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Projektstandort Deutschland

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  1. Projektstandort Deutschland

    Autor: Fudanti 14.08.21 - 11:30

    Recht hat er (Musk). In Deutschland Großprojekte umzusetzen ist der Horror. Das macht Deutschland als Standort unattraktiver. Auch die Hexenjagd durch "Umweltschutzverbände" und Bürgerbewegungen auf Tesla hat in der Welt einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen. Selbst in einigen Youtubekanälen wird Deutschland schon verspottet, wo vorher Optimismus und Offenheit herrschte.

    Dabei wäre es gerade für die Umwelt wichtig, dass Großprojekte in Deutschland unter gewissen Auflagen umgesetzt werden, um ein Abwandern in andere Länder, die es mit der Naturschutz nicht so ernst nehmen, zu unterbinden (s. Aluindustrie Russland usw.).

    Und hierzulande springt die grüne Liga, Nabu, Grüne etc. und andere auf die Modebewegung der Dämonisierung auf, natürlich auch um an der Aufmerksamkeit zu partizipieren, die Tesla bekommt.

    Kontrolle und Einhaltung der Regeln ist wichtig, aber die Argumente, die gegen den Bau der Fabrik eingebracht werden, sind zunehmend übertrieben und unangebracht. Das haben die Gerichte zum Glück auch verstanden. Mit derartiger Kurzsichtigkeit und fehlendem Blick aufs Ganze schaffen sich die Umweltverbände, Grüne, Gegner selbst ab und machen sich unglaubwürdig.

    Tesla hätte sicherlich besser informieren können. Dann hätte es ggf. auch nicht den Widerstand gegeben. Ich denke die wenigsten wissen überhaupt, was der langfristigen Mehrwert der Fabrik sowohl ökologisch, als auch wirtschaftlich ist.

    Es gilt eine bessere Balance zu finden zwischen Naturschutz und Projektumsetzung. Die vorgeschlagenen "Sonderrechte" für beschleunigte Umsetzung der Projekte, die der Natur auf lange Sicht förderlich sind, halte ich für sinnvoll, solange eine informierte, unvoreingenommene und unbeeinflusste Bewertung der Projekte vorab erfolgt.

  2. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Eheran 14.08.21 - 12:17

    Ja, China macht das z.B. viel besser. Da werden zur Not auch mal 100'000 zwangsumgesiedelt und erhalten (teilweise?) keinerlei Entschädigung. Viel besser als mit rechtsstaatlichem Klagerecht, was zwangsläufig Zeit kostet.

    >solange eine informierte, unvoreingenommene und unbeeinflusste Bewertung der Projekte vorab erfolgt.
    Wie soll das innerhalb von ein paar Wochen (also deutlich schneller) laufen, wenn schon die Bestandsaufnahme der Natur dort Monate dauert?

  3. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Fudanti 14.08.21 - 13:10

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, China macht das z.B. viel besser. Da werden zur Not auch mal 100'000
    > zwangsumgesiedelt und erhalten (teilweise?) keinerlei Entschädigung. Viel
    > besser als mit rechtsstaatlichem Klagerecht, was zwangsläufig Zeit kostet.
    >
    > >solange eine informierte, unvoreingenommene und unbeeinflusste Bewertung
    > der Projekte vorab erfolgt.
    > Wie soll das innerhalb von ein paar Wochen (also deutlich schneller)
    > laufen, wenn schon die Bestandsaufnahme der Natur dort Monate dauert?

    Naja, da schwingst du jetzt von einem Extrem (Deutschland) zum anderen (China). Das ist ja gerade der Punkt. Unternehmen sollen möglichst davon abgehalten werden in Ländern wie in China, Russland etc. zu bauen. Das schafft man aber nicht wenn wie in Deutschland Genehmigungsverfahren so bürokratisch und unoptimiert aufgebaut sind. Das heisst ja nicht dass man sämtliche Sorgen über Bord wirft.

    Ich halte Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Schnelligkeit nicht als unvereinbar, auch wenn man natürlich nie so schnell sein wird wie China. Aber weniger Abschreckung geht bestimmt.
    Grünheide ist bspw. als Gewerbegebiet schon vorher erschlossen worden. Keine 500m weiter ist ein Gewerbegebiet das größer ist als die Gigafactory mit Lidl, Edeka usw, trotzdem muss bei der Erschließung des neuen Gebietes das "Rad" komplett neu erfunden werden. Das Gebiet der Gigafactory wurde bereits vor einigen Jahren BMW angeboten.
    Aber vor allem Bürokratisch hat Deutschland einiges zu bieten, im negativen Sinn

  4. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Nutzer-name 14.08.21 - 13:11

    Warum dauert es Monate? Gibt es hierfür eine plausible Erklärung? Die Größe der Fläche kann es ja nicht sein.

  5. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Dwalinn 14.08.21 - 13:34

    Ohne Umweltschutz würde kaum einer ein Tesla kaufen wollen

  6. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: leonardo-nav 14.08.21 - 13:43

    Der hat Anfang 2020 angefangen zu bauen und kriegt 1 1/2 Jahre später nen Flitz weil's wegen Umweltbedenken noch nicht fertig ist.

