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Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

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  1. Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Eswil 15.09.17 - 12:05

    Mir ist schon länger aufgefallen das man versucht uns mit gefälschten kommentaren in eine gewisse Richtung zu lenken. Sei es in den Kommentaren zu politischen Artikeln in der Welt oder der Zeit und natürlich auch in Facebook oder Twitter. Ich meine da braucht man nicht den Wahlcomputer zu sabotieren wenn vorher schön eine Meinung geschürt wird. Hat man ja in Amerika gesehen.

    Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker aber ich kann mir oftmals nicht vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Leser solch eine Meinung vertritt. Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

  2. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: ElMario 15.09.17 - 12:12

    Der Wahlomat sagt nein !

  3. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: non_existent 15.09.17 - 12:14

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist schon länger aufgefallen das man versucht uns mit gefälschten
    > kommentaren in eine gewisse Richtung zu lenken. Sei es in den Kommentaren
    > zu politischen Artikeln in der Welt oder der Zeit und natürlich auch in
    > Facebook oder Twitter. Ich meine da braucht man nicht den Wahlcomputer zu
    > sabotieren wenn vorher schön eine Meinung geschürt wird. Hat man ja in
    > Amerika gesehen.
    >
    > Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker aber ich kann mir oftmals
    > nicht vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Leser solch eine Meinung
    > vertritt. Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet
    > und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    Das liegt am Wahlprogramm der AfD. Viele der Punkte sind durchaus sinnvoll und gerechtfertigt. Son bisschen wie bei Handleserinnen. Die geben auch nur generische Sätze von sich, die irgendwann mal zutreffen (Sie werden Glück haben/Pech haben/Sex haben/whatever). Ich komme auch auf ~40% bei der AfD, wohingegen ich bei CDU auf 32% und SPD auf gerade mal 23% komme.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 12:15 durch non_existent.

  4. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 12:16

    > Mir ist schon länger aufgefallen das man versucht uns mit gefälschten
    > kommentaren in eine gewisse Richtung zu lenken.

    Was sind denn "gefälschte Kommentare"? Ich gehe mal davon aus, dass derjenige, der da postet, schon das glaube, was er da schreibt. Er schreibt vielleicht unter einem erfundenen Namen, aber ich gehe auch davon aus, dass Deine Eltern Dich nicht "Eswil" genannt haben.

    Ich teile nicht die Grundhaltung der AfD, aber nach der Hexenjagd, die in den Medien auf Leute veranstaltet wird, die auch nur mit dem Gedanken spielen, die vielleicht wählen zu können, kann ich jeden gut verstehen, der seinen Namen nicht angeben möchte.

    > Sei es in den Kommentaren
    > zu politischen Artikeln in der Welt oder der Zeit und natürlich auch in
    > Facebook oder Twitter. Ich meine da braucht man nicht den Wahlcomputer zu
    > sabotieren wenn vorher schön eine Meinung geschürt wird. Hat man ja in
    > Amerika gesehen.

    Vielleicht ist die entsprechende Öffentlichkeit einfach größer als man denke und wir erleben bei der nächsten Wahl in abgemilderter FOrm auch den Trump-Effekt. Durch die ganze Verdammung gibt in Umfragen niemand zu, die AfD wählen zu wollen, in der Kabine sieht das aber ganz anders aus.

    > Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker aber ich kann mir oftmals
    > nicht vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Leser solch eine Meinung
    > vertritt.

    Mehrheit vielleicht nicht, aber anscheinend sind diese Personen recht aktiv im Netz.

    > Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet
    > und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    Naja, der Wahl-O-Mat bildet Positionen des Wahlprogramms ab. Gerade Kinder sind oft erstaunlich konservativ und ehrlich in den Antworten. Sie kennen die Programme nicht. Bei vielen Fragen weiß man als Erwachsener schon, welche Position mutmaßlich der AfD zufällt, und da man die ja nicht wählen will, das Ergebnis so nicht haben will, nimmt an diese Position nicht. Das passiert ziemlich unbewusst. Kinder haben diese Filter noch nicht.

  5. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Markus08 15.09.17 - 12:29

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist schon länger aufgefallen das man versucht uns mit gefälschten
    > kommentaren in eine gewisse Richtung zu lenken. Sei es in den Kommentaren
    > zu politischen Artikeln in der Welt oder der Zeit und natürlich auch in
    > Facebook oder Twitter. Ich meine da braucht man nicht den Wahlcomputer zu
    > sabotieren wenn vorher schön eine Meinung geschürt wird. Hat man ja in
    > Amerika gesehen.
    >
    > Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker aber ich kann mir oftmals
    > nicht vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Leser solch eine Meinung
    > vertritt. Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet
    > und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    Was für mich krass ist dass bei mir auch viele Übereinstimmungen mit der AFD zusammenkommen, aber auch mit der Linken.
    Aber wenn ich dann mal bei DeinWal die Auswertung mache habe ich müsste ich voll zu den Freien Wählern und den Linken tendieren. Ich glaube hier merkt man dann erst was die Parteien versprechen und wie sie dann am Ende im Bundestag abstimmen.

