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Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

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  1. Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Lehmmanbnhb 02.04.22 - 16:13

    Angenommen ein Verbraucher kauft sich nur noch alle 15,6 statt statt 12,5 Jahre eine neue Spülmaschine.

    Dann kauft er nur noch 12,5/15,6 = 80,1% soviel Spülmaschinen wie zuvor.

    Gleichzeitig steigen die Herstellkosten einer Spülmaschine für die Hersteller um 8%.

    Der Umsatz der Hersteller liegt dann 0,801 * 1,08 = 86,5%, wenn man nicht ganz lebensfremd davon ausgeht, daß die Margen in etwa gleich bleibe.

    Die "Unternehmensberater", in Branchenkreisen auch als "Mietmäuler" bekannt, machen in Studie (für einen Herstellerverband zur Vorlage beim Lobbyieren in Brüssel - das bleibt leider dunkel?). daraus einen "Rückgange der Erlöse um fast 20%", wo der nach ihren eigenen Zahlen zu erwartende Rückgang nur bei 13,5% liegt.

    Rechenschwache Redakteure drucken das dann kommentarlos ab.

    Jeder, der mal irgendwie ganz entfernt etwas mit Fertigung zu tun hatte, lacht sich krumm bei dem Gedanken, ein paar selbstschneidende Kunststoffschrauben würden irgendwelche "Herstellkosten" um 8% erhöhen.

    In einem Smartphone, das wertmäßig einen großen Anteil an den Ausgaben der Haushalte hat, da es nach wenigen Jahren auf den Müll fliegt, stecken mehrere Gbyte Ram, Dutzende GByte Flash, ein Prozessor mit etwa so vielen Transistoren, wie es Erdbewohner gibt, ein superteures Display und ein Modem, für das es effektiv nur einen Hersteller gibt.

    Ein Kilo Kreuzschlitzsenkkopfschrauben, also 10.000 Stück, kosten 2..3¤, also etwa 0,03ct/Stück, und vier Stück davon werden in der fertigungslinie bei Foxconn parallel von einem Schrauber mit automatischer Zuführung in 2 Sekunden in einen Smartphone versenkt. Das dürfte die Herstellkosten eines Iphones um etwa 1 Cent erhöhen, wenn man die Kostenersparnis für das Dispensieren des Klebers ignoriert.

    Sicher, das Volumen des Gerätes steigt um ein paar Prozent, aber das wirkt sich nicht auf die Herstellkosten aus.

    Liebe Golem-Redaktion, warum findet solch ein Unsinn den Weg in eine "Fachzeitschrift"?

  2. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Dalai-Lama 02.04.22 - 16:37

    Wenn die Marge gleich bleibt, stimmen die 80 bzw 20%. Du rechnest so, als wären die 8% zusätzlicher Gewinn?

  3. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Thargon 02.04.22 - 18:43

    Wenn die Herstellungskosten um 8% steigen, der Preis pro Gerät aber an unverändert angenommen wird, bleibt der Umsatz bei den 80,1%, aber der Gewinn sinkt nochmals.

    Das teure an verschraubten Geräten sind ja nicht einfach die Schrauben. Die Arbeitsschritte sind langsamer und komplexer (also mehr Zeit und höhere Kosten pro Zeit) und die Gerätedesigns sind auch schwieriger, da man viele Geometrien relativ leicht verkleben, aber nur schwierig bis garnicht verschrauben kann.

    Und bei einm 300¤ Gerät, bei dem die Herstellung selbst also nur etwa 100-200¤ kostet, sind 8% gerade einmal 8-16¤. Wenn man versucht, bestehende Designs einfach anzupassen, kommen die schnell zusammen. Wenn man von Grund auf neu anfängt, muss man dafür ordentlich in die Entwicklung investieren, was ja auch wieder auf den Gerätepreis umgelegt werden muss.

    Im Endeffekt werden Verbraucher einfach 20% mehr zahlen müssen, was aber okay ist. Schließlich muss man im Schnitt seltener etwas anschaffen und die unspezifizierten Folgekosten durch Elektroschrott liegen vermutlich auch weit höher.

  4. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Kakiss 02.04.22 - 21:46

    Thargon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > n und die
    > unspezifizierten Folgekosten durch Elektroschrott liegen vermutlich auch
    > weit höher.


    Genau darauf wollte ich auch noch zu Wort kommen ;)
    Geräte die man einfach auseinanderschrauben kann, können auch besser wieder recyclet werden.
    Man kann am Ende also entweder besser reparieren, die Ressourcen besser ausbeuten und es kommt weniger auf die Halde.

  5. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Lehmmanbnhb 02.04.22 - 23:54

    Dalai-Lama schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Marge gleich bleibt, stimmen die 80 bzw 20%. Du rechnest so, als
    > wären die 8% zusätzlicher Gewinn?

