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Digitale Rechtssicherheit

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  1. Digitale Rechtssicherheit

    Autor: PerilOS 07.11.18 - 18:54

    Es ist doch am Ende nichts anderes wie in der Analogen Welt. Wenn du etwas geschaffen hast oder besitzt, dann darf es ein anderer nur mit deiner Erlaubnis haben. Nichts weiter ist die Reform. Außerdem sind Nutzer die keinen Profit erwirtschaften auch unter Fair Use geschützt.

    Und nur weil ne Cola Dose im Hintergrund liegt oder jemand auf seinem iPhone tippt, greift das noch lange nicht. Weil es sich ja nicht explizit darum dreht. Die Rechteinhaber möchten auch davor geschützt sein, dass wen z.B. Extremisten ihren Content verbreiten und dann dort auftauchen. Die Tiki Torches hier mal als Beispiel.

    Wer sein Leben mit Youtube bestreitet, sollte dann halt auch so professionell sein und sich die Erlaubnis von Content einholen. Schon heute dürften die ganzen Game Streams und sonstigen Medien um die Spiele nicht existieren. Weil die Publisher und Entwickler eigentlich explizit zustimmen müssen.

    Oh und nicht zu vergessen die ganzen Youtuber die sich permanent gegenseitig Striken um den anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen machen von ihren Rechten, die die EU jetzt verbrieft regen Gebrauch.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.18 19:00 durch PerilOS.

  2. Re: Digitale Rechtssicherheit

    Autor: Anonymer Nutzer 07.11.18 - 19:24

    Du hast den kern des problems nicht erkannt. 6, setzen!

  3. Re: Digitale Rechtssicherheit

    Autor: RipClaw 07.11.18 - 19:26

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch am Ende nichts anderes wie in der Analogen Welt. Wenn du etwas
    > geschaffen hast oder besitzt, dann darf es ein anderer nur mit deiner
    > Erlaubnis haben. Nichts weiter ist die Reform. Außerdem sind Nutzer die
    > keinen Profit erwirtschaften auch unter Fair Use geschützt.

    Fair Use ist ein Prinzip aus den USA das aber in der EU nicht vorhanden ist. Es gibt in der EU keine gesetzliche Grundlage und keine Definition was Fair Use ist und was nicht. Daher kann man sich auch nicht darauf berufen.

    Es gibt zum Artikel 13 ein paar explizite Ausnahmen für Dienste wie Wikipedia, Github oder Ebay. Diese haben am lautesten geschrien aber die generelle Definition was für Dienste das ganze betrifft ist schlecht und wird nicht durch ein paar Ausnahmen besser.

    > Und nur weil ne Cola Dose im Hintergrund liegt oder jemand auf seinem
    > iPhone tippt, greift das noch lange nicht. Weil es sich ja nicht explizit
    > darum dreht. Die Rechteinhaber möchten auch davor geschützt sein, dass wen
    > z.B. Extremisten ihren Content verbreiten und dann dort auftauchen. Die
    > Tiki Torches hier mal als Beispiel.

    Ein Mensch kann sagen das die Cola Dose oder die Tiki Torches keine Rolle spielen. Auch nicht das Musikstück das aus einem Auto kam das während der Aufnahme am Gebäude vorbeigefahren ist. Ein Stück Software kann das nicht.

    Hier haben wir das Problem das Uploadfilter das nicht unterscheiden können da sie einfach nur nach Mustern suchen aber keine Zusammenhänge verstehen. Und da die Plattformen generell haften sollen werden sie sowas blocken.

    Bisher hatte man das Notice und Takedown Verfahren. Die Rechteinhaber haben gemeldet was sie gestört hat und das wurde dann runtergenommen. Oder die Rechteinhaber konnten das Monetarisieren und es Online lassen aber haben dafür Geld bekommen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.18 19:36 durch RipClaw.

  4. Re: Digitale Rechtssicherheit

    Autor: ko3nig 07.11.18 - 19:28

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast den kern des problems nicht erkannt. 6, setzen!

    Ich wünschte, einzelne Kommentare könnten auf die Trollwiese verschoben werden

  5. Re: Digitale Rechtssicherheit

    Autor: Anonymer Nutzer 07.11.18 - 19:31

    ko3nig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du hast den kern des problems nicht erkannt. 6, setzen!
    >
    > Ich wünschte, einzelne Kommentare könnten auf die Trollwiese verschoben
    > werden

    RipClaw hat es gut erklärt. Ich mach mir die Arbeit bei diesem User nimmer.

  6. Re: Digitale Rechtssicherheit

    Autor: RipClaw 07.11.18 - 19:38

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ko3nig schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Prinzeumel schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Du hast den kern des problems nicht erkannt. 6, setzen!
    > >
    > > Ich wünschte, einzelne Kommentare könnten auf die Trollwiese verschoben
    > > werden
    >
    > RipClaw hat es gut erklärt. Ich mach mir die Arbeit bei diesem User nimmer.

