballsbridge, Dublin 4
    Twitter - EU Headquarters, Dublin
    Uber - EU Headquarters, Limerick
    Workday - EU Headquarters, Dublin
    Xilinx - FPGA and EDA tool company
    Yahoo - EU Headquarters, Dublin
    Yelp - EU Headquarters, Dublin

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