    Die absolute Marge berechnet sich aus der Differenz zwischen Verkaufspreis (VK) und den Herstellkosten (HK), die prozentuale Marge aus (VK-HK)/VK.

    Die Herstellkosten umfassen mindestens Fertigungskosten und Materialkosten, und je nach Definition typisch auch Entwicklungskosten.

    Aus der Marge bestreitet der Hersteller die Kosten für den Vertrieb und seinen Gewinn.

    In einem halbwegs funktionierenden Markt pendelt sich die Marge so ein, daß der Hersteller einen hinreichenden Gewinn erzielt um seine Kapitalkosten zu decken, aber nicht viel höher, da sonst weitere Wettbewerber angelockt würden (für den Apfelmarkt gelten ggfs. andere Gesetze ;-).

    Deshalb kann man in erster Näherung davon ausgehen, das bei einer Erhöhung der Herstellkosten um 8% auch die Verkaufspreise um 8% steigen würden, da die Marge in etwa gleich bleibt.

    Mit "Erlös" bezeichnet die Betriebswirtschaft nicht, wie oft fälschlich angenommen, den Gewinn, sondern Verkaufspreis der Geräte an den Handel, also im wesentlichen den Umsatz.

    Deshalb muss man zur Ermittlung des Erlöses bei einer auf 80% reduzierten Stückzahl und einer Erhöhung des Stückpreises auf 108% diese Zahlen miteinander multiplizieren und erhält einen Erlös von 0,8 * 1.08 = 86,5%.

    Die Erlösminderung betrüge dann 13,5% und nicht 20%, wie in der Pressemitteilung angegeben.

  6. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Lehmmanbnhb 03.04.22 - 01:09

    Thargon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Herstellungskosten um 8% steigen, der Preis pro Gerät aber an
    > unverändert angenommen wird, bleibt der Umsatz bei den 80,1%, aber der
    > Gewinn sinkt nochmals.
    >
    > Das teure an verschraubten Geräten sind ja nicht einfach die Schrauben. Die
    > Arbeitsschritte sind langsamer und komplexer (also mehr Zeit und höhere
    > Kosten pro Zeit) und die Gerätedesigns sind auch schwieriger, da man viele
    > Geometrien relativ leicht verkleben, aber nur schwierig bis garnicht
    > verschrauben kann.

    Das kommt auf die Stückzahl an.

    Bei der Konstruktion eines Kunststoffspritzgussgehäuses ist zum Beispiel oft eine Verschraubung mit selbstschneidenden Kunststoffschrauben viel günstiger, da einfache Schraubdome in der Konstruktion kaum etwas kosten, während Rastnasen Werkzeuge mit aufwendigem Hinterschnitt oder gar Schiebern im Werkzeug erfordern.

    Beim Verkleben reduziert sich evtl. die Taktzeit (Apple lässt größenordnungsmässig 100 Mio Smartphones pro Jahr produzieren, also etwa drei Stück pro Sekunde - wenn auch sicher nicht auf einer Linie!).

    Da steht aber niemand am Band und dreht Schrauben ein, das erledigen Automaten!

    In diesem Bericht:

    https://www.businessinsider.de/tech/die-teuersten-smartphones-in-der-produktion-die-ersten-beiden-plaetze-werden-euch-ueberraschen-2018-3/

    werden die Herstellkosten eines Samsung Galaxy S8 Smartphones in 2018 mit 307,5$ angegeben, davon lediglich 5,9$ oder etwa 2% für Fertigungskosten!

    Wenn ich da zusätzlich vier Schrauben reindrehe, müssten sich, um die Herstellkosten um 8% zu erhöhen, die Fertigungskosten von 2% auf etwa 10% erhöhen, also von etwa 6$ auf 30$!

    Das ist dermassen abstrus, dass ich mich wundere, an wen dieser Bericht der "Unternehmensberatung" adressiert ist. An die Produktplaner, Konstrukteure und Fertigungsingeniere der Hersteller von Akkubestückten Elektronikgeräten nach meiner Einschätzung eher nicht!


    > Und bei einm 300¤ Gerät, bei dem die Herstellung selbst also nur etwa
    > 100-200¤ kostet, sind 8% gerade einmal 8-16¤. Wenn man versucht, bestehende
    > Designs einfach anzupassen, kommen die schnell zusammen.

    Das ist natürlich korrekt.

    > Wenn man von Grund
    > auf neu anfängt, muss man dafür ordentlich in die Entwicklung investieren,
    > was ja auch wieder auf den Gerätepreis umgelegt werden muss.

    Für einen mittelständischen Hersteller batteriebetriebener Werkzeuge für Steinmetzbetriebe gilt das sicherlich. Smartphones werden aber sowieso jedes Jahr neu entwickelt, da fällt das wirklich nicht ins Gewicht.

    > Im Endeffekt werden Verbraucher einfach 20% mehr zahlen müssen.