    Danke. Christian Solmeke hat das in einem Video auch recht gut herausgestellt. Er ist immerhin Rechtsanwalt für Medienrecht und kennt die Praxis wie komplex Rechte an bestimmten Inhalten sein können.

    [youtu.be]



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.18 19:39 durch RipClaw.

  7. Re: Digitale Rechtssicherheit

    Autor: Tet 07.11.18 - 22:02

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch am Ende nichts anderes wie in der Analogen Welt. Wenn du etwas
    > geschaffen hast oder besitzt, dann darf es ein anderer nur mit deiner
    > Erlaubnis haben. Nichts weiter ist die Reform.

    Schon das ist völlig falsch. Wäre dem so, dann wären Sie auch dafür haftbar, wenn es einem anderen gegen seinen Willen aufgezwängt wird. Aber das will die MAFIA natürlich nicht, weil sie dann für die Lärmbelästigung durch Wohnblockbeschaller haftbar wären, weshalb es kein entsprechendes Gesetz gibt.
    Das Ziel der Reform ist stattdessen zum finanziellen Vorteil der Rechteverwursterlobby andere Menschen in ihren Rechten zu beschneiden.

    > Außerdem sind Nutzer die keinen Profit erwirtschaften auch unter Fair Use geschützt.

    Das ist Blödsinn. Fair Use gibt es in den USA, nicht in der EU.

    > Und nur weil ne Cola Dose im Hintergrund liegt oder jemand auf seinem
    > iPhone tippt, greift das noch lange nicht. Weil es sich ja nicht explizit
    > darum dreht.

    Auch das ist Blödsinn. Im Gegenteil, nur weil eine rot-weiße Dose im Hintergrund liegt wird erst einmal gesperrt, da es sich ja um eine Coca Cola Dose handeln könnte (wober Coca Cola nicht so asselig ist, einige Rechteverwurster dagegen schon, die zum Beispiel Urheberrechte an aufgenommenen Vogelgezwitscher behaupten oder sich Werbeeinnahmen eines Youtubers einverleiben, weil im 10 Minuten langen Video für ein paar Sekunden ein Wohnblockbeschaller vorbeifährt, der die Ohren der Passanten mit Lärm malträtiert, auf den der Verwurster Rechte hat.

    > Die Rechteinhaber möchten auch davor geschützt sein, dass wen
    > z.B. Extremisten ihren Content verbreiten und dann dort auftauchen. Die
    > Tiki Torches hier mal als Beispiel.

    Wer schützt Scania davor, dass ein Extremist einen ihrer Lkws benutzt, um auf einem Weihnachtsmarkt vorbeizuschauen?
    Da könnte man sich auch Systeme zum Nachteil aller ausdenken um die Lkw-Hersteller zu schützen, dass ihre Fahrzeuge für so etwas missbraucht werden.

    > Wer sein Leben mit Youtube bestreitet, sollte dann halt auch so
    > professionell sein und sich die Erlaubnis von Content einholen.

    Dumm nur, wenn man sich überhaupt nicht im klaren ist, von wem der Content stammt, weil er zum Beispiel nur als Störgeräusch auftaucht. Oder, wenn man sich absolut sicher ist, alle Rechte zu besitzen, sich ein Rechteverwurster dennoch illegal Rechte anmaßt - etwas das gar nicht so selten passiert. Oder noch häufiger der Upload gleich scheitert, weil andere sich nicht vorhandene Rechte anmaßen. Strafen sind für derartige Anmaßungen natürlich nicht vorgesehen, den Nachteil tragen zu 100% die kleinen Urheber, während die Rechteverwurster Profit aus Dingen ziehen, die ihnen überhaupt nicht zustehen.

    > Schon heute
    > dürften die ganzen Game Streams und sonstigen Medien um die Spiele nicht
    > existieren. Weil die Publisher und Entwickler eigentlich explizit zustimmen
    > müssen.

    Das ist falsch. Sicher für einen ingame Stream wird normal die Zustimmung des Publishers benötigt, für eine Kritik, die durchaus auch Elemente aus dem Spiel enthalten kann, dagegen nicht. Dass im ersteren Fall häufig keine Zustimmung eingeholt wird, liegt alleinig daran, dass in der Regel mit einer solchen zu rechnen ist, denn für die Publisher sind derartige Streams kostenlose Werbung - weshalb es in dem Bereich auch kaum zu Takedowns kommt.

    > Oh und nicht zu vergessen die ganzen Youtuber die sich permanent
    > gegenseitig Striken um den anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen machen
    > von ihren Rechten, die die EU jetzt verbrieft regen Gebrauch.

    Schöne Verallgemeinerung am Ende. Regeln, die sich zum Vorteil einer kleinen Gruppe gegen alle richten, werden damit begründet, dass eine andere, noch kleinere Gruppe diese wahrscheinlich auch für sich nutzen würde.

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