  6. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Eswil 15.09.17 - 12:36

    Das ist es ja was ich meine. Ein Kind wird durch die Schule auf den Wahlomat aufmerksam gemacht, gibt seine Antworten ein und ihm wird gesagt welche Partei zu ihm passt. Egal wie er tatsächlich eingestellt ist. Egal was die Partei in Wirklichkeit für Praktiken ausübt und was für Ziele sie verfolgt. Deshalb finde ich diese Software nicht geeignet um jemanden zu sagen welche Partei ihn am besten vertreten würde. Da wird jemand unerfahrenes auf eine falsche Bahn gelenkt.

  7. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 12:46

    > Das ist es ja was ich meine. Ein Kind wird durch die Schule auf den
    > Wahlomat aufmerksam gemacht, gibt seine Antworten ein und ihm wird gesagt
    > welche Partei zu ihm passt. Egal wie er tatsächlich eingestellt ist. Egal
    > was die Partei in Wirklichkeit für Praktiken ausübt und was für Ziele sie
    > verfolgt.

    Tja, vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis für einen 13jährigen. Was Parteien ins Wahlprogramm schreiben und was sie dann tun, kann sehr unterschiedlich sein. Ich glaube, auch viele CDU/CSU Wähler waren überrascht, als die Kanzlerin die Grenzen öffnete.

    Und da kommst Du dann eben als Papa ins Spiel, dem Jungen klar zu machen, dass es bei Wahlen vor allem um Werte geht und nicht um konkrete Punkte im Wahlprogramm.

  8. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Eswil 15.09.17 - 12:46

    @Oktavian

    Nein, meine Eltern haben mich nicht Eswil genannt. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Menschen über die Kommentare andere manipulieren/Meinungen bilden können. Eine Gruppe von wenigen kann so tun als ob sehr viele die gleiche Meinung haben indem sie unter verschienden Namen ihre Meinung kund tun. Das geschieht in der Propaganda meistens auch so. Andere Meinungen erscheinen dann als viel weniger wichtig und als Ausnahme.

  9. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 12:53

    > Nein, meine Eltern haben mich nicht Eswil genannt.

    Okay, also sind wir und schon mal einig, dass der Name völlig egal ist. Finde ich wichtig.

    > Aber das ändert nichts
    > an der Tatsache, dass Menschen über die Kommentare andere
    > manipulieren/Meinungen bilden können.

    Natürlich, das tun Linke wie Rechte, Grüne wie Liberale. Man diskutiert und kommentiert ja gerade, um Meinung zu erzeugen. Selbst im Radio und Fernsehen passiert das dauernd, Zeitungen leben davon.

    > Eine Gruppe von wenigen kann so tun
    > als ob sehr viele die gleiche Meinung haben indem sie unter verschienden
    > Namen ihre Meinung kund tun.

    Nun ja, dafür haben die anderen die Massenmedien fest im Griff, die meisten Zeitungen, etc.

    > Das geschieht in der Propaganda meistens auch
    > so. Andere Meinungen erscheinen dann als viel weniger wichtig und als
    > Ausnahme.

    Wieder eine wichtige Aufgabe als Papa: Sohnemann beibringen, dass man nicht dem Herdentrieb folgen sollte. Social Proof hat heute keine Bedeutung mehr.

    Nach Kant: Sapere aude! Wage zu denken!

  10. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Herr Unterfahren 15.09.17 - 13:06

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker aber ich kann mir oftmals
    > nicht vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Leser solch eine Meinung
    > vertritt. Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet
    > und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    Welche Werte bringst Du Deinem Jungen bei?

    Selbst wenn man ein wenig globalisierungs- skeptisch eingestellt ist und Merkel nicht mag - die Afd vertritt so viele üble Positionen, da muß man die schon in einen exklusiven Vergleich mit MLDP und NPD schicken, damit die die Nase vorne hat.