    Ich würde für Laptops oder Smartphones von maximal 1% .. 2% ausgehen, und für Elektrorasierer oder Akkuschrauber mit Verkaufspreisen um 50¤ im Laden oder 25¤ netto ab Werk an Großhandel oder OEM von maximal 5%. Langfristig könnte die Industrie vermutlich sogar etwas sparen, wenn sie sich auf wenige Größen und Chemien von Standard-Akkupacks mit genormten Anschlußsteckern einigen könnte, sodaß Gehäuse diese nur noch formschlüssig halten müssten. Auch gegen Rastnasen statt Schrauben wäre nichts einzuwenden, sofern man diese z.b. einfach mit einem Flachschraubendreher mit 3mm Klingenbreite entriegeln könnte.

    > , was aber
    > okay ist. Schließlich muss man im Schnitt seltener etwas anschaffen und die
    > unspezifizierten Folgekosten durch Elektroschrott liegen vermutlich auch
    > weit höher.

    Das ist der entscheidende Punkt!

    Ein einfaches USB-Steckerladegerät hat Herstellkosten um 1 Euro.

    Wenn ich 20Cent mehr für einen intelligenteren DC-DC-Controller-Baustein ausgebe, kann ich die Leerlaufleistungsaufnahme des USB-Netzteils von 0,3W auf 30mW verringern.

    Wenn der Kunde das Ladegerät aus Bequemlichkeit immer in einer Steckdose lässt, verbrauchte es pro Jahr etwa 2,3kWh im Leerlauf, was sich über 10 Jahre bei Stromkosten von 30ct/kWh zu 6,60¤ summiert. Obwohl die 20Cent Mehraufwand für den Kunden eine Erparnis von 6,60¤ bringen würden, bezahlt sie der Tschibo-Einkäufer dem Hersteller nicht!

    Erst eine gesetzliche Regelung:

    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=uriserv%3AOJ.L_.2019.272.01.0095.01.ENG&toc=OJ%3AL%3A2019%3A272%3ATOC

    hat die Industrie gezwungen, die Leerlaufverluste kleiner Netzteile auf maximal 0,1W zu begrenzen ("Annex II - 1. Energy efficiency requirements" oben im link).

    Es wird leider immer pauschal und reflexartig über jede EU-Regelung geschimpft. Diese hier ist in meinen Augen absolut sinnvoll und hilfreich!

  7. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: muraga 03.04.22 - 13:58

    Lehmmanbnhb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dalai-Lama schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn die Marge gleich bleibt, stimmen die 80 bzw 20%. Du rechnest so,
    > als
    > > wären die 8% zusätzlicher Gewinn?
    >
    > Die absolute Marge berechnet sich aus der Differenz zwischen Verkaufspreis
    > (VK) und den Herstellkosten (HK), die prozentuale Marge aus (VK-HK)/VK.
    >
    > Die Herstellkosten umfassen mindestens Fertigungskosten und Materialkosten,
    > und je nach Definition typisch auch Entwicklungskosten.
    >
    > Aus der Marge bestreitet der Hersteller die Kosten für den Vertrieb und
    > seinen Gewinn.
    >
    > In einem halbwegs funktionierenden Markt pendelt sich die Marge so ein, daß
    > der Hersteller einen hinreichenden Gewinn erzielt um seine Kapitalkosten zu
    > decken, aber nicht viel höher, da sonst weitere Wettbewerber angelockt
    > würden (für den Apfelmarkt gelten ggfs. andere Gesetze ;-).
    >
    > Deshalb kann man in erster Näherung davon ausgehen, das bei einer Erhöhung
    > der Herstellkosten um 8% auch die Verkaufspreise um 8% steigen würden, da
    > die Marge in etwa gleich bleibt.
    >
    > Mit "Erlös" bezeichnet die Betriebswirtschaft nicht, wie oft fälschlich
    > angenommen, den Gewinn, sondern Verkaufspreis der Geräte an den Handel,
    > also im wesentlichen den Umsatz.
    >
    > Deshalb muss man zur Ermittlung des Erlöses bei einer auf 80% reduzierten
    > Stückzahl und einer Erhöhung des Stückpreises auf 108% diese Zahlen
    > miteinander multiplizieren und erhält einen Erlös von 0,8 * 1.08 = 86,5%.
    >
    > Die Erlösminderung betrüge dann 13,5% und nicht 20%, wie in der
    > Pressemitteilung angegeben.

    Das sind aber viele Annahmen, nur um den Artikel zu diskreditieren.

