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Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

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  1. Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: azeu 14.07.17 - 12:07

    Bei der Gewinnoptimierung heutzutage hat doch kein Verlag mehr Zeit/Geld die Themen ordentlich recherchieren zu lassen. Im Gegenteil, es wird voneinander abgeschrieben wie blöd. Und dafür wollen sie dann auch noch extra Kohle.

    Dass die Verlage überhaupt nach einer weiteren Finanzquelle förmlich schreien, ist doch ein Eingeständnis dafür, dass sowohl die Anzeigenkunden als auch die Leser deren Inhalte nicht mehr bereit sind zu finanzieren. Also eigentlich ein Zeichen dafür, dass man nicht mehr so wirklich gebraucht wird, oder? Da wird dann weder das Leistungsschutzrecht noch eine andere Finanzspritze helfen, oder?

    ... OVER ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.17 12:19 durch azeu.

  2. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: /mecki78 14.07.17 - 12:50

    Sehe ich auch so. Wenn es jetzt ein Geschäftsmotel wird, das man News in's Internet stellt und dann überall auf Geldzahlungen klagt, wo auch nur ein Teil dieser News wiedergeben wird, dann ist es doch ein lukratives Geschäft so viele News wie möglich auf so vielen Seiten wie möglich online zu stellen und da aber die Anzahl der News pro Tag beschränkt ist, dann erfindet man halt einfach irgendwas. Das prüft sowieso keiner nach und dann spielt es auch keine Rolle, weil das Leistungsschutzrecht ja nicht nur echte News schützen würde, sondern einfach alles. In Bezug auf Fake News denke ich also eher, das genau das Gegenteil passieren wird und am Ende Fake News das SPAM Problem der nächsten 20 Jahre sein wird (E-Mail war gestern, mit Fake News lässt sich dann viel schneller viel mehr Geld verdienen, also wird das Netz sofort damit überflutet).

    /Mecki

  3. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Trockenobst 14.07.17 - 14:23

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wird dann weder das Leistungsschutzrecht noch eine
    > andere Finanzspritze helfen, oder?

    Das wird deswegen nicht helfen, weil Google und Co nicht zahlen werden. Irgendwann schalten sie auch die Spider ab. Die Verlage werden dann auf Benachteiligung klagen, vorerst aber Google weiterhin eine Generalvollmacht geben, weil sie den Traffik brauchen. Dann holen sie sich eine Ohrfeige bei den Gerichten ab, weil es keine **Abnahmepflicht** für **kostenpflichtige** Produkte gibt.

    Deswegen ist es auch nicht diskriminierend, wenn die Spider alle kostenpflichtigen Produkte aus der Erfassung nehmen.

    Und dann kommt noch dazu, dass es viele Redaktionen geben wird, die dann den Spidern und Privatnutzern erlauben werden, kostenlose Snippets zu verteilen. D.h. diese werden dann einen Vorteil vor denen haben die sich aufspielen. Die werden einfach keine Rolle mehr spielen und dann am Ende auch aufgeben.

    Man muss aber auch sagen, dass die EU Kommission hier schon sehr lange die Quadratur des Kreises versucht und letztendlich es wahrscheinlich einfach versuchen muss um den Verlagen zu zeigen: sorry Leute, es funktioniert nicht, egal wie man es versucht.

  4. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Vaako 14.07.17 - 14:35

    Dann wird halt irgend ne neue Steuer erfunden um die Verläge zu subventionieren. Am Ende zahlt es immer der kleine Mann.

  5. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Muhaha 14.07.17 - 15:08

    Vaako schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann wird halt irgend ne neue Steuer erfunden um die Verläge zu
    > subventionieren. Am Ende zahlt es immer der kleine Mann.

    Der kleine Mann lässt es aber auch jedes Mal mit sich machen :)

    Und wenn er mal sauer wird, der kleine Mann, passiert auch nicht viel. Weil der kleine Mann nämlich nicht wirklich will, dass sich etwas ändert.

  6. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: azeu 14.07.17 - 15:25

    Ja, leider. Der kleine Mann wird im September wieder die GroKo wählen...

    ... OVER ...

  7. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Muhaha 14.07.17 - 15:40

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, leider. Der kleine Mann wird im September wieder die GroKo wählen...

    In dem er sich entweder der Wahl verweigert oder bockig wie ein kleines Kind sein Kreuzchen bei irgendwelchen strunzigen Parteien macht, die natürlich NOCH WENIGER geeignet sind sich um anstehende Probleme zu kümmern. Aber Hauptsache, man hat es DENEN mal so richtig gezeigt.