  11. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Eswil 15.09.17 - 13:26

    @Herr Unterfahren

    Na jedenfalls war er mit dem Ergebnis unzufrieden ;-)

  12. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Fettoni 15.09.17 - 14:04

    Tut mir leid aber wer sein Kreuz anhand des Wahlomaten macht, braucht sich hinterher nicht über die politische Situation in Deutschland beschweren.
    Dieses unsagbare Herunterbrechen von komplexen Themen und Zusammenhängen zu einem simplen "stimme zu" und "stimme nicht zu" entspricht genau dem politischen Interesse und der Aufmerksamkeitsspanne von vielen deutschen. Die meisten gehen dann nicht mal zur Wahl, sondern fanden es nur interessant, was als Ergebnis für sie herausgekommen wäre.

    Die AFD zum Beispiel trifft viele populistische Aussagen, die ja grundsätzlich in der Aussage nicht (immer) verkehrt sind. Selbst die Linke geht ja mit einigen Punkten konform. Das Problem ist nur, dass sie keine umsetzbaren Lösungen parat haben, oder ihre Lösungswege eben (passiv formuliert) einfach nicht gut sind.

    Wenn man sich dann abseits ihres Wahlprogamms noch die AFD-Politiker ansieht und anhört, fehlt es ihnen wirklich komplett an Glaubwürdigkeit und oft kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. Zugegeben, das ist bei vielen Parteien so, aber bei der AFD kommt noch dieser braune Hauch dazu. Das leite ich nicht mal von der meiner Meinung nach berechtigten Kritik zum Umgang mit Flüchtlingen ab, sondern das trieft bei diesen Leuten aus allen Aussagen und Gesten (Gauland, Höcke, Petry, von Storch). Wenn man sich dann noch den Wandel in der AFD über die letzten Jahre ansieht, wie man z.B. Lucke abgesägt hat usw. kann ich wirklich nur hoffen, dass diese Partei in Zukunft wieder schrumpft. Die Partei ist meiner Meinung nach nicht (mehr) wählbar.

    Eine funktionierende Demokratie muss die AFD aber aushalten. Ich habe dennoch Angst, dass die CDU wieder das Rennen macht, denn dann werden in 4 Jahren sicher noch mehr Leute radikalisiert sein. Und ich kann es ihnen nicht mal verdenken, denn es geht ja um deren Leben (z.B. um die Renten, Wohnsituationen, Arbeitsplätze usw).



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 14:21 durch Fettoni.

  13. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Voutare 15.09.17 - 14:16

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... den Wahlomat getestet und ihm wurde wiederholt die ...

    Den Wahlomat ist nur ein Indikator, welche Parteien für dich interessant sind zum weiter schauen.

    Bedenke dir dass eine "kleinere" Partei (wenn die dann wirklich durch eine Koalition als Regierungspartei wird) sich nicht für alle seine gegeben Antworte in ein Koalitionsvertrag einsetzen kann. Und dann meist "Profil" Themen nutzt.

    Dabei ist nur nach den Prozentsatz schauen ein sehr minimal nutzen der Wahlomat.
    Nutze die Möglichkeit zum auswählen von 8 Parteien (mehrmals mit unterschiedliche) und lese die Antworte durch die die unterschiedliche Parteien geben.

    So manches Argumentation war durchaus interessant und hat mir beeinflusst. (Gleiche Antwort, sehr schlechte Argument. Ungleiches Antwort aber mit sehr gutes Argument dabei.)

    Dass solltest nicht nur selbst machen aber auch dein Sohn erklären.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 14:18 durch Voutare.

  14. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Mingfu 15.09.17 - 14:44

    Fettoni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieses unsagbare Herunterbrechen von komplexen Themen und Zusammenhängen
    > zu einem simplen "stimme zu" und "stimme nicht zu" entspricht genau dem
    > politischen Interesse und der Aufmerksamkeitsspanne von vielen deutschen.

    Sicher ist der Wahlomat recht primitiv: Aber gegenüber "Bauchgefühl" oder "wer am schönsten vom Plakat lächelt" ist er zumindest ein gewisser Fortschritt. Und letztlich ist es in der Politik häufig so, dass komplexe Themen am Ende auch nur auf ein Ja oder Nein hinauslaufen und man eigentlich nicht einmal sagen kann, was davon der bessere Weg sein soll, weil alle Wege Vor- und Nachteile haben und die konkreten Folgen in ihrer Gesamtheit unabsehbar sind.

    > Ich habe dennoch Angst, dass die CDU wieder das Rennen macht, denn dann
    > werden in 4 Jahren sicher noch mehr Leute radikalisiert sein. Und ich kann es ihnen
    > nicht mal verdenken, denn es geht ja um deren Leben (z.B. um die Renten,
    > Wohnsituationen, Arbeitsplätze usw).