  8. [gelöscht]

    Autor: [gelöscht] 03.04.22 - 14:29

    [gelöscht]

  9. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Lufegrt 04.04.22 - 06:37

    Quelle gelesen? Oder machst du das selbe was du den Redakteuren vorwirfst

    Lehmmanbnhb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Angenommen ein Verbraucher kauft sich nur noch alle 15,6 statt statt 12,5
    > Jahre eine neue Spülmaschine.
    >
    > Dann kauft er nur noch 12,5/15,6 = 80,1% soviel Spülmaschinen wie zuvor.
    >
    > Gleichzeitig steigen die Herstellkosten einer Spülmaschine für die
    > Hersteller um 8%.
    >
    > Der Umsatz der Hersteller liegt dann 0,801 * 1,08 = 86,5%, wenn man nicht
    > ganz lebensfremd davon ausgeht, daß die Margen in etwa gleich bleibe.
    >
    > Die "Unternehmensberater", in Branchenkreisen auch als "Mietmäuler"
    > bekannt, machen in Studie (für einen Herstellerverband zur Vorlage beim
    > Lobbyieren in Brüssel - das bleibt leider dunkel?). daraus einen "Rückgange
    > der Erlöse um fast 20%", wo der nach ihren eigenen Zahlen zu erwartende
    > Rückgang nur bei 13,5% liegt.
    >
    > Rechenschwache Redakteure drucken das dann kommentarlos ab.
    >
    > Jeder, der mal irgendwie ganz entfernt etwas mit Fertigung zu tun hatte,
    > lacht sich krumm bei dem Gedanken, ein paar selbstschneidende
    > Kunststoffschrauben würden irgendwelche "Herstellkosten" um 8% erhöhen.
    >
    > In einem Smartphone, das wertmäßig einen großen Anteil an den Ausgaben der
    > Haushalte hat, da es nach wenigen Jahren auf den Müll fliegt, stecken
    > mehrere Gbyte Ram, Dutzende GByte Flash, ein Prozessor mit etwa so vielen
    > Transistoren, wie es Erdbewohner gibt, ein superteures Display und ein
    > Modem, für das es effektiv nur einen Hersteller gibt.
    >
    > Ein Kilo Kreuzschlitzsenkkopfschrauben, also 10.000 Stück, kosten 2..3¤,
    > also etwa 0,03ct/Stück, und vier Stück davon werden in der fertigungslinie
    > bei Foxconn parallel von einem Schrauber mit automatischer Zuführung in 2
    > Sekunden in einen Smartphone versenkt. Das dürfte die Herstellkosten eines
    > Iphones um etwa 1 Cent erhöhen, wenn man die Kostenersparnis für das
    > Dispensieren des Klebers ignoriert.
    >
    > Sicher, das Volumen des Gerätes steigt um ein paar Prozent, aber das wirkt
    > sich nicht auf die Herstellkosten aus.
    >
    > Liebe Golem-Redaktion, warum findet solch ein Unsinn den Weg in eine
    > "Fachzeitschrift"?

  10. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Lehmmanbnhb 04.04.22 - 10:27

    Lufegrt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Quelle gelesen? Oder machst du das selbe was du den Redakteuren vorwirfst

    Eine berechtigte Frage!

    Die Antwort: Nein, ich habe die Quelle nicht gelesen!

    Ich hätte es liebend gern getan, aber ich konnte keine weiteren Informationen dazu finden.

    Im Golem-Artikel wird auf eine Pressemeldung des Spiegel verlinkt:

    https://archive.newsletter2go.com/?n2g=kb67l3ab-wv2cw5zk-ou5

    der wörtlich dem entsprechenden Artikel auf Seite 59 des mir vorliegenden gedruckten Spiegels entspricht und der hier auch auf Spiegel online abrufbar ist:

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/geplante-eu-reparaturpflichten-gefaehrden-umsaetze-der-unternehmen-erheblich-a-6ec9f1cc-bb3e-4bef-8946-7f87d53d48b0

    Gezeichnet ist er in der Printausgabe mit "KIG" dem Kürzel der Wirtschaftsredakteurin Kristina Gnirke, die in der Spiegel-Vorabmeldung auch als Kontakt genannt wird.

    Golem übernimmt den redaktionellen Spiegel-Artikel fast wörtlich - im Prinzip ein Plagiat!

    Hier die erste Passage aus dem Golem-Artikel, in der ich alle Teile gefettet habe, die nicht wörtlich aus dem Spiegel übernommen wurden:

    -------

    Neue EU-Regeln, die Unternehmen verpflichten, reparierbare Produkte herzustellen, könnten die Firmen belasten, weil sie sich nicht frühzeitig auf die neuen Vorgaben eingestellt haben. Das zeigt eine Analyse der Beratungsfirma Oliver Wyman, die dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorliegt. Eine geplante Ausweitung der Ökodesign-Vorgaben sowie das Recht auf Reparatur für Verbraucher würden die Lebensdauer von Produkten von durchschnittlich 12,5 auf 15,6 Jahre verlängern, könnten gleichzeitig aber die Erlöse europäischer Firmen um fast 20 Prozent senken.