  8. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: azeu 14.07.17 - 20:56

    Meine Befürchtung ist, dass die AfD im September als Trotzpartei viele Stimmen bekommt. Blöderweise ist die AfD aber mehr als nur eine Trotzpartei die vieles anders machen will. Sie ist auch eine Partei, die keine Probleme damit hätte, vergangene Fehler zu wiederholen. Ständig die gleichen Fehler wiederholen bringt die Menschheit aber auch nicht weiter.

    ... OVER ...

  9. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Tigtor 14.07.17 - 21:00

    Ok, ziehen wir mal die GroKo-Parteien und die strunzigen Parteien ab, was bleibt denn über zum Wählen? Und was wenn mir deren Ideen noch weniger gefallen?
    Ich persönlich habe aktuell keine Ahnung wen ich wählen soll. Die paar "kleineren" Parteien die Interessante Meinungen haben schiessen sich imho zu sehr auf diese ein, so dass der Rest ihres Programms auf der Strecke bleibt oder zumindest nicht genug in den Medien propagiert wird.

    1000-7

  10. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: plutoniumsulfat 14.07.17 - 21:17

    Was sin strunzige Parteien?

  11. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Muhaha 15.07.17 - 18:01

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Befürchtung ist, dass die AfD im September als Trotzpartei viele
    > Stimmen bekommt.

    Sie wird Stimmen bekommen. Aber wahrscheinlich bei weitem nicht so viele wie in den Hochzeiten dieser Partei vor einem Jahr. Sie hat sich selbst entzaubert und je weiter sie nach rechts driftet, um so mehr nähert sie sich wieder den Prozentverhältnissen an, die ultrarechte Parteien hier normalerweise maximalst bekommen. Sprung über die 5%-Hürde? Ja, höchstwahrscheinlich. Mehr als 10%? Vermutlich nicht, eher maximal 6-7.


    > Blöderweise ist die AfD aber mehr als nur eine Trotzpartei
    > die vieles anders machen will. Sie ist auch eine Partei, die keine Probleme
    > damit hätte, vergangene Fehler zu wiederholen. Ständig die gleichen Fehler
    > wiederholen bringt die Menschheit aber auch nicht weiter.

    Die AFD selbst ist ein Sammelbecken. Ein Sammelbecken von eigentlich unvereinbaren Zielen. Sonderlich weit kommt man damit nicht, weil die Partei über jedes vernünftige Maß hinaus nur mit sich selbst, ihren erbittert geführen innerparteilichen Kleinkriegen und immer weniger mit Politik an sich beschäftigt ist.

    Die AFD war groß zu Beginn der sog. Flüchtlingswelle, als die mediale Berichterstattung darüber alle internen Konflikte überdeckt hatte. Die AFD braucht daher die äussere Erregung, damit man nicht so genau auf die Partei selbst schaut. Die AFD braucht also NOCH MEHR Flüchtlinge und NOCH MEHR islamistische Anschläge. Weil sie mehr nicht hat. Sie hat nur Angst und Paranoia. Mehr ist da nicht und je mehr die Flüchtlinge allmählich in der Gesellschaft aufgehen, je weniger Anschläge es gibt, umso mehr wird klar, dass man NUR mit Angst und Paranoia nicht weit kommt. Die AFD braucht, um politisch weiter relevant zu bleiben, ein positives Thema, welches nur sie und nur sie alleine besetzt.

    Und da sieht es schlecht aus, weil der letzte Strohhalm, der deutsche Patriotismus, von den etablierten Parteien als Thema entdeckt und besetzt wird. Dem verbiesterten Deutschlandbild der 50er wird ein freundliches, buntes Deutschland entgegengsetzt, wo man stolz darauf ist ein deutscher Bürger zu sein, in einem Land zu leben, wo man fleissig ist, den Schwachen hilft und kein dummes Arschloch heraushängen lässt.

  12. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: plutoniumsulfat 15.07.17 - 23:01

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wo man fleissig ist, den Schwachen
    > hilft und kein dummes Arschloch heraushängen lässt.

    Und man dann wieder genau das Gegenteil macht xD

  13. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: FreiGeistler 15.07.17 - 23:26

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, leider. Der kleine Mann wird im September wieder die GroKo wählen...
    >
    > In dem er sich entweder der Wahl verweigert oder bockig wie ein kleines
    > Kind sein Kreuzchen bei irgendwelchen strunzigen Parteien macht, die
    > natürlich NOCH WENIGER geeignet sind sich um anstehende Probleme zu
    > kümmern. Aber Hauptsache, man hat es DENEN mal so richtig gezeigt.

    Mit "kleine Partei = strunzig" fängt das deutsche Problem schon an.
    Aber selber eine kleine, nicht-"strunzige" Partei gründen - zu anstrengend.