    Ich bezweifle, dass diese sozialen Themen tatsächlich einen relevanten Anteil dieser Menschen bewegen. Wenn es so wäre, hätte beispielsweise die Linke in der Vergangenheit viel besser bei Wahlen abschneiden müssen. Mir kommt es eher so vor, dass diese Themen momentan gern vorgeschoben werden, wenn es darum geht, Stimmung gegen Asylbewerber zu machen ("Die sollen sich erst einmal um die Armut in der eigenen Bevölkerung kümmern!"). Wenn man aber mal ganz konkret zu diesen sozialen Themen nachhakt, dann kommen stattdessen die gleichen Klischees gegen sozial Schwächere, dass man doch nicht seine Steuern für Faulpelze zahlt, dass wer eine schlechte Rente hat, doch mal hätte anständig arbeiten sollen, ...

    Dazu passt auch, dass die AfD wirtschaftlich eine durch und durch neoliberale Partei ist, die es locker mit der FDP aufnehmen kann. Das stört deren Wähler vielfach überhaupt nicht. Wenn man also die rechte Radikalisierung mit sozialen Belangen rechtfertigen will, dürfte man einer Täuschung aufsitzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 14:45 durch Mingfu.

  15. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Ispep 15.09.17 - 15:16

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist es ja was ich meine. Ein Kind wird durch die Schule auf den
    > Wahlomat aufmerksam gemacht, gibt seine Antworten ein und ihm wird gesagt
    > welche Partei zu ihm passt. Egal wie er tatsächlich eingestellt ist. Egal
    > was die Partei in Wirklichkeit für Praktiken ausübt und was für Ziele sie
    > verfolgt. Deshalb finde ich diese Software nicht geeignet um jemanden zu
    > sagen welche Partei ihn am besten vertreten würde. Da wird jemand
    > unerfahrenes auf eine falsche Bahn gelenkt.


    Im Gegenteil, das wird er genau nicht.

    Der Wahlomat erfindet keine Inhalte, das ist einfach exakt das, was die Parteien wollen.

    Der Wahlomat sagt dir letztlich nur, dass du keineswegs dort stehst, wo du dich selber politisch gerne sehen willst.

    Deine Interessen werden offenkundig von den Programmen der meisten "etablierten" Parteien überhaupt nicht berücksichtigt.

    Da kannst du jetzt deine Stimme wegwerfen und sie trotzdem wählen, weil ein Telemprompterableser mit 400k Jahresgehalt abgelesen hat, dass man die AfD oder die Mauerpartei die Linke nicht wählen darf.

    Oder du trittst für deine Interessen ein und nimmst die objektive Auswertung des Wahlomat an und handelst.

    Nochmal, wenn im Ergebnis nicht die politisch korrekte Wunschpartei erscheint, dann schlicht deshalb, weil sie nichts davon vertritt, was dir wichtig ist.

    Anstatt sich über den Wahlomat zu wundern, würde ich mich lieber fragen, warum ich Parteien wählen sollte, in deren Wahlprogramm meine Lebenswirklichkeit überhaupt nicht stattfindet!

  16. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 15:24

    > Der Wahlomat sagt dir letztlich nur, dass du keineswegs dort stehst, wo du
    > dich selber politisch gerne sehen willst.

    Der Effekt ist lustig und verwirrt auch Parteien regelmäßig.

    So sind die Grünen laut Programm und auch von ihrer Politik her eine linke Partei, die mit Umweltschutz nur noch sehr am Rande zu tun hat. Diese Politiker müssen in Umfragen immer wieder feststellen, dass ihre Wähler eher konservativ sind, Bildungsbürgertum, die sich eine Schwarz-Grüne Koalition sehr gut vorstellen können. Nicht immer passen Fremdbild und Selbstbild zusammen.

  17. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Walter Plinge 15.09.17 - 15:55

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    Nun, die Selbsteinschätzung hängt leider sehr vom eigenen Umfeld ab. Wenn Sie sich als links einschätzen, muss das noch lange nicht der Realität entsprechen. Abgesehen davon vertritt die AfD auch viele wirtschaftsliberale (man kännte auch neoliberal sagen) Positionen. Von daher wäre es interessant, welche Parteien bei Ihnen auf Platz 2 und 3 gelandet sind (und mit welchem Abstand).

    Ist es die FDP oder die CDU (und relativ nah dran) würde ich sie politisch als konservativ-wirtschaftsliberal einschätzen. Sind es die Linken, neigen sie zu eher rkonservativ-nationalen Positionen. Sind es die Grünen oder die SPD würde ich konservativ-umweltorientiert sagen. Was sie aber bei dem Ergebnis ganz sicher nicht sind: progressiv. Sie scheinen einfach nur in einem extrem konservativem Umfeld zu leben, so dass sie in diesem ein verhältnismäßig progressives Selbstbild aufbauen können.