    Das liege liegt in erster Linie an neuen Vorgaben, die "tief in das Produktdesign der Hersteller" eingreifen, sagt sagte sagte Martin Schulte von Oliver Wyman. Wo heute beispielweise noch kostengünstig geklebt wird, braucht es künftig möglicherweise Schrauben. Die meisten Firmen seien auf die neuen Regeln nicht vorbereitet. "Viele haben das verschlafen", sagt sagte Schulte. Oft würden die daraus entstehenden Produktanforderungen gar nicht zu den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen durchdringen. Bei Notebooks sind Komponenten oft stark verklebt und nur mittels Fön und viel Kraft können Kunden überhaupt an das Innere gelangen. Und selbst dort sind die meisten wichtigen Bauteile verklebt und verlötet.

    Abo-Modelle für Softwareupdates oder Reparaturen


    Durch die neuen EU-Pläne würden die Herstellungskosten von Kühlschränken, Rasierapparaten oder Küchenmaschinen um acht Prozent steigen. Auffangen ließen sich die Rückgänge durch Investitionen in andere Geschäftsbereiche. So könnten Hersteller ihren Umsatz um zehn Prozent erhöhen, wenn sie Ersatzteile verkaufen, den Secondhand-Markt bedienen und mehr Service anbieten, etwa Abo-Modelle für Softwareupdates oder Reparaturen.

    Produkte, die besonders gut zu reparieren sind, könnten ein Wettbewerbsvorteil sein, glaubt Schulte. Künftig werde es wohl einen Reparaturindex geben, auf dem sich die Unterschiede ablesen lassen.

    ----------

    Woher Golem die Information hat, daß die Studie dem Spiegel vorliegt, kann ich nicht einschätzen. Möglicher- und löblicherweise hat der Redakteur ja beim Spiegel und/oder der Unternehmensberatung vergeblich nachgefragt, ob er die Originalstudie einsehen darf, und dies dabei erfahren.

    Ich selbst konnte in 5 Minuten Recherche im Netz jedenfalls weder einen Link auf den Inhalt der Studie noch wenigstens, wie bei "Unternehmensberatungen" üblich, einen Hinweis finden, das diese Studie käuflich zu erwerben sei oder Kunden zur Verfügung gestellt würde.

    Trotzdem finde ich legitim, inhaltlich auf die dürren Fakten aus der Pressemeldung einzugehen und zu argumentieren, daß sie in sich widersprüchlich und für einen ehemals mit Akkugeräten befassten Entwickler absolut unplausibel sind!

    Für mich erwecken die Tatsachen, daß

    1) Dieser redaktionelle Beitrag des "Spiegel" (Online + Printausgabe!) offenbar von verschiedenen Medien fast 1:1 übernommen werden darf

    2) Die eigentlich Studie nicht allgemein verfügbar ist

    den Eindruck, daß es sich um ein gezielt lanciertes PR-Stück handelt, mit dem Ziel, den Plan der EU, die Tauschbarkeit von Akkus vorzuschreiben, zu diskreditieren.

    Was ich Golem vorwerfe, ist, dies fast unkommentiert (es folgt ja immerhin noch eine Erwähnung eines "Runden Tisches Reparatur" und des BUND") zu übernehmen.

    Ich habe natürlich Verständnis dafür, daß in einer weitestgehend kostenfrei zugänglichen Online-Publikation nicht jeder Artikel auf einer aufwendigen Recherche beruhen kann.

    Aber wenigstens zwei, drei Sätze des Redakteurs zur Einordnung wären Klasse!

    Prinzipiell bin ich eigentlich der Meinung, daß Zeitungen keine Meldungen über Studien drucken sollten, die die Redakteure nicht selbst einsehen durften.

  11. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: asa (Golem.de) 04.04.22 - 13:43

    Lieber Leser,

    bei der Quelle handelt es sich um eine Vorabmeldung des Spiegel, keine Pressemitteilung. Solche Informationen tauschen Redaktionen mit anderen Redaktionen oder Agenturen wie dpa aus. Solche Texte sind bei Quellenangabe frei. Die Deutung vom Spiegel haben wir nicht übernommen.

    Soweit ich sehe, haben ich bis auf einen Satz sämtliche Formulierungen neu gemacht und einen Satz so gelassen, weil er in indirekter Rede aus der Studie zitiert. Normalerweise schreiben wir nicht über Studien, die uns nicht vorliegen. Da wir in dem Thema so tief drin sind, dass die Studie völlig schlüssig ist, haben wir sie dennoch veröffentlicht. Die Einordnung erfolgt über weitere Quellen.

  12. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: /mecki78 04.04.22 - 17:00

    Wenn Apple durch diese Vorgaben jetzt 50 Cent mehr Produktionskosten für seine iPhones haben wird, dann werden viele hier sagen "50 Cent??? Die Teile kosten ab 800¤ aufwärts, manche weit über 1000¤, da können Apple ja wohl 50 Cent am Arsch vorbei gehen!"