  14. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Libertybell 16.07.17 - 19:19

    Veränderungen? Doch nicht in Deutschland. Die Deutschen meckern ständig und wählen dann doch nicht anders. Ihr werdet im September an der selben Stelle euer Kreuz da machen, wo ihr es immer macht. Alles was links oder rechts der CDU ist macht euch Angst. Das Problem bei der Sache ist nur: Wenn man immer die selben wählt, ändert sich nichts ;) Aber ihr könnt dann 4 Jahre weiter meckern. Also, Mund halten und schön brav 9 Stunden am Tag arbeiten gehen. Euch gehört es nicht besser.

  15. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: plutoniumsulfat 16.07.17 - 22:45

    Genau, wieder schön alle über einen Kamm scheren ;)

  16. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Libertybell 16.07.17 - 23:12

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, wieder schön alle über einen Kamm scheren ;)


    Je nach Umfrage erhalten die aktuellen Regierungsparteien 60-70%. Nichtwähler schließen sich der Mehrheitsmeinung an. Also findet die Mehrheit (man könnte auch sagen diejenigen, die "Alle" repräsentieren sollen) die aktuelle Politik total super und will keine Veränderung. Leistungsschutzrecht, netzdg, Bundestrojaner, wachsender politischer Extremismus, alles eine geniale Sache nach Auffassung der deutschen Bevölkerungsmehrheit. Die Deutschen haben schlichtweg zu viel Angst um einmal "anders" zu wählen, egal ob links oder rechts. Stattdessen werden diejenigen, welche Veränderung bringen könnten lieber beleidigt.
    Schon Napoleon wusste :

    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

  17. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: plutoniumsulfat 17.07.17 - 01:06

    Naja, erst mal kannst du einzelne Gesetze nicht mit völliger Zustimmung gleichsetzen. Ich kann theoretisch voll mit dem Kurs der CDU einverstanden sein, aber gleichzeitig nur das NetzDG ablehnen. Außerdem kannst du Nichtwähler nicht wie Wähler der entsprechenden Partei behandeln. Ja, sie stimmen gewissermaßen dafür (Anteile gehen dahin), aber es ist weit weniger als eine volle Stimme.

    Was das Zitat betrifft: Das funktioniert mit jeder größeren Masse an Menschen. Türkei und USA machen es ja prima vor.

  18. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: Libertybell 17.07.17 - 03:06

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, erst mal kannst du einzelne Gesetze nicht mit völliger Zustimmung
    > gleichsetzen. Ich kann theoretisch voll mit dem Kurs der CDU einverstanden
    > sein, aber gleichzeitig nur das NetzDG ablehnen. Außerdem kannst du
    > Nichtwähler nicht wie Wähler der entsprechenden Partei behandeln. Ja, sie
    > stimmen gewissermaßen dafür (Anteile gehen dahin), aber es ist weit weniger
    > als eine volle Stimme.
    >
    > Was das Zitat betrifft: Das funktioniert mit jeder größeren Masse an
    > Menschen. Türkei und USA machen es ja prima vor.
    Wer die USA mit der Türkei gleichsetzt disqualifiziert sich für jede weitere Diskussion selbst. Gerade in den USA können sie aufgrund des größeren Anteils von Personenwahlen innerhalb des Systems wesentlich einfacher mehr verändern. Gerade die USA zeigt, dass Veränderungen möglich sind, ob zum Guten oder Schlechten bleibt abzuwarten. Und gerade die USA zeigt das auch harte Diskussionen am politischen Rand möglich sind, wenn ein funktionierendes System aus checks and balances etabliert ist. Ihr Kommentar zeigt nur wieder die unglaubliche politische Arroganz vieler Deutscher. Wir glauben allem und jedem die Welt erklären zu können (den Briten, Russland, den USA, den Franzosen, ganz Südeuropa und inzwischen selbst Israel) ohne auch nur ein Stück weit Selbstreflexion zu betreiben. Zwar wird die USA in deutschen Medien gerne als gespalten bezeichnet. Der amerikanische Patriotismus ist jedoch stärker als jedes kurzfristiges politische Ereignis.

  19. Re: Oder "Fake News" finanzieren, wie man es nimmt

    Autor: plutoniumsulfat 17.07.17 - 13:33

    Ich habe beide Länder überhaupt nicht gleichgesetzt. Weiß nicht, wo du das wieder herausgelesen hast.

    Gerade die USA zeigt, dass deren Wahlsystem auch nicht der Weisheit letzter Schuss ist. Der Wegfall von teilweise sogar mehr als 50% der Wählerstimmen zeigt, dass man, wenn man im falschen Staat lebt, eben mit seiner Stimme überhaupt nichts verändern kann. Hier geht das deutlich besser. Und dass deren Patriotismus nun auch nicht gerade goldig ist, ist glaube ich klar.

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