    Albern, ungeduldig, kindisch, dumm.

  7. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Knuspermaus 14.08.21 - 14:09

    ... aus der Vergangenheit Lernen... BER!

    (viele ältere Links sind mittels Leerzeichen deaktiviert, da ich bis vor kurzem noch keine Posten durfte)
    Alles was ich schreibe ist meine persönliche Meinung. Nicht immer gebe ich dem Leser genehme Quellen an.

  8. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Fudanti 14.08.21 - 15:22

    leonardo-nav schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der hat Anfang 2020 angefangen zu bauen und kriegt 1 1/2 Jahre später nen
    > Flitz weil's wegen Umweltbedenken noch nicht fertig ist.
    >
    > Albern, ungeduldig, kindisch, dumm.

    Die größten Einwände sind nicht wegen der Umweltbedenken sondern wegen der Bürokratie und fehlender Digitalisierung.
    Hierzu hat Tesla Vorschläge unterbreitet. Mit unangemessenem Wortklang, aber durchaus diskussionswürdig. Albern ungeduldig kindisch und dumm ganz bestimmt nicht.

    Man muss sich schonmal fragen warum in Deutschland so viele Großprojekte scheitern oder weit über die Kosten/Zeit gehen.
    In der Schweiz wird auch hoher Wert auf Naturschutz und Nachhaltigkeit gelegt. Trotzdem werden Projekte z.T. noch vor dem verabschiedeten Termin und innerhalb der Kosten umgesetzt (bspw. Gotthard Basistunnel- Längster Eisenbahntunnel der Welt)

    Das liegt nicht immer an schlechtem Projektmanagement sondern auch und vor allem an den politischen und bürokratischen Gegebenheiten.

  9. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Trockenobst 14.08.21 - 15:48

    Fudanti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber vor allem Bürokratisch hat Deutschland einiges zu bieten, im negativen Sinn

    Ich kenne jemand im Architekturumfeld, die haben eine Person bei einer großen Baufirma, die hat persönliche Profile von allen wichtigen Leuten in Bauämtern. Die weiß wie die Leute ticken und welche Prozesse sie bevorzugen. Und wann sie im Urlaub sind. Die Stellvertreter machen nämlich meist nix. Da werden Bauabschnitte einfach um sechs Monate verschoben, weil es keinen Sinn macht man käme nicht durch. Dazu uralte IT und 20 Leute zu wenig im Amt.

    Das kann man durch deklinieren, etwa beim Ordnungsamt, die sich ständig mit der Falschauslegung von Paragraphen wichtig müssen. Restaurantbesitzer sind z.T. ständig im Kriegszustand. Denn die im Amt müssen ihren Job auch irgendwie rechtfertigen also idealerweise fünf bis sechs Klagen im Jahr, dann weiß der Chef: ah, das passiert was. Es spielt dann nicht mal eine Rolle ob man vor Gericht verliert. Das ist alles maximal Krank.

  10. Re: Projektstandort Deutschland

    Autor: Knuspermaus 14.08.21 - 16:00

    Musk hat noch nicht begriffen, welche "Rädchen" im System Deutschland er zu schmieren hat, damit er seine Fabrik genehmigt bekommt, die "Rädchen" sind aktuell blockiert von den etablierten Schmierlappen, die mit der Kanzlerin, das "Ölen" besprechen...

    Was wurde denn beschlossen?
    -" 500 Millionen Euro für Unternehmen, die Laster der Abgasnormen Euro 3, 4 und 5 gegen Lkw der neuen Norm Euro 6 eintauschen, und weitere 500 Millionen Euro für die öffentliche Beschaffung, also etwa den Austausch alter Feuerwehrwagen."

    Ja, genau, Euro 6 LKW! Da ist nix elektrisch, außer die Beleuchtung... also, der schöne Schein...

    -"bis Ende 2022 Schnelllade-Infrastruktur an einer von vier Tankstellen, bis Ende 2024 an jeder zweiten und bis Ende 2026 an drei von vier Tankstellen."

    Ja, genau! An Tankstellen! Für E-Fuel Fahrzeuge...

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/autogipfel-darauf-haben-sich-angela-merkel-und-die-industrie-geeinigt-a-dcea12c0-2902-4949-ba0d-d09573c8ce55

    Noch immer sind wir im Wahljahr und Angela hat es bis 2026 beschlossen, das an drei von vier Tankstellen sich eine Schnellladesäule zu befinden hat...
    Strike...
    In diesem Wahl- Jahr wird alles versprochen, damit die Gönner wieder an's Ruder kommen und sobald sie es sind, bekommen sie, wie bei der Bildung immer wieder, ein Finanzierungsproblem oder, auch sehr beliebt, sie schieben es auf die Länder ab, wie im Artikel schon mal Handfest angedeutet -> "Die Länder sind aufgerufen, sich zu beteiligen".
    Was kurzum bedeutet, wenn es stockt mit die Geld, waren eben die Länder Schuld, wie auch schon immer... bei der Bildung!

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