    Nur übersehen sie etwas, und zwar die Stückzahlen! Apple verkauft Millionen von diesen Dingern! Apple hat 2021 237 Mio iPhones verkauft. Wenn Apple hier 50 Cent pro iPhone einsparen kann, dann spart Apple 118 Millionen Euro! Für Apple mag das nicht viel sein, aber andere Unternehmen wären froh, wenn sie so viel Umsatz hätten!

    Es sind die 50 Cent hier und die 1 Euro dort und die 20 Cent da und die 1,50 Euro am anderen Ende, die dann alle zusammen in der Summe durchaus einen fetten Batzen Geld ergeben, den Apple an Mehrgewinn hat. So muss man das betrachten!

    Und hier werden keine Plastikschrauben verbaut und schon gar keine selbst-schneidenden, weil die sollen ja ohne Beschädigung wieder raus und dann wieder rein geschraubt werden können. Hier werden winzige, hochpräzise Metallschrauben verbaut und die sind deutlich teurer als dein Sack Schrauben aus dem Baumarkt. Noch dazu dass jede Schraube ja etwas braucht, in das man sie schrauben kann und das ist bei diesen dünnen Geräten gar nicht so einfach. Dazu kommt, dass der Kleber oft auch zeitgleich Dichtung ist, du aber mit Schrauben getrennte Dichtungen Einlassungen für die Dichtungen brauchst. Die Dichtungen kosten auch wieder Geld und das ganze Produktdesign wird aufwendiger und teurer. Nur um ein paar Euro, aber siehe oben, Kleinvieh kann in dieser Größenordnung viel Mist machen.

    /Mecki

  13. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Eheran 04.04.22 - 17:50

    >und die sind deutlich teurer als dein Sack Schrauben aus dem Baumarkt.
    Wohl kaum, so unglaublich teuer wie dort (zwangsläufig) alles ist.

    >Nur um ein paar Euro, aber siehe oben, Kleinvieh kann in dieser Größenordnung viel Mist machen.
    Wenn der Preis um 1 % steigt, das Gerät dafür im Schnitt 30 % länger genutzt wird, haben wir grob 30 % Elektroschrott gespart mit 1 % Mehrkosten. Das wäre eine sehr effiziente Maßnahme.

  14. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: /mecki78 04.04.22 - 18:54

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn der Preis um 1 % steigt, das Gerät dafür im Schnitt 30 % länger
    > genutzt wird,

    Wird es aber nicht. Fehleden Reparierbarkeit war noch nie ein gewichtiger Faktor in der Nutzungsdauer der Geräte. Die Geräte, die du aus dem Elektroschrott fischen kannst, denen fehlt so gut wie nie irgendwas. Die sind voll funktionstüchtig und schadfrei. Die sind einfach nur alt (zu kleines Display, zu wenig Speicher, zu schwache CPU/GPU, nicht 4/5G, altes WLAN) und der Besitzer wollte sich nicht mehr haben und sah, dass man auch kaum noch Geld dafür bekommt, wenn man sie zum Verkauf anbietet. Der Anteil von Geräten, die entsorgt wurden, weil sie wirklich kaputt sind die man theoretisch hätte reparieren können, liegt bei unter 0,1% (Statistiken dazu lassen sich bei Google finden)

    /Mecki

  15. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Lehmmanbnhb 04.04.22 - 20:37

    Hallo Herr Sawall,

    asa (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lieber Leser,
    >
    > bei der Quelle handelt es sich um eine Vorabmeldung des Spiegel, keine
    > Pressemitteilung. Solche Informationen tauschen Redaktionen mit anderen
    > Redaktionen oder Agenturen wie dpa aus. Solche Texte sind bei Quellenangabe
    > frei. Die Deutung vom Spiegel haben wir nicht übernommen.
    >
    > Soweit ich sehe, haben ich bis auf einen Satz sämtliche Formulierungen neu
    > gemacht und einen Satz so gelassen, weil er in indirekter Rede aus der
    > Studie zitiert.

    Nein, das ist genau umgekehrt!

    Bitte lesen Sie sich meinen vorherigen Post noch einmal genau durch!

    Die von mir gefetteten Teile sind von Ihnen verändert (liegt/liege, sagt/sagte) oder ergänzt worden (die Bemerkung, der Artikel liege dem Spiegel vor, eine Zwischenüberschrift und die Ergänzung mit den verklebten Notebooks).

    Ansonsten haben Sie die gesamte (!) Vorabmeldung des Spiegel, die mit dem gedruckten Text in der Printausgabe komplett übereinstimmt, 1:1 übernommen!

    Gut, das ist bei Agenturmeldungen so üblich, und dafür bezahlen die Verlage sogar ordentlich.