  18. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Fantasy Hero 15.09.17 - 15:56

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist schon länger aufgefallen das man versucht uns mit gefälschten
    > kommentaren in eine gewisse Richtung zu lenken. Sei es in den Kommentaren
    > zu politischen Artikeln in der Welt oder der Zeit und natürlich auch in
    > Facebook oder Twitter. Ich meine da braucht man nicht den Wahlcomputer zu
    > sabotieren wenn vorher schön eine Meinung geschürt wird. Hat man ja in
    > Amerika gesehen.
    >
    > Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker aber ich kann mir oftmals
    > nicht vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Leser solch eine Meinung
    > vertritt. Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet
    > und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    +1

  19. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Thiesi 15.09.17 - 16:35

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So sind die Grünen laut Programm und auch von ihrer Politik her eine linke
    > Partei, die mit Umweltschutz nur noch sehr am Rande zu tun hat. Diese
    > Politiker müssen in Umfragen immer wieder feststellen, dass ihre Wähler
    > eher konservativ sind, Bildungsbürgertum, die sich eine Schwarz-Grüne
    > Koalition sehr gut vorstellen können. Nicht immer passen Fremdbild und
    > Selbstbild zusammen.

    Klar. Die Öko-Anti-Studenten-Hausbesetzer-Kiffer-Grünen haben ja dann wohl doch irgendwann mal ihr Studium abgeschlossen, den Joint beiseitegepackt und festgestellt, dass man, wenn man nicht permanent high ist, mit dem Gehalt eines Uni-Absolventen ein nettes Reihenhaus bewohnen kann, das fließend Wasser nicht nur von den Wänden hat; sie haben bemerkt, dass es irgendwie doch angenehmer ist, in Kleidungsstücken - gerne zur Gewissensberuhigung aus dem Öko-Bio-Fairtrade-Laden - herumzulaufen, bei denen die Hauptmerkmale nicht Loch, Dreck und alt sind - kurz: das ehemals verhasste erzkonservative bürgerliche Leben wird zum angestrebten Lebensmodell.

    Damit einhergehend verschiebt sich natürlich auch die politische Interessenlage. Auf einmal werden ehemalige Kampfbegriffe wie Grunderwerbs- und Kapitalertragssteuer wichtig, und im Portemonnaie hat man anstatt der Nummer des Dealers die des Steuerberaters.

    Für manche gehört es einfach zum guten Ton, dass sie dennoch weiter grün wählen, auch wenn sie mittlerweile eigentlich besser bei der CDU aufgehoben wären. In Baden-Württemberg haben die Grünen das erkannt und kurzerhand einen CDU-Mann an ihre Spitze gesetzt. Das war ein sehr genialer Schachzug, denn so bekommen die dortigen Grünen-Wähler die konservative Politik, die sie sich eigentlich wünschen, ohne sich als CDU-Anhänger outen zu müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 16:36 durch Thiesi.

  20. Re: Das ist sie die angedrohte Beeinflussung z.B. zur Wahl

    Autor: Trockenobst 15.09.17 - 17:09

    Eswil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vertritt. Selbst mein 13 Jähriger Sohn hat zweimal den Wahlomat getestet
    > und ihm wurde wiederholt die AFD vorgeschlagen. Wie kann das angehen. Ich
    > würde sagen unsere Familie ist eher links eingestellt.

    Das was im Wahlprogramm steht ist doch nur die halbe Wahrheit. Natürlich würde ich das so schreiben, dass ich ganz viele Leute erreiche. Ein wenig politische Haarklauberei würde ich allen Parteien unterstellen.

    "Bildung verbessern" ist ein schöner Allgemeinplatz und dann kann ich als Journalist das auch so abfragen. In der Praxis wird die Bildung dann Richtung "völkisches Brauchtum" und "Alte Volkslieder" "verbessert".

    Das war bei den Wählern sicherlich nicht gemeint. Deswegen sollte der Wahl-o-Mat zukünftig nicht das Wahlprogramm umklöppeln, sondern zu selbstgestellten Fragen Antworten der Parteien einholen. Es können ja auch Fragen sekundärer Natur gestellt werden, wie z.B. "H4 abschaffen" oder "Rückkehr zur Atomkraft" wo es unangenehm für die Parteien wäre diese zu beantworten. So nimmt man nur das was Bequem ist.

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