    Ich glaube Ihnen auch gern, daß Sie hier nicht illegal gehandelt und die Vorabmeldung ohne Erlaubnis des Spiegels wortwörtlich komplett übernommen haben.

    Die Fragen, die ich mir als Leser stelle, sind vielmehr:

    1) Warum verbreitet die "Unternehmensberatung Oliver Wyman" just in dem Moment, in dem die Infos über die Planungen der EU zu erleichtertem Akkutausch breiter in die Presse gelangen, daß sie angeblich über eine Studie verfüge, die sie aber ausser einer ausgewählten Spiegel-Redakteurin niemandem zeigen möchte, in der aber vorgerechnet würde, daß Elektronikgeräte mit Akkus um 20% teurer werden sollen. Ist das eine bezahlte Studie im Auftrag eines Herstellers oder Unternehmensverbandes, oder hat die Unternehmensberatung diese Studie auf eigene Kosten angefertigt, um damit "Gummipunkte" bei ihren Industriekunden zu sammeln? Theoretisch gäbe es eine dritte Motivation, nämlich daß diese Studie an Industriekunden verkauft werden soll, die damit eigene Untersuchungen einsparen. Da ich selbst in der Geräteentwicklung tätig war und daher weiß, was einem mittelständischer Hersteller durch eine zusätzliche Geräteschraube and Werkzeug-, Material- und Lohnkosten entstehen, und grob abzuschätzen zu können glaube, was das wohl einen Großserienhersteller kostet, schließe ich aber aus, daß eine Planungs- oder Entwicklungsabteilung für solchen offensichtlichen Unsinn Geld ausgibt.

    2) Warum erlaubt der Spiegel es jedermann, einen Artikel aus der Printausgabe(!) wortwörtlich komplett abzudrucken, und zwar noch bevor diese in den Regalen liegt ("Embargo Freitag 12:00").

    Die einzige Antwort, die mir darauf einfällt, ist daß diese Regelung gewissen Kreisen nicht gefällt, und man daher ein bisschen FUD über willige Kanäle breittreten möchte.

    Ich kann diese Motivation sogar gut nachvollziehen, da ich Anfang der 90er selbst die Einführung der EMV-Richtlinie miterlebt habe, und viele Stunden und viel Geld, das meinem kleinen Arbeitgeber anfänglich sehr weh tat, in EMV-Laboren gelassen habe!

    Auf der anderen Seite freue ich mich aber auch am Handy-Empfang in Innenräumen mit dutzenden elektronischen Geräten, der ohne die Weitsicht der EU-Regulatoren so nicht möglich sein würde.

    Im aktuellen Fall steht für mich ausser Frage, daß eine Erleichterung des Akkutauschs einen weitaus größeren Nutzen für die Anwender haben wird als der Zusatzaufwand, den die Hersteller dafür in Konstruktion und Fertigung zu leisten haben.

    Dieser Zusatzaufwand wird aber in den wenigen Informationsbrocken, die zu der Studie unters Volk gebracht wurden, gröblich übertrieben dargestellt - und zwar meiner Vermutung nach wider besseres Wissen der Studienautoren!

    Die Aufgabe der Fachpresse, oder notfalls auch Ihrer Leser, sehe ich darin, auf diese offensichtlichen Diskrepanzen hinzuweisen.

    Sehr positiv habe ich dabei schon empfunden, daß Sie sich mit der Formulierung, 'die Studie liege dem Spiegel vor', den Inhalt nicht vorbehaltlos zu eigen gemacht haben, und am Ende des Artikels auch auf Elektroschrott-Vermeidung eingingen.

    Ich war auch begeistert, als Golem vor ca. drei Wochen als erstes von mir verfolgtes Presseorgan von der geplanten EU-Gesetzgebung berichtet hat. Das schien mir ein echter Scoop! Ich habe daraufhin aktiv geschaut, ob andere der üblichen Verdächtigen ebenfalls berichten, was aber in den nächsten drei Tagen nicht der Fall war. Als ich dann den ursprünglichen Artikel nicht mehr auf Golem gefunden habe, hatte ich sogar spekuliert, ob sie den gegen ein Embargo zu früh veröffentlicht hätten, oder gar einem Hoax aufgesessen seien ;-)

    Für die Zukunft würde ich mir als Leser bei Berichten über Studien von Ihnen wünschen, daß Sie nach Möglichkeit

    - die Studien verlinken
    - angeben, ob sie selbst Zugang dazu hatten
    - soweit bekannt, die Auftraggeber nennen - oder ggfs, daß diese nicht bekannt sind ;-(

    Auf jeden Fall vielen Dank, daß Sie sich hier an der Diskussion beteiligen, und sich den Fragen Ihrer Leser stellen!

    > Normalerweise schreiben wir nicht über Studien, die uns
    > nicht vorliegen. Da wir in dem Thema so tief drin sind, dass die Studie
    > völlig schlüssig ist, haben wir sie dennoch veröffentlicht.

    Als Redakteur Fachseite für Computertechnik haben Sie sicher regelmäßig die neuesten Notebooks in der Hand, und können Entwicklungen hier sicher gut einschätzen.

    Ihrer Einschätzung aus dem Artikel: "Bei Notebooks sind Komponenten oft stark verklebt und nur mittels Fön und viel Kraft können Kunden überhaupt an das Innere gelangen." kann ich auch völlig zustimmen.

    Was mich aber interessieren würde:

    - Welche Mehrkosten würden sie für Apple annehmen, wenn der Akku eines Macbook Airs für gut 1000¤ für den Endkunden mit einem Kreuzschraubendreher wechselbar gemacht würde?

    - Welche Überlegung lässt Ihnen, "tief drin", den Rechengang plausibel erscheinen, daß eine Verlängerung der Lebensdauer um 25% (12,5->15,6a), entsprechend einer Reduktion der Ersatzkauffrequenz um 20%, die _Erlöse_ der europäischen Hersteller von "Kühlschränken, Küchengeräten und Rasierapparaten" ebenfalls um 20% senkt, wenn gleichzeitig die Herstellkosten, und damit in dieser margenschwachen Branche auch die Werksabgabepreise, um 8% steigen? Wie sehr wird der Rasierapparateabsatz reduziert, wenn sein letzter Braun den Opa Krause, Gott habe ihn selig, um 10,1 statt sieben Jahre überlebt?

    P.S.:

    Noch eine kleine Anekdote zum Thema Runden:

    Ich hatte mir, als er neu 'rauskam, die zweite Ausgabe des Magazins Focus" ("Fakten, Fakten, Fakten!") gekauft. Dort fand ich eine Tabelle, in der der Autoabsatz für die nächsten 25 Jahre prognostiziert wurde - in der letzten Stelle auf 50 gerundet! Wenn man das mal nachgerechnet hat, stellte man fest, daß die aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamts für die Prognose einfach alle fünf Jahre geometrisch um exakt 10% erhöht wurden. Immerhin, es wurde kaufmännisch exakt gerundet! Das war dann gleichzeitig auch die letzte "Focus"-Ausgabe, die ich in meinem Leben gekauft habe ;-)

  16. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Eheran 04.04.22 - 23:20

    Doch, die sind alle defekt, mit einfachst zu reparierenden Schäden die nur wegen dem Kleber nicht reparierbar sind. Zu 99,9999999 % ist das so, es betrifft also fast alle Geräte, nur deine eigenen nicht. (Statistiken dazu lassen sich bei Google finden).

  17. Re: Mietmäuler und rechenschwache Redakteure

    Autor: Eheran 04.04.22 - 23:39

    >Soweit ich sehe, haben ich bis auf einen Satz sämtliche Formulierungen neu gemacht und einen Satz so gelassen, weil er in indirekter Rede aus der Studie zitiert.

    Ich bin erschrocken bin wie man so reagieren kann. Zwar sind die genannten Punkte nicht alle, wo eine Änderung erfolgte, aber im Prinzip ist es 1:1 kopiert, eben mit genannten, winzigen Änderungen. Hier kann man Texte gut vergleichen. Der Absatz unter "Abo-Modelle für Softwareupdates oder Reparaturen" ist sogar ohne Änderungen eine Buchstabens kopiert, einzig die zwei Symbole »« um Reparaturindex fehlen.

    Sämtliche Formulierung neu gemacht, bei einem zu überschlagen 99 % kopierten Text? Nachdem jemand 1:1 die Kopie noch auflistet? Wie dreist kann man denn sein?


    Das erinnert mich an die Handwerker, die bei der Heizung ein paar tropfende Ventile tauschen sollten. Danach ging die Heizung nicht mehr, es soll angeblich die Pumpe sein (spontaner Defekt?). Eine Ersatzpumpe half auch nicht (zu schwach), man bestelle beim Hersteller das Originalteil. Eine Woche später immer noch nichts. Also habe ich dann Heizung (Mischer) selbst zerlegen dürfen um den Pfusch zu entdecken: Falsches teil verbaut. Konfrontiert gab man dies dann auch zu, und dass das korrekte Ersatzteil wohl noch einzige Zeit auf sich warten lässt. Man hat dann "aus Kulanz" umgehend das Originalteil wieder eingebaut. Alles geht wieder, tropft eben nur ab und an mal, die Hausbewohner freuen sich.

    Wenn sowas wenigstens nur ein Einzelfall wäre. Aber mit sowas bin ich immer wieder konfrontiert: Leute, die thematisch Experten sein müssten (20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet), machen absolut grauenhafte Fehler und versuchen dann auch noch diese mit Lügen zu vertuschen und den Kunden um noch mehr Geld zu bringen.

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